Es blitzt und funkelt in der dunklen Stille. Sterne gehen auf, zerspringen und verschwinden wieder. Sternschnuppen rasen durch das große Nichts. Es bleibt dunkel, trotz der vielen Lichter, denn es gibt nichts, was sie beleuchten könnten. Wie winzig erscheint da der Weltendrache, der leise und sanft durch das All schwebt, schlafend, ruhend in der Unendlichkeit. Und doch ist seine Größe unvorstellbar, denn so klein, dass der Drache es selbst nicht wahrnimmt, leben unzählige Wesen auf seinem Rücken. Kaum mehr als eine Hautpore ist doch jede Insel des Lebens eine Welt für sich. Earon ist eine solche Insel voller Leben mit vielen Kontinenten und Meeren. Vom kochend heißen Südpol bis hin in die nördliche Peripherie, die kälter ist, als die Vorstellungskraft eines Menschen reicht. Es ist nur ein schmaler Grad, auf dem die Temperaturen Leben zulassen, und doch ist das Land weit und das Leben zahlreich. Hoch oben in kaum erreichbaren Höhen tronen die Sonnen auf gewaltigen Bergmassiven. Gigantische Kristalle, deren Leuchtimpulse Licht und Wärme bringen.
Eine der Sonnen steht auf dem Silberkamm, einem Gebirgszug, der einen ganzen Kontinent entzweiteilt. Dieser Kontinent ist Aranor, ein Kontinent der Gegensätze, der Gefahren und der Kriege. Einst kamen menschliche Seefahrer hierher und trafen auf Sümpfe, Wüsten und Wäldern, auf Eziff, menschengroße intelligente Echsenwesen, Zyklopen, Elben, Zwerge und auch auf andere Menschen. Sie bauten Städte und kämpften für neue Reiche und neues Recht. Nun haben sie den Kontinent geformt, in Länder unterteilt und besiedelt. Wie die Ratten, so sagt manch ein Elb, haben sie sich vermehrt und verteilt. Doch auch die anderen Chaks, wie sie sich nennen, waren nicht untätig in den Jahrtausenden der Eroberungen. Die Zwerge höhlten den Silberkamm, wie auch viele andere Gebirge und erfreuen sich nun der Künste und der Philosophie. Die Eziff haben sich Donnerechsen und anderes Getier zu eigen gemacht, beeindruckende Bauten erbaut und sich erfolgreich gegen das Eindringen der Menschen in ihr Gebiet gewehrt.
Nun, nach einer langen Phase der Gewalt und der Kriege, ist eine Zeit des Friedens ist herein gebrochen. So scheint es. Doch in Wahrheit lauern mehr Gefahren als in den vergangenen Jahrtausenden den armen Bewohnern Aranors auf. Die Wälder sind verseucht von grausigem Getier und bösen Geistern. In den Städten herrschen oft Tyrannen, die nur auf das Geld der Bewohner aus sind und denen jegliche Mittel recht sind, um ihre intriganten Spielchen zu gewinnen. Die großen Länder sind nur noch ein brüchiges Konstrukt und der nächste Krieg wird von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Auf dem Land ziehen die Raubritter umher und die Straßen sind von Wegelagerern nur so voll gestopft. Und als wenn das nicht genug wäre, ziehen die Tho'Urak umher, orkische Zweibeiner, die selbst vor ihren Mitbrüdern nicht halt machen und alles fressen, was laufen kann. Sie zerstören Dorf um Dorf um ihr Herrschaftsgebiet zu vergessen. Aber auch die weniger gut organisierten Brüder der Tho'Urak, die Orke sind nicht ungefährlich: wer die beiden Orkprovinzen Enrigostin und Porgostin im Alten Reich durchqueren will, sollte sich in acht nehmen, denn das Fleisch der Chaks schmeckt ihnen am besten.
News
2012-11-09Seit einer Weile bastel ich an einer neugestalteten Seite, die im Januar online geht.
2011-05-06
Du spielst gerne Rollenspiel oder willst es mal ausprobieren und wohnst in/bei Köln? Dann kannst du dich unter heinrich@earon.de melden.
Wir wollen uns jeden Donnerstag Nachmittag/Abend treffen. Gespielt wird in der Kölner Innenstadt (Süd), in der Nähe vom Schokoladenmuseum.
