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Autor Thema: [Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark  (Gelesen 16159 mal)

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #45 am: 03. Dezember 2019, 16:28:59 »

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 27

Ich war so wütend, dass ich zu den Pferden hinaus stürmte und überlegte alles hinzuschmeißen. Wütend schnallte ich meine Armbrust auf Anastasia, als ich Frowin hinter mir hörte. Er fragte nach einem Bier, er hatte Geschmack daran gefunden. Ich gab ihm gerne eines und fragte ihn dann auch nach dem Heiler-Ring, denn bei ihm war er eindeutig falsch aufgeben. Als ich den Ring an mich nahm, wusste ich plötzlich, dass das alles wohl ein Zeichen gewesen war. Meine Armbrust hatte ausgedient. Ich streifte die Armschienen ab und den Ring über. Ich würde mich ab nun um das Wohlergehen der Kameraden kümmern - nicht mehr und nicht weniger. Schnell trank ich auch einen kräftigen Schluck von MEINEM Bier und ging wieder hinein - ohne mich würden sie das sonst nicht unbeschadet überstehen.

Drinnen gab Isegrim inzwischen diverse Befehle - ich achtete nicht so ganz drauf, reihte mich aber an der mir zugewiesenen Position in seine Schlachtordnung ein. Die Kameraden hatten im Übrigen herausgefunden, dass die Bücher, die Frowin so gelockt hatten, wohl von der trivial-schlüpfrigen Type gewesen waren. Nicht, dass gerade er nicht daraus etwas gelernt hätte - aber weniger Arkanes.

Langsam rückten wir in den ersten Stock vor, wo Ulfrick schon ungeduldig vor einer Menge an Türen wartete. Ich schaute mir die Türen an - toll verarbeitet und nicht verschlossen. Susi holte eine ihrer Apparaturen heraus und konnte damit offenbar durch die Wände sehen - lauter Schlafräume, offenbar für Bedienstete, eine Küche, ein Esszimmer und ein Bad. Hjoldor stürmte sogleich in die Küche auf der Suche nach etwas trinkbaren - und Isegrimm stürmte beinahe so schnell ins Esszimmer. Grade hielt ich ihn zurück - die Rüstungen sollten ihn nicht wieder gleich wieder angreifen. So probierte ich meinen neuen Zauber gleich mal aus - unglaublich wie toll das wirkt, wenn man jemanden plötzlich nicht sieht.

So verunsichtbart schlich Isegrimm ins Zimmer und kippte die beiden Rüstungen einfach mal um - ohne Effekt, außer einem ohrenbetäubenden Lärm. Derweil war es Susi, die die magische Badewanne zu untersuchte - und vor Schreck gleich mal ein wenig explodierte (was wir aber erst später erfuhren). Wir merkten nur, dass Wasserelementare uns plötzlich aus dem Bad und dem Bierfass in der Küche angriffen. Ulfrick bekam von der Explosion ein wenig ab - das machte ihn nur wütender, und Sarah stürmte voran um ihren Lehnsherrn zu beschützen.

Der Kampf war kurz - ein Wasserelementar wurde von Frowin, der sich noch nicht ganz vom Schreck erholt hatte verdampft - die anderen von Ulfrick, Isegrim und Sarah gefällt. Ich versuchte inzwischen Ulfrick nachzueilen um ihn zu heilen. Die Heiler-Aufgabe war anstrengender als ich vorher gedacht hatte, besonders, wenn man nicht geheilt werden wollte. Nach dem Kampf verbot Isegrimm irgendwelche Alleingänge - aber ohne alles vorweg zu nehmen muss ich sagen: die Disziplin war vor allem bei den nicht militärisch Vorgebildeten eher nicht vorhanden.

Im Stock darüber fanden wir ein gewaltiges Schlaf-, Arbeits- und Wohnzimmer. Wohl vom Hausherrn. Viel spannendes fand sich hier nicht.  Überhaupt hatten wir beschlossen immer einen der Zauberwirker mit einem der Muskelfraktion vorzuschicken - um Überraschungen wie im Bad zu vermeiden.

Ich durfte mit Sarah gehen - die sich einmal nicht zierte, denn sie hatte ein schlechtes Gewissen auf Grund der missglückten Rettung von Frowin im Erdgeschoss. Wir durchsuchten einige Notizen und die Bibliothek, absolut uninteressant. Selbst als wir und die Zeit vertrieben und den Schmachtfetzen "50 Grüntöne - eine historisch akurate Liebesgeschichte aus dem Hochadel von Crysantell" seitenweise abwechselnd lasen, war es nicht interessanter. Der Rest der Bibliothek hier war ähnlich gelagert - ich fragte mich langsam, ob so ein Erzzauberer wohl auch Fachliteratur besaß, oder ob er diese gar nicht benötigte und sich nur der Pornographie hingab.

Die anderen untersuchten derweil Bett, Bettruhe und Tisch. Und fanden doch noch etwas - zwei gewaltige magische Gemmen, einiges an Gold wert und 3 Zauberstäbe. Zwar waren die eingebetteten Zauber für keinen von uns nützlich, aber als Tauschobjekte beim Händler unseres Vertrauens würden die wohl einiges einbringen.

Dann ging es wieder einen Stock höher. Als wir die Türe öffneten sahen wir viele - richtig viele Bücherregale. Und da brannte bei Frowin wieder eine Sicherung durch. Ohne nach rechts oder links zu blicken, stürmte er den Raum - nur um sofort von fliegenden Büchern, Folianten und Pergament angegriffen zuwe dren. Und er hatte nichts besseres vor, als sich unter den Teppich zu verkriechen. Als wir merkten, dass sein Leben nicht in Gefahr war, bahnte sich das Lachen, das uns in den Kehlen stecken geblieben war seinen Bann - und wir beobachteten amüsiert wie Frowin unter dem Teppich einer Sumpfpanzerechse gleich wieder zur Türe robbte. Die Bibliothek - wurde daraufhin beschlossen - würde warten müssen.

Dann kam das Laboratorium des Magiers. Mit allem drum und dran - vorallem einem Braukessel. Von letzterem mussten wir Hjoldor beinahe wieder losreißen, nachdem er kopflos drauf losgestürmt war - und mir klar, dass ich grade vor dem mein Bier in Schutz würde nehmen müssen. Obwohl Hjoldor als erstes auf den Braukessel zustürmte, passierte nichts gefährliches. Einige Gemmen und langweilige Briefe, die Frowin und Sarah interessierten fanden sich, nicht mehr. Wobei wir uns nicht in die Nähe des Seziertisches wagten - die Spulen mit den glühenden und knatternden Funkenbögen, die diesen einrahmten kamen uns verdächtig vor.

Also noch einen Stock in die Höhe - und plötzlich befanden wir uns am Dach auf dem ein gewaltiges Rohr installiert war. War schon der Turm gewaltig, war es dieses Rohr erst recht. Mir war ja vollkommen klar, was das für das Bedürfnis nach Kompensation des ehemaligen Besitzers bedeutete. Ich fühlte mich allerdings etwas fehl am Platz, war ich magisch doch ausgelaugt und während Frowin, Susi und überraschenderweise Hjoldor irgendwas von Sternen und Konstellationen und Beobachtungen brabbelten, machte ich ein Nickerchen, nachdem mir von seiner gräflichen Exzellenz verboten wurde unsichtbar die Bibliothek zu erkunden.

Als man mich weckte und man mir eröffnetem, dass wir nicht fertig waren, weil wir auf die Nacht warten müssten, hob das meine Stimmung auch nicht. Ein wenig besser gelaunt war ich dann bei unserem Mahl in der Küche währenddessen ich Hjoldor und Susi eine Kurzgeschichte der Freikriege - gespickt mit diversen Liedern und Gedichten dar brachte. Auch unsere Rolle am Kriegsende konnte ich dabei erklärte - nur um herauszufinden, dass die anderen während meiner Erzählungen all mein privates Bier ausgetrunken hatten. Sofort verlangte ich von Isegrim, dass man mir das kompensieren würde müssen - sich einfach am Eigentum eines freien Mannes zu vergreifen, das durfte doch wohl nicht sein! Auch wenn wir in diesem Moment wieder aufs Dach gingen, war das Bier betreffend mein letztes Wort noch nicht gesprochen.


Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #46 am: 18. Dezember 2019, 08:40:38 »

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 28

Nun, ich war noch immer von dem unglaublichen Bierdiebstahl dermaßen außer mir, dass ich gar nicht darauf achtete was weiter geschah. Erinnern kann ich mich erst wieder daran, dass plötzlich zwei hässliche leuchtende Kopfgestalten auftauchte. Das geschah offenbar in Reaktion darauf, dass Frowin und Hjoldor in das Riesenrohr, das sie Teleskop nannten geschaut hatten. Hjoldor war seltsam ziellos und faselte, dass er erblindet sei, Ulfrick schien seltsam erschrocken, so dass auch mir eine kalte Hand ums Herz zu greifen schien. Im letzten Moment dachte ich daran, dass meine Göttin mich vor wohl so lächerlichen Lichtgestalten schützen würde und fasste neuen Mut. Ich überlegte noch ob ihr Licht etwas mit Helia zu tun haben könnte, als Ulfrick wegstürmte.

Als ich versuchte meinen Freunden Mut zuzusingen, wollte meine Laute plötzlich nicht auf meinem Rücken spielen, wie sie das in letzter Zeit immer gemacht hatte - und ich fürchtete sie hätte diese Eigenschaft verloren. Schnell griff ich danach und untersuchte sie, als ein gewaltiger Blitz von den Lichtgestalten ausging und sowohl mich als auch Sarah ziemlich hart traf. Nungut, nun war klar, dass die Dinger nicht soo nett waren und nacheinander stürmten die Nahkämpfer auf sie zu und hackten auf sie ein. Und das war der Moment als der Kampf absolut schräg wurde und uns irgendwie zu entgleiten begann. Denn immer wenn eines der Sternenkinder getroffen wurde, verschwand der Angreifer spurlos. Gut - Sarah und ich hatten mal damit zu tun uns zu heilen und Heilkräuter einzuwerfen, als Susi und Frowin meldeten, dass sie nichts magisches gegen die Dinger ausrichten konnten.

Das veranlasste Isegrim zum Rückzug zu rufen und man sammelte sich einen Stock darunter, wo plötzlich auch wieder die Nahkämpfer einer nach dem anderen von unten - warum auch immer - ankamen. Todesmutig verließ ich als letzter das Dach und sang und spottete während ich nun selbst in die Saiten schlug - wobei mir fast eine Saite riss, doch Berna, die gute hielt sie irgendwie mit göttlicher Kraft zusammen. Das Singen und Spotten zumindest schien noch immer zu funktionieren, schauten die Sternenkinder doch plötzlich noch betrübter als davor, überhaupt waren die ordentlich trübsinnig...

Unten entwickelten wir einen Schlachplan, denn Susi eröffnete uns, dass die Sternenkinder wohl einen Umkreis von etwa 10 Schritt entmagisierten, wie sie das nannte. Schnell beschlossen wir die Dinger an den Rand des Turms zu drängen und dann von außerhalb ins Visier zu nehmen. Auch ich griff mir todesmutig mein Schwert und warf mich in die Schlacht. Nach und nach verschwanden meine Kameraden, aber auch die Sternenkinder schienen Schaden zu nehmen. Da ich leider mit dem Schwert wenig Übung hatte, blieb ich die ganze Zeit am Dach, aber so kann ich wenigstens von unserem heroischen Sieg berichten. Ich fühlte mich danach irgendwie - erleuchtet - vor allem als wir merkten, dass die beiden Sternen ihren Tod nur vorgetäuscht hatten und wieder zurück durchs Teleskop in den Himmel krochen.

Kaum war es oben still, machten die Kameraden von unten Radau. Ganz konnte ich es nie klären, aber Frowin war offenbar auf einem großen roten Knopf - versehentlich -  angekommen. Und zwei Kristallgolems waren erschienen - was auch sonst, hat ja jeder als Wächter in seinem Turm rumstehen. Als ich ins Geschehen eingriff hatte Frowin mal wieder das halbe Geschoss in Flammen gesetzt und man hackte und schlug gegen die Golems - solange bis sie dann umfielen.

Dann war es ruhig - und wir verschnauften mal ordentlich, während ich mich um die Wunden kümmerte. Fauch schaute zwar etwas neidisch, er hätte wohl auch gern über die blutenden Stellen geschleckt, aber ganz vertraute ich ihm immer noch so ganz.

Danach ging es endlich in die Bibliothek und ich konnte mal wieder glänzen. Ich zauberte mich unsichtbar und man muss wissen - das ist wie Luftanhalten - man weiß ziemlich genau wie lange man es aushalten kann. So versteckt schlich ich in die Bibliothek und griff mir 3 Spruchrollen. Über mir erkannte ich die Quelle des Bücherregens von davor - der Frowin ereilt hatte - Schwärme von verzauberten Büchern, Folianten und Pergamenten segelten durch das Gewölbe. Das beeindruckte mich wenig und ich spazierte seelenruhig wieder raus, wo ich genau zwischen den anderen wieder erschien. Ein Kinderspiel.

Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich das noch so lange gemacht, wie ich magische Rollen und Bücher gefunden hätte - die anderen wählten den, nunja, barbarischeren Weg. Hjoldor und Isegrimm schlugen und schossen sich durch die Schwärme - und auch Frowin versuchte einen Feuerstrahl, aber irgendwas in ihm sperrte sich  die guten Bücher zu flambieren - es kam nichtmal ein Brizzeln aus seinen Fingern. Egal - irgendwann lagen nur noch Schnipsel am Boden und wir machten uns daran weitere 17 Spruchrollen zu bergen. Das wäre keine schlechte Ausbeute, das musste ich sagen.

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« Antwort #47 am: 20. Januar 2020, 12:38:27 »

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 29

Die nächsten 15 Minuten wurden ein wenig - verrückt. Aber lustig. Frowin, Sarah und ich versuchten nacheinander die restlichen Zauberrollen zu identifizieren. Dabei aktivierten sich etwa ein Drittel davon und die Zauber lösten aus. Manche taten extrem weh, aber als ich dann zufällig eine magische Rüstung aktivierte war eigentlich alles kein Problem mehr. Natürlich half es auch als Frowin endlich herausfand wie man die überreifen Rollen umgehen konnte - auf alle Fälle machten wir hier ordentlich Beute, was vor allem die Zauberwirker freute, konnte man die Rollen sicherlich bei unserem Lieblingshändler eintauschen.

Nach einer kurzen Nachtruhe brachen wir auf. Ein wenig hielten wir uns noch auf weil und Hjoldor die ganze Zeit wegen diesem Kessel nervte, der ja soo perfekt zum Brauen wäre und den wir nicht mitnehmen konnten und den sich sicher jemand unter den Nagel reißen würde (was auch sonst). Frowin benutzte deswegen eine der Rollen und wirkte magisches Schloss auf die Türe des Turms - das würde zumindest versoffene Zwerge abhalten den viel zu schweren Kessel auszubauen und mitzunehmen.

Dann ging es in Richtung des alten Elfenzauberers, des Meisters von Frowins Meister, den wir beinahe zwei Tage lang in den Bergen der südlichen Nordkronenmark suchten. Irgendwann stießen wir auf ein winziges Häuschen. Die Feuerballkrater davor hätten und warnen sollen - im Nachhinein war alles so offensichtlich. Sarah und Theo ließen wir bei den Pferden, bevor wir das Haus untersuchten - eine weise Entscheidung wie sich bald herausstellte.

Vorsichtig gingen wir rund um das Haus, fanden zuerst aber nichts verdächtiges. In dem Häuschen stand in einer Ecke eine Auerhenne - eingeschlossen in einem magischen Kraftfeld. Diese Henne schien uns sagen zu wollen, dass wir ihn doch befreien sollten. Leider konnten wir nicht wirklich mit ihm kommunizieren, denn der Zauber, den ich auf Isegrimm sprach, wirkte nicht. Ulfrick wiederum zeigte ein sehr ungewohnt - mitfühlendes - Verhalten und plädierte für eine Freilassung. Isegrimm war das nicht geheuer, er wollte alles so belassen wie es ist.

Nach einigem Hin und Her beschlossen wir, dass es besser wäre das Huhn freizulassen - es könnte sich ja um den nicht auffindbaren Zauberer handeln. Das war unser Verhängnis.

Als das Huhn frei war stürzte es sich mit ungeahnter Geschwindigkeit und rasiermesserscharfen Federn auf uns und nach und nach wurden wir alle zu Hackfleisch verarbeitet. Es war brutal, unglaublich überraschend, blutig und ein absoluter Alptraum. Als erstes fiel Frowin, dann waren Susi und Isegrimm dran, der noch versuchte das Huhn wieder in den Käfig zu stopfen, den Hjoldor im zugeworfen hatte. Schließlich starb der Zwerg selbst. Als Ulfrick panisch schrie: "Flieh Brim" und ich nicht durchs Fenster hinaus kam wusste ich es ist vorbei. Und das Huhn baute sich auch wirklich vor mir auf. Bevor alles vorbei war sah ich, dass Ulfrick noch stand - das Schwert fest im Griff. Doch das Huhn war unbeeindruckt - es flog ihm einfach durch die Brust.

Ein dunkler Vorhang senkte sich über mich - ich wusste, alles ist vorbei und wartete, dass mich die göttlichen Boten ins Schattenreich führten. Ich hoffte noch, das Berna ein gutes Wort für mich eingelegt hatte und ich an ihrer Tafel der Helden einen Platz im Licht bekommen würde...

Und dann waren wir alle tot - und das in der letzten Session vor Weihnachten. Und er hatte das so geplant...

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« Antwort #48 am: 20. Januar 2020, 12:40:02 »

Alle Spieler hatten über die Weihnachtszeit eine Solo-Session.

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 29b

Was danach kam verschwimmt in meinen Gedanken etwas, aber ich bin mir trotzdem ziemlich sicher, dass es sich dabei um keinen Traum handelte. Das verrückte Huhn hat mich und auch die anderen zerstückelt, brutal zerfetzt und getötet - und doch lebe ich immer noch. Wie es zu letzterem kam erzähle ich etwas später, nun was mir "dazwischen" passiert ist.

Eine Weile irrte ich durch die Dunkelheit - allerdings konnte ich in der Ferne ein Licht erkennen, auf das ich mich zubewegte. Ich kam immer näher und erkannte ein Lagerfeuer, an dem eine Gestalt saß. Bevor ich in den Lichtschein trat sah ich mich um - es sah ungefährlich aus, die Gestalt irritierend bekannt. Sie begrüßte mich und ich trat näher. Das seltsame Gefühl in einen Zerrspiegel zu sehen erfüllte mich. Die Gestalt sah mir unglaublich ähnlich und ebenso gut aussehend und doch fremd. Ich drückte das unbeholfen wie selten aus und die Gestalt lachte und meinte sie hätte nicht gedacht, dass ich mich an meinen Großvater nicht erinnern würde. Aber wie konnte ich denn - ich hatte ihn nie als jungen Mann gesehen!

Wie glücklich ich war meinen Großvater zu treffen und mich mit ihm unterhalten zu können und wie schockiert, als er mir eröffnete, dass er nur hier wäre um mir die Zeit vor Lorrs Tor zu erleichtern. Wir warteten nur auf den Avatar des Todes, der mich holen würde. Doch was sollte man machen? Wir einigten uns das beste aus unserer Zeit zu machen und plauderten drauflos. Ich erfuhr so einiges unerwartetes von Opa Johann, auch dass ich wohl nicht der einzige bin, der durch die Laute - in der offenbar ein launisches Wesen namens Orion lebt - zaubern lernte und auch wie das damals war, als er meine Oma kennengelernt hat. Über dies und das redeten wir,  Opa war zum Beispiel  leicht irritiert als er erfuhr, dass ich noch keine Familie gegründet hatte und redete mir diesbezüglich gut zu. Allerdings war es in dieser Situation eher sinnlos - ich wartete doch nur auf meinen Übertritt ins Reich der Toten. Nichtsdestotrotz beschloss ich meinen Opa nicht zu enttäuschen und es ab diesem Zeitpunkt ernsthafter zu versuchen.

So verging eine schwer einschätzbare Zeitspanne bis sich der Gesandte des Todes ankündigte. Eine riesige Gestalt - die versuchte mich zu packen und zu treffen. Durch irgendeinen Zauber wurde ich mittels eines goldenen Fadens herumgewirbelt und immer wieder aus der Reichweite der dunklen Gestalt gezerrt. Meinem Opa gefiel dieses Schauspiel, das ich nicht wirklich verstand und er applaudierte - als der Faden mich plötzlich vom Lagerfeuer, ihm und der Gestalt wegzerrte - zurück in die Dunkelheit.

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« Antwort #49 am: 11. Februar 2020, 11:06:23 »

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 30

Es wurde danach schräg. Wir sind plötzlich und unerwartet aufgewacht - alle. Auch jene, die ich kurz zuvor noch zerstückelt vor mir gesehen hatte. Und ein Zauberer war da - offenbar der Besitzer der Hütte und somit Jörgadriel höchstselbst. Er war also auch der Besitzer des sabbernden, unnützen Täuschers, der uns nicht geholfen hatte. Nun gut.

Wir bestürmten ihn mit Fragen - die einzige, auf die er wirklich reagierte war, ob er nicht ein Elf wäre - seine Ohren waren nämlich nicht spitz. Irritiert sahen wir, wie er sich diese langzog.
Da fiel unser Blick auf Sarah und Theo - die offenbar regungslos da lagen  - er tat ihnen nicht weh - hoffte ich und war schon bereit loszuschlagen und uns nach draußen verbannte und einen Bannkreis zog. Er meinte er würde erst antworten, wenn wir ihm Pilze aus einer Höhle im Norden bringen würden. Frowin - der in der Barriere Ähnlichkeiten zum Nebel um die Burg erkannte - erklärte sich bereit zu bleiben, die Barriere zu studieren und sich möglicherweise um Sarah und Theo zu kümmern. Außerdem versprach er sich Antworten.

Wir ritten indes zu den Höhlen und kamen nach einem Tag an. Dort trafen wir zu unserer Verwunderung ein Regiment Kobolde unter ihrem Anführer Komsch. Den kannten wir sogar schon ein wenig, wenn unsere Erinnerung durch den Koboldalkohol bei ihren Festen auch etwas getrübt war. Er meinte wir kämen grade recht uns um die verrückten Goblins zu kümmern - und ließ uns heldenhaft den Vortritt bei der Räumung der Höhlen. Die Goblins waren auch wirklich ungewöhnlich, hatten sie sich doch mit Hilfe der Pilze noch verrückter, aber auch stärker gemacht. Es ging eine Zeit, aber irgendwann versiegte der Strom an Goblins - wir waren wiedereinmal siegreich aus einer Schlacht hervorgegangen - und ich merkte wiedereinmal wie zufrieden Berna war, dass die gräulichen Wesen der Dunkelheit besiegt waren. Ich dankte ihr für ihre Hilfe und betet kurz für die ohnmächtige Sarah und Theo.

Nachdem wir ein wenig aufgeräumt hatten, sammelten wir einige der Pilze. Jörgadriel hatte uns Körbe mitgegeben, die schnell voll waren. Ein paar der Pilze steckte ich ein. Susi und ich waren fasziniert von den Pilzen und überredeten - mit Gold - den Zwerg Hjoldor an einem zu lecken. zu unserer Enttäuschung passierte gar nichts. Dann ging es wieder zurück und nach einem weiteren Reisetag kamen wir bei der Hütte des Zauberers an. Zu meiner besonderen Freude sah ich Sarah - und Theo - wohlauf. Sie trainierten.

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« Antwort #50 am: 11. Februar 2020, 11:12:16 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 31

Theo sah uns als erstes und grüßte erfreut. Dadurch öffnete er allerdings seine Deckung und das nützte Sarah natürlich aus. Theo musste zur Strafe eine Runde ums Haus trotten. Das alles war aber nebensächlich als wir Frowin begegneten. Der kam mit hochrote Kopf auf uns zugestürmt und stammelte was davon wie verrückt Jörgadriel war und dass er Eier aus Cellbrick wollte und die Preise dieser Eier vergleichen wollte. Als Frowin dann fragte ob wir Eier dabei hätten, meinte ich nur, dass wir leuchtende Pilze hätten. Ich konnte doch nicht ahnen, dass Frowin einen davon einfach nehmen und - roh - essen würde. Die anderen meinten ich wäre schuld, aber wieso? Niemand sonst wäre auf die Idee gekommen die Pilze zu essen! Es geschah Frowin eigentlich recht, dass er danach von Hitzewallungen geplagt wurden - wie Susi später herausfand war er offenbar für eine Weile hitzeresistent. Fowin gefiel das aber nicht so - er ließ sich sogar von Ulfrick und Hjoldor in den Brunnen hieven. Die Abkühlung war aber nur kurz, als er oben war, war seine Robe bereits wieder trocken. Isegrim sah zuerst bei dem Spektakel regungslos zu, bis er uns zur Räson rief - wir waren hier schließlich auf einer diplomatischen Mission.

Wir betraten die Hütte und trafen auf den Zauberer - der gleich mal einen der Pilze naschte während sein Täuscher einen Ring ausspuckte, den ich mir schnappte. Dann meinte Jörgadriel er hätte nun Hunger und erlöste Frowin von seinen Wallungen. Da er offenbar Zutritt zu anderen Sphären hatte, verschwand er gleich mal in einer leuchtenden Tor aus dem Nichts. Daraus kam er uns dann entgegen und brachte ein halbes Rind von "irgendwo" her, sehr seltsam der Mann! Dann schritt er nach draußen und entfachte ein Feuer. Während das Rind grillte schaffte ich es irgendwie doch zu dem seltsamen Zauberer durchzudringen.

Aber plötzlich stellte er immer mehr Fragen - zauberte (was ich zu unterbinden versuchte) und meinte wir können nur noch die Wahrheit sagen. Was ich auch tat - ich erzählte ihm meine Lebensgeschichte, was alle anderen langweilte. Mir rutschte gar heraus wie froh ich war, dass Sarah wohlauf war. Dann war es an uns zu fragen - und wir erhielten durchaus Antworten zur Eulenbärin und der Nebelbarriere  - leider nicht zum Magierturm und dem Kessel. Dafür lud er alle Interessierten ein ihm zu folgen - Isegrim, Susi und Hjoldor folgten ihm. Theo, Sarah, Ulfrick und der immer noch beleidigte Frowin (Jörgadriel hatte ihn offenbar wirklich übel sekkiert) blieben mit mir am Feuer.

Als die anderen weg waren tauschten wir zuerst Informationen aus - Ulfrick erzählte unter anderem, dass er wüsste, dass unsere Mission "von ganz oben" (also über dem König!) unterstützt würde. Ob das was mit meinem seltsamen Traum von vor einiger Zeit zu tun hatte? Und Frowin war sich gar sicher, dass Jörgadriel weder Elf noch Mensch war! Ich hatte keine Zeit weiter darüber zu grübeln, Sarah bat mich kurz mitzukommen.

Etwas abseits fragte sie mich nach den vergangenen Ereignissen - sie war sich sicher keine alkoholbedingte Erinnernungslücke zu haben, wie ihr offenbar von Jörgadriel eingeimpft worden war. Auch Theo hätte niemals zu viel trinken dürfen. Sie hatte die Wahrheit verdient - deshalb erzählte ich ihr das meiste. Ich bat sie die verstörenden Details auslassen zu dürfen. Sie hörte zu - und dann küsste sie mich. Ich war überrascht und überrumpelt - wer hatte das schon kommen sehen? Gewehrt habe ich mich natürlich nicht - erstens wieso auch und zweitens: sie war wirklich um einiges stärker als ich. Aus dem Augenwinkel sah ich Frowin heranstürmen, der stoppte aber sobald er uns sah.

Nach dem Kuss war Sarah offenbar so verwirrt wie ich - ich hörte eine seltsame Stimme flüstern: "Sie sind so ein schönes Paar - allerdings ist er wohl zu dumm und sie zu stolz!" Noch etwas zum Nachdenken - da kamen die anderen zurück und Hjoldor schwärmte nun von einem anderen Kessel.

Ich weiß ich war an diesem Abend ungewöhnlich still - ich flüsterte Sarah noch zu, dass sie Jörgadriel doch auch um einen Zauber fragen sollte (er hatte mir neben dem Ring noch eine Zauberrolle mit einem kleinen Trick zukommen lassen) und dass wir wohl nochmal reden müssten. Dann zog ich mich zurück und hielt mich den Abend lang aus allem raus und lernte an einem Steak kauend meinen Zauber (und dachte über Sarah nach) - was sogar Isegrim auffiel.

Ich zog mich daraufhin in den Wald zurück und versuchte meine Gedanken zu ordnen und KOntakt zu meiner Laute aufzunehmen. Irgendwas hatte sie - oder besser das Wesen darin - mit der ganzen Sache zu tun, das war mir klar geworden.

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« Antwort #51 am: 25. Februar 2020, 19:21:58 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 32

Ich hatte in der Nacht noch eine "Unterhaltung" mit meiner Laute, wenn man das so nennen kann. Ganz schlau wurde ich daraus nicht, vor allem als die Laute von einer letzten Schuld gesprochen hat, die noch offen wäre. Ich musste nochmal mit Opa reden, soviel war klar. Als ich Jörgadriell am nächsten Tag darauf ansprach meinte der aber, dass wir eine Haarlocke oder ähnliches brauchen würden um das zu bewerkstelligen, das würde also doch nicht so einfach werden.

Wir blieben den ganzen nächsten Tag bei Jörgadriell und während sich Susi und Frowin von ihm herumscheuchen ließen, weil sie beide irgendeinen Zauber lernen wollten, ging ich alleine auf Kräutersuche. Wirklich gefunden habe ich nichts, außer einem kümmerlichen Reinblut. Auch mit Sarah wollte ich nochmal über den "Vorfall" reden - es schien ihr sehr sehr unangenehm zu sein. Als Kavalier der alten Schule (schließlich war sie es die mit dem Küssen angefangen hatte), meinte ich zu ihr, dass ich ihr jederzeit wieder zur Verfügung stünde, es aber natürlich ihre Entscheidung wäre wie es weitergeht.

Als wir am nächsten Tag los ritten - Jörgadriell hatte uns vorbildlich versorgt - beschlossen wir das erste Medaillon vom ehemaligen Räuberlager zu bergen. Jörgadriell hatte uns eingeschärft, dass es 4 Medaillons gab, die die Elementbarriere um die Gormburg aufrecht erhielten. Und Sarah - als ehemalige Räuberhauptfrau - war sich sicher, dass sie wüsste wo das erste zu finden wäre.

Auf unserem Weg durch unbekanntes Terrain tauschten wir uns wiedermal ein wenig aus - Isegrimm und ich hielten wieder gemeinsam Wache - auf seinen Wunsch. Ich wusste nicht wie ich zu dieser Ehre kam, erfuhr aber natürlich einiges vom zukünftigen Grafen. Unter anderem überlegten wir warum Isegrimm damals durch die Barriere hatte schreiten können - war er etwa kein Feind der Eulenbärin? Kannte er sie denn persönlich? Es war mysteriös. Was die anderen quatschten weiß ich natürlich nicht, ich vermute Susi und Hjoldor stritten oder zogen über uns her und Ulfrick und Frowin tauschten wohl Techniken über das "Grillen" von Feinden aus.

Kurz bevor wir das Lager erreichten erschnüffelte unser Pyromane vom Dienst (Frowin) etwas. Auf sein Bestreben gingen wir dem nach und überraschten ein Wolfsrudel, dass sich an einen Haufen Orks auf einem Scheiterhaufen satt fraß. Mit einer Splitterbombe von mir und einer Flammenwand von Frowin vertrieben und töteten wir die Wölfe - nur um uns drei Unwölfen gegenüber zu sehen. Nachdem auch diese Gefahr gebannt war klärte uns Frowin auf, dass Unwölfe entstehen konnten, wenn Wölfe Wesen der Dunkelheit - wie die Orks - fraßen. Das nahm ich wiederum natürlich zu Anlass, die anderen zu erinnern, dass jedes Helia-gefällige Wesen dafür Sorge tragen musste dunkle Wesen nach dem Tod zu verbrennen. Und nicht nur solche, denn jeder wusste, dass Leichname nur zu leicht zu untotem Unleben geweckt werden konnten, etwas wovor ich zumindest panische Angst hatte und immer noch habe.

Überrascht waren wir, als Ulfrick uns eröffnete, dass eine Kavallerieeinheit Paladine für das Massaker an den Orks verantwortlich war, denn Sarah hatte noch gemeint es wäre ein Gefolgsmann der Eulenbärin gewesen. Darüber diskutierten wir, als wir uns weiter auf den Weg zum Lager machten.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #52 am: 10. März 2020, 13:24:01 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 33

Als wir am ehemaligen Räuberlager ankamen fanden wir nur einen Schuttberg vor. Gut, wir hatten hier ja auch ein Feuer gelegt. Wiedermal überlegte ich ob das hier der geeignete Ort für eine Pferdezucht wäre? Ich fantasierte so vor mich hin und suchte nach einigen Erdbeeren, während sich die anderen um den Brunnen scharten.

Sarah bot an Isegrim runterzuwerfen, weil das hatte ja schon einmal geklappt, doch zuerst wollte der zukünftige Graf selbst hinabsteigen. Als Theo sich dann freiwillig meldete, merkte Isegrim, dass das die seiner Stellung wohl angemessenere Arbeitsteilung wäre. Also ließ man Theo - auf einem von Frowin erleuchteten Kübel hinab - doch Theo konnte nicht schwimmen. Es zeigte sich wieder: er war mutig und willig, aber nicht ganz hell.

Also wurde er nach oben gezogen und der Fjodorzwerg Hjoldor übernahm die Aufgabe. Keine Ahnung was genau so lange dauerte - aber er plantschte eine Weile im Brunnen, bis er schnaubend und prustend den Fund des Medaillons verkündete und wieder nach oben wollte. Frowin war derweil um die Brandruine geschlendert als würde er etwas suchen, aber gefunden hatte er es nicht. Als Hjoldor nach oben kam müffelte es plötzlich nach nassem Fell - etwas das ich schnell mal mit meinem Duftring behob, wenn das auch nicht auf Dauer.

Später im Camp machte ich Ulfrick auf seinen baldigen Geburtstag aufmerksam, ebenso wie auf die kommende Helia-Nacht, ein Ereignis, das ich gerne in Anwesenheit eines Priesters verbringen wollte.

Am nächsten Tag ritten wir in Rien ein, auch wenn unser Aufenthalt wohl nur von kurzer Dauer wäre. Wir alle machten uns auf die Suche nach Informationen Isegrim befragte Bastian, Carsten Novus und Gottwin, der uns die ungefähre Lage des lange gesuchten zweiten Lagers sagen konnte (und mit dem zweiten Medaillon konnten wir nun zuordnen welches Medaillon wo war). Frowin fand in Bastian einen willigen Gesprächspartner, offenbar vermisste er noch immer etwas den intellektuellen Disput - ich hatte keine Ahnung wieso - auf alle Fälle quatschen sie den ganzen Abend miteinander.

Ich wiederum erkundigte mich nach unserer Shan Zasarischen Pferde Herde und ihrem Verbleib. Auch erfragte ich bei Bastian diverse Gerüchte, aber er erzählte nur Dinge die ich schon wusste. Danach rechnete ich schnell mit Joe ab - der Junge hatte echt ein Händchen für die Kräutersuche, das muss ich schon sagen. Mit beide gefüllten Taschen gingen wir unserer Wege, ich orderte bei Nadja mein Bierfass zu füllen - und ein zweites extra nur für den Zweck, dass Frowin und Hjoldor nicht mein Bier dauern aussoffen. Bei der Gelegenheit hörte ich wie Hjoldor mit Nadja über die Möglichkeit beriet ein Bier auf Basis von Lynzblatt zu brauen - keine schlechte Idee musste ich sagen.

Irgendwann erfuhr ich dann, dass Frederick, der alte Halunke zurück gekommen war und nun im Goldstrom auf mich wartete. Schnell suchte ich ihn und war erstaunt, als er wie ein König auf einem Thron aus Treibgut und mit einem kleinen Krönchen auf mich wartete. Nachdem wir uns begrüßt hatten, spuckte er einen versiegelte Nachricht des Meervolkes aus! Und diese war durchaus positiv und ich war mir sicher, dass diese diplomatische Verbindung durchaus noch von Nutzen sein konnte. Ich unterrichte gleich Isegrim davon und wir einigten uns, dass wir Frederick mit einem kleinen Geschenk zurücksenden würden, sobald wir ein passendes gefunden hatten.

Zurück im Ort machte ich Susi und Flausch mit Frederick bekannt und bekam mit wie Hjoldor der hübschen Zwergentochter des Schmiedes seine Aufwartung machte. Hätte ich dem Haudegen gar nicht zugetraut - und dann die Masche mit den Sternbildern, gar nicht schlecht. Der Mund blieb mir dann offen wie Ulfrick auch noch Cala suchte und mit ihr plauderte und man sich abredete am nächsten Tag gemeinsam zu frühstücken.  Ungewöhnlich war hier ein Hilfsausdruck. Susi folgte derweil Isegrim auf Schritt und tritt - ich hoffte inzwischen, dass er ihr nicht irgendwann das unschuldige Herz brach, denn mir (wie ihm hoffentlich auch) war klar, dass diese Verbindung wohl selbst von unserem großherzigen König als nicht standesgemäß für einen von Sonnenwall gesehen werden würde.

Schnell schaute ich nach Sarah um, doch die hatte sich für den Abend zurückgezogen - offenbar brauchte sie Pause von unserer  Gesellschaft, was auch irgendwie klar war. Ich ging zurück in die Schankstube und sorgte dafür, dass die Gläser aller an diesem Abend nicht versiegten und tat so im Stillen Bernas Dienst. Die Göttin der Wirte und Schenken sollte weiterhin ihre schützende Hand über mich halten.

Dabei bekam ich mit wie Isegrim energisch mit Bastian redete und diesem mehr oder weniger befahl mit nach Volten zu kommen, da wir dort seiner Hilfe bedürften. Ich versuchte das ganze irgendwie abzumildern, was mir ausnahmsweise nicht gelang.

Am nächsten Tag ritten wir wieder los - in die Kronenmark hinein und diesmal hielten wir uns in etwa in Richtung des Sumpfes, den wir vor einiger Zeit untersucht hatten, aber etwas mehr bei der Gormburg. Wir hatten beschlossen an Sonnturm vorbei nach Volten zu reisen, denn diesen Winkel der Mark hatten wir bislang nicht durchsucht.

Als wir uns der alten Paladin-Festung, die im Krieg nur verlassen und nicht zerstört worden war näherten, war es ungewöhnlich still - man hörte nur die Hufe unserer Pferde und das flatschende Sprunggeräusch von Frederick, aber keine Vögel. Isegrim berichtete, dass er schon mal Sonnturm besucht hatte, aber damals kein solcher Schleier wie in diesem Augenblick auf der Burg gelegen hatte.

Ich besprach mich mit Susi, denn ich vermutete einen Zauber, ein Trugbild oder ähnliches auf der Burg. Deswegen feuerte ich sobald es ging einen Armbrustbolzen in Richtung der Burg, aber leider verlor ich ihn aus den Augen - und konnte somit also nicht erkennen ob er hinter einer Illusion verschwand.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #53 am: 01. April 2020, 15:51:42 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 34

Wir waren vorsichtig, aber Frowin - sonst nicht der Mutigste - meinte, er müsse noch näher ran um herauszufinden was es mit dem Schleier auf sich hatte. Schnell berieten wir uns und fassten den Plan, dass Frowin mit Ulfrick als Schutz näher an die Burg heranschleichen sollten. Um ihre Erkundungsmission ungefährlicher zu gestalten zauberte ich die beiden kurzerhand unsichtbar.

Frowin und Ulfrick verschwanden daraufhin und wir mussten warten. Nach einiger Zeit kamen die beiden wieder zurück und eröffneten uns, dass die ehemalige Paladinburg offenbar neue Bewohner hatte - Frowin spekulierte mit einer Kolonie Spinnen. Wir überlegten ob wir die Burg ausräuchern sollten, sahen aber keinen direkten Nutzen, vor allem weil Isegrimm auf dem Standpunkt stand, dass es besser wäre die Spinnen beschützten die Burg, als irgendwelches Gesindel setzte sich darin fest.

Am Abend hielt ich Wache mit Frowin und gönnte ihm eines der mitgebrachten Biere - und auch dem Zwerg, denn der roch den Hopfensaft offenbar 3 Meilen gegen den Wind, auch wenn er schlief. Misstrauisch war ich als Isegrim und Susi gemeinsam Wache hielten - ich würde unserem Grafen wohl in näherer Zukunft ordentlich die Ohren langziehen müssen, denn ich hatte inzwischen das Gefühlt er ahnte gar nicht, was er mit seinem Geflirte anrichtete.

Am nächsten Tag ging es weiter direkt ans Ufer des schönen Goldstroms, bei dessen Anblick mir einfiel, dass ich vor einiger Zeit die Geschichte eines wilden Ebers gehört hatte, der hier sein Unwesen trieb. Ich hatte diese Geschichte den anderen noch gar nicht fertig mitgeteilt, als wir auf einen ziemlich übel zugerichteten, toten Fischer stießen.

Schnell sprang ich zum Pferd um ein paar Äste für einen ordentlichen Scheiterhaufen zu suchen - man musste doch jedem Wesen des Lichts eine angemessene Bestattung zuteilwerden lassen, als mich der wilde Keiler auch schon angriff. Berna seis gedankt konnte ich ausweichen und flüchten und als ich mich umsah hatte Ulfrick den Keiler mit Hilfe seines Schwertes auch schon seines Hauptes entledigt. Der Junge hatte Kraft!

Nachdem wir den Keiler ausgenommen hatten und den Kopf als Trophäe eingesteckt hatten, durchsuchten wir die Habseligkeiten des verstorbenen Fischers, ohne wirklich etwas Nützliches zu entdecken. Dann ging unsere Reise weiter. Inzwischen hatten wir die Amulette ein weiteres Mal geortet und kamen zu dem Schluss, dass wir der Gruppe des "mobilen" Räuberkommandanten offenbar näher kamen. Als ich mir die Spuren noch einmal genau ansah, traf mich die Erkenntnis wie eine Wucht - was wenn sich die Räuber als Paladine ausgaben? Ich teilte den anderen meine Vermutung mit und Sarah bestätigte, dass es so sein könnte.

Das trieb uns nur noch mehr zur Eile, wir wurden nur nochmal aufgehalten, weil wir die Truppe mit den Halblingen, dem Gnom, den Zwerg und Konnenrad Novus wiedertrafen, die den Riesen zur Strecke gebracht hatten. Was uns wunderte zwar, dass Konnenrad auf der einen Seite über die Gesellschaft der "Two and a half men" jammerte - aber unsere Angebote ihm zu helfen ausschlug. Isegrimm beließ es dabei und befahl einen raschen Aufbruch, die 'Paladine' mussten gefunden werden.

So ritten wir weiter und ich nutzte die Gelegenheit für ein Gebet zu meiner Göttin. Ich machte mir sorgen, dass es sich womöglich DOCH um Paladine handelte und bat sie um Rat. Zwar hatte meine Laute dafür gar nicht übrig, doch kam ich mit Sarah und Bastian ins Gespräch, die offenbar ebenso Skrupel hatten wie ich, gleich mit Fackel und Schwert über die 'Paladine' herzufallen. Ich dankte meiner Göttin für ihre göttliche Hilfe. Nun wusste ich, ich würde mit Isegrim noch einmal reden müssen.

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« Antwort #54 am: 01. April 2020, 15:52:10 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 35

Es wurde ein langer Ritt. Mitten in der Nacht kamen wir einem Lager näher, das hell erleuchtet war. Nachdem Isegrim überzeugt werden konnte nicht anzugreifen berieten wir über unser weiteres Vorgehen, nachdem wir nochmal weiter geritten sind um zu verifizieren, dass das Amulett wirklich im Lager war. Susis Idee, dass es wohl auf einer Fahne sein würde, war nicht von der Hand zu weisen und Isegrim beschloss eine Erkundungsmission anzuführen ob man die Fahne irgendwie stehlen konnte. Ich war stehend K.O., band mein Pferd fest und bestach Hjoldor mit Bier Wache zu halten. Isegrim schnappte sich Frowin und Sarah und gab noch Notfallbefehle. Das bekam ich gerade noch mit, dann schlief ich sofort ein und erwachte erst, als Frowin mich an der Schulter schüttelte und meinte ich würde gebraucht. Er sagte, dass Sarah und Isegrim beim Lager warten würden und einen Plan hätten.

Ich beschloss meine Armbrust mitzunehmen und schlich nach vorne. Dort traf ich Sarah und Isegrim, die mir ihren Plan unterbreiteten - Sarah würde ihren Zauber Tarnung auf uns alle sprechen, womit wir mit der Umgebung optisch verschmelzen würden. Danach würde ich Isegrim unsichtbar machen, dieser würde die Fahne stehlen, die nun als Aufbewahrungsort für das Amulett feststand und danach würden wir uns zurückziehen. Der Plan war gut - weshalb er auch beinahe so klappte wie wir wollten. Nur wurden einige Wachen auf Grund des Geraschels aufmerksam auf uns. Ich feuerte einen Armbrustbolzen in einen Busch, das verschaffte uns ein wenig Zeit. Isegrim schnappte derweil die Flagge und wir gaben Fersengeld.

Die anderen wartetet bereits nervös mit den Zügeln in der Hand, da sie das Alarmhorn der Wachen gehört hatten. Wir schwangen uns auf die Tiere und ritten los - Richtung Berge und Steinbruch, wo wir dann ein Lager aufschlugen und bis zum Mittag des nächsten Tages schliefen. Davor sprach ich kurz mit Bastian und Sarah, die meinten, diese Lösung wäre besser gewesen als die Paladine - denn um solche hatte es sich wirklich gehandelt - zu bekämpfen. Trotzdem fühlte ich, dass sich die Göttinnen Helia und Berna ein wenig enttäuscht von mir waren - hatten wir doch Diener des Lichtes bestohlen. Ich betete lange und hoffte sie würden mir diesen Frevel verzeihen - vor allem da es Susis gelang das Amulett vom Banner des Hüterordens zu lösen, so dass wir das Banner würden zurückgeben können.

Dann ritten wir sehr vorsichtig und langsam - um den Paladinen aus dem Weg zu gehen - und untersuchten unsere Umgebung sehr genau. Am Abend schlugen wir wieder ein Lager auf - diesmal achtete ich darauf mit Isegrim Wache zu halten. Eindringlich bat ich ihn die Tändelei mit Susi sein zu lassen - so nett sie war, war sie doch Gnomin und nicht vandrianischer Hochadel. Er zeigte sich äußerst uneinsichtig und ich drohte ihm an in dieser speziellen Sache nicht die Kohlen aus dem Feuer zu holen, sollte er sich vor König und Vaterland verantworten müssen. Wütend stapfte ich davon und ließ ihn diese Wache alleine fertig absolvieren - auch wenn ich den Verdacht hatte Susi könnte sich zu ihm geschlichen und ihm Gesellschaft geleistet haben.

Am nächsten Tag berieten wir wieder und beschlossen Bastian die Situation in Volten zu zeigen - zwar hatten wir noch eine Woche Zeit bis zur Helia-Nacht, aber möglicherweise konnte man davor schon etwas tun. So ritten wir wieder vorsichtig in Richtung der verfluchten Stadt. Am Rand des Nebels ließen wir Sarah und Theo mit den Pferden zurück - ich wäre am liebsten auch geblieben, aber alle sprachen mir Mut zu. Dann gingen wir langsam immer weiter in den Nebel mit seinen unheimlichen Schattengestalten und Schreien hinein, wobei ich mich ganz hinten hielt, bereit jederzeit wegzulaufen. Vor Untoten hatte ich einfach eine unheimliche Angst - und ich fürchtete, dass wir es hier mit einigen zu tun bekommen würden.