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Autor Thema: [Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark  (Gelesen 10509 mal)

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #30 am: 25. Juni 2019, 08:47:11 »


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Die Mitspielerfluktuation geht weiter - Thurok ist für die nächste Zeit nicht so verfügbar und wird deswegen wohl an einer passenden Stelle aus dem Spiel genommen (mit vollem Rückkehrrecht natürlich). Womit wir mal keinen Heiler haben, das wird spannend ;) Bisher war die Stelle noch nicht passend, also ist er "dabei". Aber im Hintergrund.



Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 14

Als wir beim Handelsposten ankamen und die Wachen dort befragten, fiel dabei auch der Name "Karsten Novus". Ich grübelte noch darüber nach, als Isegrim mit hochrotem Kopf Richtung Schankraum stürmte. Kurz half ich Isegrims neuen Gefolgsleuten mit den Pferden und schlenderte dann mit Ulfrick, Frowin und Thurok auch zum Schankraum. Dort suchten wir uns einen Platz nahe der Theke und bekamen auch gleich 5 (Thuroks erster war leer bevor er den Tisch berührte) große Krüge Bier. An der Theke diskutierte Isegrim mit einem vandrianischen Offizier, offenbar jenem Novus.

Da fiel dann auch bei mir der Groschen - vor allem als es um Abstammung und Seitenlinien irgendwelcher Häuser ging. Novus war als großer Held bekannt, aber auch wegen einer tragikomischen Liebesgeschichte mit einer Bürgerlichen für die er sein Erbe aufgab nur um dann von ihr verlassen zu werden. Das ging mir alles durch den Kopf, so dass ich dem Gespräch nicht wirklich folgte, das nach einem kurzen Spaziergang der beiden in den Hof deutlich freundlicher wurde. Offenbar war man sich irgendwie einig geworden, Novus gab Isegrim sogar einen Beutel Gold. Wir vermuteten das war das versprochene Kopfgeld für die Grünhäute und Räuber, was Isegrim später bestätigte und unsere Schatulle beachtlich füllte.

Im Schankraum außerdem waren noch einige andere Personen zugegen. Nadja und Thoralf die Wirtsleute waren natürlich da - denen Sarah mit steinerner Miene im Lauf des Abends die Eheringe abtrat und die ich davon erst überzeugen musste Sarah, Stanley, Leopold und Erik nicht gleich wieder mit Mistgabeln vor die Türe zu setzen. Dann saßen einige der Flüchtlinge, die der gute Gottwin hierher gebracht hat an einem der Tische ebenso ein Priester.

In einer Ecke saß ein reicher Kait, der eine vier Mann starke Eskorte dabei hatte. Nachdem ich Berna zu Ehren eine Lokalrunde geschmissen hatte und ein Lied gesungen, bat man mich an den Tisch des Kait. Gleich konnte ich - dank meiner Zauberkünste - mit dem ehrenwerten Ryusei Yamato in seiner Muttersprache sprechen, so dass er von dem Gestank, den ich nach 2 Wochen Kronenmark wie eine Auszeichnung um mich trug, absah. Ich erfuhr, dass er ein Händler in magischen und ähnlichen Dingen war und er händigte mir die bestellten Zauber für Thurok aus. Ich versprach am nächsten Tag - gesäubert - mit ihm Handel zu treiben und ging zurück zu den anderen. Ulfrick hatte sich inzwischen zurückgezogen um sich zu waschen, aber ich sprach ein wenig mit Sarah, die die Lage des zweiten Räuberlagers leider nicht genau kannte.

Frowin wiederum quatschte mit dem Priester Bastian und erfuhr, dass er - früher Soldat - ein Erweckungserlebnis durch Dayna, der Erstelfe, hatte und nun ihr Wort in die Welt trug. Er suchte einen Weg die Kronenmark nach einem verschollenen Tempel zu durchsuchen, ein Anliegen, dass wir zwar nicht gleich, aber in einigen Tagen in Angriff nehmen wollten. Außerdem identifizierte Frowin für uns endlich das vor einigen Tagen im Sumpf gefundene Banner des Hauses Fortis - ein tolles Stück das am Schlachtfeld unseren Mut erhöhen sollte.

Isegrim bekam einen Brief von Randriel, in dem sich dieser entschuldigte nicht weiter zur Verfügung zu stehen, aber offenbar hatte der König eine wichtigere Aufgabe für ihn. Er befragte auch die Flüchtlinge, die sich in Rien schon gut eingelebt hatten und offenbar hier bleiben wollten.

Am nächsten Tag handelte ich ein wenig mit dem Kait, verkaufte einige unserer Beutestücke und Zauberrollen und machte einen ziemlich guten Schnitt, kaufte mir dann (im Tausch gegen meine Waffen) eine neue schwerere Armbrust und einige Ausrüstungsgegenstände. Dann befreite ich Joe aus seinem Gefängnis, übernahm ihn in meinen Dienst und zeigte ihm einige Stunden, welche Kräuter und Beeren es wert waren gesammelt zu werden. Ich wollte das er sich so nützlich machte und versprach ihm auch einen Anteil.

Isegrim inspizierte währenddessen mit seiner neuen Eskorte das Dorf und schrieb dann in der Wirtsstube Briefe und befahl seinen neuen Gefolgsleuten während unserer Abwesenheit Rien wieder aufbauen zu helfen. Ulfrick trainierte unermüdlich im Hof und Frowin verzog sich in eine der Kammern. Er verkündete, dass einer der bei den Goblins gefundenen Zauber extrem wichtig und interessant schien, und wollte wissen ob er ihn sich aneignen konnte. Thurok wurde schon in der Früh von Bastian zu einer sehr komplizierten Geburt gerufen und ward ab da nicht mehr gesehen.

So verging der Tag in Rien ruhig und ohne wirkliche Vorkommnisse. Alle erholten sich etwas von den Strapazen, auch wenn klar war, dass wir am nächsten oder spätestens übernächsten Tag, wohl wieder los mussten.



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 14

Ich kam ins Haupthaus und war kurz verblüfft wie viel da los war. Fast alle Tische waren besetzt, aber der Mann von Interesse stand an der Theke. Karsten Novus war sofort zu erkennen. Ich lief in langen Schritten zu ihm hin und knurrte: „Karsten Novus…“ und dann fragte ich ihn was er sich vorgenommen hatte. In unserem Gespräch stellte ich relativ schnell fest, dass er keine Gefahr darstellte. Er war nur da um Rien zu sichern. Ich war erleichtert und bat um Verzeihung. Wiewohl ich auf der Hut bleiben musste. Am einfachsten wäre er hätte sich noch eine andere Bürgerliche genommen und geheiratet und einen Sohn gezeugt, dann hätte ich ihn vielleicht zum Knappen nehmen können… aber er wollte lieber sterben. Aber vielleicht tat er auch nur so und stürzte sich in die Gefahren um seinen Namen wieder rein zu waschen.

Die Hauptaufgabe Novus war aber offenbar auch uns mit den Belohnungen zu versorgen. Für die Banditen und Goblins (deren Ohren wir gesammelt hatten) gab es einen großen Beutel Gold. Brim versuchte dann Nadja darauf vorzubereiten, dass ihre ehemaligen Peiniger die Schankstube betreten werden. Das war ihr überhaupt nicht geheuer. Auf der Rückreise nach Rien hatte sich Brim mit mir beraten und es war nun an der Zeit. Ich ging zum Stall in dem meine neuen Getreuen die Pferde versorgten. Es war selbstlos von ihnen und die Pferde wussten wer sie waren. Sie hatten sie gut behandelt. Ich lud sie in die Schankstube ein und übergab Sarah die Ringe. Sie sollte diese zurückgeben und sich so vielleicht selbst ein wenig besserstellen. Sie war nicht überzeugt und deshalb befahl ich es erstmal. Es war wichtig das die Menschen wieder zueinander fanden. Brim hatte recht – und sein Traum schien mich zu verfolgen. Wir konnten keinen Pyrrhussieg gebrauchen, jeder Arm wurde gebraucht die Kronenmark wiederaufzubauen.

Sarah gab die Ringe zerknirscht zurück und Nadja und Thoralf sahen sich an wie: So einfach ist das? Am Ende war es das beste gewesen, sie bekamen essen und Bier und für einen Augenblick war alles friedlich. Brim rief einen Gottesdienst aus und schmiss eine Runde für den vollbesetzten Raum und begann zu spielen. Ulfrick verabschiedete sich nach dem Essen und Brim wurde von einem Kaiter Kaufmann an den Tisch geladen. Frowin unterhielt sich mit einem weisen Mann am Kamin und ich erkundete mich bei den Siedlern ob ihre Ankunft in Rien und wie sie sich entwickelten. Außerdem bekam ich einen Brief von Randriel überreicht in dem er mir erläuterte das der König ihn abberufen hatte. Das besorgte mich… was konnte wichtiger im Moment sein? Es machte unsere Arbeit ungleich schwieriger. Die Waldelfen waren sicher unberechenbar.

Ich versorgte meinen Untergebenen einen Platz für die Nacht, sie durften im Stall schlafen, war nicht was ich wollte, aber einen anderen Platz gab es nicht. Frowin wollte mir seine Dienste anbieten – und ich fand das sehr freundlich von ihm – aber ich wusste noch nicht was er uns da draußen nützen würde.

Am nächsten Morgen begab ich mich nach dem Frühstück mit meinen Gefolgsleuten ins Dorf um nach den Siedlern zu schauen. Es war ein schönes Bild: Leben in Rien. Die drei Männer sollten dabei den Siedlern beim Wiederaufbau helfen. Sie murrten erst etwas, aber ich erläuterte ihnen das es wichtig war um wieder Vertrauen aufzubauen. Nur Sarah wollte ich in der Gruppe behalten – sie wäre eine großartige Stütze um andere Banditen für unsere Sache zu gewinnen. Den Rest des Tages verbrachte ich damit ein paar Briefe zu verfassen. Die Idee mir einen Knappen zuzulegen gefiel mir immer besser. Und wir konnten jede Hilfe gebrauchen.

Wieder keine Screenshots, sorry.

Übrigens: Wenn jemand mal Interesse an "crunchigen" Details (Werte, Waffen, Artefakte usw.) hat, dann bitte fragt Sintholos danach, ich bin mir nicht sicher ob er die Kronenmark-Geschichte nicht mal später veröffentlichen will, weshalb wir solche Details außen vor lassen.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #31 am: 03. Juli 2019, 18:31:41 »


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Die Mitspielerfluktuation geht weiter - Thurok ist für die nächste Zeit nicht so verfügbar und wird deswegen wohl an einer passenden Stelle aus dem Spiel genommen (mit vollem Rückkehrrecht natürlich). Womit wir mal keinen Heiler haben, das wird spannend ;) Bisher war die Stelle noch nicht passend, also ist er "dabei". Aber im Hintergrund.



Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 15

Nach einem Tag Ruhezeit in Rien, setzte ich mich am Abend noch hin und studierte die neue Zauberrolle, die ich von dem kaitanischen Händler erworben hatte. Dieser Zauber war eindeutig schwieriger als der erste Zauber den ich gelernt hatte, aber irgendwann gelang es und ich fiel todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag sollte es in aller Früh wieder Richtung Dorgen gehen, weshalb ich mich bereit machte, das frisch erworbene Gewand anzog und noch einmal in den Schankraum zu Nadja ging. Die anderen hatten mir noch einige Einkäufe bei Nadja und dem Kait aufgetragen, leider war ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ganz auf der Höhe - ich bin sicher sowohl der Kait als auch Nadja haben mich ein wenig über den Tisch gezogen. Aber was sollte ich machen, man konnte nicht immer gewinnen.

Als ich in den Stall kam, waren die anderen beinahe schon zum Aufbruch bereit, ich schäkerte ein wenig mit Sarah, die auf der Seite stand und als ich ihr sagte, dass ich Isegrim überredet hatte für sie ein eigenes Zelt zu kaufen, war sie glaube ich wirklich erleichtert. Sie war eine interessante Frau, aber ganz schlau wurde ich aus ihr nicht. Auf meinen Hinweis, dass ich nur versuchte ritterlich eine holde Jungfrau zu schützen und unterstützen, bekam ich zumindest ein ehrliches, helles Lachen aus ihr heraus - und die neckische Frage woher ich solche Details denn kenne.

Den ganzen Tag über ritten wir über die bereits bekannten Wege in Richtung Dorgen, kamen durch die Klamm in der wir den Trupp Räuber bekämpft hatten und am ehemaligen Räuberlager vorbei. In Dorgen angekommen wurden wir begeistert empfangen - und noch ausgelassener wurde die Stimmung als wir von der Lösung des Kobold-Goblin-Konfliktes erzählten.

Überrascht waren alle, als Cara die hübsche Musikantin plötzlich unserem Charmebolzen Ulfrick um den Hals fiel und sich ganz eindeutig an ihn schmiegte. Der hatte allerdings mal wieder nur seine Pflicht im Kopf und dachte wohl daran, dass er eigentlich sein Schwert schleifen sollte. Ich flüsterte ihm zu etwas lockerer zu sein und verbiss mir eine Bemerkung zu seinem Schwert, aber bei Ulfrick schien immer noch Hopfen und Malz verloren.

Es wurde noch ein spaßiger Abend mit Trank und Gesang und irgendwann spielten auch Cara und ich zusammen. Spät krochen wir wieder in der selben Scheune wie bei unserem ersten Besuch unter und nun war es an Sarah mit mir zu schäkern - meinte sie doch ich hätte ihr bei ihrem neuen Zelt helfen können. Auf meinen Hinweis, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist, bettete sie sich etwas abseits von uns - offenbar immer noch unsicher ob unserer Motive.

Am Morgen gaben wir dem Schmied in Dorgen unsere beiden eher kaputten Plattenpanzer und er versprach einen neuen daraus zu fertigen - zu einem geringen Aufpreis. Zufrieden begannen wir die Suche nach Frowins "Kiste" und der erste Teil des Tages verlief sehr ereignislos. Aber wir erfuhren zumindest von einem Vorbeikommenden, dass die "Kiste" wohl eher eine kleine Hütte war  - sollte sie doch zumindest die Ausmaße einer solchen (2 Schritt hoch, 6 Schritt breit) aufweisen.

Am frühen Nachmittag stießen wir dann auf zwei Trolle, die gerade zwei Pferde verspeisten. Sie fühlten sich offenbar bedroht und griffen an. Sarah ging eher unkonventionell in den Angriff - zuerst provozierte sie einen der Trolle, der auch wirklich auf sie losging, und dann strich sie über ihr Schwert, das zu meiner Überraschung zu glühen begann.

Isegrim war inzwischen wie ein stolzer Ritter Vandrias hoch zu Ross auf den zweiten Troll zugeritten und bekämpfte ihn vom Pferd aus. Ich griff zuerst fehl und hatte plötzlich meine Laute in der Hand statt der neuen Armbrust, also schlug ich einen aufmunternden Akkord. Wie mir Ulfrick und Isegrimm danach bestätigten fühlten sie sich wirklich leichter auf den Beinen - ich nahm mir vor diesen Effekt in Zukunft weiter zu beobachten.

Während die Nahkämpfer taten was sie am besten taten nahmen Frowin und ich aus der zweiten Reihe die Angreifer unter Feuer. Nachdem einer der Trolle zu Fall gekommen war, hauchte er bald sein Leben aus - was besonders Ulfrick zu verdanken war. Als der Angriff auf den zweiten Troll umschwenkte, der eigentlich bis dahin nur hinter Isegrim her gerannt war, verließ mich plötzlich die Konzentration als Sarahs glühendes Schwert wieder in mein Blickfeld kam. Innerhalb weniger Augenblicke ließ ich gleich zwei mal die Armbrust fallen und übersah so fast Frowins hohen Feuerball, der endlich mal mit Gebrutzel das Ziel fand. Auch Isegrims Versuch sein Pferd herbeizupfeiffen bekam ich nur am Rande mit. Wie der zweite Troll dann allerdings starb, das sah ich wieder.

Nach dem Kampf, der außer der Erkenntnis, dass Trolle stanken wenig einbrachte, ging ich auf Sarah zu und verwickelte sie in eine Gespräch über Zauberei. Übermütig probierte ich an ihr gleich meinen neuen Zauber aus, was sie allerdings etwas verstörte. Gut, fremde Stimmen im Kopf zu hören war sicher seltsam, das muss ich im Nachhinein zugeben. Aber auch meine Erklärung, dass ich ihre Gedanken nicht lesen konnte, schien sie nur wenig zu beruhigen, sie rempelte mich weg und stapfte Richtung Lagerplatz.

Kleinlaut half ich ihr dann beim Aufstellen des Zeltes und langsam schien ihr Ärger zu verrauchen. Unser Adeliger Isegrim versuchte sich an diesem Abend gar an einem Eintopf - und folgte dabei auch den guten Tipps von Frowin. Ich ersparte mir den Kommentar, dass beide wohl in ihrem Leben nicht wahnsinnig viel gekocht hatten, sonst hätte ich wohl helfen müssen. Zu unserer aller Überraschung war das Ergebnis aber durchaus essbar, wenn auch nicht überragend.

Beim Essen erklärte ich dann allen meinen neuen Zauber und warum ich dachte Telepathie könnte uns helfen. Gut, dass Frowin wusste um welchen Zauber es sich handelte und er bestätigte die Dinge die ich sagte, meinte gar der Zauber wäre "militärischer Standard". Sarah schien wieder aufzutauen und erzählte, dass sie selbst plötzlich während des Krieges ihre Gabe entdeckt hatte. Mehr war aus ihr nicht herauszubekommen, nur dass sie neben Helia auch Carmos und Alkonna zu ihren Schutzgöttern zählte.

Der Abend verging gemütlich, ich erzählte Schwänke aus meinem Leben und von meinem neuen Plan, Isegrims Chefdiplomat zu werden. In dieser neuen Rolle befragte ich ihn dann gleich ob ich über etwaige Pakte und Verträge - besonders heiratstechnisch - Bescheid wissen müsste, was dieser brüsk zurückwies. Meinen Hinweis, dass die Gründung einer Dynastie von größter Wichtigkeit wäre, lehnte er mit dem Hinweis "wie meine Eltern" eher ab. Nun, er suchte wohl noch nach der hübschen Unbekannten, die ihn vor Jahren verzaubert hatte - ich hoffte nur, dass sie keine Bürgerliche war, sonst drohte ihm ein Schicksal wie Karsten Novus.

Frowin hatte eine Idee und fragte Ulfrick noch einmal nach dem Schwert dann las er immer wieder in einem Buch über Dämonen und schien nun wirklich etwas herauszufinden. Das Buch selbst stellte sich aber als verstörende und schwere Lektüre heraus. Er versprach uns und vor allem dem vor Neugierde platzenden Ulfrick am nächsten Morgen die Details zu verraten, er könne nur das Buch nicht am Stück lesen, ohne wahnsinnig zu werden.



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 15

Vor Verlassen des Zwergenkonstrukts ergriff ich noch die beiden Kristalle was dazu führte das die Türen der Kammer sich wieder schlossen. Zurück am Lagerplatz kochte ich erneut eine Kohlsuppe. Als der unangenehme Geruch des Kohlkopfes aufstieg stellten alle fest wie ungewöhnlich es sei, dass der Adel kochte. Ich erklärte, dass dies die Aufgabe des Knappen im Feld ist, zumindest wenn kein Lagerkoch in der Kompanie ist. In Zukunft sollte das dann mein Knappe erledigen. Ulfrick bemerkte trocken, dass er hoffte, dass mein Knappe besser kochte als ich kämpfen konnte. Ich war nicht sicher ob ich beleidigt sein sollte oder wir demnächst wie in den feinsten Edelrestaurants Cellbricks speisen würden.

Nach dem Essen legte ich das Strahlrohr und die Kristalle auf einen Baumstumpf und schaute ob man die nicht doch zueinander bringen konnte, woran der Rest der Gruppe ja erst noch Zweifel gehegt hatte. Tatsächlich war es dann aber Frowin, der den Mechanismus entschlüsselte und das Rohr öffnen konnte. Der Kristall ließ sich auch einfügen und das Rohr wurde nach Frowins Aussage magisch. Dann zielte er auf ein Bäumchen, traf aber nur in das Gras daneben wo ein rauchender Fleck übrig blieb. Ich trat an ihn heran und versuchte es. Zielen und Abdrücken ging dabei total leicht. Der violette Lichtstrahl traf den Baum, der daraufhin sofort in Flammen aufging. Natürlich probierten wir sogleich den zweiten Kristall der eine ebensolche Wirkung entfaltete und den Stamm zerbersten ließ.

Brim schien etwas angesäuert als ich die Waffe an mich nahm. Die Stangenwaffe bekam hingegen Frowin. So ging er leer aus. Um ihn aufzuheitern schlug ich seinen Frosch zum Ritter, was dieser nicht so recht verstand. Ich erläutere ihm, dass er von nun an so viele Fliegen und Mücken wie er mochte essen kann, und der Frosch war zufrieden. Wenn nur alle Untertanen so leicht zu befriedigen wären.

Um Brim noch ein wenig mehr zu versöhnen teilte ich ihn mit Sarah auf die Mittelwache ein, ihre Begeisterung hielt sich dabei in Grenzen, aber sie konnte sich gut genug selbst verteidigen, falls Brim ihr Probleme bereiten sollte, wovon ich nicht ausging. Als feinster vandrianischer Rittersanwärter hatte er vielleicht nicht die besten Manieren aber einen guten Charakter. In der letzten Wache saß ich mit Frowin am Feuer der mir seine Erkenntnisse über die Waffe Ulfricks vortrug. Die Lage schien besorgniserregend. Offensichtlich war in der Waffe eine Böse Kreatur gebunden, vielleicht ein Dämon oder Teile eines finsteren Übels die möglicherweise Ulfricks Entscheidungen beeinflussten. Die Waffe war nichts womit sich Gutes tun ließ. Und für Frowin schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis diese Macht sich Ulfrick bemächtigen würde. Es musste nur eine Art auslösendem Ereignis geben.

Gut für den Augenblick waren wir sicherlich noch in der Lage Ulfrick in einem solchen Fall zu überwältigen, aber es war dennoch eine weitere Gefahr die wir nicht gebrauchen konnten. Ich bestätigte Frowins vorhaben seinen alten Lehrmeistern zu schreiben, vielleicht wussten die genaueres. Ich beschloss irgendwann noch Brim einzuweihen, schließlich mussten wir uns im Falle eines Falles aufeinander verlassen können.

Snick79

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« Antwort #32 am: 17. Juli 2019, 14:56:59 »


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Die Mitspielerfluktuation geht weiter - Thurok ist für die nächste Zeit nicht so verfügbar und wird deswegen wohl an einer passenden Stelle aus dem Spiel genommen (mit vollem Rückkehrrecht natürlich). Womit wir mal keinen Heiler haben, das wird spannend ;) Bisher war die Stelle noch nicht passend, also ist er "dabei". Aber im Hintergrund.



Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 16

Sarah hatte mich zwar nicht wach geküsst, aber trotzdem war ich guter Stimmung als wir unseren Weg durch die hügelige Landschaft begannen. Ein wenig irrten wir durch die Gegend und fanden keine Kiste, deswegen teilten wir uns auf. Aus Langeweile beschwor ich an einem Bach wieder den Frosch und so begleitete mich ab da nicht nur meine treue Anastasia, sondern auch ein verzauberter Frosch, wenn auch kein solcher Prinz. Ich beschloss beschwingt den Hüpfer Frederick van Schenkel zu taufen.

Nach einer Weile rief uns Isegrimm zusammen - er hatte etwas Seltsames entdeckt, was nur mit viel Phantasie wie eine Kiste aussah. Eigentlich war es wohl eher ein Quader aus Metall, der in einem Hang steckte. Ulfrick stapfte auch gleich nach vorne und klopfte an und als sich nichts tat erklomm er den Quader.

Während wir noch über das Metall rätselten - nicht mal unser Zwerg konnte zu seinem Ärger die Natur des Metalls ergründen, rief Ulfrick von oben herunter, dass man dort wohl hineinkäme - einem Steinschlag war zu danken, der ein Loch in die 5 cm dicken Wände des Quaders gerissen hatte.

Mit Hilfe von einem Seil, ein wenig an Frowins Hintern anschieben oder Sprungkraft (Frederick) kamen wir alle oben an und sahen in das dunkle Loch. Isegrim, Ulfrick und Thurok ließen sich als Vorhut in die Tiefe hinab und stießen auf ein Bild der Verwüstung. Eine Gruppe toter Goblins lag mit Pfeilen gespickt und von Speeren durchbohrt auf dem Boden und überall klackten Auslösemechanismen.

Trotzdem meinten sie wäre die Gefahr nicht allzu groß und so kamen wir alle nach. Nachdem wir uns versichert hatten, dass es keine anderen Fallen oder magischen Überraschungen gab, traten wir in den Raum. Ulfrick überraschte uns mit Details zu den Goblins und ihrem Tod und konnte oder wollte uns nicht erklären woher er das wusste. Wir sammelten einige Brocken des Metalls, während Thurok nun bestimmt wusste, dass das hier wohl alles zwergisch war.

Danach wies Ulfrick uns den Weg in eine der drei Türen. Dahinter war ein Raum mit noch einem toten, diesmal durchgebratenen, Goblin, sowie Fackeln, Reliefs und zwei Becken oder Wannen. Eine Stimme schien uns zu warnen, aber niemand verstand was sie sagte, auch unser Zwerg nicht. Die Reliefs erzählten die Geschichte eines Elfen, seiner zwergischen Waffe, seines Verrats den Waffenschmieden gegenüber und deren Sieg über den Elfen. Es verriet uns, dass das Gewölbe rund 3500 Jahre alt war, aber nicht ob es nun ein Gefängnis, ein Grab oder eine Schmiede war.

Frowin war so entzückt über die Informationen zu den Waffen auf den Reliefs, dass ich mich daran machte den Raum magisch zu untersuchen und das erwies sich als sehr gut. Meine neuen und ungewohnten Sinne zeigten mir, dass der Goblin wohl gebraten wurde, weil er vergessen hatte irgendwas in die Becken zu werfen. Die magischen Linien oder was auch immer das genau war, zeigten einen Pfad in die anderen Räume.

Also zurück in den Vorraum in dem Sarah auf Isegrims Befehl hin Wache geschoben hatte und in die linke Tür. Wieder eine seltsame unverständliche Stimme, diesmal gab mir Isegrim den Hinweis, dass ich doch zaubern könne. Also versuchte ich die Resonanz der Stimme zu bekommen und zauberte den Zauber. Als sich nichts tat lief ich schnell in den rechten Gang. Auch hier eine sonderbare Stimme, die ich nun, des Altzwergischen mächtig, auch verstand. Gut, mit dem Hinweis, dass der Tod uns erwartete konnten wir nun wirklich wenig anfangen, aber zumindest war das etwas.

Im linken Gang tastete sich Thurok inzwischen durch einen Korridor, dessen einzigen Einrichtungsgegenstände dazu geeignet waren Besucher abzuschrecken oder zu töten. Langsam ging es weiter, an einer Stelle fiel Thurok gar in eine Fallgrube als er einem der Entkerner, einer Speerfalle, die ihn zu durchbohren suchte, ausweichen wollte. Aber irgendwann kamen wir drüben an und hatten einen relativ sicheren Pfad markiert.

Wieder an einer Türe fand Frowin einen Schalter, der diese öffnete und in dem Raum dahinter ein - magischer - violetter Kristall auf einem Altar. Das war offenbar eines der Dinger für die Becken, nur hatten wir Sorge, dass uns hier wieder eine Falle erwartete. Deswegen scheuchten Thurok und ich alle aus dem Raum, während ich den Frosch Frederick instruierte über den Altar zu hüpfen und den Kristall mit seinem Maul vom Altar zu pflücken.

Das gelang auch sehr sehr gut. So gut, dass die Falle auslöste und Frederick, Thurok und mich in dem Raum einschloss. Wieder sagte eine Stimme etwas - diesmal "Schlaft!" und ein Gas trat aus. Frowins Geistesgegenwart bewahrte uns vor dem tiefen Schlaf - er öffnete einfach die Türe von außen. Unverständliches Brummen folgte.

Im anderen gang lief dann alles etwas schneller ab, wieder wartete ein langer Korridor mit Fallen auf uns, aber nun hatten wir ein gutes System da durchzukommen, auch wenn Thurok brummte, dass "nur weil er ein Zwerg war" er nicht unbedingt vorgehen müsse.

Nach einiger Zeit fanden wir auch hier eine Türe mit einem Raum dahinter und einem Kristall (türkis) auf einem Altar. Isegrim wollte nun seine Schnelligkeit beweisen und nach einem aufmunternden Liedchen von mir rannte er hinein, schnappte den Kristall, wechselte ihn mit dem Kandelaber daneben aus und huschte durch die Türe bevor sie sich schloss. Ich weiß nicht ob ich bis dahin jemals jemand so schnell laufen gesehen hatte.

Zurück in der Hauptkammer versicherte ich mich nur, dass die Kristalle wirklich in die Becken gehörten und als wir sie dort hineinlegten ging die Türe mit einem Knirschen auf. Noch ein riesiger Raum mit einem Podest oder Altar, diesmal lagen zwei Waffen darauf. Davor stand ein Amboss mit einem Hammer.

Rund um uns standen auch 4 Statuen von Zwergen und hinter dem Altar ein riesiges, mechanisches Ding. Ehrfürchtig näherten wir uns, und als wir den Amboss - laut Frowin ein Runenamboss und ein Runenhammer - berührten, sprangen 4 Geister aus den Statuen und belebten das mechanische Ding in dem sie in Glaskuppeln eindrangen.

Ein Kampf entbrannte, in dem das Ding Feuerstrahlen spuckte und mit einer riesigen Klinge wirbelte. Ich versuchte noch herauszufinden ob der Kampf eigentlich notwendig war, als meine Kameraden eine Kuppel nach er anderen zerstörten. Auch Sarah half mit und missachtete die Anweisung ihres Lehnsherrn sicher aber nur um uns - vor allem natürlich mich - zu beschützen.

Gegen Ende des Kampfes sprang Ulfrick mit einem riesigen Satz an dem 6 Schritt hohen Konstrukt hoch und hieb zweimal mit seiner Klinge gegen die Kopfkuppel des Dings. Da sah ich einen Spalt sich auftun und ganz auf Berna vertrauend und mich an die letzte Messe in Rien erinnernd, schoss ich einen Bolzen direkt in den Spalt.

Das genügte und der mechanische Koloss war plötzlich wieder ruhig und die Geister verließen ihre Kuppeln. Die Verwirrung der Geister nutzend trat ich vor und befragte sie gleich nach diesem Ort und dem Metall. Die Wächter waren von meiner Unwissenheit über Kazit - dem Metall für allerfeinstes Zwergenhandwerk - überrascht, erzählten aber trotzdem wie sehr sie sich auf Cors Geisterschmiede und endgültige Ruhe freuten, sie hatten von vorbeiziehenden Zwergengeistern schon viel davon gehört. Damit begannen sie zu verblassen bis man sie nicht mehr sehen oder hören konnte.

Frowin untersuchte derweil die beiden Waffen und zeigte uns mit sichtlicher Aufregung die Feinheiten der gefundenen Stangenwaffe namens "Pertos" und einem Ding, dass er das "Strahlrohr Radion" nannte. Offenbar fehlte dem Strahlrohr noch eine Komponente um zu strahlen, aber das würde später unsere Sorge sein. Vor allem konnte ich mir damals nicht vorstellen, was uns ein leuchtendes Rohr bringen sollte – Frowin konnte Licht herbeizaubern.

Wir verließen die Stätte des Kampfes und steckten vorsorglich die beiden Kristalle ein - es sollte sich niemand an den Klingen des Konstrukts schneiden, oder den Ort an sich plündern. Thurok war nachdenklich und sah sich immer wieder die Metallklumpen an - ich weiß er dachte damals schon daran sich Rat dazu in Eisenhall zu holen, ein Vorhaben dass ich als Chefdiplomat durchaus positiv sah, denn möglicherweise könnte die Kronenmark das Wissen und Talent der Zwerge um die Verarbeitung von Kazit gut nutzen können.




Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 16

Am Morgen brachen wir auf und verteilten uns über die hügelige Landschaft, die Beschreibung von Frowins Quellen waren dürftig. Ein einsamer Bauer bestätigte uns aber, dass wir uns im Zielgebiet befanden. Gegen Mittag fand ich einen metallenen Quader der aus der Wand eines Hügels herausragte. Keine Kiste, aber zweifellos ungewöhnlich. Also entzündete ich ein Lagerfeuer auf welches ich ein paar frische Zweige legte um kräftigen Rauch zu erzeugen. Die anderen kamen heran und betrachteten den Metallklotz. Aber keiner konnte sich erklären worum es sich dabei handelte. Ulfrick kletterte hinauf und stellte fest, dass ein Steinschlag ein Loch hineingeschlagen hatte. Also kletterten wir alle hinauf und spähten hinein bis es Ulfrick nicht mehr aushielt und heruntersprang. Ich kletterte hinterher und rief den anderen zu, dass sie besser oben blieben da der Raum offenbar mit Fallen gespickt war. Thurok der sich ebenfalls unten im Raum befand untersuchte die Mechanismen und gab Entwarnung. Die Goblins die eingedrungen waren hatten alle Fallen ausgelöst. Also folgte der Rest hinterher. Ulfrick hatte dabei die letzten Momente der Toten durchlebt und bestätigte die Annahmen Thuroks. Es war wie immer gruslig wie er das tat. War da eigentlich Magie im Spiel?

Thurok bestätigte unseren Verdacht das diese Strukturen zwergischen Ursprungs waren, aber das Metall aus dem alles gefertigt war kannte er trotzdem nicht. Als wir den ersten Raum betraten erscholl eine Warnung in einer fremden Sprache, was Brim irgendwann veranlasste sich zu verzaubern um die Sprache zu verstehen. Leider half das nicht beim entziffern der Schriften über den Türen und an den Reliefs. Im Raum hingen an den Wänden 6 Reliefs die eine Geschichte wiedergaben über einen Elfen der von Zwergen eine Waffe geschenkt bekam. Die Waffe schien den Elfen aber zu korrumpieren und die Zwerge mussten eine neue Waffe schmieden um den Elfen zu erlegen. Diese Hallen hier waren nun also das Grab des Elfen? Oder doch eine Schatzkammer mit den Waffen? Oder ein Gefängnis?

Am Boden lag ein letzter toter Goblin der völlig verkohlt war. Die Nachforschungen ergaben das er einer weiteren Falle ausgesessen war die wir gern umgehen wollten. Dazu mussten wir aus zwei weiteren Räumen Objekte, wie sich später herausstellte, längliche Kristalle besorgen. Im ersten Gang tastete Thurok einen Weg hindurch, da er gespickt war von Entkernern, Pfeilfallen und Fallgruben. An seinem Ende erwartete uns der Raum mit dem Kristall, dieser war ebenfalls mit einer Falle gesichert. Also lies Brim seinen beschworenen Frosch über den Altar hüpfen und den Kristall stehlen. Die Stimme sagte wieder etwas und ein Gas trat aus und die Tür schloss sich.

Sofort öffnete Frowin die Tür von außen und wir konnten der Todesfalle entkommen. Der Gang auf der anderen Seite war genau so aufgebaut wie auf der anderen Seite. Also stellte ich mich diesmal an die Spitze der Gruppe und nahm genau den Weg wie auf der anderen Seite, das funktionierte fabelhaft. Auch der Raum am Ende sah genau so aus. Ich nahm einen Leuchter der dort stand und tauschte ihn geschwind gegen den Kristall aus während Brim dazu ein paar feurige Rythmen spielte.

Zurück im zentralen Raum deponierten wir die Kristalle in zwei Kesseln und die Tür öffnete sich. Darin fanden wir den Sarkopharg des Elfen und vier Statuen von Zwergen die an den Seiten darüber wachten. Im hinteren Teil stand außerdem ein Zwergenkonstrukt. Auf dem Sarg fanden wir die beiden Waffen und davor noch einen Amboss und Hammer. Als wir diese genauer studieren wollten kam das Zwergenkonstrukt wieder zum Leben. In vier Kugeln sahen wir die Geister der Zwergenkrieger. Ich war nicht sicher ob wir das Konstrukt wirklich angreifen sollten, aber Thurok war guter Dinge und versicherte mir das es notwendig war. Also zerschlugen wir die Kugeln bis die letzte zerstört war. Die vier Geistern standen um die Reste des Konstrukts und liesen sich befragen. Von den Waffen selbst sagten sie, ging keine Gefahr aus. Am Ende nahmen wir sie an uns und verliesen den Ort. Thurok schwor wieder zu kommen und das Metall weiter zu untersuchen. Ich nahm mir vor ihn am Lagerfeuer anzusprechen und zu fragen ob er nicht nach Eisenhall reisen wollte, eine Zwergenstadt an diesem Objekt wäre ein weiterer Stützpunkt der Zivilisation in dem nun so leeren wilden Land.


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Snick79

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #33 am: 18. Juli 2019, 14:39:09 »


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Die Mitspielerfluktuation geht weiter - Thurok ist für die nächste Zeit nicht so verfügbar und wird deswegen am Ende dieser Spielrunde vorerst aus dem Spiel genommen (mit vollem Rückkehrrecht natürlich). Womit wir mal keinen Heiler haben, das wird spannend ;)



Aus der Sicht von Sarah - geschrieben von Sintholos

Fußnoten zu den Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 1

Ich schreibe diese Zeilen in das Tagebuch von Galbrim Roten, da dieser nach eigener Aussage aufgrund des Bauernfrühstücks, dass ich meinem Herren und seinen Gefolgsleuten kredenzte, im Sterben liegt. Daher habe ich mich überzeugen lassen, dem Todgeweihten einen letzten Wunsch zu erfüllen und dieses Tagebuch an seiner statt weiterzuführen. Ich gestehe, dass ich ein wenig Mitleid mit ihm habe... Ulfrick Lichter, ein starker Krieger im Diensten meines Herren hat Galbrim Roten bereits mehrfach einen Simulanten geschimpft, doch möglicherweise sind die Beschwerden doch nicht ganz von der Hand zu weisen. Immerhin serviert uns unser Herr jeden Abend seinen Kohl-Bohnen-Zwiebel-Eintopf…

Nachdem wir die Zwergenkammer verlassen hatten, ging mir die ganze Zeit durch den Kopf, wie unorthodox diese Gruppe und der Herr ist, dem ich mich notgedrungen anschloss. Isegrim vom Sonnenwall ist ein Adliger der seine Untergebenen bekocht und mich nicht dafür tadelte, dass ich meinen Posten verließ um ihnen in einem Kampf beizustehen, den sie offensichtlich problemlos auch ohne mich geschafft hätten. Galbrim Roten ist ein schwatzhafter Aufschneider aber seine Tagebucheinträge sind weit weniger bombastisch als das was er sonst so von sich gibt. Ulfrick Lichter ist ein brutaler Zeitgenosse der nur die Pflicht sieht. Thurok ist ein mürrischer Zwerg, der sich aus der ihm innewohnenden Magie recht wenig zu machen scheint und lieber mit der Axt zuschlägt und Frowin Terhorst ist ein in sich gekehrter Gelehrter, der erst vor wenigen Wochen das erste Mal echtes Sonnenlicht gesehen zu haben scheint.

So scherzten sie beim Aufbau des Lagers ungezwungen miteinander und nachdem Herr Isegrim wieder gekocht hatte und sich ob dieser Fähigkeit ein paar Spitzen von Ulfrick anhören musste, wurden die gefundenen Relikte genauer untersucht. Frowin und der Herr hantierten mit dem Rohr herum, dem sie schließlich türkise und violette Strahlen entlocken konnten, die zunächst einen Busch in Brand steckten und ihn beim zweiten Treffer zerbersten ließen. Der Herr beschloss diese Waffe für sich zu behalten. Die Stangenwaffe des verräterischen Elfen überließ er Frowin, die dieser nun voller Stolz trägt. Galbrim nahm dies leicht schmollend zur Kenntnis, doch der Ritterschlag für seinen Frosch „Frederick von Schenkel“ schien ihn ausreichend aufzumuntern.

Der Plan für die nächsten Tage war, Thurok an die Nordgrenze der Kronenmark zu bringen, damit er die Metallbrocken zur Untersuchung nach Eisenhall bringen konnte. Dem Herren schien diese Entscheidung nicht leicht zu fallen, dennoch machten wir uns auf den Weg.

Wir übernachteten wieder in Dorgen und dass der Herr nicht darauf bestand, in den Betten der Bauern zu nächtigen und lieber mit der Scheune vorliebnahm, überraschte mich wiederholt. Die Reise ging weiter nach Norden. Der Herr Isegrim beschloss, einen der Bergausläufer nahe der Gormburg zu erklimmen, um vielleicht hinter die Barriere spähen zu können. Doch dies war trotz der Höhe nicht möglich. Dafür entdeckte der Zwerg Thurok eine geeignete Stelle für einen Granitsteinbruch. Für später, meinte er zwinkernd zu meinem Herren.

Im Norden davon fanden wir in einem Wäldchen den verlassenen Turm eines Magiers. Mir war die Sache unheimlich, wuchsen doch alle Pflanzen in eigenartigsten Winkeln von dem Turm weg. Wir konnten uns jedoch keinen Zutritt verschaffen und Herr Isegrim beschloss zusammen mit den Anderen, irgendwann zurückzukehren, wenn sie den notwendigen Zauber „Öffnen“ besäßen.

Die Reise ging weiter Richtung Norden. Einige Siedler berichteten uns davon, dass wir Volten lieber meiden sollten, da es dort spuke. Tatsächlich war das Dorf in einen schmutzig-dunkelgrauen Nebel gehüllt. Wir passierten die Brücke, die nahe Volten den Goldstrom zum Dynarwald überspann und alsbald machte sich ein mulmiges Gefühl bei mir breit. Galbrim schien von dem Ort abgestoßen zu sein. Wir hielten an und Isegrim lies Galbrim seinen Frosch, den nun geadelten Frederick von Schenkel (so getauft von Galbrim) auf Erkundung gehen. Dieser kehrte bald zurück und dank des eigenartigen Sprach-Zaubers von Galbrim konnte dieser berichten, dass sich dort durchsichtige Menschen befinden, die erscheinen, irgendetwas tun und dann wieder verschwinden, worauf sich das Ganze kurz darauf wiederhole. Ein fauchender nachhallender Schrei war zu hören. Die Gruppe beschloss, diesen Ort vorerst zu meiden und wir umgingen ihn in gebührendem Abstand.

Am nächsten Tag war der Zeitpunkt für den Abschied gekommen. Thurok verließ uns in Richtung Schimmergebirge um die Zwerge von dem Fund zu informieren. Mein Herr erhoffte sich dadurch Unterstützung vielleicht militärischer oder finanzieller Art sowie diplomatische Kontakte, die ihm nützen würden.




Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 17

Vor Verlassen des Zwergenkonstrukts ergriff ich noch die beiden Kristalle was dazu führte das die Türen der Kammer sich wieder schlossen. Zurück am Lagerplatz kochte ich erneut eine Kohlsuppe. Als der unangenehme Geruch des Kohlkopfes aufstieg stellten alle fest wie ungewöhnlich es sei, dass der Adel kochte. Ich erklärte, dass dies die Aufgabe des Knappen im Feld ist, zumindest wenn kein Lagerkoch in der Kompanie ist. In Zukunft sollte das dann mein Knappe erledigen. Ulfrick bemerkte trocken, dass er hoffte, dass mein Knappe besser kochte als ich kämpfen konnte. Ich war nicht sicher ob ich beleidigt sein sollte oder wir demnächst wie in den feinsten Edelrestaurants Cellbricks speisen würden.

Nach dem Essen legte ich das Strahlrohr und die Kristalle auf einen Baumstumpf und schaute ob man die nicht doch zueinander bringen konnte, woran der Rest der Gruppe ja erst noch Zweifel gehegt hatte. Tatsächlich war es dann aber Frowin, der den Mechanismus entschlüsselte und das Rohr öffnen konnte. Der Kristall ließ sich auch einfügen und das Rohr wurde nach Frowins Aussage magisch. Dann zielte er auf ein Bäumchen, traf aber nur in das Gras daneben wo ein rauchender Fleck übrig blieb. Ich trat an ihn heran und versuchte es. Zielen und Abdrücken ging dabei total leicht. Der violette Lichtstrahl traf den Baum, der daraufhin sofort in Flammen aufging. Natürlich probierten wir sogleich den zweiten Kristall der eine ebensolche Wirkung entfaltete und den Stamm zerbersten ließ.

Brim schien etwas angesäuert als ich die Waffe an mich nahm. Die Stangenwaffe bekam hingegen Frowin. So ging er leer aus. Um ihn aufzuheitern schlug ich seinen Frosch zum Ritter, was dieser nicht so recht verstand. Ich erläutere ihm, dass er von nun an so viele Fliegen und Mücken wie er mochte essen kann, und der Frosch war zufrieden. Wenn nur alle Untertanen so leicht zu befriedigen wären.

Um Brim noch ein wenig mehr zu versöhnen teilte ich ihn mit Sarah auf die Mittelwache ein, ihre Begeisterung hielt sich dabei in Grenzen, aber sie konnte sich gut genug selbst verteidigen, falls Brim ihr Probleme bereiten sollte, wovon ich nicht ausging. Als feinster vandrianischer Rittersanwärter hatte er vielleicht nicht die besten Manieren aber einen guten Charakter. In der letzten Wache saß ich mit Frowin am Feuer der mir seine Erkenntnisse über die Waffe Ulfricks vortrug. Die Lage schien besorgniserregend. Offensichtlich war in der Waffe eine Böse Kreatur gebunden, vielleicht ein Dämon oder Teile eines finsteren Übels die möglicherweise Ulfricks Entscheidungen beeinflussten. Die Waffe war nichts womit sich Gutes tun ließ. Und für Frowin schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis diese Macht sich Ulfrick bemächtigen würde. Es musste nur eine Art auslösendem Ereignis geben.

Gut für den Augenblick waren wir sicherlich noch in der Lage Ulfrick in einem solchen Fall zu überwältigen, aber es war dennoch eine weitere Gefahr die wir nicht gebrauchen konnten. Ich bestätigte Frowins vorhaben seinen alten Lehrmeistern zu schreiben, vielleicht wussten die genaueres. Ich beschloss irgendwann noch Brim einzuweihen, schließlich mussten wir uns im Falle eines Falles aufeinander verlassen können.

Am Morgen brachen wir nach Dorgen auf um dort noch einmal zu nächtigen. Die Bewohner waren neugierig ob wir gefunden hatten was wir suchten und ich ließ Frowin darauf antworten der ihre Neugier mit einem langweiligen Fachvortrag rasch abkühlte. Von den Waffen mussten ja nicht gleich alle wissen. Der Schmied hatte inzwischen den Plattenpanzer repariert, den wir in das Gepäck aufnahmen.

Danach machten wir uns weiter in Richtung Norden auf. Ich hatte beschlossen Thurok bis zur Nordgrenze zu begleiten, von wo er dann nach Eisenhall aufbrechen würde um ein paar Zwerge zur Untersuchung des Metalls aufzuspüren. Alles was uns einen Vorteil in den anschließenden Konflikten bringen konnte war mir willkommen.

Ich entschloss mich direkt den Gebirgskamm hinter der Gormburg zu durchqueren, vielleicht fand sich ja ein Punkt von dem aus man bis hinein schauen konnte. Aber der Nebel war einfach zu dicht und reichte bis über die Wolken. Dafür fand Thurok ein Granitvorkommen was später sicherlich nützlich werden könnte. Als wir vom Berg wieder abstiegen kamen wir in einen Wald den wir ebenfalls genauer in Augenschein nahmen. In ihm fand sich ein Magierturm von sieben Stockwerken und mehr als ein Dutzend Schritt breite. Er schien aber unbewohnt, da sich darin nichts rührte. Da uns das Geheimpasswort auch nicht einfiel und keiner einen Öffnungszauber besaß verließen wir den Ort wieder. Wenn es auch nicht an Ideen mangelte den Turm gewaltsam zu öffnen. Aber das wollte ich eher vermeiden, da potenzielle Bewohner dann immer so gestört reagierten.

Am Wald trafen wir dann noch auf ein paar Holzfäller die uns von einem Besuch Voltens abrieten. Da sollte es spuken. Natürlich ritten wir dort hin und machten rasch im dichten schmutzigen Nebel halt der das Dorf im eisigen Griff hielt. Die Schreie die aus dem Nebel kamen und die Schilderungen von Brims Frosch von Geistern die als ewige Vision der Vergangenheit dort umherirrten hielten mich davon ab die Gruppe weiter ins Innere zu führen. Also umgingen wir Volten und verabschiedeten uns an der Mündung der Lore in den Goldstrom von Thurok, dem ich klar machte dass ich ihn wieder in meinen Reihen zurückerwartete sobald seine Expedition vorüber war, was er hoch und heilig versprach.



Aus der Sicht von Frowin Terhorst

Anekdoten eines Erzmagus - Forschungsberichte der nördlichen Kronmark, oder: Die Rekonstruktion des Frogdolfschen Kontinuumgedankens unter Einbeziehung der thaumaturgischen Dilemmastrukturen

Nachdem wir die Zwergenkammer in dem mysteriösen Würfel untersucht, sowie die beiden Waffen und die Runenkristalle mitgenommen hatten, entfernten wir uns von ebenjener und schlugen unser Nachtlager auf.

Dort entbrannte eine Diskussion, wo es von hier aus hin gehen sollte. Recht schnell einigten wir uns darauf, Thurok nach Eisenhall zu schicken, damit er dort im Auftrag des Markgrafen die unbekannten Metalbrocken untersuchen lassen kann. Bei der Gelegenheit solle er auch gleich in Erfahrung bringen, ob einige Zwerge vielleicht gewillt wären, sich in der Nordmark anzusiedeln.
Um Thurok die Reise angenehmer zu gestalten, vor allem aber auch, weil wir weiterhin große Teile des Landes erkunden müssen, beschlossen wir, ihn bis zu den nördlichsten Ausläufern der Kronmark zu begleiten.

Als die Frage des „wohin nun?“ also geklärt war, widmeten Isegrimm und ich uns der für mich wesentlich interessanteren Angelegenheit – der Untersuchung der beiden Waffen die wir in dem Würfel gefunden hatten. Als Experte für magische Waffen war es ein leichtes für mich, deren Funktion herauszubekommen und so platzierte ich flugs den türkisenen Runenkristall in die passende Kammer, woraufhin sofort eine beachtliche Wirkung einsetzte. Die zuvor nichtmagische „Waffe“ wurde von feinsten Energielinien durchzogen und summte oder vielmehr vibrierte energiegeladen. Natürlich konnte ich es nicht erwarten, einen Schuss anzubringen. Leider ging mein - nennen wir es Versuch -, einen wenige Schritt entfernten Baum zu treffen gnadenlos fehl, weshalb ich „Radion“, wie das Präzisionsstahlrohr hies, an Isegrimm übergab, welcher alsbald den Abzug tätigte und den Baum mit einem erstaunlichen Effekt in Brand setzte. Während der türkise Kristall mehr dazu geneigt war, seine volle Wirkung gegen Magier zu entfalten, war der violette Kristall, dem wir natürlich umgehen auch einer Prüfung unterzogen, eher dazu geeignet, die Fertigkeiten des Schützen gegen alle möglichen Ziele zu verbessern.

Isegrimm nahm sich voller Freude dieser mächtigen Waffe an, was Brim merklich verstimmte. Erst als Isegrimm ihn zu einem Gespräch an die Seite nahm und ihm zu Ehren dem Riesenfrosch den Adelstitel „Frederick von Schenkel“ verlieh, spätestens jedoch als er erfuhr, dass er zusammen mit Sarah die zweite Wache übernehmen solle, schien Brim besänftigt.

In der dritten Wachschicht, die ich zusammen mit dem Markgrafen hielt, erzählte ich jenem von meinen Bedenken bezüglich der Waffe Ullfricks. Wir einigten uns darauf, beide (Waffe und Träger) gut im Auge zu behalten und ich werde bei nächter Gelegenheit einen Brief an meinen ehemaligen  Meister in der Universität Cellbrick schreiben. Vielleicht kann uns dieser ja Tipps geben, wie wir genaueres über die Waffe erfahren können.

Am Morgen gab es eine unerwartete Überraschung: Nicht Isegrimm, sondern Sarah bereitete ein wunderbares Frühstück mit Eiern, Speck und allem, was man sich nur wünschen konnte zu(außer Gewürzgurken, die gibt es wohl nur weiter im Osten).  Irgendwie schien dieses Mahl Brim jedoch nicht zu bekommen. Jedenfalls wurde er im Laufe des Tages  immer wortkarger und seine Hautfarbe immer blasser.

Die Reise nach Dorgen verlief weitestgehend ereignislos. Wir ritten an ein paar verlassenen Gehöfen vorbei, die wir aber nicht genauer beachteten und kamen so am nächsten Abend in dem kleinen Ort an wo uns der freundliche Herr Felix wieder einen Platz in seiner Scheune anbot. Auf die höfliche Nachfrage der Dorfbewohner, ob wir auf unserer Suche nach dem Würfel erfolgreich waren – was wir bejaten – fragte ich, ob sie noch von weiteren interessanten Dingen in der Gegend wussten. Sie erzählten mir von einem Kräutersammler im Norden, der meinen neuen Freunden aber wohl schon bekannt war.
Ullfrick hingegen überraschte die ihm zugeneigte Cara damit, sie weiter nach ihren Brüdern zu befragen. Wir versprachen ihr, weiter nach ihnen Ausschau zu halten. Ich formulierte sogleich meinen Brief an den Meister etwas um und bat ihn, in Cellbrick nach einem John aus Dorgen zu fragen, der in dem dortigen Regiment dient. Außerdem bat ich ihn mir zu sagen, wo man in der Nordmark Zauber in Rüstungen einfassen könne – der Plattenpanzer war nun nämlich dank dem tüchtigen Zwergenschmied fertig, jedoch so sperrig, das er im Kampf seinen Rüstvorteil gleich wieder verspielte. Sobald wir wieder einmal in Reng sind, werde ich den Brief schnellstmöglich aufgeben.

Als wir uns nun also für unser Nachlager in der Scheune bereit machten, brach Brim zu unserem Leidwesen sein voriges Schweigen und begann eine schier unerträgliche Leidenstirade. Von „Sicheren Tod der auf ihn wartet“ war die Rede und von „Einer Horde Goblins, die auf Riesenratten durch seinen Darm trabten“. Ullfrick wurde sichtlich ungehalten und warf Brim so einiges an den Kopf was ich hier nicht wiedergeben möchte.

Von Dorgen aus machten wir uns also auf nach Norden. Die dortigen Berge beschlossen wir genauer zu untersuchen, was auch dank unseres Zwerges von Erfolg gekrönt war. Er entdeckte eine vortreffliche Stelle an der man Granit in einem Steinbruch abbauen könnte. Dies wird von großem Nutzen sein, wenn Isegrimm dereinst den markgräflichen Thron ersteigt. Von einem Platteau aus konnten wir auch einen Blick Richtung Gormburg werfen, welche jedoch immernoch in diesen undurchsichtigen Nebel gehüllt war.
Weiter Richtung Norden kamen wir durch einen Wald den wir, angespornt durch den Erfolg mit der Steinbruchstelle, auch durchsuchten. Plötzlich standen wir vor einem ca. 15 Meter hohen, fensterlosen Magierturm mit blauem Spitzdach. Leider war die Eingangstür und die daneben stehenden Steingargoyls durch eine Art Passwort geschützt und auch auf Ullfricks hämmern rührte sich nichts, weshalb wir beschlossen, uns einen Öffnungszauber zuzulegen um dann zu einem späteren Zeitpunkt nochmal vorbei zu kommen.

Auf dem Weg nach Volten kamen wir an einer alten, verwahrlosten Brücke über den Goldstrom vorbei, die früher wohl als Handelsposten für die Waldelfen diente, welche versuchen, sich mit Hilfe der Bäume des Dynarwaldes weiter gen süden auszubreiten. Einige abgeschlagene Baumstumpfe zeugten davon, dass die Menschen von Volten dies nicht ohne weiteres geschehen lassen wollten.

Apropos Volten – ein Siedlertreck, dem wir wenige Meilen vor der Ortschaft begegneten, berichtete und davon, dass es dort spuken solle und riet uns, die Ortschaft zu meiden. Natürlich hielten wir uns, von Neugierde getrieben, nicht daran und ritten näher. Schon von weitem sahen wir, dass auch Volten, ähnlich wie die Gormburg, von einem Nebel eingehüllt war. Dieser schien jedoch weniger weiß, sondern vielmehr „schmutzig“ zu sein.  Als wir ihn betraten wurde es schnell so kalt, dass wir nach wenigen Schritten anhielten und beschlossen, Frederick von Schenkel vor zu schicken. Brim unterbrach sogar seine Leidenslitanei (von der wir inzwischen überzeugt waren, sie diene nur dazu, Sarah ein schlechtes Gewissen zu machen) um F.v.S. mittels seines Sprachzaubers zu befragen, was er im Ort gesehen habe. Dieser berichtete (wenn man sein gequake so bezeichnen kann), dort seien durchsichtige Menschen, die immer wieder die selben Dinge taten, allerdings keine toten Leiber. Es schien sich also um eine Art Vision der Vergangenheit zu handeln. Plötzlich hörten wir einen markerschütternden Schrei aus dem Ort, der unseren Beschluss erstmal untermauerte, diesen vorerst zu umgehen und unser eigentliches Ziel, den Weg nach Eisenhall, wieder aufzunehmen.

Nach einer für Thuroks Verhältnisse herzlichen Verabschiedung an der Nordostgrenze der Kronmark wandten wir uns wieder gen Süden und schlugen ein weiteres Mal unser Nachtlager auf.



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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #34 am: 05. August 2019, 08:01:21 »


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Die Mitspielerfluktuation geht weiter - Thurok ist nun (vorläufig) aus dem Spiel genommen (mit vollem Rückkehrrecht natürlich). Womit wir mal keinen Heiler haben, aber Isegrimm hat eine Möglichkeit sich und auch andere zu heilen.



Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 18

Nachdem sich meine gesundheitlichen Probleme wieder etwas gelegt hatten, nahm ich meine Umgebung wieder in voller Klarheit wahr. Mit Freude las ich Sarahs Anmerkungen in meinem Tagebuch und hoffte sie hatte die Einträge davor, die sie betrafen, nicht gelesen. In der Zwischenzeit - während ich dem Tode näher als dem Leben auf Anastasia mehr gehängt als geritten war - waren wir ziemlich weit in die Kronenmark vorgedrungen und es wurde beschlossen die alte, verlassene Klosterfestung Lorin zu untersuchen, die in den Schluchten des Gebirges an einem schmalen Pass eine wichtige Route nach Umbarla bewachte, zumindest vor dem Krieg war das so gewesen.

Bevor wir dort hingelangten machte Sarah mir allerdings ein ganz besonderes Geschenk, sie sorgte nämlich dafür, dass ich auf dieser Reise endlich mal wirklich wachgeküsst wurde - aber dazu gleich mehr. Zuerst hatte ich eine denkwürdige Wache mit Isegrim - die mittlere, Thurok hat uns ja leider verlassen müssen - bei der ich eigentlich meiner Rolle als Chefdiplomat gerecht werden wollte und wirklich und ernsthaft über Heiratspolitik sprechen wollte. Verschlossen und verbohrt wie er ist, hat der Graf natürlich abgeblockt und gleich was anderes aus dem Hut gezaubert. Gut, das war auch wichtig, gebe ich durchaus zu. Ulfricks Schwert machte Frowin (und somit uns) nämlich Sorgen. Offenbar würde es sich früher oder später des Jungen bemächtigen und dann waren wir ganz auf die Gnade der Götter angewiesen. Das war wirklich nicht gut - doch beschloss ich mich mit dem Problem zu befasse, wenn es schlagend würde. Mal sehen ob das klappte.

Zurück zum Kuss. Nach meiner Wache hatte ich einen wunderbaren Traum - mein holdes mir angetrautes Weib (leider habe ich im Traum weder ihr Gesicht gesehen noch ihre Stimme erkannt), eine Kinderschar - ein wenig getrübt von den dunklen Andeutungen um Ulfrick. Plötzlich finde ich mich halb in Frederick van Schenkels Froschmaul wieder - und Sarah lachte und meinte ich wollte doch wachgeküss werden. Nun, das war wahrlich ein gelungener Scherz, den ich mit einem "nun hab ich bei dir aber was gut" quittierte und Frederick leider erklären musste, dass er doch ein männlicher Frosch sei und ich nicht "in diese Richtung hüpfte" - ich sah ihm die Enttäuschung direkt an. Mal sehen wohin das Geplänkel noch führte.

Langsam kamen wir in die Berge und folgten gewundenen Pfaden. Schon unter den Mauern der Festung angelangt, erkannte ich mit dem scharfen Blick des ehemaligen Scharfschütze, dass sich zwischen den Zinnen eindeutig zwei Rattlinge bewegten. Nun, dieses Ungeziefer war überall eine Pest - und würde das Kloster sowieso nicht besetzt halten dürfen. Schnell gab ich den anderen Bescheid und Frowin mit seinem magischen Stab, Isegrim mit seinem wunderbar strahlenden Rohr und ich mit meiner ollen Armbrust nahmen die beiden Rattlinge unter Beschuss. Ulfrick folgte Isegrims Befehl weiterzureiten ohne weitere Fragen und Pause und war weit vor uns als Sarah auch beschloss aufs Pferd zu steigen. Ich selber widersetzte mich dem Befehl und blieb in der Nähe von Isegrim vor allem weil er beschloss sich dauernd treffen und wieder fast töten zu lassen. Ihn konnte man weniger alleine lassen als unseren arkanen Wissenschaftler - der hatte zumindest eine Ahnung wann es besser war den Kopf einzuziehen.

Nach einigen Schüssen hatten die Rattlinge sich aber doch vor Verzweiflung ob unserer infernalen Trefferquote in die Tiefe gestürzt und wir folgten Ulfrick über die funktionsuntüchtige Zugbrücke (man konnte sie nicht mehr hochziehen) in die Burg. Ich schaute gerade in das ehemalige und nun leere und verwüstete Wachzimmer, als Isegrim und Sarah schon wieder zwei der Rattlinge erledigt hatten. Ulfrick stand die ganze Zeit ruhig am anderen Ende des Hofes und starrte auf eine Türe. Ich war fast bei ihm als es daraus auch quiekte und eine braune Masse hervorbrach.

Gut, dass die Nahkämpfer das übernahmen, denn Frowin schoss seine Feuerzauber eher wie Signalraketen in die Luft und mir fiel zum wiederholten Male an diesem Tag die Armbrust aus der Hand. Eindeutig noch geschwächt von der überstandenen, schweren Krankheit sang ich lieber meinen Kameraden Mut zu. Dann griff ich an meine Kehle und gab den wie "Räuspern" klingenden Zauberspruch von mir. Leider glaubten mir die Rattlinge nicht, dass ihr Patron sie verflucht hatte und statt wie erhofft zu flüchten ließen sie sich lieber von Ulfrick und den anderen weiter zu Rattenhackfleisch verarbeiten. Nun gut.

Irgendwann herrschte plötzlich Ruhe im Hof und während Isegrim in Sarahs Anwesenheit in der Werkstatt Hand an sich legte um sich zu heilen - er hatte sich schon wieder tiefe Wunden zufügen lassen (keine Ahnung wie er das immer schaffte), blieb es mir ganz alleine überlassen heroisch den angrenzenden Lagerraum zu stürmen. Zuvor hatte ich versucht mit einer List mögliche anwesende Rattlinge hervorzulocken, aber die verkrochen sich offenbar lieber wie, nun ja, Ratten. Mit der Armbrust in der Hand trat ich kraftvoll die Türe ein - nur um leider darin absolut nichts Nützliches zu finden. Frowin untersuchte inzwischen die Waffenkammer und als er fertig war, war Ulfrick schon wieder weiter in den Haupttrakt der Burg vorgedrungen.

Aus diesem Grund - und wohl auch ein wenig aus Eifersucht wie ich mir heute eingestehen muss - unterbrach ich das Tête-à-Tête in der Werkstatt und drängte Isegrim und Sarah mitzukommen - nicht, dass Ulfrick uns keine Rattlinge mehr überließ.



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 18

Nach der Verabschiedung Thuroks ritten wir an der nördlichen Grenze der Kronenmark entlang in Richtung Südosten bis wir am Fluss Lore ankamen. Diesen folgten wir ein Stück bis wir ein Lager aufschlugen um die Nacht zu verbringen. Diesmal konnten wir dafür sogar einen verlassenen Bauernhof finden. Auf der Mittelwache die ich auf Brims Wunsch hin mit ihm gemeinsam hielt fing er wieder von den Heiratsplänen an zu reden. Kaum ging es ihm wieder gut musste er mir damit auf die Nerven gehen. Das erinnerte mich aber daran ihm von Ulfricks Waffe zu erzählen. Das lenkte ihn leider nicht großartig vom Thema ab.

Als wir in Lorin ankommen raubt mir die Schönheit der Landschaft wie das letzte Mal den Atem. Die steilen Berghänge und die Bäume und Sträucher die sich verzweifelt in den Berghang krallen. Mitten an der Talsohle auf einem Felsen thront dann das Kloster welches eher einer Festung gleicht. Von weiten war es noch gut in Schuss, nur die Zugbrücke war herabgelassen. Also entweder hatte das Kloster keine Bewohner oder welche die sehr unachtsam waren.

Wie sich herausstellte war es letzteres. Brim erkannte die Nasen zweier Rattlinge zwischen den Zinnen, die ich sogleich mit dem Strahlrohr unter Beschuss nahm. Das Strahlrohr arbeitete fantastisch, jeder Schuss ein Treffer und der Geruch verbrannten Fells lag in der Luft. In der Abkühlpause konnte ich zielen oder mich heilen, nachdem die Rattlinge die Frechheit hatten zurückzuschießen. Ich rief den anderen zu weiter zu reiten, während ich Feuerschutz gab. Das hätte vermutlich auch funktioniert, wenn ich nicht so einen furchtbar undisziplinierten Haufen anführen würde … vermutlich begründete sich das aber auf Gegenseitigkeit.

Wie auch immer, Ulfrick ritt tapfer weiter und als wir ihm dann endlich folgten wartete er schon im Hof an einer Wand bereit hinein zu stürmen und einen Haufen Rattlinge zu erschlagen. Er musste sich aber abermals Gedulden, da ich zuerst zwei Rattlinge die aus dem Torhaus kamen erschlagen musste, einen erledigte Sarah den zweiten erlegte ich aus dem Laufen heraus. Das lockte dann auch die anderen Rattlinge aus dem Raum heraus vor dem Ulfrick auf sie wartete. Also begann er sie alle abzuschlachten. Ich eilte ihm zur Hilfe und gab mir mit Sarah größte Mühe jeden in seiner Flanke zu beschäftigen, was auch gelang. Abermals musste der Ring herhalten und meine größten Wunden schließen. Die Rattlingbogenschützen waren Experten im Gegensatz zu ihren messerschwingenden Brüdern.

Als alle am Boden lagen warteten nur noch in der Werkstatt aus der sie gekommen waren ein paar Bogenschützen auf uns. Ich stand mit dem Rücken zur Wand neben der Eingangstür und heilte mich erneut. Währenddessen flogen die Pfeile aus der Tür heraus auf Ulfrick zu, der diese einfach mit dem Schwert zerteilte. So etwas hatte ich noch nie gesehen – das war wohl das Böse am Wirken. Jeder Angriff prallte einfach an ihm ab… und meine Zuversicht im Falle des Falles Ulfrick im Schach halten zu können schwand zusehends. Wer wollte diese Maschine denn Stoppen?

Sarah und ich folgten ihm in die Werkstatt, aber er hätte unsere Hilfe wahrscheinlich nicht gebraucht. Als die letzten beiden Tot am Boden lagen ging Ulfrick hinaus auf der Suche nach würdigeren Gegnern, während ich abermals den Heilenden Ring verwendete. Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl die Heilung selbst zu verursachen – und eigentlich war es schon peinlich der einzige zu sein der unvorsichtig genug war sich verletzen zu lassen. Aber wenn ich im Nahkampf war, war ich zu konzentriert auf meinen Gegner um dann auch noch Pfeilen ausweichen zu können… geschweige denn sie zu parieren. Dafür bräuchte es vermutlich tatsächlich noch jemanden der über einen wachte.

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« Antwort #35 am: 26. August 2019, 07:51:47 »


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Während ich gerade Isegrim und Sarah holte, war Ulfrick schon in der Türe gegenüber verschwunden. Schnell folgten wir ihm und fanden ihn auch gleich im Kampf mit einigen Rattlingen in der Küche. Diese erwischten mich während des Handgegmenges schmerzhaft, als ich gerade auf einen Tisch klettern wollte. Irgendwann gab ich dem Biest dann einen Tritt und nach und nach schafften wir es die letzten Rattlinge in diesem Trakt zu erledigen. Isegrim legte uns gleich die Hand auf und die Wunden heilten durch Zauberkraft - er war wirklich ein begabter Heiler mit diesem Ring von dem Kait.

Frowin war überhaupt verschwunden und trieb sich offenbar im Hof herum. Ich fand mit Ulfrick einen Brunnen und begann diesen zu untersuchen - nicht das da unten etwas auf uns lauerte. Ulfrick und die anderen schienen in einer Art Rausch zu sein, denn statt alles nach und nach zu sichern, stürmten sie weiter. Gut, ich nahm mir die Zeit und versuchte zu ergründen wie tief der Brunnen war, etwas das ich auf die Schnelle nciht rausfand. Aber das Wasser war noch gut, zumindest eine wichtige Erkenntnis.

Als ich die anderen suchte lief mir Frowin über den Weg - er hatte einen Waschbären gefunden und offenbar gegen eine Gruppe Rattlinge verteidigt, nicht schlecht für einen Bücherwurm. Das Tier - Buddel genannt - folgte seinem Retter treuherzig, das konnte aber auch an den Leckkerein liegen, die Frowin verteilte. Nun gut, eigentlich hatten wir keine Zeit für das süße Tier - man hörte schon wieder Kampflärm. Schnell folgten wir den Geräuschen und kamen rechtzeitig um wieder einige der Rattlinge zu töten. Viel ließen uns Sarah, Isegrim und Ulfrick nicht übrig.

Am Ende des Ganges fanden wir eine besonders breite Türe - wie sich später herausstellte zu einer der dem Licht geweihten Kapelle. Hinter der Türe fand sich allerdings ein sehr abgründiges Wesen. Eindeutig dem Ursprung nach ein Rattling, aber größer und mit einem grässlichen geiferndem Maul. Als wir die Türe öffneten fiel uns der Rattenoger sogleich an. Es dauerte eine Weile, aber wir behielten die Oberhand.

Als wir über die Leiche des Biests stiegen waren Isegrim, Ulfrick udn Sarah schon fast wieder weiter. Ich richtete ein kurzes Dankgebet an Berna und Helia, während Frowin den Raum untersuchte. Er fand wenig, als ich mich umschaute wurde mir aber sogleich klar: Hinter der Kapelle war ein versteckter Raum, eine Art Sakristei oder ein Nebenraum. Dieser war offenbar weder von den Umbar noch von den Rattlingen gefunden worden. Frowin und ich schlüpften hinein und fanden auch einige wirklich spannende Dinge - ein Schild, einen Morgenstern, einige Zauberrollen. Vieles davon magisch. Die anderen waren allerdings schon wieder weiter - ich hatte ein schlechtes Gefühl und drängte Frowin alles hierzulassen und zuerst den anderen zu folgen. Schweren Herzens folgte er mir, den Waschbären nun auf der Schulter.

Wir stiegen ins Obergeschoss und kamen gerade rechtzeitig um zu hören wie eine schwere Holztüre ins Schloss fiel - und eine aufgebrachte Menge an Rattlingen aus den anderen Zimmer strömte - warum hatte Ulfrick auch die Türe einfach eintreten müssen? Wie auch immer - Frowin und ich waren alleine auf weiter Flur als zusätzlich zwei zauberkundige Rattlinge herbeieilten, der eine führte auch eine seltsame Bewegung aus. Aus Angst und  Verzweiflung begann ich zu singen und hoffte die Götter oder meine Kameraden würden mich hören. Irgendwie gelang es uns ohne massakriert zu werden in vorläufige Sicherheit zu gelangen - denn der Rattlingzauberer schien von meinem Gesang etwas abgelenkt zu sein, als Isegrim eine der Holztüren öffnete wurde durch die Frowin und ich schlüpften. In dem Raum lag schon ein Rattling tot am Boden - und der andere wurde gerade von Ulfrick "überredet" in Ulfricks riesige Klinge zu springen.

Das alles war allerdings gerade meine kleinere Sorge - ich hatte die Masse an braunen Körpern im Gang gesehen und befürchtete das Schlimmste. Sie würden in wenigen Augenblicken den Raum stürmen - und nachdem ich immer noch Quietsch verstand vernahm ich auch, dass wohl noch ein Rattenoger irgendwo im Haus sein musste. Nun musste ein passabler Plan her, sonst würde ich als einfacher Mann statt als Ritter vor meine Göttin treten - und der König würde einen anderen als Isegrim schicken müssen um die Mark zu befrieden...



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 19

Ich rannte über den Hof ins Hauptgebäude, direkt im ersten Raum der vom Flur abging war schon die Hölle los. Ulfrick war im Nahkampf mit ein paar Rattlingen, sofort war auch ich zur Stelle um ein paar Treffer zu platzieren und auch Brim unterstützte so gut es ging. Ich versuchte ihn zu heilen, aber so lange er im Nahkampf verwickelt war nutzte das nicht viel, also verwickelte ich den nächsten Rattling in den Nahkampf und heilte die Beiden nach dem der letzte Rattling am Boden lag. Dann rannte ich in den Flur hinaus einem weiteren Rattling den ich dort gehört hatte hinterher. Tatsächlich holte ich ihn in einem Nebengebäude ein und rammte ihm das Schwert zwischen die Schultern. Es war unerlässlich das er nicht noch mehr seiner Kollegen alarmierte. Hinter der ersten Tür verbarg sich ein Schlafzimmer, nach dem Austausch von Nettigkeiten drangen wir aufeinander ein, bis beide Rattlinge am Boden lagen. Dann wirbelte ich herum und beschäftigte mich mit einem Weiteren der in das Zimmer wollte. Ein kapitaler Fehler, was er auch schnell einsehen musste und anfing zu fliehen. Nachdem er auf Ulfrick getroffen war, war auch die Gruppe wieder vereint und wir griffen in der Kapelle einen dieser verdammten Rattenoger auf. Es gelang mir seine Deckung zu unterlaufen und das Schwert in die Brust zu rammen, welches ich nur befreien konnte, als Ulfrick den Oger umwarf. Ihm war schnell der gar aus gemacht. Zurück im Gang, auf der Suche nach weiteren Rattlingen traf ich einen Waschbär, der friedlich an Frowins Rockschößen hing. Ein süßer Kerl!
Ulfrick stürmte die Treppe im Gang herauf und ich hinterher. Auch dort gab es im ersten Raum schon wieder Rattlinge. Doch diesmal hatte man uns bemerkt und im Flur brach die Hölle los…

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #36 am: 18. September 2019, 18:00:59 »


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Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 20

Nachdem Frowin und ich gerade noch durch die Türe geschlüpft waren, schlossen Sarah und Isegrimm diese und ein Bett wurde davorgeschoben. Schnell überdachten wir unsere Möglichkeiten und wir alle kamen zur Einschätzung, dass wir gegen eine riesige Masse von Rattlingen einen direkten Ausfall wohl nicht erfolgreich durchführen konnten. Ein anderen Plan mußte her. Ich bot mich an sie zu verwirren und dazu zu bringen sich möglichst in kleinere Gruppen zu teilen, während die anderen den Wehrgang sicherten. Während wir planten machte Ulfrick kurzen Prozess mit dem letzten Rattling und Frowin untersuchte die Bomben, die dieser bei sich hatte. Diese stellten eine durchaus spannende Möglichkeit dar, sie gegen ihre Schöpfer selbst einzusetzen, weshalb wir sie gleich auf uns aufteilten.

Und dann begann etwas, das ich durchaus als eine Sternstunde in meinem Wirken in der Kronenmark bezeichnen möchte, zumindest bis zu diesem Zeitpunkt. Während die anderen warteten schrie ich einfach einmal laut: "Wir wollen verhandeln". Gleichzeitig aber verband ich mich telepathisch mit dem Priester und streute Zweifel, meinte ich wäre sein Gott, er mein Auserwählter und deswegen würde ich ihn warnen wollen - die Menschlinge wollten über den Hof fliehen, er sollte seine besten Leute schicken. Leider überschätzte ich seine Autorität und so brachte das nichts, außer lauter Diskussionen in Quietsch.

So öffnete ich noch eine telepathische Verbindung, allerdings mit dem Zauberer. Das verlangte zwar unheimliche Konzentration, allerdings gelang es irgendwie. Diesem Rattling erzählte ich, dass der Priester ihn in seinen Tod schicken wollte und überhaupt eine miese Petze wäre. Nun endlich wurde es turbulent. Ein Handgemenge entbrannte - und ein Feuerstrahl wurde geschossen, gefolgt von einem Schmerzensquieken und einem dumpfen Schlag. Und dann wurden die Diskussionen noch lauter, aber leider verstand ich gar nichts. Im Nachhinein fand ich heraus, dass nun offenbar doch der Priester die Oberhand gewonnen hatte - der Zauberer geröstet worden war und die Gruppe sich nun doch teilte um den Hof zu sichern. Ich konnte durchaus zufrieden mit diesem Ergebnis sein.

Wie auch immer - davon wussten wir damals nichts und da wir nicht in dem kleinen Zimmer gefangen sein wollten, beschlossen wir den Wehrgang zu sichern und einen anderen Weg raus zu finden. Ulfrick stürmte mit Isegrim vor, gefolgt von Frowin, während ich Sarah Feuerschutz gab. Die holte nämlich noch schnell zwei weitere Bomben, von dem Rattling den wir noch vor unserer Ankunft am Wehrgang erledigt hatten.

Als wir endlich die anderen eingeholt hatten, war der nächste Kampf schon aus. Wobei - soweit ich es danach hörte - war das weniger ein Kampf gewesen. Ein schlafender Gegner - selbst ein Rattenoger - war für Ulfrick eher ein Schlachtopfer als ein Gegner. Der Junge war in seiner Wut und seinem Blutrausch schon wirklich unheimlich.

Als wir die Türe zum Gang öffneten, strömten einige Rattlinge auf uns zu, verstärkt von noch einem Priester, doch es gelang uns die Oberhand zu behalten. Ich versuchte mich in diesem Kampf erstmalig als Heiler, allerdings mit sehr wenig Erfolg. Irgendwann ließ ich es dann und verließ mich wieder auf meine Armbrust. Mit schnellen Fingern gelang es mir einmal derartig flott zu feuern, dass es so wirkte, als tötete ich zwei der Biester auf einmal. Auch unser Wissenschaftler Frowin, zwar kurz abgelenkt durch irgendwelche spannenden Bücher in der Kammer, zeigte seine Effizienz im Kampf und tötete Rattlinge mit Blitz und Flammen.

Als dann die letzten Rattlinge gefällt waren - es waren uns doch beinahe wirklich einige von ihnen in den Rücken gefallen, verschnaufte ich kurz. Kurz rekapitulierte ich den Kampf und dabei fiel mir etwas seltsames auf. Ich hatte zu Beginn des Kampfes - wie so häufig - eine kleine Melodie gepfiffen (in diesem Fall ein bekanntes Volkslied über Ritterehre und Zauberkraft). Auf wundersame Weise hatten die Saiten meiner Laute - die ich auf dem Rücken trug - in Harmonie zu klingen begonnen. Ich beschloss die anderen zu fragen ob sie den bereits bekannten Effekt der Stärkung erlebt hatten. Wenn es so wäre, würde mir das das lästige und hektische Wechseln der "Waffe" im Kampf ersparen. Die Laute von Opa war wahrlich ein wundersames Instrument.



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 20

Zuerst musste aber der Rattling im Raum sterben, das gelang Ulfrick diesmal nicht so ganz, ich war aber noch an der Tür beschäftigt und lies unsere Nachzügler, Brim und Frowin herein, die im unteren Stock offenbar noch Erkundungen gemacht hatten. Als sie im Raum waren verbarrikadierten wir die Tür. Brim redete mit den Rattlingen telepathisch und versuchte irgendetwas. Während ich Ulfrick mithilfe des Rings wieder zusammenflickte. Brim war erfolgreich, das war an dem lauten Quieken und den Kampfgeräuschen im Gang zu hören. Vielleicht war ja ein Bürgerkrieg unter den Ratten ausgebrochen. Wir verließen den Raum durch das Fenster auf den Wehrgang, während Frowin und Ulfrick die Tür mit Granaten präparierten, die losgehen würden, falls diese geöffnet würde. Die Granaten hatten wir am Gürtel der erfahreneren Rattlinge entdeckt. Dann rannten wir hintereinander über den Wehrgang zum Nachbarraum in dem tatsächlich noch ein Rattenoger schlief. Ulfrick rannte zuerst leise in den Raum und trennte dem schlafenden Oger fast den Kopf ab, während ich die Tür des Raumes zum Gang zuwarf. Dann drehte ich mich herum und feuerte – sicher ist sicher – einen Schuss auf den Rattenoger ab. Vom Kopf blieb nicht viel übrig. Von meinem aber beinahe auch nicht, neben mir bohrte sich ein Messer durch das Holz, sodass ich mich rasch wieder von der Tür entfernte. Ulfrick behielt einen kühlen Kopf, und schob rasch einen Schreibtisch vor die Tür. Dann war auch schon der Rest der Gruppe im Raum und wir hielten einen kurzen Kriegsrat. Es stank mir einfach so zu fliehen, ich wollte wenigsten versuchen Lorin zu säubern. Also gab ich Brim den Heilring, da er vermutlich besser damit zurechtkam und legte mit dem Strahlrohr auf die Tür an. Als Ulfrick den Schreibtisch entfernte, öffneten die Rattlinge die Tür. Das Abschlachten ging in die nächste Runde. Ulfrick rief laut: „Das ist kein Kampf, sondern eine Hinrichtung.“ Es war sehr schnell vorbei und wir trieben sie den Gang vor uns her. Bis ein Schrei von hinten mir klar machte, dass man unsere Artillerie, die sich in diesem Kampf wieder bezahlt gemacht hatte, von weiteren Rattlingen die aus einem nahen Raum kamen überfallen wurde.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #37 am: 01. Oktober 2019, 13:04:41 »


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Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 21

Doch damit war die Schlacht um die Festung noch nicht vorbei. Schließlich hatte ich ja, absichtlich, einen Teil der Gegner im Glauben ihrem Gott zu dienen in den Hof geschickt. Als sich nun die Stille über den Gang legte hörten wir Gewieher. Schnell zu den Fenstern gerannt erkannten wir, dass die Rattlinge unsere Pferde in den Hof geführt hatten. Isegrim und ich nahmen sie sogleich von den Fenstern aus unter Beschuss, während Sarah und Ulfrick sich auf den Weg in den Hof machten.

Frowin war gleich verschwunden ohne dass wir wußten wohin, bis wir Feuerstrahlen vom Torhaus her auf die Rattlinge regnen sahen. Wirklich gut trafen wir nicht und der Kampf kippte erst zu unseren Gunsten, als Ulfrick und Sarah im Hof erschienen. Dann war es allerdings eine Frage von wenigen Momenten, bis die Rattlinge tot am Boden lagen. Zwar stürzte Sarah zweimal unglücklich, aber der größte Schaden konnte abgewendet werden. Frowin hatte derweilen aufgehört die Feinde mit Feuer zu bedecken, aber wie wir später erfuhren, war seine Zaubermacht für diesen Tag erschöpft gewesen - wem war es zu verdenken, wäre ich doch - liegend auf einem Schreibtisch und in den Hof feuernd, nach dem Kampf am liebsten auf der Stelle liegen geblieben.

Wir alle waren erschöpft und ermüdet und deswegen beschränkten sich unsere weiteren Aktionen an diesem Tag darauf das Fallgatter der Burg zu schließen und uns in der geheimen Kammer hinter dem Tempel zur Ruhe zu betten. Einen schweren Verlust hatte ich allerdings zu betrauern, hatte doch der tapfere Frederick van Schenkel den Kampf mit dem Rattenpack nicht überlebt - nun, ich würde ihn bald wieder herbeizaubern. Die Krieger und ehemaligen Soldaten unserer Gruppe steckten das Erlebte durchaus gut weg, bei unserem Wissenschafter war ich nicht so sicher - er streifte noch lange mit seinem neuen Dachs durch die Burg und musste den Schrecken des Kampfes verarbeiten.

Der nächste Tag war geprägt von Aufräumarbeiten  und einer Bestandsaufnahme der Burg - unter anderem untersuchten wir die Rattlinge und warfen ihre Leichen in die Schlucht. Wir fanden durchaus reiche Beute, die uns wohl zu ein wenig Wohlstand verhelfen würde, wenn man sie an den rechten Abnehmer brachte, aber auf Grund unserer schmerzenden Glieder wollte sich nicht so rechte Euphorie einstellen. Eine Rattling-Notiz, gleich einer Schatzkarte, machte uns alle aufmerksam, wies sie doch auf ein Versteck oder ähnliches im Brunnen hin.

Beim nochmaligen Untersuchen des geheimnisvollen Brunnens erkannten wir einen etwas vorstehenden Stein und ganz unten an der Wassergrenze einen Tunnel. Der unerschrockene Isegrimm nahm es selbst auf sich das zu untersuchen und fand einen engen Tunnel, ob alt oder neu, Flucht- oder Zugangstunnel war allerdings nicht herauszufinden. Da wir nicht wollten, dass weiteres Ungeziefer auf diesem Weg von der Burg Besitz ergriff, beschlossen wir den Brunnen mit Hilfe von Brettern und schwerem Hausrat abzudecken. Isegrimm war schon beinahe aus dem Brunnen heraus, als einem von uns einfiel - es war wohl ich selbst mit meinem höchst gewaltigem Scharfsinn - er möge sich den lockeren Stein genau ansehen. Was für ein Geniestreich, fand er doch dort einen Börse mit Edelsteinen, die sogleich auch in der Schatulle verschwanden. Ich nahm mir vor, mal den Fürsten zu fragen wie es sich mit Handgeld verhielt, denn ein wenig hatten wir uns inzwischen meiner Meinung nach durchaus verdient.

Wir blieben noch die nächste Nacht in der Burg und wollten am nächsten Tag wieder in Richtung Rien aufbrechen - wobei wir den Weg wohl nördlich der Gormburg wählen würden, denn das war auf unserer Reise eine bislang gar nciht untersuchte Gegend. Möglicherweise könnten wir auf Spuren des zweiten Räuberlagers stoßen.



Aus der Sicht von Frowin Terhorst

Anekdoten eines Erzmagus - Forschungsberichte der nördlichen Kronmark, oder: Wie ich Buddel fand

Über die vergangenen Tage würde ich gerne einen Mantel des Schweigens breiten. Zu aufgewühlt bin ich noch von den Geschehnissen. Denoch versuche ich das Erlebte hier in ein paar Zeilen zu fassen:

Voller Freude zogen wir zum Kloster Lorin (welches eher eine Grenzfeste darstellt) in der Hoffnung, dort zivilisiertes Leben anzutreffen. Leider kam alles anders. Gerade noch wähnte ich mich in Bälde vor einem interessanten Buch oder auch mehreren zu sitzen, oder vielleicht sogar mitten in einem anregendem Gespräch mit den Geistigen der Festung, doch plötzlich fand ich mich mitten in einem Kampf um Leben und Tod gegen grausige Kreaturen die direkt aus den finsteren Untiefen der Welt gekrochen sein mussten.

Wenn ich daran zurück denke wird mir nun, eine Nacht und ein Tag nach dem Erlebten, immernoch flau im Magen.

Wieviele dieser rattenähnlichen Wesen wir am Ende besiegten kann ich nur schätzen. Jedes Mal wenn wir dachten, der Spuk wäre vobei, spuckte die Festung neue Schrecken für uns aus. Nur durch die Kampfeskraft meiner Kumpanen und auch - hier will ich meinen eigenen Anteil nicht kleinreden - einiger durchaus wohlgezauberter Feuerstrahlsalven meinerseits konnten wir nach Stunden des kämpfens Lorin säubern und die nicht wenigen Wunden, auch die der Reittiere, versorgen. Durch eine glückliche Fügung war mein Körper jedoch unverletzt, ich spürte lediglich eine lähmende Leere in meinen Gedanken.... .

Als ich wieder zu mir kam war mir kalt und ich befand mich auf dem Wehrgang der Festung mit Blick gen Südosten wo ich in weiter Ferne Celbrick wähnte. Anscheinend war ich längere Zeit wie in Trance mehrere Runden um die Festung gelaufen, so berichteten mir die anderen später. Es sind schwarze Tage für die Wissenschaft, wenn selbst Theoretiker wie ich gezwungen sind, sich dem Blutvergießen anzuschließen.

Jedoch, selbst in dunkelster Stunde gibt es immer auch einen Lichtblick. Mitten in den Wirren des Tagen konnte ich unter einem Haufen Unrat und mitten im Zwist mit ein paar der Kreaturen (die Menge und Größe der Angreifer verschwimmen in meinen Erinnerungen) einen kleinen Waschbären entdecken, dessen Blick sich sogleich in mein Herz bohrte und der mir von da an nicht mehr von der Seite wich. Ich gab ihm den Namen "Buddel" und habe das Gefühl, ein Band der Freundschaft wurde zwischen uns gewoben, welches inniger ist als so manches, welches ich mit meinen eigenen Artgenossen knüpfen konnte.

Nachdem wir eine dringend notwendige Rast einlegten und ich hierbei meine geistigen Kräfte erfrischen konnte, machten wir uns daran, die Festung zu erkunden. Hierbei konnte ich mehrfach helfen und die magischen Kräfte von diversen Gegenstände deuten. Einzig um unbekannte Tränke werde ich in nächster Zukunft wohl einen größeren Bogen machen, auch wenn mich die Neugier eines Wissenschaftlers wohl immer wieder in solch unangenehme Situationen bringen wird. Dies genauer zu erklären ist mir nun aber nicht mehr möglich, da meine Augen sich wohl immer noch nicht beruhigt haben und immer heftiger zu brennen beginnen. Ich mache mir Sorgen, mein Augenlicht nachhaltig getrübt zu haben.


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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #38 am: 09. Oktober 2019, 08:28:31 »


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Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 22

Nachdem wir uns einen Tag in Lorin mehr oder weniger ausgeruht hatten, brachten wir die Pferde über die Brücke und verschlossen von Innen das Haupttor mit dem Gitter. Wir hofften, dass in den wenigen Wochen die die Burg noch leer stehen würde, nicht wieder eine Rattenplage oder Schlimmeres entstehen würde.

Wir durchsteiften zuerst das Gebirge, schließlich hatten wir den Auftrag die gesamte Mark zu befrieden und deswegen beschlossen wir gleich hier nach dem rechten zu sehen, schließlich würden wir Lorin erst wieder einen Besuch abstatten, wenn Isegrim wirklich zum Grafen ernannt worden war. Die Berge waren vor allem steil und kahl, das einzige wirklich von Interesse war die Passhöhe nach Umbarla. Mir rannte es kalt über den Rücken als wir dort oben standen und in das weite Becken mit seinen blutrünstigen und barbarischen Sippen blickten. Hieß es nicht auch, dass manche davon Kannibalen waren? Schnell machten wir kehrt und ritten wieder in Richtung des schönen Vandria.

Am nächsten Tag kamen wir bei dem einsiedlerischen Kräutersammler Hendryk vorbei und brachten ihm wie versprochen Proviant im Austausch für Heilkräuter, wovon wir nun wirkliche eine ganze Menge hatten. Hendryk hatte allerdings ein Problem und zwar in der Form von 5 Fuchswelpen. Er hatte ja, als wir ihn das letzte Mal getroffen hatten ein Problem mit einem Fuchs wofür wir ihm einen der Kurzbögen gaben. nun, das Problem mit dem einen Fuchs hatte sich gelöst, allerdings hatte er nun 5 Füchse ohne Mutter. Wir versprachen uns darum zu kümmern und übernahmen die Fellknäuel.

Auf meine Anregung hin, statteten wir unseren Koboldfreunden Samtsch, Strupsch und den anderen einen Besuch ab. Frowin konnte es ja beinahe nicht glauben, dass wir wirklich solchen Umgang pflegten - keine Ahnung was er gedacht hatte, dass Kobolde nur in Märchen vorkamen? Was er wohl sagen würde, wenn er den Riesen sah, der bekanntlich durch die Kronenmark streifte. Nun, nach einigem Hin und Her überzeugten wir Samtsch und Strupsch, dass die Kobolde von einer Fuchskavallerie eindeutig profitieren konnten und nach dem obligatorischen Fest zu unseren Ehren beendeten wir ein erfolgreiches Tagwerk.

Die nächsten Tage brachten uns nördlich der Gormburg vorbei in Berge, von denen aus wir leider nirgendwo das zweite Räuberlager entdecken konnten. Auf unserem Ritt gelang es mir endlich Isegrim im intensiven Zwiegespräch davon zu überzeugen, dass er seinen Begleitern (inklusive natürlich mir) ein wenig der Beute als Anerkennung zukommen lassen musste, was er dann auch irgendwann entnervt tat. Ich war sehr zufrieden, würde ich doch so Joe gegenüber mein versprechen seinen Sold zu übernehmen einhalten können.

Als wir am nächsten Tag nur wenige Schritt am Zaubernebel um die Burg vorbeikamen, beschlossen wir diesen ein wenig zu untersuchen. Ich schoss einen leuchtenden Bolzen hinein, ohne Erfolg. Frowin versucht die Magie zu erkennen - und wurde durch die starke Strahlung beinahe geblendet. Isegrim schnappte sich ein Seil, band es um die Hüfte und stapfte mutig los. Er blieb so lange verschwunden, dass ich beinahe Ulfrick zum neuen Grafenanwärter ausrufen wollte, aber da kam er gerade zurück. Er berichtete, dass er "einfach durch" gegangen war und die Gormburg erblickt hatte. Das ganze wurde immer mysteriöser und es bestätigte, dass wir Hilfe von Spezialisten brauchten.

Dies alles führte uns dazu, dass wir den losen Plan den wir sowieso schon gehabt hatten nun wirklich durchführen wollten: Isegrim würde mit Frowin und Ulfrick nach Cellbrick reiten um Informationen zu unserem Auftrag, an der magischen Universität und zu Caras Brüdern einzuholen. Außerdem wollte Isegrim einen schneidigen Knappen - ich kannte mich mit dem Bemustern durchaus aus und gab ihm wertvolle Tipps, insbesondere "Schau auf die Zähne" und "Er sollte nicht lahmen". Isegrim meinte ich wäre immer noch ein Pferdeknecht, was ich mit einem Grinsen quittierte.

Kurz vor Rien fanden wir plötzlich 6 furchtbar zugerichtete Orks auf der Strasse und gleich danach trafen wir auf einen alten Freund: Gottwin. Wir parlierten ein wenig am Lagerfeuer mit ihm - ich immer in sicherem Abstand - wobei er uns zeigte, dass er viel mehr über uns, unseren Auftrag und die Kronenmark an sich wusste als gedacht. So kannte er Sarahs Geschichte und einiges mehr. Ulfrick brannte natürlich darauf sich mit dem Fleischberg zu messen und man einigte sich auf ein Übungsgefecht bis zum ersten Blut. Sie tanzten einige Momente umeinander herum, tauschten einige leichte Hiebe, bis sie beide eine Entscheidung erzwingen wollten, was dazu führte, dass sie beide die Deckung öffneten und es so zu einem Gleichstand kam.

Gottwin handelte danach mit Isegrim aus, dass er für Informationen - auch zum zweiten Räuberlager - sorgen würde können, wenn Isegrim ihm im Gegenzug eine Fleischerei verschaffen konnte. Darauf einigten wir uns, bevor wir weiter in Richtung Rien ritten. Auf dem Ritt kam mir der Gedanke ob man Gottwins Talent zur Informationsbeschaffung nicht für einen Spionagering einsetzen konnte - ich nahm mir vor mit den anderen in Zukunft einmal darüber zu reden. Informationen würde ich natürlich auch als Diplomat immer brauchen können.

Nach einem letzten Umweg über das abgebrannte Räuberlager, ritten wir endlich über die Brücke nach Rien, wo uns die Wachposten schon begrüßten. Ich war froh aus dem Sattel zu kommen und eine gute Woche Zeit für mich zu haben, denn ich hatte beschlossen in Rien zu bleiben - irgendjemand musste doch ein Auge auf die Kronenmark werfen. Dazu kam, dass ich das riesige Cellbrick ohnehin nicht so mochte, die kleineren Dörfer und Städte waren eher mein Revier. Mal sehen was ich alles in der Woche bei der Bevölkerung herausfinden konnte...




Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil X

Der Graf hatte zu viel zu tun und hatte keine Zeit Tagebuch zu schreiben... (wird sich auch in näherer Zukunft nicht ändern)



Aus der Sicht von Frowin Terhorst

Anekdoten eines Erzmagus - Forschungsberichte der nördlichen Kronmark, oder:  Interne Inkonsistenzen, Dissonanzen oder Inkongruenzen zwischen Überzeugungen oder zwischen Überzeugung und Verhalten.

Natur-, Geistes- und Magiewissenschaften haben recht differente Wesenszüge. Dies rührt daher, dass die Naturwissenschaften aufgrund ihrer engen Anbindung an gesellschaftliche Produktion zu langfristig einheitlichen Gegenstandskonzeptionen tendieren, während diese in den Geistes- und Magiewissenschaften nach wie vor strittig sind. So sind Füchse manchmal nur Füchse. Manchmal stellen sie Gruppen aber auch vor größere Probleme. Manchmal sind Kobolde einfach nur Kobolde, manchmal stellen sie aber auch die Lösung eines eben erwähnten Problems dar.

Es stehen sich daher eine in die Breite und Tiefe gehende Wissensentwicklung, die die Historizität der Gegenstände und ihrer Konzeptionen, also die Fachgeschichte selbst, mit im Blick behält, und ein auf enge Innovationszonen bezogener Erkenntnisfortschritt, der auch das noch nicht Gewusste bereits als Aufgabe scharf umrissen hat, gegenüber. Hätte ich zum Beispiel gewusst, dass sich in der nördlichen Kronmark auch noch ein Riese aufhalten soll, hätte ich mich schon viel früher einer schwer bewaffneten Gruppe angeschlossen.

Wenn aber nun die vandrianische Tradition der Bewegt-Unbewegt-Unterscheidung dadurch ausgezeichnet wird, dass diese Unterscheidung die Möglichkeit bietet, sich eine Einheit der Unterscheidung vorzustellen, und zwar in Helia selbst, in dem im elfischen Sinne unbewegten Beweger. Helia ist die Instanz, die unbewegt die Gesamtheit aller Bewegung und alles Unbewegten zu verantworten hat, beobachtet, aus sich heraus entlässt, schafft oder was auch immer. So konnten wir die Gormburg also nur durch die Erzählungen Isegrimms  wahrnehmen. Welche wahrlich recht einfacher Natur waren.
Es handelte  sich dabei wohl um einen kosmischen Aufstieg oder vielmehr Durchstieg durch geistige Sphären, d.h. also um einen Seinsvorgang, der ein stufenweises Abstreifen der sinnenhaften Umkleidungen einschließt bis zum Einswerden mit dem Ur-Einen. Dieser Seinsaufstieg ist nun aber identisch mit dem eben geschilderten Ernenntnisaufstieg. Die Erkenntnisreinigung umgekehrt ist demnach identisch mit der seinshaften Reinigung, d.i. mit dem Freiwerden von den Schlacken des vereinzelnden Sinnen-Seins. Wir wissen also nicht, ob er sich richtig erinnern konnte oder nicht.

Das mit seiner Umgebung konfrontierte gesellschaftliche Subjekt verhielt sich in der Folge jedenfalls zu den vergangenen Kampf- und Verteidigungsprozessen insgesamt so wie jenes mit seinem Nicht-Ich konfrontierte Ich zum Akt des in sich zurückgekehrten Handelns, welches als das absolute Ich durch Entgegensetzug eines Nicht-Ich sich als Ich produziert. Weshalb derZweikampf von Gottfried und Ullfrick auch unentschieden ausging.


Agonira

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #39 am: 12. Oktober 2019, 08:07:42 »

Bin grad durch mit Lesen - wirklich sehr gut geschrieben und tolle Kampagne bis hierhin!  :thumbup:

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #40 am: 13. Oktober 2019, 10:30:36 »

Danke für das Lob, wir bemühen uns wirklich Sintholos' Welt und Geschichte gerecht zu werden. Ich muss nur warnen alles was Brim schreibt für "voll" zu nehmen. Zwar versucht der Autor natürlich die wichtigsten Ereignisse festzuhalten, doch gleichzeitig ist das alles durch die Brille eines ein wenig "pompös" veranlangten Barden hie und da verfälscht.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #41 am: 13. Oktober 2019, 10:44:07 »

Schön, wenn es gefällt. Wir testen hier auch ein paar neue Sachen aus und wenn wir fertig sind, wird die Kampagne vielleicht mal zur Verfügung gestellt.
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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #42 am: 16. Oktober 2019, 16:27:03 »

Kurze Anmerkung zu dieser Session. Diese Session war nicht nur eine - sondern vier. Sintholos war so nett und hat uns die Woche "Stehzeit" in vier Solo-Sessions erleben lassen um ein wenig Würze reinzubringen. Dadurch war es uns möglich Wissen (Infos, Gerüchte, Hooks) zu erlangen, das die anderen nicht haben.

Das hat aber den Effekt, dass eben NICHT alles veröffentlicht werden kann und soll (wir haben uns nicht abgesprochen). Da aber Galbrim an sich ein sehr offenes Wesen und wenig Geheimnisse hat (und sehr geschwätzig ist), haben wir beschlossen, dass das erste was passieren würde, natürlich das Folgende ist: Er würde ALL seine Erlebnisse haarklein erzählen. Und deswegen habe ich diesen Bericht verfasst.

Was die anderen erlebt haben wird auch noch rauskommen, aber eben nach und nach.




Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 23

Als ich am folgenden Tag erwachte, war ich erfrischt und munter und voller Tatendrang - und endlich mal alleine. Als wir am Abend zurück gekommen waren, war es bereits sehr dunkel gewesen und bis auf die Wachen hatte uns niemand mehr begrüßt. Ich sah schnell nach Anastasia und gönnte mir dann ein Frühstück bei Nadja. Die anderen waren bereits vor dem Morgengrauen aufgebrochen - ach wie herrlich war es nicht dauernd unterwegs sein zu müssen.

Ein wenig ärgerte ich mich, als Nadja mir erzählte, dass wir den Freisturmtag am Vortag verpasst hatten, die anderen Geschichten von ihr lenkten mich aber ein wenig ab, so berichtete sie mir vom schneidigen und kräftigen Erben des Hauses Anglus, der nach Heiratskandidatinnen suchte. Das alleine wäre weniger spannend gewesen, würde er sich angeblich nicht an die üblichen Gepflogenheiten halten, sondern sich durchaus auch in bürgerlichen Kreisen nach einer geeigneten Braut umsehen. Ich war direkt gespannt, wie sich das noch entwickeln würde und ob das zu einem der delikateren Skandale der vandrianischen Oberschicht werden könnte - wenn Isegrim doch ein wenig mehr für solche Sachen zugänglich wäre, wüsste ich selbst mehr zu berichten. Außerdem gabs Probleme mit einem Keiler in der nördlichen Mark, die Fischer trauten sich momentan nicht zu ihren Gründen - ich beschloss das dem zukünftigen Herrn der Mark das mitzuteilen. Den restlichen Tag kümmerte ich mich vor allem um mein Wohlergehen, badete und pflegte mich und meine Ausrüstung. Auch Anastasia rieb ich mal weder richtig ab. Am Abend stapfte ich mit meiner Laute ins Wirtshaus und gab ein richtig gutes kleines Konzert, erzählte den Leuten von den Göttern, insbesondere Berna und Helia, gab eine Runde aus und entließ sie dann rundum gut gestimmt in den Abend.

Der zweite Tag führte mich zu Joe, mit dem ich zuerst die "Beute" seiner Kräutersuchen durchging. Was der alles gefunden und mitgenommen hatte - ich schüttelte nur den Kopf. Aber unter all dem Gestrüpp, Gras und Wiesenblumen hatte der Kerl doch wahrlich Glück gehabt. Auch ein blindes Huhn findet bekanntlich Körner, und so hatte er 5 Lynzblätter und was noch unglaublicher war, 1 Lorrkraut gefunden. Als ich ihm mitteilte, was so der normale Verkehrswert davon war, bekam er riesige Augen und erkannte, dass diese Kräutersammelei doch ganz profitabel war. Ich versprach mich an mein Abkommen zu halten und sobald ich das Kraut losgeworden war es ihm zu vergüten. Bis dahin würde der ausgemachte Sold reichen - er wirkte zufrieden. Außerdem führte er mich ein wenig durch den Ort. Viel war schon wieder ganz gut aufgebaut, aber alles sehr einfach. Die Leute waren fleißig und so sah man doch einigen Fortschritt. Einen gut geeigneten Schlachthof fand ich nicht wirklich, Joe machte mich auch auf das fehlende Vieh aufmerksam. Leider konnte ich hier unserem zukünftigen Herrn wohl keine allzu guten Nachrichten bringen, wir würden wohl einiges Geld in die Hand nehmen müssen.

So verging der Tag und für den nächsten Tag, machte ich mir mit Joe aus, dass wir gemeinsam sammeln gehen würden. Es war bei dem Junge sicher noch möglich mehr herauszuholen - das Lorrkraut hatte mich davon überzeugt. Also wanderten wir 10 Stunden durch das Unterholz und fanden so manches Kraut aus dem man Waffenpaste machen konnte und auch etwas gegen Gift. Die Stinkbeeren waren gerade in vollem Saft und auch davon nahmen wir ein paar mit.

Der folgende Tag war wiederum mir und meinem Seelenheil gewidmet. Ich erstand von Nadja ein wenig Pergament und schrieb meinen Eltern und meiner Schwester je einen Brief. Dieser enthielt vor allem wie es mir ging und, dass ich nicht in 5 Wochen bei diesem Familientreffen sein würde. Außerdem, wie und wo ich erreichbar wäre. Mit Nadja redete ich nochmal über diese Sache mit den zauberhaft schönen Wasserwesen - was mich auf eine Idee brachte. Am Nachmittag ritt ich mit Anastasia und Frederick von Schenkel zum Goldstrom und hängte meine Füße ins Wasser und lies die Seele baumeln. Dann schrieb ich eine Nachricht an die Wasserwesen, versiegelte sie in einem Holzröhrchen und gab Frederick den Auftrag den Goldstrom flussabwärts zu schwimmen. Das würde mir vielleicht auch die Frage beantworten ob es immer der eine Frederick war, den ich beschwor, oder immer ein anderer - würde er das Abenteuer nicht überleben, würde ich es bemerken.  Ich hatte auch versucht ihn irgendwie farblich zu markieren, hatte aber wenig Hoffnung, dass das Bestand haben würde. Da ich ihn selbst nicht töten wollte, nur für ein Experiment, denke ich immer noch, dass das eine elegante Lösung war.

Nach einem ruhigen Tag hirschte ich noch einmal mit Joe durchs Unterholz, er lernte schnell und wieder fanden wir dies und das, unter anderem weitere Stinkbeeren und Sattmach, eine sehr nützliche Nuss. Der Abend war im Gasthaus länger als gedacht, vor allem weil dort eine Truppe aus 5 Abenteurern angekommen war und ziemlich gute Musik machte. Die Halblinge Rosco und Brasow, sowie der Gnom Hjuell spielten ganz ordentlich auf.

Nur den stimmungstötenden Zwerg Grindel hätten sie lieber nicht so offensiv auf die Bühne schleifen sollen. Handwerklich ganz ordentlich, zog der die Stimmung mit seinem Rumgenöle in den Keller. Witzigerweise nannten sie sich - Maradossanisch war grade sehr en vogue - "Two and a half men", ich brauchte ein wenig bis klar war, dass die Gnome und der Halbling 1,5 und der Zwerg noch einer war. Nicht übel.

Interessant war auch das Gespräch mit ihrem menschlichen Begleiter. Eindeutig ein Adeliger namens Konnenrad erzählte er mir davon, dass er ein Abenteuer für die halben Portionen suchte, weil er ihnen eines schuldete. Wenn er bei der Gelegenheit die Kronenmark eroberte wäre er nicht abgeneigt, meinte er, aber er würde es nicht drauf anlegen, schließlich hatte er sich schon versprochen. Aber seine Ehre gebot es ihm seinen Lebensrettern einen Wunsch nach Abenteuer zu erfüllen, aber er schien etwas verzweifelt – ich nickte nur verständnisvoll, Gnome und Halblinge konnten schwer auszuhalten sein.

Interessant war es auf alle Fälle, ich nahm mir vor Isegrim zu dem Typen zu befragen und setzte ihm zwei "Abenteuer" ins Ohr, die ihn von der Eulenbärin ablenken würden - die Riesenjagd schien ihm auch durchaus zuzusagen. Leider vergaß ich ihn nach seinem Namen zu fragen, aber Isegrim würde ihn wohl kennen – Konnenrad war der Name und etwas älter als ich war er, und er schien ein geübter Jäger zu sein, zumindest was seine Kleidung betraf.

Der Abend endete irgendwie, wie es bei Gnomen immer war, mit einem Wettsaufen. Ich hielt gut mit und der Zwerg und die Halblinge brachen bald weg. Den Gnom konnte ich aber nicht biegen, ich war echt nicht mehr im Training. Der Rest des Abends war sicher uninteressant, sonst würde ich mich erinnern.

Das Kopfweh am nächsten Morgen war gewaltig und als ich die Truppe im Hof mit einem "Auf Riesenjagd, juhuu Herr Mensch", grölen hörte, drehte ich mich um und lies es für diesen Tag bleiben. An manchen Tagen blieb man besser im Bett. Abends verkaufte ich dann einige der Kräuter an Nadja und verschenkte einige Stinkbeeren an ihre Kinder. Die grinsten von einem Ohr zum anderen. Wir hatten davor schon Freundschaft geschlossen, ich hatte ihnen ein paar meiner Tricks gezeigt. Ich hoffte nur sie verrieten mich nicht.

Der letzte Tag war dann - ich gebe es zu - langweilig. Ich war es einfach nicht gewohnt an einem Ort länger als 4 Tage zu bleiben. Ich streifte nochmal durch den Ort, zeichnete auf meinem letzten Pergament einen recht einfachen Plan und machte eine Bestandsaufnahme welche Häuser wie bewohnt waren und welche noch zerstört. Ich kaufte auch ein Notizbuch und notierte mir alles was wir bisher erlebt hatten. Am Nachmittag sattelte ich dann mein Pferd und ritt eine Weile Richtung der Kreuzung. Vielleicht kamen mir die anderen ja bereits entgegen.


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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #43 am: 23. Oktober 2019, 20:03:34 »

In dieser Session haben wir zwei Neulinge begrüßt. Wir hoffen es gefällt ihnen so gut, dass sie uns erhalten bleiben.



Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 24

Sie verspäteten sich dann letztendlich um weitere 2 Tage. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal davor länger als 3-4 Tage an nur einem Ort verbracht hatte. Mir wurde so langweilig, vor allem weil ich Frederick weggeschickt hatte. Ich fand allerdings nach etwa einer Woche ein müffelndes Paket in meinem Zimmer - die Rattenohren, die ich vergessen hatte an Novus zu verscherbeln. Das machte ich dann doch irgendwann - und nutzte die Möglichkeit ihn nach diesem Adeligen zu fragen. Nach etwas hin und her gab er zu, dass das wohl sein kleiner Bruder (nun Erbe) des Hauses Novus gewesen war. Das war spannend - denn er hatte sein Erbe bekanntlich für eine Bürgerliche aufgegeben - sein Bruder war gerade dabei seine Schuld an Halblingen und Gnomen "abzuarbeiten". Ich hatte immer gedacht Adelige in Vandria hatten ihr Leben etwas mehr im Griff. Offensichtlich passte ich besser in diese Gesellschaft als erwartet.

Als dann die anderen endlich kamen, hatten sie zumindest neue Siedler dabei, ich erzählte ihnen alle Neuigkeiten und alles was ich über Rien und seine Einwohner herausfinden konnte. Isegrim erzählte ein wenig von seiner Audienz bei Hermann Kantor, der König war offenbar nicht zu sprechen gewesen - und stellte mir seinen neuen Knappen vor. Der Junge nannte sich theodor vom Dornenwall - und hatte sich in seinem Leben noch nicht rasiert. Ich grinste ihm aufmunternd zu, als er unsicher hinter seinem riesigen Morgenstern und seiner zu großen Rüstung hervorlugte. Sarah fand das sehr witzig und schien sich in den Kleinen ein wenig verguckt zu haben - aber eher in einer schwesterlichen Weise, hoffte ich. Ulfrick sollte den Jungen drillen, ich beneidete ihn auf keinen Fall. Frowin wiederum schwafelte von den wunderbaren Stunden in der Bibliothek und im Zwiegespräch mit seinem Meister. Er erwähnte aber auch - wenn ich richtig zugehört habe - dass er wohl Informationen zu Nebel, Eulenbärin, Volten und dem Schwert von Ulfrick hatte. Mal sehen wann er damit herausrückte - zu Volten meinte er, dass es sich offenbar um die Schatten des Leid und Krieges handelte, die immer noch dort nicht zur Ruhe kamen.

Wir beschlossen als erstes den Magierturm zu öffnen - und dann den Zauberer Jörgadriell zu suchen - denn von beidem versprachen wir uns Erkenntnisse. Ich gab Nadja noch den Auftrag einen Zauber für mich zu kaufen und schenkte den Kindern einige der Stinkbeeren - die Kleinen freuten sich ziemlich. Nach unserem Auftrag am nächsten Tag kamen wir an eine Stelle, an der eine Gnomin und ein Zwerg warteten - und eine leblose Gestalt am Boden lag. Wir erkannten Cara aus Dorgen sofort und kümmerten uns um sie und ihr - wunderbares - Pferd. Die beiden Fremden stellten sich als Hjoldor und Susi vor - ein sehr schräges Duo, denn er verdiente sich offenbar als Versuchskaninchen für sie seinen Lebensunterhalt. Ich schüttelte den Kopf als ich das mitbekam, es verschlug mir aber gleich den Atem - die Zasaren waren in die Mark eingefallen und über Dorgen gekommen! Cara hatte flüchten können - und war dabei fast umgekommen.

Schnell fassten wir einige Beschlüsse: Sarah würde Cara nach Rien bringen und uns nach Dorgen nacheilen. Wir versprachen Hjoldor und Susi Geld und Gold, wenn sie uns halfen - und ritten Dorgen entgegen. Schon von der Entfernung erkannten wir die Rauchsäulen eines brennenden Dorfen und den Geruch des Krieges. Nicht das mir das gefiel - aber ich hatte gewusst, dass es mich bei diesem Abenteuer wieder einholen würde. Ich sah es als meine Pflicht für meinen König. Isegrim war nun wirklich wütend auf Felix, dem er ja eine Mauer einreden wollte - und als wir auf eine Gruppe Zasaren trafen die offenbar nach Cara suchten und uns auch noch angriffen, war er dann so wütend, dass er seine eigene Gesundheit beinahe wieder  vergessen hätte.

Der Kampf begann als Isegrim mit deren Anführer zu reden begann und versuchte die Distanz zu verkürzen. Ich wiederum wollte gar nicht so nahe sein und suchte mir einen guten Platz in einem nahen Feld. Als die Zasaren uns dann mit Zaubern angriffen, ging ein riesiges Getümmel los. Irgendwann traf sogar mich ein Pfeil und ein Sandsturm tauchte plötzlich auf. Leider hatte ich den Zauberer nicht gesehen, ich hatte also meine Fähigkeit die Konzentration anderer Magier zu stören nicht nutzen können. So feuerte ich meine Kameraden mit einem alten Schmählied auf alle Zasaren an, was eindeutig den Kampf zu unseren Gunsten entschied - neben den Klingen Ulfricks und Hjoldors und den Zaubern Frowins und dieser schrägen Gnomin (wobei - das eine Tautologie ist). Irgendwann teleportierte sich der Hexer mit einer Eskorte weg, und übrig blieb nur einer von den Zasaren. Leider ließ dieser sich nicht einschüchtern, auch Telepathie machte bei ihm wenig Eindruck - wir verschnürten ihn und nahmen in mit. Die Pferde - wunderbare Tiere - ließen wir auf einem eingezäunten Feld und wollten sie später holen.

Endlich in Dorgen fanden wir ein leeres, zerstörtes, brennendes Dorf und einzig einen schwer verletzten Felix - der sich nun auch die Vorwürfe von Isegrim anhören musste. Wir heilten ihn ein wenig und gaben ihm die Anweisung auf Sarah zu warten und dann mit ihr die Pferde zu sichern. Da die anderen sowas noch seltener gemacht hatten als ich, begab ich mich in die Rolle des Fährtensuchers und machte bald eine Spur im Schlamm aus. Gut, ich tat natürlich so als wäre es schwerer gewesen als es war, aber ich bin nunmal ein Gaukler. Wir folgten den Spuren, bis wir auf ein Lager auf einer Anhöhe stießen. Wir hofften dort die Einwohner Dorgens zu finden, denn bekanntlich wollten die Zasaren vor allem eines: Sklaven beziehungsweise Kinder zum Fressen (wenn man meiner Mutter glauben schenken konnte und sie war immer eine sehr aufrichtige und ernsthafte Frau, die nur wollte, dass ihre Kinder schnell ins Bett gehen).




Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 22

Nach dem Verlust der Aufzeichnungen dazwischen hier die Seiten die sich noch in Isegrimms Buch fanden:

Die Ankunft unserer Truppe in Rien sorgte für einen kleinen Auflauf und sehr zu meiner Freude wurden die neuen Siedler sogleich in die Gemeinschaft der Dörfler aufgenommen. Mit ein wenig Glück konnte der Aufbau so schneller voranschreiten. Im Stützpunkt angekommen trafen wir auf einen entspannten und gelösten Brim. Dieser hatte die Zeit ohne uns sichtlich genossen und musste nun seine Erlebnisse wasserfallartig über uns ergießen, sodass man nur schwerlich zu Wort kam. Dabei gab es vor unserem Aufbruch am nächsten Tag noch eine Menge zu tun. Am interessantesten war die Meldung von einer Gruppe Abenteurer die Brim hier kennengelernt hatte, der junge Novus muss darunter gewesen sein. Brim hatte sie auf Riesenjagd geschickt, um ein bisschen von der Eulenbärin abzulenken. Danach hat er sie noch nach Lorin in den Brunnen geschickt. Mir rutschte heraus was ich wirklich dachte: Hoffentlich blieb Novus im Rattentunnel stecken!
Brim hatte auch eine Karte von Rien angefertigt und der Zustand des Dorfes war wohl einwandfrei. Klar als ich am nächsten Morgen mir selbst ein Bild machte fehlte es noch immer an Ernten und richtigen Häusern, aber die Dorfgemeinschaft war auf einem guten Weg und froh über die zusätzlichen Hände. Dann kehrte ich zum Stützpunkt zurück um wieder die Kronenmark zu bereisen. Unser Plan war es nun südlich um die Gormburg herum zu reiten und den Magierturm aufzusuchen und zu erkunden. Vielleicht erhielten wir auf unserem Weg Kunde von Gottwin oder dem zweiten Lager. Dieser Plan wurde je durchkreuzt als wir auf halben Weg über eine bewusstlose Cara stolperten. Diese war in Begleitung zweier ungewöhnlicher Gestalten, einer Gnomin und einem Zwerg, von deren ungewöhnlicher Begleitung ganz zu schweigen. Wenn ich hier Esel, Wolpertinger, Reiteber und mechanische Drachen beschreibe wird jeder diese Geschichte für erfunden halten, also werde ich es mir sparen.
Cara hatte beinahe ihr Pferd zu Schanden geritten was sie nach eigener Aussage Sklavenjägern entwendet hatte. Diese waren aus Shan Zasar gekommen und hatten sich über die unschuldige Bevölkerung Dorgens hergemacht. All das konnte sie uns verraten nachdem Frowin sich zur Heilung hatte durchringen können. Gab es interessante Objekte zu untersuchen wurde er oft unkonzentriert. Brim kümmerte sich währenddessen um das entkräftete Pferd. Natürlich durfte keine Zeit verloren werden. Schweren Herzens schickte ich Sarah mit Cara zurück, denn sie konnte unmöglich mit uns reiten, das Tempo hätte sie vermutlich umgebracht. Meinen Spruch über ihre Befindlichkeiten ersparte ich uns, und wies Sarah an, uns so schnell es ging in Dorgen wieder zu treffen. Dann überredete ich Zwerg und Gnomin sich uns anzuschließen um etwas gegen die Sklavenhändler zu unternehmen, was sie bei der Erwähnung einer Belohnung auch taten.
Außerhalb Dorgens trafen wir dann auch auf die Gruppe Sklavenhändler die auf der Suche nach Cara waren. Ich hoffte dabei ihren Anführer in ein Gespräch zu verwickeln und dabei die Distanz zu ihm zu schließen, das gelang leider nur so halb und er überraschte uns mit seinem Angriff. Das hätte auch richtig ins Auge gehen können. So ging lediglich der Sand in mein Auge den er nach mir warf. Wollte er mich provozieren, dann war es ihm gelungen. Ich drängte Hubsie so gut es ging in die Menge des Abschaums herein und schlug nach dem Kopf des Anführers. Dieser war leider wendiger als gedacht und er beschwor einen Sandsturm. Hubsie und ich ließen uns nicht weiter beirren, wir folgten dem Anführer aus dem Zentrum des Zauberspruchs heraus und drangen weiter auf ihn ein. Während nach mir gehackt und geschossen wurde. Wäre die Raserei des Kampfes nicht gewesen, ich hätte gemerkt, dass ich schon wieder aus mehreren Wunden blutete. Dann kam auch Ulfrick herbei, der sich durch die Mengen der Kämpfer arbeitete und versetzte dem Anführer einen kräftigen Schwinger. Dieser realisierte leider die Ausweglosigkeit seines Kampfes und teleportierte sich weg. Schnell war den verbleibenden Kämpfern der gar ausgemacht und es stand nur noch ein Bogenschütze dem ich erst einen Faustschlag auf die Nase versetzte um ihn danach festzuhalten, das gelang eben gut genug, sodass Hjoldor, der Zwerg, ihn fesseln konnte.
Die Befragung des Gefangenen überließ ich aber Ulfrick und Brim, ich bemerkte wie zerschunden ich war und begab mich zu Frowin der sich, seine Pflicht vergessend, an die Gnomin heranwamste. Dann riefen ihn aber Ulfrick und Brim zu sich, da der Gefangene in Gefahr lief zu verbluten. Frowin eilte an mir vorbei und ich setzte mich sicherheitshalber an einen Felsblock um nicht umzufallen. Dann bat ich ihn mich als nächster zu heilen, falls seine Zeit es zuließ. Wir beschlossen die Toten und die Pferde der Zasaren dort zu lassen und so schnell es ging nach Dorgen weiter zu reiten. Schon von weiten konnte man das Ausmaß der Zerstörung bemerken. In der Dämmerung war das Flammenmeer des ehemaligen Dorfes gut zu sehen und über allem lag der Geruch des Krieges, jener nach dem Blut der toten Tiere (vom Qualm ganz abgesehen). Die Zasaren hatten die Herden alle vernichtet. Wut stieg in mir auf. Wie sollte eine solch kleine Gruppe wie wir es waren alle gleichzeitig beschützen? Jetzt musste wieder ein Dorf dran glauben – eine Ernte und Tierherden. Alles Dinge die wir gebraucht hätten die Kronenmark aufzubauen. Die Arbeit von vielen Jahren war zerstört. Schon wieder gab es Tot und Vertreibung in der Kronenmark!
Das alles nur weil dieser Starrkopf von Dorfvorsteher Felix es nicht für nötig gehalten hatte meinen militärischen Rat zu befolgen und eine Mauer um das Dorf, oder wenigstens den Dorfkern zu errichten. Jetzt durfte ich die verdorbenen Früchte aus den Flammen holen! Auf seine Ablehnung hin, hatte ich ihm empfohlen nach Rien zu gehen, aber auch das hatte er ausgeschlagen. Man könnte sich verteidigen. Das Resultat der guten Verteidigungsarbeit sah ich nun mit eigenen Augen. Im Dorf angekommen hoffte ich nur dass ich Felix noch bei Bewusstsein fand um ihm all das noch an den Kopf werfen zu können. Zu meinem Glück fanden wir ihn und konnten ihn zusammenflicken. Er versuchte es mit einem: gut das Cara euch gefunden hatte. Ja super, deine Bänkelsängerin hatte es geschafft uns zu holen. Aber war dabei fast selbst drauf gegangen, all das warf ich ihn außer mir vor Wut an den Kopf, dann befahl ich das er auf Sarah zu warten habe und dann die Pferde einsammeln sollte. Anschließend sattelten wir wieder auf und folgten den Spuren die Brim finden konnte zum Lager der Sklavenjäger in der Hoffnung dort den Rest der Dorfbewohner vorzufinden...



Aus der Sicht von Frowin Terhorst  (Autor: Snick79)

Anekdoten eines Erzmagus - Forschungsberichte der nördlichen Kronmark, oder:  Unverhofft kommt oft

Kaum war ich also wieder aus dem gesegneten Cellbrick zurück, wo ein Hort voll Wissen stets darauf wartet, von mir angezapft zu werden, sehnte ich mich auch schon nach der Ruhe meiner Kammer, in der nur der ferne Lärm des Marktes und, seit neuestem, ein beherzter Biss in die Waden von Buddel, der mich dezent darauf aufmerksam macht unbedingt mal in die Büsche zu müssen, mich von meinen Studien ablenkt. In Rien jedoch sah ich mich direkt einer schier unaufhörlichen Tirade meines geschätzten aber doch manchmal auch etwas anstrengenden Kumpanen Galbrim ausgesetzt. Gefühlte Stunden, in denen ebenjener und der damals noch nicht gekrönte Herrscher der nördlichen Kronmark, Isegrim vom Sonnenwall, das für und wieder ihrer Erlebnise anpriesen, wartete ich nur darauf, endlich die fleissigen Wirtsleute fragen zu können, ob diese irgendwo etwas vom Meister meines Meisters, dem Elfen Jörgadil, gehört hatten. Leider wurde mein geduldiges Warten nicht belohnt, sie wussten nichts von ihm, und so begab ich mich alsbald zu Bett, um meine Kräfte für die Reise zu schonen, die uns unter anderem zu dem vor einiger Zeit entdeckten Magierturm führen sollte. Schon wähnte ich mich im inneren des Turms, auf der Suche nach interessanten Objekten oder Büchern, magischen Gegenständen oder vielleicht sogar fabelhafter Wesen oder aber im Gespräch mit dem Jahrhundertealten Elfen, dessen Wissen ich mir unendlich vorstellte.

Jedoch - was mich diese Reise schon des öfteren gelehrt hatte - kommt es oft anders als man denkt. So stießen wir mitten auf dem Weg auf ein eher ungewöhnliches Paar. Eine Gnomin zu treffen, die auch noch hervorragend zaubern kann, ist schon keine Selbstverständlichkeit. Ihr Blitzzauber war aller Ehren wert und ich freute mich schon darauf, mich mal in einer ruhigen Minute mit ihr auszutauschen. Ihr Gefährte jedoch, ein Wolpertinger wie man ihn sich knuffeliger nicht vorstellen kann, fesselte meine und auch Buddels ganze Aufmerksamkeit. Fast war ich ein wenig Eifersüchtig auf die Gnomin namens Susi, da Buddel ihr auch recht zugetan schien. Ach ja, ein Zwerg war auch bei den beiden.

Wenn es nur diese Begegnung gewesen wäre, würde ich wohl nicht so lange darüber schreiben, jedoch stießen wir just in dem Moment auf sie, als zwischen ihnen die im Sterben liegende Cara aus Dorgen lag. Beherzt schwang ich mich über den im Weg liegenden Baumstamm und heilte die Bänkelsängerin während Brim sich um deren Pferd kümmerte. Wieder zu Kräften erzählte sie uns von Sklavenhändlern, welche Dorgen überfallen hätten.

Dies schien ein Stichwort für Isegrim und Ulfrick gewesen zu sein. Zu lange waren sie offenbar in keiner blutigen Auseinandersetzung mehr gewesen. Sie sprangen auf ihre Pferde, schickten noch schnell Sarah zusammen mit Cara zurück nach Rien, und preschten los um Dorgen zu retten.

Kurz vor dem Dorf trafen wir auf einige südländisch aussehende Gefährten. Da ich recht weit hinten ritt bekam ich nicht richtig mit, um was gesprochen wurde, jedoch entbrannte nach einem kurzen Wortgefecht ein ebensolches mit Schwertern, Bögen und einigen feingezauberten Zaubern zu dem auch ich abermals, ohne wirklich zu wissen warum, meinen Beitrag leistete. Kurze Zeit später lagen viele Südländer tot am Boden, wobei der ein oder andere, vor allem deren magiebegabter Anführer, auch geflohen zu sein schien.
In Dorgen erwartete uns ein Bild der Zerstörung. Einzig Felix konnten wir noch lebendig aufgreifen. Bald währe diesem jedoch ein rascher Tod auch lieb gewesen, als er den Wutausbruch Isegrimms über sich ergehen lassen musste. Es ist wohl nie eine gute Idee, die wohlgemeinten "Vorschläge" seiner Lehnsherren nicht zu beachten. Eine Befestigung des Ortes wäre wohl auch wirklich eine gute Sache gewesen.

Wir machten uns also auf nach Süden um die vermeintlichen Übeltäter aus Shan`Zasar zu stellen und kamen kurz vor Anbruch der Nacht an deren Lager an ...


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« Antwort #44 am: 25. November 2019, 20:08:06 »

Diesmal zwei auf einmal, weil Session 25 sehr kurz war.



Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 25

Um einen guten Überblick zu bekommen, befahl Isegrim seinem neuen Knappen einen Baum zu erklettern. Der gute Theo beschrieb uns dann die Szenerie so gut er konnte - dass er einige Zelte sah und die Dorfbewohner gefesselt in der Mitte des Lagers. Offenbar gab es zwei Aufgänge zu dem Hügel, jeweils bewacht. Hinter den zelten schienen die Pferde zu lagern.

Schnell wurde ein Angriffsplan erstellt - wir teilten uns in zwei Gruppen auf: Frowin, Ulfrick und Hjoldor würden das Lager hinter den zelten betreten, vor allem weil es dort dunkel war und Ulfrick und Hjoldor so möglichst schnell vorrücken könnten. Außerdem wurde überlegt die zelte in Brand zu stecken, wofür Frowin absolut richtig schien. Die anderen - Isegrim, Susi und ich - sollten von Nordwesten kommen und die Wachen ablenken, vielleicht sogar vom Plateau locken und uns dann einzeln vornehmen. Sobald der Lärm auch zu Ulfrick und den anderen dran, wäre das das Signal anzugreifen. theo sollte unterdessen bei den Pferden und dem Gefangenen warten.

Und genau so - mehr oder weniger geschah es dann auch. Der Stoßtrupp erklomm die kleine Felswand und fand sich zwischen den Pferden wieder. Eine kurze Unruhe derselben konnte dank Frowins Geschick schnell verhindert werden. Wir wiederum näherten uns dem Lager von Nordwesten und ich schrie so laut ich konnte auf Zasarisch, dass ich verfolgt würde und Hilfe bräuchte. Das lockte wirklich zwei der Posten vom Plateau und einen Schützen zumindest an den Rand.

Was im Lager daraufhin genau geschah kann ich nicht genau sagen, aber die Erzählungen der anderen sprachen von zerstörten und in Brand gesteckten Zelten. Frowin hat offenbar bei einem seiner ersten Kontakte mit einer Klinge zumindest beinahe einen Finger verloren und beklagte diese Beinahe-Amputation lautstark nachher. Ulfrick und Hjoldor machten aus dem Lager und den Zasaren Kleinholz und als wir uns endlich nach oben gekämpft hatten, war der Kampf beinahe vorbei.

Wir wiederum feuerten auf den Schützen und Susi und mir gelang es irgendwann diesen auch auszuschalten - Isegrim kämpfte unterdessen mit den beiden Wachen, wobei der erste bald am Boden lag, der zweite ihm aber dann gehörige Probleme bereitete. Irgendwann wollte er dann auch wieder ein Pferd besteigen um von dessen Rücken zu kämpfen - ich verstehe diese Ritter manchmal nicht. Diese Tiere sind eindeutig zu edel um sie auf solche Art und Weise zu gebrauchen.

Susis kleiner Drache - dieses seltsame mechanisch tickende Ding - versuchte zuerst die Feinde anzugreifen bevor er Isegrim und mich biss. Susi behauptete, dass das Heilen würde, aber irgendwie fühlte sich das nicht wirklich so an. Auf alle Fälle gelang es uns irgendwann auch den Zasarischen Hexer auszuschalten und damit die Dorgener zu befreien. Der restliche Abend verging mit der Suche nach nützlichen Dingen und der Beruhigung der Leute.

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 26

Irgendwann holten wir auch Theo und unsere Pferde - und fanden heraus, dass der Gefangene flüchten hatte wollen. Theo hatte ihn daraufhin zu Fall gebracht und festgehalten. Seltsamerweise schien der Zasare an einem Schlag gegen das Schienbein gestorben zu sein. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass er offenbar Selbstmord auf grausame Weise begangen hatte - er war an seiner Zunge erstickt. Entsetzt über soviel Barbarei wendet ich mich angeekelt ab, während Isegrim Theo ein Lob für seine Achtsamkeit aussprach. Dann führte er ein ernstes Gespräch mit den Zwerg Hjoldor und Susi der Gnomin und bot ihnen lukrative Posten und Gold an, was sie natürlich annahmen.

Ich kümmerte mich darum, dass die toten Zasaren dem feuer überantwortet wurden und gab Hjoldor den versprochenen Krug Bier. Dass dieser meine gleich Gutmütigkeit ausnützte und gleich drei weitere Krüge dem jammernden Frowin einflößte, konnte ja niemand ahnen. Die Pferde begutachtete ich auch und fand heraus, dass diese von reinstem zasarischem Geblüt waren, einfach wunderbare Tiere. Es war spät als Isegrim zum Aufbruch drängte und noch später, dass wir in Dorgen ankamen, aber wir wollten einfach nicht in dem Lager bleiben.

In Dorgen trafen wir wieder Felix, der Sarah natürlich alleine um die Pferde zu holen losgeschickt hatte und so noch mehr Ärger auf sich zog. Während wir auf deren Rückkehr warteten eröffnete mir Isegrim, dass Sarahs Interesse an mir enden wollend wäre – keine Ahnung was er dachte was ich machen würde, in Tränen ausbrechen? Ich erklärte ihm, dass ich ganz auf meine Göttin vertraute, die mir sicherlich die richtige Frau zum richtigen Zeitpunkt vorstellen würde. Von ganzem Herzen erleichtert war ich aber natürlich, als Sarah mit den Pferden endlich auftauchte.

Kurz nach dem Morgengrauen durchsuchten wir noch die Reste von Dorgen nach brauchbaren Dingen und der Zwergenschmied konnte wirklich seinen Amboss bergen. Dann zogen wir los in Richtung von Rien. Auf dem Ritt hörte ich Isegrim mit Frowin über Ulfrick reden, aber was genau sie besprachen konnte ich nicht hören.

Am nächsten Tag kamen wir gegen Mittag in Rien an und wurden mit großem Hallo empfangen. Wieder brachten wir neue Bewohner und das Dorf wurde damit größer und größer. Als ich in den Handelsposten einritt und Nadja freundlich begrüßen wollte gab diese mir allerdings eine gewaltige Ohrfeige – ich dachte ich wäre unter die Hufe eiens Kaltblüters geraten. Toralf tat mir plötzlich sehr leid. Das ging dermaßen schnell, dass ich nicht ausweichen konnte.

Nachdem ich wieder aufgestanden war und meine Ohren zu Klingeln aufgehört hatten, erklärte sie mir bestimmt, dass ich nun ihre Wäsche zu waschen habe, schließlich hätte die Bälger die Stinkbeeren von mir erhalten. Unwillkürlich musste ich ein wenig grinsen, aber als Nadja verschwand tadelte ich wiederum die beiden – niemand mochte Petzen. Vor allem hätten sie die Beeren besser verwenden können, als sie in den Kleidern herum zutragen und darauf zu warten, dass ihre Mutter sie mit wusch. Nun gut, für diese kleine Sünde hatte meine Göttin offenbar beschlossen mich zu bestrafen.

Noch bevor wir am nächsten Tag wieder aufbrachen, verkaufte ich dem kaitanischen Händler mein Lorrkraut und war plötzlich ein reicher Mann. Ich hielt mein versprechen Joe gegenüber und gab ihm einen Anteil, dann gab ich Isegrim sein Geld für seine geliebte Schatulle zurück – und belohnte mich mit neuen Zaubern. Einen davon lernte ich gleich – für einige Augenblicke kann ich mich oder jemanden oder etwas anderes seitdem unsichtbar machen, das konnte einfach nur unheimlich praktisch werden. Guten Mutes saß ich also am Pferd, als wir in Richtung des Magierturms ritten und gegen Abend dort ankamen.

Nach einer Nacht vor dem Turm, öffneten wir diesen mit dem mitgebrachten Zauber. Vorsichtig zog ich die Armbrust und drückt mich an der Wand entlang. Dass die Lichter einfach so angingen und Musik spielte, machte es nicht weniger unheimlich. Ich war vorsichtig. Frowin weniger. Als die Möbel ihn ansprangen ging er sofort zu Boden. Auch die Rüstungen und Feuerelementare stürmten auf uns zu.

Unfähig im nächsten Augenblick an der Seite des gefallenen Kameraden zu sein, beschloss ich Isegrim und Sarah dazu zu befähigen und sang ein aufmunterndes Lied. Ich habe keine Ahnung warum sie beide beschlossen buchstäblich über Leichen zu gehen, ich war enttäuscht und wütend. Da ich selbst zu viele Kameraden sterben hatte sehen nahm ich großes Risiko um an Frowins Seite zu gelangen und ihm Heilkraut in den Mund zu stopfen – ich war dermaßen besorgt, dass nicht einmal der Unsichtbarkeits-Zauber gelang und ich auch die Armbrust fallen ließ.

Das Heilen gelang leider nicht ganz wie gewünscht, war das Kraut trocken, oder schaffte ich es nicht seinen Mund ganz zu öffnen - es hat mich noch lange beschäftigt. Frowin stand erst wieder auf als Susis seltsamer Drache ihn zwickte. Erleichtert darüber, dass er lebte schoss ich dann noch einen Bolzen auf einen Gegner. Als allerdings die Feinde besiegt waren ließ ich meiner Wut freien Lauf und geigte unserem Herrn Adeligen und der guten Sarah einmal meine Meinung, bevor ich zu den Pferden stürmte – um Luft zu schnappen und frisches Heilkraut zu holen. Ich war unheimlich wütend auf Sarah und vor allem auf Isegrim, da kratzte man ihn in jedem zweiten Kampf vom Boden auf und dann stieg er selbst einfach über den leblosen Körper eines Kameraden - wohl nur des Ruhmes wegen – verhielt sich so ein Soldat und Hauptmann?