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Autor Thema: [Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark  (Gelesen 2149 mal)

Zauberlehrling

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Guten Abend liebe Slayer. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe eine neue Roll20-Kampagne anzukündigen, die nächsten Dienstag beginnen wird. Der erste Post hier wird vor allem Organisatorisches enthalten - wir haben uns entschlossen von den Charakteren wenig mehr zu veröffentlichen als Namen, Volk, Kultur und Klassen - zwar gibt es Hintergrundgeschichten (und auch schon Pläne für Heldenklassen, soll doch mit Heldenklassen Neu gespielt werden), doch sollen die hier nicht im Vordergrund stehen, sondern die eigentliche Geschichte. Dafür gibts im zweiten Post dann einen Prolog um einige der Charaktere vorab etwas vorzustellen.

Spielleiter (vielen Dank schonmal!)
sintholos

Setting
Caera, Vandria (kurz nach den Freikriegen, Crysantell existiert noch)



Die aktiven Spieler und ihre Charaktere
mordron | Ulfrick Lichter - Mensch - Vandrianer - Krieger
Thaddaeus | Isegrim vom Sonnenwall - Mensch - Vandrianer - Fechter
Thurok | Thurok - Zwerg - Bergzwerg - Heiler
Zauberlehrling | Galbrim 'Brim' Roten - Mensch - Vandrianer - Späher

Momentan nicht aktiv
Scato55 | Randriel Atar - Elf - Waldelf - Späher



Prolog (Isegrim, Ulfrick, Brim)
Session 1 (Brim, Isegrim)
Session 2 (Brim, Isegrim)
Session 3 (Brim, Isegrim)
Session 4 (Brim, Isegrim)
Session 5 (Brim, Isegrim)
Session 6 (Brim, Isegrim)
Session 7 (Brim, Isegrim)
Session 8 (Brim)

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #1 am: 17. Januar 2019, 20:20:45 »

Die Vorgeschichte

Wir schreiben das Jahr 804 GF. Gerade einmal 2 Jahren ist es her, dass die jahrelangen Konflikte - Freikriege genannt - endeten und mit ihnen die Ära Gormas, des einst alles-beherrschenden Imperiums. Teile des früher gewaltigen Reiches sind dabei ihre eigene Stellung zu konsolidieren, neue Könige und Fürsten aber auch Stadtstaaten festigen ihre Stellung und bauen ihre Herrschaft aus. So auch im blühenden Landstrich Vandria, zur Zeit Gormas ein wichtiges Herzogtum, nun Königreich, beherrscht von Rainenhardt I. (ehemals Herzog des Hauses Vandris) in seiner Hauptstadt Cellbrick. Vandrias Landadelshäuser haben während der Konflikte unterschiedlich gelitten - und einige davon sind noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Um diese Situation endlich zu ändern und das Land zu befrieden hat der König nach verdienten Veteranen aus dem Krieg geschickt. Diese sollen bereits in den nächsten Tagen in Cellbrick eintreffen...



Anmerkung: Die folgenden Szenen wurden nicht ausgespielt, sondern von den Spielern für ihren Charakter geschrieben und von Sintholos abgesegnet. Sie gelten somit als "Kanon".

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Skyclimber

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #2 am: 18. Januar 2019, 21:12:00 »

Ay caramba!

Da freue ich mich drauf! Konnte ja leider nicht selbst einsteigen (ärgere mich immer noch, aber im Moment wäre das zu viel und mein Zeitplan zu unstet :/).

Ich wünsche euch super viel Spaß und freue mich auf die Berichte.

Merke mal wieder, dass ich mir die Caera Box wohl doch mal zulegen muss.
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Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #3 am: 18. Januar 2019, 21:21:20 »

Psst. Ich auch (ist in etwa einem Monat geplant) - aber soweit ich das verstanden habe ist ganz ganz viel von Sintholos selber geschrieben. Möglicherweise ergibt sich ja später mal die Chance. Bzw. sehe ich mir das mal an mit diesem Roll20 - und dann kann man nie wissen...

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #4 am: 24. Januar 2019, 12:54:23 »

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 1

Ritter Galbrim von Roten, Geheimagent des Königs, Schatzmeister der Kronenmark - das hatte natürlich einen besonderen Klang, dem schwer zu widerstehen war. Lieder würden über unsere Abenteuer gesungen werden, Krüge in unserem Namen erhoben, Kinder nach uns benannt. Wie hätte ich ahnen können in welch Abenteuer ich mich an jenem Tag im späten Blühn des Jahres 804 stürzen würde. Aber ich werde von Anfang an beginnen.

Einige Tage zuvor hatte ein geheimnisvoller Bote des Königs mich "gebeten" (mir also befohlen) mich am 22. Blühn des Jahres 804, im zweiten Jahr der Herrschaft Rainenhardts I., des siegreichen Vaters Vandrias, am Hof zu Cellbrick einzufinden. Da ich weder Geld noch genug Charme hatte den Boten zu bestechen, konnte ich vorab nicht herausfinden was es damit auf sich hatte. Es blieb mir also nur eine Möglichkeit meine Neugierde zu befriedigen und ich machte mich auf den Weg zu meinem König. Gut, dass ich grade kein Geld hatte und das Kaff in dem ich spielte auch nicht das Gelbe vom Ei war, war sicherlich auch ein Grund. Kurz - ich dachte das würde ein spannendes kleines Abenteuer werden mit dem ich in einer Woche an den Wirtshaustischen gut angeben würde können.

Ich kam mit meinem Bündel, meiner Armbrust und meiner Laute am Abend des gewünschten Tages zur Cellbricker Burg und nachdem die Wache sich zuerst sehr unkooperativ zeigte, wurde ich doch noch in die Burg gelassen. Dort fand ich mich - zu meiner großen Überraschung und Freude plötzlich von einigen bekannten Gesichtern umgeben. Ulfrick Lichter, mein teurer Freund und Kamerad aus den Kriegstagen war da, offenbar mähte er immer noch für den König Feinde auf Vandrias Schlachtfeldern nieder. Nach einigen uncharmanten, Äußerungen seinerseits bezüglich meiner Leibesfülle (es konnten höchstens 5 Kilo sein!), begrüßte ich auch die anderen.

Thurok, der Zwergenheiler war ebenso gekommen, er war es der mich damals nach dem Sturz des Turmes wieder mehr recht als schlecht zusammengeflickt hatte. Und zu guter Letzt dieser Adelige, Isegrim vom Sonnenwall, der auf dem Schlachtfeld das Kommando über den Trupp "geerbt" hatte und tapfer den letzten Angriff angeführt hatte, allerdings sah er nicht mehr ganz so fit und schneidig aus, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Alle waren sie gekommen - und keiner hatte eine Ahnung was wir hier sollten.

Nach einiger Zeit kam ein älterer - über 40 jähriger - Beamter und stellte sich als Hoher Magistrat Heinrich Kantor vor, man kennt den Typ - trocken, korrekt und verwachsen mit seiner Schreibstube, aber nicht unsympatisch muss ich sagen. Kantor bat uns ihm zu folgen und er führte uns in den Verwaltungstrakt des Schlosses - wo ich zumindest vorher noch nie gewesen war. Dort in einer Art Kanzlei oder Besprechungszimmer - eröffnete er uns den Grund, und machte dem Herrn Isegrim dieses spezielle Angebot.

Er begann damit zu fragen ob Isegrim bereits ein Lehen erhalten hatte - obwohl klar war, dass er selbst die Antwort bereits wusste - und Isegrim diese Frage sehr unangenehm war. Man kennt das ja, es war offenbar sowas wie Zunder ins Feuer werfen, oder Salz in die Wunde streuen. Ohne wirklich zum Punkt zu kommen beschrieb Kantor dann die Lage in der sich Vandria in jenen Tagen befand in düsteren Worten - 3 Provinzen entvölkert und gesetzlos, Kait drängte auf die Sonnenmark (schöne Gegend übrigens), die Spitzohren Dynars pflanzten Bäume auf "unserer" Seite der Grenze, die Umbar-Barbaren waren wie immer und Shan-Zasar war immer gefährlich. Da konnte einem aufrechten Vandrianer wie mir schon schlecht werden, kein Wunder, dass ich so gern in der Narrmark und dem Narrland war, dort war es seit meinen Kindertagen immer ruhig gewesen. Allerdings hatte ich den Verdacht, dass der gute Herr Kantor wohl etwas sehr blumig alles ausschmückte um seinen Punkt zu untermauern - als professioneller Geschichtenerzähler war mir das auch nicht fremd.

Und dann kam er zum Kern der Sache - Isegrim von Sonnenwall wurde angeboten die nördliche Kronenmark als Markgraf zu erhalten und seinen Sitz auf der Gormburg errichten. Das waren natürlich (vor allem für Isegrim) gute Nachrichten. Allerdings hatte die Sache mehrere Haken:
  • Die Mark musste im Namen des Königs befriedet und fast erobert werden
  • Das ganze wäre eine hoch-inoffizielle Mission und natürlich kein direkter Auftrag des Königs, wir würden im Geheimen agieren, als Geheimagenten also. Nichtmal ein Treffen mit dem König wäre irgendwie möglich, wohl damit dieser unseren Auftrag ohne zu lügen später abstreiten konnte.
  • Als Unterstützung würden die Anwesenden ausreichen müssen - keine weiteren Truppen oder Mittel würdne gestellt, möglicherweise würde einer der alten Kameraden noch dazu stoßen, aber das wars.
  • Marodierende Orks und Goblins für die man Kopfgeld erhalten konnte - verdammte Grünhäute, immer mischten sie sich ein!
  • Es gab weder Pferde noch Gold, nur ein paar grundlegende Dinge (Zelte, Proviant, Karte + Kompass)
Und für all das war etwa ein Jahr Zeit eingeplant. Man kann sich vorstellen wie wenig euphorisch Isegrim plötzlich war, das waren natürlich gar nicht so rosige Aussichten, sein Traum zerrann ihm in den Fingern. Als Kantor dann auch noch von der Räuberbande anfing, die in diesem Moment die Kronenmark  terrorisierte, sah man wie Isegrims Kiefer zu mahlen begannen. Offenbar wurde die Bande von einer Dame namens der "Eulenbärin" in Bärenmantel und vermutlich mardossanischer Eulenmaske angeführt (die nannte sich selber so!). Man vermutete diese Eulenbärin konnte Zauber wirken, da die Gormburg in magischen Nebel getaucht war, der jeden die Orientierung verlieren ließ, der sich hineinwagte. Dass sie sich selbst am liebsten zur Gräfin der Mark ausrufen wollte, rundete das nette Bild ab. Isegrim war sichtlich immer weniger begeistert.

Bei mir war das anders, ich war gleich Feuer und Flamme - eine Magierin mit Eulenmaske und Bärenmantel, alleine das klang verlockend - und nach einem Lied das gesungen werden sollte. Ulfrick war auch bereit sein gewaltiges Schwert für Vandrias Sache mit Blut zu benetzen und der Zwergenheiler Thurok war auch dabei - besonders da er für seine ehemalige Heimat Volten damit auch wieder eine bessere Zukunft sah. Isegrim nahm letztendlich das Angebot an - eine Markgrafschaft war für einen seiner Stellung offenbar durchaus ein Lebensziel - und versprach uns alle in den Ritterstand erheben zu lassen sollte es gelingen. Galbrim Roten der Ritter - das würde man mir NIE glauben!

An mir war es dann den guten Herrn Kantor zu überreden, dass wir doch noch ein paar Münzen für Spesen gut gebrauchen könnten - und irgendwie scheine ich  zu dem Guten durchgedrungen zu sein - oder wir taten ihm einfach leid. Er "fand" plötzlich einen Beutel mit etlichen (33) Goldstücken, den er mir zur ordentlichen Verwahrung gab. Er meinte er müsse auf unsere Verschwiegenheit vertrauen, denn das Geld wäre eigentlich für etwas anderes Vorgesehen gewesen. Mein treuherziger Kommentar, dass ich als zukünftiger Schatzmeister der Mark natürlich verschwiegen und absolut vertrauenswürdig wäre, ging beinahe im Gelächter meiner Kameraden unter.

Wir verabschiedeten uns von Heinrich Kantor mit etwas gemischten Gefühlen und wurden daraufhin zu unseren Quartieren gebracht.



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 1

Ich stand in der Vorhalle des Audienzsaales im Schloss des Königs von Vandria in Cellbrick und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Zu meinem größten Erstaunen wartete ich nicht allein und schon gar nicht mit Unbekannten. Wir hatten da Ulfrick Lichter, Brim Roten und Thurok, allesamt verdiente Veteranen der Freikriege. Sie alle hatten bei der Erstürmung des Turms als Freiwillige mitgewirkt.

Sofort umwehte uns der Wind alter Kameradschaft und ich hoffte, wenn sie den ersten Schritt taten, den Standesunterschied wie damals zu überwinden. Nach anfänglichem Schweigen hielt es Brim nicht mehr aus, und er verwickelte Ulfrick in ein Gespräch über die vergangenen zwei Jahre. Es überraschte mich kaum das Ulfrick bei der Armee geblieben war. Er war ein guter Soldat! Scheinbar hatten das seine Vorgesetzten aber noch nicht erkannt. Als ich ihn später darauf ansprach erläuterte er mir, dass es ihm an den erforderlichen Beziehungen mangelte. Schließlich begrüßte Brim auch mich und wir stellten fest, dass die Boten des Königs kaum Unterschiede gemacht hatten, wir wussten nicht was uns erwartete. Gerade als ich dabei war den schweigsamen Thurok ob seiner kurzen Zwergenbeine aufzuziehen, und er als Cellbricker sicher ähnlich lange zum Schloss gebraucht hatte wie ich vom Sonnenwall aus, lies ein hoher Beamter des Königs bitten.

Heinrich Kantor war mir eher wage bekannt, aber wenn mich nicht alles täuschte war er ein intriganter und umtriebiger Vertrauter des Königs, er beschränkte sich eher darauf die Fäden im Verborgenen zu ziehen und andere die Drecksarbeit für ihn erledigen zu lassen. Genau das war es auch was er uns anbot.

Rainenhart hatte Expansionspläne was die Kronenmark anbelangte. Aus politischen Gründen konnte er das aber nicht offiziell machen. Jetzt wagte er es nicht einmal die Aufgabe uns persönlich anzuvertrauen, sondern schickte seinen Handlanger - der es dann noch wagte mich zu beleidigen, als er die Schmach der fehlenden Lehenschaft vor meinen Kameraden ansprechen musste.

Die nördliche Kronenmark sollte mein sein, wenn es uns gelang die Banditen zu vertreiben, die Grenzen zu sichern und erfolgreich Siedler ins Land zu locken. Da war ich doch gespannt, welche Armee man mir anvertrauen wollte. Die Antwort kam wenig überraschend: keine.

Ich zählte noch einmal die zahlreichen Gefahren auf, die Zasaren, die Barbaren, die Räuber, Verstrickungen mit den Dynarelfen. Keine weiteren Männer oder Geldmittel, keine Pferde und nur ein Jahr Zeit.

An dieser Stelle erinnerte ich mich später gern, die Kameraden, die die Luft anhielten. Schlug ich das Angebot aus, dann wäre für sie eine großartige Chance verloren, wären sie mit mir an ihrer Spitze erfolgreich aber viel mehr gewonnen. Nahm ich aber das Angebot an stand es in den Sternen ob ich je wieder an den heimischen Hof zurückkehren konnte. Sollten wir scheitern würde der König abstreiten uns beauftragt zu haben. Also … warum zögerte ich überhaupt?

Die Erleichterung auf den Gesichtern war es wert. Ich ließ sie alle auf Schwert schwören. Der Rest der Sitzung ging an mir vorbei. Das hier war meine Chance! Endlich! Das wiederholte ich immer wieder.
Nachdem abendlichen Umtrunk zog ich mich in meine Kammer zurück und schrieb ein paar wütende Zeilen an meinen Bruder, garantiert hatte er hiervon gewusst.

Danach zog ich mir ein Laken über und begab mich nur darin bekleidet in die Kapelle um dort vor dem Altar auf dem Boden liegend um Vergebung für die vergangenen zwei Jahre zu bitten. Das war endlich meine Chance. Und ich hatte sie nicht verdient. Die anderen schon – aber ich nicht. Ich schwor mir nicht eher zu ruhen, ehe ich nicht Ritter aus ihnen gemacht hätte.

Skyclimber

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #5 am: 24. Januar 2019, 20:49:00 »

Ich stelle fest: Die Vorfreude war berechtigt und ich beiße mir noch mehr in den hintern, dass ich es nicht unterbringe. Immerhin hat mir die letzte Woche gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war  ::)

Also, super geschrieben ZL, ich freue mich auf jedes bisschen mehr und meine Güte, das hört sich interessant an!

Sintholos, du hast hier glaube ich was großes angestoßen :)
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Sintholos

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #6 am: 25. Januar 2019, 06:47:58 »

Jop, hat ZL wirlich fein geschrieben. Ich hoffe mal wir können die regelmäßigen Spielrunden und Berichte aufrecht erhalten.

Sintholos, du hast hier glaube ich was großes angestoßen :)

Bloß kein Druck. Aber mal schauen, vielleicht werd ich das Ganze irgendwann mal layouten (lassen) und dann werden euch meine Notizen zum selber spielen zur Verfügung gestellt. Die Regeln für den Unterhalt der Grafschaft muss ich aber definitiv erst in der Kampagne testen. Bisher sind meine Planspiele immer mit "Bankrott" oder "Rebellion" (und einem Herrscher ohne Kopf) beendet worden.  ;D
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Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #7 am: 25. Januar 2019, 09:44:30 »

Danke für das Lob. Ich berichte aber nur. Alle sind gespannt wie es weiter geht.

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #8 am: 09. Februar 2019, 14:37:12 »

Anmerkung: Bei der letzten Session ist auch Scato55 eingestiegen - er spielt Randriel den Waldelfen


Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 2

Unser Auftrag begann gleich am nächsten Tag, an dem uns eine Kutsche bis eine Tagesreise vor Rien mitnehmen sollte. Nach kurzer Nacht - in der viele Geschichten ausgetauscht wurden und sich unser Kommandant überraschend zurückhielt und später dann in den Tempel zurückzog - stand ich (für meine Verhältnisse) früh auf, aß mein karges Morgenmahl und machte mich gleich auf den Weg in die Stadt. Wir hatten am Abend besprochen was wir noch unbedingt bräuchten und so suchte ich einen Händler, der mir so früh am Morgen ein paar vandria-blaue Lederschienen und einen Mana-Trank verkaufen würde. Ausgestattet mit meiner Medaille, der markgräflichen Schatulle und meinem gewinnensten Lächeln fand ich auch einen aufrechten Vandrianer, der mir beides zu einem guten Preis überließ.

Als ich dann auf den Burghof zurück kam hatten meine Gefährten dafür gesorgt, dass die Kutsche auch auf mich wartete, allerdings war das nicht die aufregendste Sache die in meiner Abwesenheit passierte. Der Magistrat war gekommen, mit einem Spitzohr im Schlepptau. Er nannte sich Randriel Atar (Scatos Charakter), ein Dynar-Elf und wurde uns als ortskundiger Späher, der sich in der Kronenmark auskannte ans Herz gelegt. Angeblich hatte er auch im Krieg gedient, aber mir selber - und offenbar auch den anderen - war er nie über den Weg gelaufen. Das konnte natürlich auch für seine Fähigkeiten sprechen. Nichtsdestotrotz war ich zu diesem Zeitpunkt sehr misstrauisch, auch weil uns Kantor erst am Abend zuvor vor den Dynar-Elfen und ihren Ambitionen gewarnt hatte. Isegrimm ging es genauso - allerdings war da auch einiges, was uns nicht gesagt wurde. So war der Elf beispielsweise seltsam wortkarg als wir ihn auf den Dynar-Wald ansprachen. Isegrimm entschloss sich ihm zu vertrauen, womit für die anderen die Sache geklärt war. Danach fragten wir noch nach Informationen zu diesem befestigten Handelsposten in Rien und erhielten wir die gewünschte Auskunft, auch zu Thoralf - unserem dortigen Kontakt.

Magistrat Kantor gab Randriel dann eine versiegelte Nachricht für Thoralf, da Randriel diesen Herrn bereits kannte. Danach bestiegen wir alle die Kutsche, Isegrimm und ich sehr müde - aus unterschiedlichen Gründen, die anderen freudig gespannt. Als wir die Kutsche bestiegen hatten blickte Randriel noch einmal zurück und sah einen Herrn mit Krone auf dem Kopf unsere Abfahrt neben Kantor beobachten und nicken - allerdings sagte er uns das zu diesem Zeitpunkt nicht.

Der Kutscher fuhr wie der Teufel und es war ziemlich laut so dass ich Thurok nur sehr kurz über seine Heilmagie ausfragen konnte. An diesem Abend kehrten wir in einer Gastwirtschaft in Lirrs ein. Obwohl ich meinen ganzen Charme spielen ließ, war aus unserem Neuzugang Randriel nichts bezüglich seinem Werdegang herauszuholen. Nur, dass er die Kronenmark als Jäger durchstreift hatte und sich deswegen auskannte. Da er nicht so viel erzählte, habe ich ihm dann meine Lebensgeschichte erzählt, bevor ich wiedermal die Laute auspackte.

Am nächsten Tag, es muss der 24. Blühn gewesen sein, brachte uns die Kutsche dann weiter Richtung Kronenmark und am Nachmittag um etwa 3 kamen wir dann zu jener Kreuzung, an der der Kutscher uns selbst überlassen wollte. Nach einigen Fragen zu Vegetation und Umgebung verabschiedeten wir uns voneinander und ich tätigte meine - vorerst - letzte Amtshandlung als aktueller Schatzmeister der Markgrafschaft Kronenmark und gab dem Herrn ein Trinkgeld. Danach überließ ich Isegrimm diese Aufgabe und die Schatulle, mal sehen ob er mich nochmal in das ehrenhafte Amt berufen wird.

Zu Fuß und schwer bepackt stapften wir über die sehr leeren Wege noch etwa zwei Stunden weiter, bevor wir ein Nachtlager aufschlugen. Ich versuchte mich gleich nützlich zu machen und möglicherweise Kräuter zu finden, aber diese Kenntnisse scheinen (wie einige andere) etwas eingerostet zu sein. Außerdem wurde mir das Bemühen gleich so ausgelegt, als wollte ich mich davor drücken das Lager aufzuschlagen - man hat es manchmal nicht leicht.

Am Lagerfeuer wurden dann die Wachen verteilt - Ulfrick und ich übernahmen die erste, Randriel und Thurok die zweite und Isegrimm die dritte. Ich könnte schwören, dass ich während unserer Wache rote Augenpaare in der Finsternis gesehen habe - aber da die anderen nichts sahen und die restliche Nacht ruhig war, waren es wohl wirklich die gefährlichen Eichhörnchen, vor denen uns der Kutscher gewarnt hatte. Das Frühstück mundete mir weniger, ich hatte die haltbaren Proviantpakete wirklich nicht vermisst. In diesem Moment nahm ich mir vor, netter zu Randriel zu sein, vor allem weil der gerade mit einem frischen Kaninchen aus dem Wald kam - das allerdings nur für ihn reichte.

Am 25. Blühn erreichten wir dann endlich den einst malerischen und lebhaften Ort Rien. Ich muss sagen ich hatte allerdings etwas anderes erwartet, als uns dann empfing. Etliche längst zerstörte Häuser, nun überwuchert und verfallen säumten die Straße. Daneben Häuser, die Instand gesetzt worden waren, aber auch schon mehr als verlassen wirkten. Mit langen Gesichtern stapften wir weiter Richtung Brücke über den Goldstrom und dort am Rand des Ortes ein Lichtblick. Hinter einer gewaltigen Palisade sah man mehrere Häuser, offenbar bewohnt.

Vorsichtig wagten wir uns durch die offen stehenden Tore der Palisade in den Innenhof (sh. erstes Bild). Dort machten wir Bekanntschaft mit einem Herrn, von dem wir später erfuhren, dass es sich um Thoralf Niedeck selbst handelte. In einem der Häuser, das offenbar als Gastwirtschaft diente lernten wir dann die ganze Familie Niedeck kennen - Thoralf, seine Frau Nadja und die Kinder Olaf (9) und Natascha (6). Nachdem wir das Missverständnis die neue Wachmannschaft zu sein aufgeklärt hatten war die Stimmung gleich etwas angespannt. Besser wurde es auch nicht als Randriel seinen Brief übergab - dieser enthielt offenbar die Informationen, dass die Wachmannschaft noch eine Woche auf sich warten lassen würde.

Auf die Frage weshalb das so wichtig wäre erfuhren wir von der Räuberbande, die hier offenbar Schutzgeld erpresste und am nächsten Tag wiederkommen würde. Isegrimms wenig diplomatisches Vorgehen der Familie gegenüber - er verkündete lautstark, dass wir weiterziehen und nicht helfen würden, aus Sorge, dass die Räuber den Kindern und der Frau die Hoffnung ansehen würden - machte die sehr vertrackte Situation zuerst nicht einfacher - aber zumindest Thoralf verstand am Schluss was Isegrimm eigentlich wollte. Ich beschloss in Zukunft seiner Grafschaft bei den Gesprächen mit dem einfachen Volk zu assistieren - weil hier gab es eindeutig Verbesserungsbedarf, sowas muss möglich sein ohne dass Kinder und Frauen weinen und zornig sind. Danach verging der Abend mit Planung eines Hinterhalts im Innenhof der Palisade.

Thoralf schickte am nächsten Tag seine Familie wie abgesprochen in Sicherheit, während wir uns bereit machten. Lange mussten wir nicht warten, da kamen 6 Gestalten auf Pferden, welche lautstark die Pelze als Zahlung forderten. Sobald alle im Hof waren, wuchtet Thurok wie besprochen das Tor zu, und der Kampf begann. Randriel und ich - in unterschiedlichen Gebäuden im zweiten Stock postiert, ließen Pfeile und Bolzen regnen, während Ulfrick, Isegrimm und Thurok im Kampf Mann gegen Mann agierten, wobei Isegrimm zuerst ebenfalls die Armbrust benützte. Thoralf, der die Aufgabe gehabt hatte die Räuber in Sicherheit zu wiegen brachte sich in einem der Häuser in Sicherheit.

Das Glück war uns hold, die Räuber hatten Probleme mit den Pferden die allesamt aus Angst stiegen und so mancher wurde abgeworfen und fiel schmerzhaft auf den Boden, was uns die Sache doch einfacher machte. Es gelang den Anführer gleich zu Beginn aus dem Kampf zu nehmen, allerdings ihn am Leben zu lassen, was einer der Teile unseres Plans gewesen war. Isegrimm wurde zwischenzeitlich von einem Pfeil verletzt, wich aber nicht zurück und der wackere Thurok hatte gar Probleme dem Guten zu folgen um ihn zu heilen. Ich selber merkte die fehlende Übung als ich einmal beinahe die Armbrust fallen ließ, dank meiner schnellen Reflexe aber das Schlimmste verhindern konnte. Als Randriel athletisch aus dem Fenster des zweiten Stockes sprang und Ulfrick mit seiner gewaltigen (und irgendwie seltsamen) Klinge den dritten Gegner fällte war der Kampf auch schon wieder vorüber (sh. zweites Bild).



Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 2

Den Anfang der gemeinsamen Reise verschlief ich. Nach dem Jahr im Weinkeller und der Nacht in der Kapelle war mein Schlafrhythmus im Eimer. So richtig kam ich erst zu mir als uns der Kutscher an der Kreuzung hinauswarf und wir in Richtung Rien aufbrachen. Dabei mussten wir eine Nacht im Freien verbringen und aßen zum ersten Mal von unserem Dauerproviant.

Ich hatte das alles irgendwie vermisst. Der klare Auftrag, die Mission, der strukturierte Tag. Brim war vom Dauerproviant nicht so überzeugt und zog erneut ein paar Lacher auf seine Kosten auf sich. Ich teilte die Wachen ein und am Ende einer ereignislosen Nacht packten wir zusammen und zogen weiter.

Als wir im Dorf Rien ankamen erreichte die Stimmung ihren Tiefpunkt. Das Dorf sah aus wie durch gormanische Soldaten geplündert, neu erbaut und erneut geplündert. In Vandria mochte Frieden sein – hier war er nicht angekommen. Ein wenig entfernt vom Dorf fanden wir dann doch einen bewohnten befestigten Hof. Ein Torflügel stand zu unserer Verwunderung offen. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich solchen Leichtsinn hier erlauben konnte.

Statt einer Begrüßung wurden wir direkt hereingebeten und als neue Wachen empfangen. Dieses Missverständnis räumte ich sogleich aus, was mir den Missmut der Gehöftsbesitzer einbrachte. Randriel übergab einen Brief Kantors der die Laune nicht bessern konnte. Offenbar sollte der Stützpunkt mit frischen Wachen versorgt werden. Diese wurden aber erst binnen einer Woche erwartet.

Das impulsive Verhalten der Familie befremdete mich, wenn sie schon eine Weile hier draußen lebten, mussten sie sich doch zu verteidigen wissen. Das war offenbar nicht der Fall. Die Familie erwartete hingegen eine Räuberbande am nächsten Tag die „Steuern“ eintreiben würden. Da die Größe der Bande nicht abschätzbar war, musste ein Hinterhalt gelegt werden. Um uns Zeit zu verschaffen durfte aber keiner entkommen. Dafür war der eingefriedete Hof perfekt, man musste nur einen Hinterhalt legen und die Falle im rechten Moment zuschnappen lassen.

Dafür war es unabdingbar das sich die Leute hier so verhielten wir immer, dass lies sich am besten machen, wenn sie gar nicht wussten was geschehen sollte. Als ich ihnen mitteilte das wir nicht helfen könnten, war das Geschrei entsprechend groß. Auch meine Kameraden wollten revoltieren, sie mussten sich wohl erst wieder daran gewöhnen wer hier das letzte Wort hatte!

Ich schickte die Familie hinaus und wir berieten über die Vorgehensweise. Zu meiner Überraschung waren sie nicht ganz einverstanden. Brim wollte Frau und Kinder in Sicherheit wissen, die anderen die Nacht in Betten schlafen und sich im Hof postieren. Also entschlossen wir uns Thoralf (den Hausherrn) einzuweihen. Frau und Kinder sollten aber nichts wissen, falls die Räuber sie zuerst aufgreifen sollten.

Am nächsten Morgen war es dann soweit Thoralf schickte Frau und Kinder nach Rien und wir postierten uns in den Häusern um den Brunnen. Als die Bande eingeritten war, schloss Thurok die Tür und wir griffen an. Die Pferde stiegen, was uns in die Hände spielte. Leider erwischte mich ein Pfeil, sodass ich den halben Kampf damit beschäftigt war in eine sichere Position zu kommen. Als dann nur noch 2 übrig waren, stürmte ich den Schützen und erstach ihn, während Thurok hinter mir hereilte um die Wunden zu versorgen.

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« Antwort #9 am: 13. Februar 2019, 07:25:35 »

Es hat etwas gedauert - aber Thaddaeus hat einen Bericht für Session 1 geschrieben und hat vor, das auch für die folgenden nachzuholen.

http://s176520660.online.de/dungeonslayers/forum/index.php?topic=9911.msg156963#msg156963

Habe begonnen die Berichte im ersten Post zu verlinken. Session 3 ist übrigens gespielt, mal sehen wann ich es schaffe :)

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #10 am: 15. Februar 2019, 15:43:15 »

Aus der Sicht von Galbrim Roten

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 3

Nachdem die Räuber besiegt waren fingen wir zuerst die aufgeregten Pferde ein und versuchten sie zu beruhigen. Da ich in Sorge um Frau Nadja und die Kinder war, schlug ich vor, diese zu suchen und zu holen, da Thoralf den Anblick der Leichen in seinem Hof nicht allzu gut vertrug und sich etwas erholen musste. Isegrim stimmte zu, fragte aber Randriel, ob er mich begleiten würde - erstens mussten wir die Familie finden und er hatte die besten Augen und zweitens ists zu zweit einfach sicherer.

Zuerst wollten wir uns zwei der Pferde schnappen und reiten, was allerdings dem Elfen nicht gelang, weshalb wir dann zu Fuß gingen, wobei ich ein hübsches geschecktes Pferd am Zügel führte. Auf dieses wollten wir die Kinder setzen. Bald fanden wir die drei in einem kleinen Kräutergarten und hatten sie auch bald überzeugt mitzukommen, wobei Nadja zuerst etwas misstrauisch war, denn schließlich hatte Isegrim am Tag zuvor verkündet wir würden weiterziehen.

Die anderen räumten unterdessen die Leichen auf einen Karren und bedeckten sie um den Kindern den Anblick zu ersparen, außerdem brachten sie den gefesselten und immer noch bewusstlosen Anführer in ein abgelegenes Badezimmer um ihn später zu verhören. Bevor das Verhör begann heilte Thurok noch Isegrim und den Räuber, damit alle möglichst bei Sinnen waren.

Als Randriel und ich mit den anderen zurück über den noch etwas unordentlichen Hof (Blutflecken überall) kamen war das Verhör schon im Gange. Eigentlich wollte ich damit nichts zu tun haben, weshalb ich mit Thoralf und der Familie in der Schenke wartete. Randriel wartete ebenfalls im Hof. Beim Verhör spielte Ulfrick all seine (doch verstörenden) Qualitäten aus - sein Hass allen gormannischen gegenüber nahm etwas überhand - und brachte den armen Knilch recht bald zum Reden.

Der Gefangene, sein Name war Joe, erzählte, dass es ein Lager nicht weit von Rien gab von wo die "Steuereintreiber" ihre Runden starteten. Sie würden zwar zur Eulenbärin gehören, allerdings hatte er sie selber noch nie gesehen. Das Lager selber wäre angeblich nicht größer als der Handelsposten in Rien und die Mannschaft wechselte stätig. Viel mehr war aus dem Häufchen Elend, das "Joe" am Ende war, nicht herauszuholen, weshalb man ihn dann auf mein Drängen (mir war die Zeit lang geworden) in eines der Zimmer sperrte und Thoralf instruierte auf ihn zu achten.

Danach war etwas Zeit die Ausrüstung der Räuber zu untersuchen und diverse Teile aufzuteilen und mit Thoralf zu tauschen. Endlich hatten alle ausreichend Lederschienen, mir fiel ein Langbogen zu. zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung mehr wann ich das letzte Mal mit sowas hantiert hatte, aber ich wäre damit eindeutig schneller als mit der sperrigen Armbrust, weshalb ich beschloss es zu versuchen.

Am Abend überlegten wir das weitere Vorgehen und beschlossen die Leichen dem Goldstrom zu überlassen. Kurz wurde auch überlegt die Köpfe der Räuber als Abschreckung an der Brücke zu hinterlassen, auf Spießen oder ähnlichem, die Idee wurde verworfen, vor allem um kein Aufsehen zu erregen. In der nächsten Zeit wollten wir Rien als Stützpunkt verwenden um die nähere Umgebung zu erkunden. Dies auch, weil wir warten wollten bis die wirkliche Wachmannschaft eintraf, aus Sorge um etwaige Racheaktionen der Räuber. Isegrim brachte den Plan auf "vermeintlich" als Graf um die Eulenbärin zu werben um so Informationen und Zutritt zu ihr zu erlangen - unter dem Vorsatz ihr die gewünschte Legitimität zu verschaffen. Das gefiel mir eigentlich ziemlich gut, unsere Kameraden hielten allerdings nichts von diesem Plan.

Ich selber ging dann nochmal unseren Gefangenen besuchen um ihn freundlich zu fragen wie lange wir Zeit hätten bis der Trupp vermisst würde. Er meinte 4 Tage und heulte noch immer wegen der etwas deformierten Finger, die Ulfricks Verhörmethoden ihm eingebracht hatten. Mir tat der Arme leid, das Heilkraut, dass ich ihm gab half aber leider nichts, deswegen versprach ich den Heiler zu schicken.

Als ich zurückkam sprach Isegrim grade mit dem Elfen auf elfisch, offenbar gelang es ihm dadurch etwas mehr über den geheimnisvollen Randriel zu erfahren - wenn er etwas erfahren hatte, dann hat er uns das zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht erzählt. So kam ich mit Thurok ins Gespräch. Wir plauderten und nachdem ich ihn gebeten hatte nach dem Gefangenen zu sehen (was er im Laufe des Abends dann auch tat), hatte ich ein, zugegeben, wunderliches Anliegen an ihn.

Mein geliebter, verstorbener Großvater von dem ich alle meine Lieder und Geschichten und das Lautespiel gelernt hatte, hatte immer behauptet die alte Laute, die nun ich bei mir trug, wäre einst vom Feenvolk gefertigt worden und magisch. Aber, der alte Mann erzählte unglaublich viele Geschichten - die meisten absolut erfunden - umso mehr überraschte mich, dass Thurok wirklich einen Hauch von Feenmagie in diesem alten Stück Holz erspürte. Ich würde wohl irgendwie Kontakt zum Feenreich herstellen müssen, um mehr zu erfahren.

Der nächste Tag verging mit der Erkundung der Landschaft direkt auf der anderen Seite des Goldstroms. Dabei stießen wir auf weite Wiesen und früher mal fruchtbare Felder. Einige davon wurden von einzelnen Bauernhöfen und Gehöften aus bestellt. Auf Isegrims Geheiß klopfte ich auch bei einem dieser Gehöfte an um die Bevölkerung kennenzulernen (er hatte sich meinen Ratschlag offenbar wirklich zu Herzen genommen, hatte ich inzwischen doch auch einen Draht zur Familie Niedeck aufgebaut), doch irgendwie gelang es mir nicht zu den Bauern durchzudringen, sie hielten uns offenbar ebenfalls für Räuber. Isegrim war darüber verärgert - gut, dass er diesmal nicht das Reden übernommen hatte.

Am Abend zurück in Rien beschlossen wir am nächsten Tag zu einem Sumpfgebiet zu reiten, in dem Nadja und Thoralf alte Relikte vermuteten. Wir mussten dringend unsere Kriegskasse und Ausrüstung aufbessern, weshalb wir das als Chance ansahen, bevor wir uns um das Räuberlager kümmern würden. Am Nachmittag des nächsten Tages erreichten wir die Ausläufer des Sumpfes, nachdem wir weiter durch Wiesen und alte Felder geritten waren.

Die Session endete an den Ausläufern des Sumpfes.

Im Anhang unsere (momentane) Kenntnis der Kronenmark. Die Karte wurde von Sintholos mit Dungeonfog erstellt.




Aus der Sicht von Isegrim vom Sonnenwall (Autor: Thaddaeus)

Isegrims Geschichte, Teil 3

Nachdem die ganze Bande den Hof schmückte begannen wir die Pferde zusammen zu sammeln und zu beruhigen, sowie die Toten auf einen Karren zu stapeln. Wir ließen uns von Thoralf eine alte Decke zeigen, um den Inhalt des Wagens zu verbergen. Thoralf war scheinbar nicht der Hartgesottenste, er düngte ausgiebig die Abfallgrube, während Brim sich auf den Weg machen wollte Frau und Kinder wieder herbei zu holen. Ich gab ihm Randriel mit. Wir konnten uns nicht leisten jemanden zu verlieren und Randriel würde eventuelle Gegner bemerken, bevor die es taten.

Inzwischen nahmen wir uns den bedauernswerten Anführer der Bande vor. Sein Name war Joe, wie sich herausstellte nachdem Ulfrick ihm mit ein paar Ohrfeigen zu sich gebracht und dann gedroht hatte ihm einen Finger zu brechen sofern er nicht unsere Fragen beantwortete.

Das Verhör verlief eher schleppend, entweder war Joe so stur oder einfach unglaublich blöd. Statt die Fragen zu beantworten versuchte er zu verhandeln. Aber in Ulfrick und Thurok hatte er die falschen Widersacher gefunden und nur zwei gebrochene Finger später war ich um mehrere Erkenntnisse reicher. Erstens war es tatsächlich ein Spähtrupp der Eulenbärin gewesen, dieser schien von einem Lager – welches nicht allzu entfernt lag – zu operieren. Zweitens waren die Handlanger offenbar verzweifelt, es sollte nicht schwer sein einige von ihnen auf unsere Seite zu ziehen. Und drittens: mach dir Ulfrick nicht zum Feind! Er war vielleicht nicht das schärfste Schwert in meiner Waffenkammer, aber definitiv das größte, gepaart mit Thuroks Eifer konnten den Feinden Vandrias schon bange werden.

Die Beiden ließen sich abhalten ihn gleich zu exekutieren und wir sperrten ihn in eines der oberen Zimmer. Später baten wir Thoralf das Fenster zu vernageln. Brim war mit der Herrin des Hauses und ihren Kindern wiedergekommen, alle waren wohlauf. Wir setzten uns in der Schankstube zusammen und hielten Kriegsrat. Es war Zeit meinen Kumpanen den Plan zu erläutern.

Die Idee war der Eulenbärin den Hof zu machen, ihr fehlte nur eine Legitimation selbst offiziell der Herrscher über die Kronenmark zu sein. Diese Legitimation konnte ich darstellen und damit wäre das die Möglichkeit ihre Organisation zu unterwandern.

Der erhoffte Jubel blieb leider aus. Für Ulfrick kam eine Kooperation gar nicht in Frage und Randriel bezweifelte das wir die Scharade aufrechterhalten konnten. Nur Brim schien überzeugt.

Mehr Konsens lies sich nur dafür finden dem Lager möglichst geschwind den gar aus zu machen und zu verhindern das eine weitere Räubergruppe in Rien ankam – zumindest bis die Wachen hier waren. In der Zwischenzeit musste die klamme Staatskasse gefüllt werden. Nachdem wir am nächsten Tag die direkte Umgebung der Brücke erkundet hatten erzählte Thoralf von einem Sumpf ganz in der Nähe in dem vielleicht etwas zu holen sei.

In einer ruhigen Minute befragte ich Randriel nach seinen Absichten und seiner Profession. Wenn er uns wohlgesonnen war, konnte er ein wichtiger Unterpfand in der Verhandlung mit den Waldelfen sein. Auch konnte er sich in der Kronenmark wohl am besten aus. Nachteilig war lediglich das er bei seinen Leuten nicht gut gelitten war, wie er mir dann verriet. Die Zeit mochte zeigen ob das nützlich oder hinderlich war.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #11 am: 15. Februar 2019, 19:33:16 »

Weiterhin super zu lesen, vielen Dank für eure Beschreibungen :)

Besonders cool, wenn man jetzt aus zwei Perspektiven etwas erfährt.

Ich muss sagen, ich bin echt neidisch. Bei mir geht gerade so viel vor, dass ich nichtmal dazu komme meine eigene Runde zu leiten… aber die Berichte helfen ;)
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« Antwort #12 am: 15. Februar 2019, 21:35:50 »

@sky. danke. Ich hoffe ich halte das regelmäßige berichten halbwegs durch. Bin selber sehr froh über die Chance mal zu spielen und mal sehen was die Zukunft bringt, vll gibt's mal eine Möglichkeit dass du spielen kannst.
Mich reizt die Idee eines one-shots, falls Sintholos mal länger nicht kann. Muss aber dieses roll20 noch besser verstehen. Muss ja nicht immer gleich eine Kampagne sein.

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« Antwort #13 am: 15. Februar 2019, 22:45:12 »

Das mit dem Schreiben funktioniert schon, solange wir auch regelmäßig zum Spielen kommen.  ;)

Wenn jemand eine kurze Einführung in roll20 will, kann ich mich auch mal für eine Einführung zur Verfügung stellen. Ich muss aber sagen, dass das Tutorial für jene, die einigermaßen Englisch können wirklich gut gemacht ist. Man muss nur die Zeit haben sich da durch zu klickern.
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« Antwort #14 am: 18. Februar 2019, 10:33:14 »

Zur Info - Thaddaeus hat nun Session 2 nachgereicht (und ich im ersten Post die Direktlinks ergänzt).