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Autor Thema: Spielbericht "Ark Don Glooars" Rückkehr - Teil 1  (Gelesen 585 mal)

Snick79

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Spielbericht "Ark Don Glooars" Rückkehr - Teil 1
« am: 26. November 2018, 09:42:27 »

Vergangenen Samstag haben wir nun endlich das Abenteuer angegriffen. Hier der Spielbericht:

Die Abenteurer (das heißt vier davon) sind südlich des Schattenwaldes unterwegs um die Küste entlang nach Sturmklippe zu reisen. Sie sind schon einige Tage unterwegs und freuten sich schon sehr auf eine warme Mahlzeit und ein trockenes Bett im vor ihnen liegenden Ort "Trabont". Diese vier Reisenden sind:

- Philia / eine angische Späherin, die einst während der Jagd einen blutenden Mann in einem Steinkreis sah und beschloss, ihm zu helfen. Als sie den Mann berührte wurde sie von einem Sog erfasst und an den Pelzzacken teleportiert. (Ob dies lt Regelwerk so funktionieren könnte bin ich mir nicht sicher, habe aber für uns beschlossen, dass man Portalkreise auch mit "Passagieren" benutzen kann.)

- Steyvesant Pilf / ein freiländischer Zauberer in den besten Jahren (49). Freigeist und Charmeur, der dem Rauchkraut zugeneigt ist und gerne hier und da seine Mitmenschen beschwatzt um kleinere finanzielle Vorteile zu ergattern.

- Thalion / ein Waldlfenkrieger, der wohl als Baby zu oft vom Baum gefallen ist. Körperlich über jeden Zweifel erhaben sind seine geistigen Fähigkeiten volksuntypisch gering und er wurde als Kind oft deswegen gehänselt ("Dumm wie ein Mensch! ..."). Er machte sich also auf in die Reiche der Menschen, um unter "Brüdern im Geiste" zu sein.

- Bähda / ein Fjordorzwerg und Krieger. Er wurde nach einem Beutezug seines Schiffes unter einem Fass im Gasthaus liegend (seinen Rausch ausschlafend) zurückgelassen und streift seitdem auf der Suche nach einer neuen "Bande" umher. Die aktuelle Gruppe hat zwar bedauerlich wenig Hang zum Plündern, jedoch bleibt es mit ihnen stets spannend. Außerdem hat er sich ein wenig in Philia verkuckt und versucht sie immer wieder zu beeindrucken.

Die vier passierten kurz vor der Ortschaft noch eine Gruppe von Kampfmönchen aus Kait, die wegen ihres Schweigegelübdes nicht sprachen. Irritiert von Hautfarbe und Augenform der Männer vermutete Bähda eine vorliegende Krankheit und hielt gebührenden Abstand. Nach dem darauf folgenden Gespräch mit Steyvesant, bei dem ein wenig aneinander vorbei geredet wurde, ist Bähda nun der Meinung, ALLE Menschen seien krank und ihre Größe nur ein Symptom der Krankheit.
Schließlich in Trabant angekommen, einem kleinen Ort, in dem hauptsächlich Bauern und Fischer leben, suchte Bähda auf schnellstem Wege den Gasthof "Humpenstube" auf um seinen Reisedurst dort zu stillen, während Steyvesant mit Philia noch kurz einen schmauchte und Thalion versuchte, im Krämerladen ein paar Heilkräuter zu ergattern. Der Versuch zu feilschen misslang jedoch und er stapfte schließlich auch missmutig zum Gasthof.
In der Wirtsstube trafen sie dann auf den fünften SC:

Reng Jöringen / ein 17-jähriger Bergzwerg und Heiler auf der Suche nach ersten Sporen und vielleicht Hinweise zum Schimmerschwinden. Er leider unter Mysophobie und benutzt daher nur seinen eigenen Humpen und eigenes Besteck.

Während Reng beschloss, selbst dem Verräterzwerg gegenüber aufgeschlossen zu sein, konnte dieser seinen Blick nicht von Rengs Kopfbedeckung - einer Fellmütze aus einem Stinktier, dem alten Haustier und "Freund" Rengs - abwenden "Was ist denn mit dir los?". Philia versuchte sich erfolglos an einem Würfelspiel mit den Einheimischen und Steuvesant beobachtete seine Umgebung, um leicht zu beeinflussende Elemente zu finden.

Plötzlich stolperte eine Frau mittleren Alters in die Gaststube: "Sie ist weg! Sie ist weg!"- rufend stürzte sie auf einen Mann zu "Oh bei Helia, Rosi ist weg!", rief sie noch einmal, bevor sie mit dem Mann und nach einigem Tumult allen Gästen des Gasthofs (mit Ausnahme unserer 5) nach draussen lief. Der Wirt erklärte den SC´s nun traurig und kopfschüttelnd, dass dies nun wohl schon des dritte Kind innerhalb von wenigen Tagen sei, dass aus diesem Ort verschwindet. Keiner weis wohin und es fand sich bisher niemand, der sich genauer auf die Suche machte. Alle haben zu viel Angst.

"So spät finden wir eh keine Hinweise mehr", war die Meinung der Gruppe und sie kümmerten sich erstmal um das eigene leibliche Wohl sowie eine Schlafstatt, wobei Steuvesant den Preis für beides um ein nicht unerhebliches Sümmchen runterhandelte. Menschen und Elf gingen alsbald in Bett, während sich die beiden trinkfesten Zwerge sich noch einige Zeit bei mehreren Humpen Bier und zwei Stamperl "Wynländer Zungenbrutzlers" in der Gaststube aufhielten.

Am nächsten Morgen traf die Gruppe in der Gaststube einige Ortsansässige, die dabei waren, einen "Steckbrief" aufzusetzen und einen Finderlohn ausriefen, um die Kinder zu finden. Die Gruppe zeigte sich nun recht interessiert und wurde sogleich mit den Ermittlungen beauftragt. Reng wurde in die Gruppe aufgenommen und sie überlegten, was sie tun könnten.
Da sie die trauernden Eltern des gestriegen Abends nicht stören wollten teilten sie sich auf und wollten zuerst die Eltern der anderen beiden Kinder befragen.
Der Junge, der vor 7 Tagen verschwand war Jobais, dessen Vater in einer alten Hütte an südwestlichen Ortsrand, nahe der alten Leuchtturmruine stand. Jobais verschwand ohne jegliche Spur des Nachts aus seinem Bett. Auf ungewöhnliches Angesprochen schilderte der Vater, dass er seit einiger Zeit oben an der Ruine ungewöhnliche Geräusche höre. Also er sich darin kurz umsah fand er aber nichts.
Das Mädchen, das vor 4 Tagen verschwand, lebte am Nordöstlichen Ortsrand. Sie sammelte unter Tags Pilze am Waldrand, kam jedoch nicht zurück. Man fand im Wald nur ihren Korb liegend. Der Vater der kleinen Lia führte Philia und Thalion an die Stelle, wo Philia an einem Busch in der Nähe einen Stofffetzen fand und mitnahm.
Zurück beim Gasthaus tauschte sich die Gruppe über das Gehörte aus. Bähda identifizierte den Stofffetzen sogleich als von Goblins gefertigt. Nachdem sie beim Wirt nachfragten erfuhren sie, dass im Nordosten bei den Hügeln, etwa 1/4 Tagesreise entfernt, wohl einige Goblins hausten, die sicherlich nichts gutes im Schilde führten. Zwar leben sie dort schon seit langer Zeit und es gab nie einen Beweis für angestelltes Unheil, jedoch sei das nur eine Frage der Zeit gewesen. Die Gruppe entschied, aufgrund des aufziehenden Unwetters, erstmal den Geräuschen im Turm nachzugehen. Dort angekommen sahen Steuvesant und Philia noch etwas vom oberen Teil der Ruine herabblitzen, dennoch betraten sie zu fünft das Gemäuer.

Dort gab es in einer Ecke eine alte Lagerstätte mit schmutzigen Decken, einen Tisch samt Stuhl und eine Leiter, die zu einer Luke in der Decke führte. Als Philia diese Luke öffnete und nach draussen treten wollte, wurde sie von einer Frau angegriffen. Diese stolperte jedoch und verlor ihr Kurzschwert, woraufhin Philia die Luke schnell wieder schloss. Die darauf folgende längere Diskussion der Gruppe nutzte die Frau (eine Räuberin, die mit ihren zwei Kumpanen hier Zuflucht sucht), um vom Gebäude zu klettern und sich davon zu schleichen. Als die Gruppe endlich begann den Raum zu durchsuchen und auch auf die Ruine zu klettern, war niemand mehr dort. Auch die Kellerluke, die unter den Decken verborgen lag und unter der sich zwei weitere Räuber aufhielten, wurde nicht gefunden. Erst als Philia vom "Dach" der Ruine die Umgebung absuchte sah sie, wie die Frau einige hundert Meter entfernt im Wald verschwand.
Nun handelte die Gruppe schnell und beschloss die Verfolgung aufzunehmen. Die Spuren waren schnell gefunden und führten sie zu einem Geröllhaufen, unter dem sich die Frau versteckte. Sie konnte zwar herforgelockt werden, jedoch erfuhren die SC´s nichts brauchbares von ihr (von den Kindern weis sie eh nichts) und auch der Grund ihres Aufenthalts in der Ruine blieb der Gruppe verborgen.
Da es nun immer stärker schüttete und die Gruppe ziemlich durchnässt war, beschlossen sie, sich im Gasthaus aufzuwärmen und ihre Kleider zu trocknen. Der Weg durch den Wald bei diesem Wetter war ihnen zu mühsam und so verbrachten sie den restlichen Tag dort untätig.
Am nächsten Morgen beschlossen sie, erstmal doch die Eltern des vorgestern verschwundenen Kindes zu befragen. "Rosi" verschwand beim spielen hinter dem Haus. Als sie sich dort umsahen fanden sie zuerst ein altes und schlechtes Messer von nichtmenschlicher Machart. Nochmals genauer gesucht erkannten Reng und Philia am Zaun hängend eine Pflanze, die dort nicht hingehörte, da der "Grüne Schnöterich" nur in Sumpfgebieten wächst. Nach diesem Fund brachen sie bei nur wenig besserem Wetter dann doch noch auf und machten sich zu den Hügeln im Nordosten auf. Zumindest in der Theorie, denn sie haben neimanden genauer danach gefragt und so wussten sie auch nicht, wo sie hin müssen. Sie fanden sich also erstmal wieder im Wald ein, an der Stelle, an der Lia verschwand. Sie gingen den Waldrand entlang richtung Westen und kamen an einen Weg der in den Wald hinein führte. Am Ende des Weges, der schon deutlich erkennbar an einem Sumpfgebiet lag, kamen sie an eine Hütte. Dort lebt ein alter Torfstecher, der ihnen zwar sagen konnte, wie sie einigermaßen ungefährdet durch dem Sumpf gelangen könnten, jedoch sagte er ihnen auch, dass die Goblins in schnurgerader Linie nordöstlich von Trabont bei den Hügeln hausen - also zogen die Fünf wieder ab und gelangten schließlich dank der Orientierungsgabe von Philia (Thalion war selbst im Wald zu nichts zu gebrauchen, was aber auch an herausragend schlechten Würfelergebnissen lag) tatsächlich zu den Hügeln.
Hinter einem dieser Hügel hörten sie einiges Keifen und grunzen. Sie ersannen einen Plan, bei dem Steuvesant ein Trugbild einer am Boden liegenden Frau erschaffen sollte, um die Gestalten nach vorne zu locken. Blöderweise tauschten sie sich aber nicht darüber aus, was sie dann mit den Gestalten machen wollten. Nachdem also das Trugbild an passender Stelle erschien und Philia einen aufschrie um darauf aufmerksam zu machen traten vier Goblins um den Hügel herum und schlichen auf die "Frau" zu. Noch bevor Steuvesant aber dazu kam mit den Goblins Kontakt aufzunehmen schoss Philia ihren ersten Pfeil ab und es folgte ein recht kurzes Gemetzel, bei dem vor allem Thalion und Bähda endlich mal wieder ihre Kräfte zeigen konnten. Hinter dem Hügel fand sich dann ein erlegtes Wildschwein sowie der Eingang zu einer Höhle. In der Höhle wurder weitere 5 Goblins niedergemacht ohne sich zu wundern, warum diese unbewaffnet waren und nur angriffen, wenn sie sich direkt in den Weg stellten. Tatsächlich schaffte es noch ein Goblin an ihnen vorbei aus der Höhle zu fliehen.

Da in der Höle auch keine Kinder zu finden waren zeigte sich die Gruppe etwas ratlos. Sie machten sich zurück zum Gasthof in Trabont und verbrachten dort eine weitere Nacht, in der Bähda ein kleines Eichhörnchen schnitzte und der ahnungslosen Philia ans Bett stellte.

Diese war zu gleichen Teilen erfreut und irritiert von dem Geschenk. Sie nahm an, dass es irgendetwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun haben könnte.  Weder Wirt noch andere Dorfbewohner konnten ihr jedoch etwas dazu sgen und schließlich wandte sich die Gruppe doch nochmals dem Sumpf zu.
Die Hütte des Torfstechers war diesmal verlassen, sie fanden hinter der Hütte jedoch einen Tranpelpfad in den Sumpf hinein.

Im Sumpflabyrinth fanden sie dann in einem verfallenen Gemäuer eine Kiste mit allerhand nützlichem Kram vor, außerdem mussten sie sich gegen einen Moorstelzer erwehren, der sein Nest verteidigte. Letztendlich fanden sie jedoch einen Weg durch den Sumpf und standen vor einem alten Turm auf einem kleinen Hügel.
Im Keller des Turms fanden sie zwei Käfige vor. In einem Käfig waren die drei Kinder, in dem zweiten jedoch ein ziemlich ungehobelter Gnom. Als sie gerade versuchten die Kinder zu befragen, hörten sie von oben geschepper und eine alte Frau betrat die Kellertreppe. Beim Anblick der Menschen, Zwerge und des Elfen versuchte sie zu fliehen, jedoch konnte Thalion sie ohne Probleme schnappen und festhalten.
Die Frau entschuldigte sich unter Tränen bei allen und erklärte, sie hätte dies tun müssen um vom Gnom hinter das Geheimniss eines Siegelsteines zu kommen. Zum Beweis überreichte sie der Gruppe einige Briefe in denen sie von einem gewissen Jarn darum gebeten wird, ihm zu helfen, indem sie herausfindet, wo die Gnome den Siegelstein versteckt halten. Es sei für einen guten Zweck, denn ein Dämon solle gebannt werden. Sie habe also den Gnom gefangen und nach einiger Zeit erfuhr sie von ihm, dass er mithilfe eines Zaubertrunks Visionen vom Aufbewahrungsort des Steins sehen könne. Für diesen Trank brauche er jedoch das Haar dreier Kinder.
Der Gnom lachte die Frau aus und behauptete, sich die Geschichte nur ausgedacht zu haben, damit jemand komme und die Kinder (und somit auch ihn) zu befreien. In Wahrheit trägt er Stein bei sich und sei bereit, auch, nachdem er die Geschichte mit dem Dämon endlich hörte ("Die Alte hätte mir ja nur alles sagen müssen - und ein BITTE wäre auch nett gewesen!"), der Gruppe den Stein zu überlassen.

Die alte Frau bat die Gruppe, den Stein unbedingt bei Jarn abzuliefern. Er allein sei die Rettung des Schattenwaldes.

Letztendlich lieferten sie die Kinder und auch die alte Frau in Trabont ab und liesen sich ordentlich Feiern.


Wie es weiter geht sehen wir beim nächsten Abend, der aber wohl erst im Januar stattfinden kann.
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Snick79

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Antw:Spielbericht "Ark Don Glooars" Rückkehr - Teil 1
« Antwort #1 am: 26. November 2018, 09:52:41 »

Wer Rechtschreib- und Interpunktionsfehler findet darf sie im Übrigen behalten ;).
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Sintholos

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Antw:Spielbericht "Ark Don Glooars" Rückkehr - Teil 1
« Antwort #2 am: 26. November 2018, 10:45:32 »

Wer Rechtschreib- und Interpunktionsfehler findet darf sie im Übrigen behalten ;).

Woohoo, alles meins. *sammel

Spaß beiseite, toller Bericht. Klingt mal wieder ein bisschen nach der klassisch bunt zusammengewürfelten Missfit-Truppe.  :D
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Barcamar

Hugin

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Antw:Spielbericht "Ark Don Glooars" Rückkehr - Teil 1
« Antwort #3 am: 26. November 2018, 13:10:06 »

Wunderbar, sehr klassisch!  :thumbup:
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