Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Benutzername: Passwort:

Autor Thema: [Kampagnenbericht] Aspekte der Magie  (Gelesen 5174 mal)

Skyclimber

  • Stufe 2
  • *
  • Offline Offline
  • Beiträge: 26
  • Kultur: Alle
  • Klasse: Alle
  • Dungeonslayer
    • Awards
Antw:[Kampagnenbericht] Aspekte der Magie
« Antwort #45 am: 09. Mai 2018, 10:41:18 »

Super Bericht, freue mich immer wenn es was neues zu lesen gibt :)

Ein paar Fragen hätte ich, eventuell durch gestückeltes Lesen nicht gut genug aufgepasst:

1) Welches Level haben die SC mittlerweile erreicht?
2) Ihr habt ja viele (und vor allem coole) magische Gegenstände. Wie ist die Erfahrung damit, muss man da schnell die Gegner anpassen, ab wann ist was gut oder zu viel? Bin selbst am überlegen bezüglich Waffen mit +x oder Talenten etc. und kann mir nicht Eingang zusammenreimen wie ich das balancen kann (1. Runde steht noch an).
3) Gibt es die Monsterwerte eventuell gesammelt als PDF? Ich screenshotte schon immer wenn ich dran denke, aber mir geht bestimmt einiges durch die Lappen.
Gespeichert

Sintholos

  • Stufe 7
  • *
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 225
  • Kultur: Bergzwerge
  • Klasse: Alle
  • Dungeonslayer-SL
  • Scriptor (Bronze): Fanwerk oder Tool für DS erstellt
    • Awards
Antw:[Kampagnenbericht] Aspekte der Magie
« Antwort #46 am: 09. Mai 2018, 12:40:43 »

Freu mich, wenns gefällt, da geht das Schreiben doch direkt ein bisschen leichter von der Hand.  :)

Zu deinen Fragen:
1.) Die Helden sind gerade auf Stufe 8. Tatsächlich ist das jedoch weniger aussagekräftig, da ich mit einer Hausregel spiele, die den SC bei Stufenaufstieg je einen Talentpunkt für Kampf- (z.B. Kämpfer, Schütze und dergleichen) und Nichtkampftalente (Wissengebiete, soziale Skills und dergleichen) gibt. Dadurch sind sie sicherlich etwas mächtiger, als man das sonst annehmen würde.

2.) Es ist natürlich ein Drahtseilakt. Einerseits machen meine Spieler ganz gut Schaden, andererseits haben deren Lebenspunkte und Abwehr nicht wirklich Schritt gehalten. Den Schaden der Feinde merklich zu erhöhen ist daher nicht notwendigerweise eine gute Idee, wenn man als story-getriebene Kampagne Spielertode eher meiden will. Mehr Lebensüunkte bei den Gegnern zieht die Kämpfe aber auch nur unnötig in die Länge. Außerhalb vom Bosskampf also kaum erstrebenswert.
Bei der Konzeption der Gegenstände gehe ich aber auch nicht notwendigerweise davon aus, wie stark der Spieler damit wird. Vielmehr wähle ich mir eher ein Thema und baue drum herum. Das Ifrit-Set orientiert sich halt am Ifrit, einem arabischen Feuerwesen oder Dschinn, dass sehr unterschiedliche Erscheinungsformen annehmen kann, stark und magisch begabt ist. Also perfekt für einen Kriegszauberer oder jemanden, der es werden will. Dazu passend habe ich mir 4 Gegenstände überlegt, die eine derartige Spielweise unterstützen könnten und die Beschreibung des Gegenstandes dahingehend angepasst (auch wenn sie doch eher rudimentär ausfällt, hab ja nicht sooooo viel Platz auf der Karte  ;D). Wenn es für die Spieler zu einfach zu werden scheint, einfach Gegner mit seltsamen Sonderfähigkeiten einbauen. Gerade die Chimäre und der Cockatrice haben mir damit viel Freude bereitet. Auch sowas wie Flächenattacken eignen sich gut um auch die hinten stehenden NSC in größere Bedrängnis zu bringen. Etwas was ich bisher noch nicht zu meiner Zufriedenheit getan habe, ist das Einbeziehen des Geländes. Möglichkeiten sich zu verstecken oder in Deckung zu gehen, werde ich wohl versuchen stärker einzubauen.

3.) Ich kann mal schauen, ob ich demnächst mal eine Sammlung meiner eigenen Kreaturen an den Bericht anhänge. Gerade die Gegner aus der Anfangszeit sind jedoch aus dem GRW. Bei den Besonderen muss ich mal meine Aufzeichnungen anschauen.
Gespeichert

Sintholos

  • Stufe 7
  • *
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 225
  • Kultur: Bergzwerge
  • Klasse: Alle
  • Dungeonslayer-SL
  • Scriptor (Bronze): Fanwerk oder Tool für DS erstellt
    • Awards
Antw:[Kampagnenbericht] Aspekte der Magie
« Antwort #47 am: 08. Juni 2018, 09:37:40 »

4. Waidsummen: Dornenkammhort

Der Weg war eine Rampe mit leichter Steigung, die stetig in geschlungenen Wegen weiter nach oben Richtung Gipfel führte. Thaddaeus wirkte einen Segen auf sich und seine Mitstreiter. Derartig verstärkt, ging Anvinara mit etwas Abstand voran, um eventuelle Feinde schneller entdecken zu können. So gingen sie einige Minuten weiter, bis sie schließlich eine Kreuzung erreichten (1). Anvinara schaute nach links, sah aber nur einen weiterführenden Weg, der sich weiter oben in weiteren Windungen verlor. Geradezu hingegen schien eine Kaverne zu sein.
Sie besprachen sich leise und entschlossen sich, zuerst die Kaverne (2) zu untersuchen. Schon vom Gang aus konnten sie ein großes Nest mit zwei gigantischen Eiern sehen. Ein krächzendes „Eeeeeeeeeeeehhhh“ war aus der Kaverne zu hören. Sie versuchten zu schleichen, aber bei dem Versuch den kleinen Kanten und Unebenheiten in den Gängen auszuweichen, stießen sie nur unglücklich mit ihren Waffen an anderen Stellen an.
Die vier Kultisten, die sich um den Drachenwelpen gekümmert hatten, waren daher vorbereitet und hatten ihre Waffen bereits gezogen. Anvinara schoss einen Bolzen in die Gruppe und lief ihnen entgegen. Der Welpe gab einen Schrei von sich. Aber die mittlerweile kampfgestählten Helden, ließen sich nicht schrecken. Ruiwen sandte einen Pfeil auf den bereits verletzten Kultisten, doch er wehrte ihn im Flug mit der Klinge nahezu komplett ab. Dafür revanchierten er und seine Kollegen sich mit ein paar Schlägen Richtung Anvinara, die diese größtenteils abwehren konnte. Schutzzauber wurden gesprochen. Anvinara erhielt einen Schutzschild, Thaddaeus einen Verteidigungszauber und Balan begann zu Flackern.



Weitere Schläge wurden ausgetauscht. Der Drache erhob sich leicht flatternd nach oben, während einer der Kultisten die Helden in ein magisches purpurnes Feuer mit schwarzen Blitzen badete. Glücklicherweise absorbierten die magischen Zauber und Rüstungen einen nicht zu verachtenden Teil des Schadens. Nur Ruiwen war den Flammen schutzlos ausgeliefert. Anvinara wehrte dagegen weiter Angriffe im Nahkampf ab. Während Thaddaeus zu Ruiwen eilte um ihre Verletzungen zu behandeln (3), sandten Ruiwen, Balan und Baro Vernichtung zu den Kultisten.



Anvinara erledigte gerade die letzten Kultisten, als der Drachenwelpe endlich in den Kampf eingriff (4). Klauen kratzten nach ihr, aber sie konnte geschickt ausweichen. Irgendwie schien der Welpe trotz seiner durchaus enormen Größe ziemlich süß zu sein. So tollpatschig wie er war… Schade dass er sie alle fressen wollte. Zauber und Geschosse schlugen in ihn ein und verwundeten ihn. Er quittierte das mit einem recht schwachen eigenen Flammenstrahl, der dieses Mal jedoch Ruiwen aufgrund einer ungünstigen Positionierung des Drachens verschonte. Ein letzter Stich Anvinaras streckte den Drachen schließlich nieder.



Ruiwen schnitt sich von dem Welpen eine wertvolle Trophäe herunter. Das Ernten der Drachenhaut musste jedoch warten, dafür war keine Zeit. Die Eier wurden genauer untersucht, es schien jedoch keiner der Welpen kurz vor dem Schlüpfen zu stehen. Könnte man sie vielleicht als Begleitkreaturen erziehen? Pablo zweifelte daran. Drachen seien sehr eigenwillige Kreaturen. Es sei zwar durchaus in der Ordensgeschichte vorgekommen, aber eine absolute Ausnahme gewesen.
Sie wandten sich zu einer Tür, die sich links vom Gang, durch die sie die Kaverne betreten hatten, in den Fels einfügte (5). Dahinter war eine weitere Höhle. Zur Linken standen mehrere zerbrochene hohe Glasröhren an den Wänden. Ein leerer Tisch stand zwischen ihnen. Auf der anderen Seite standen diverse leere und eingestaubte Regale. Ein Buch mit dem Namen „Monsterkompendium“ lag auf dem Tisch (6). Thaddaeus blätterte durch das Buch. Beschreibungen der Eigenschaften und der Aufzucht von Begleitkreaturen und anderen magischen Wesen sowie Bewertungen waren minutiös aufgeschrieben worden. Bei einem Lesezeichen angekommen, fanden sie eine Einschätzung zu Purpurdrachen. Enttäuschenderweise stimmte dieses Werk mit Pablo überein. Die noch schlüpfenden Welpen würden nur schwerlich trainierbar sein. Dieser war sichtlich erschüttert. Die Glasröhren hätten eigentlich magisch in Stasis versetzte Jungtiere von säugenden Kreaturen enthalten müssen, die später als Begleitkreaturen hätten dienen sollen. Die Regale hätten hingegen jene Kreaturen beherbergen sollen, die in Eiern noch ausgebrütet werden. Alles weg. Ein schwerer Schlag für den Orden. Sollte ihr Angriff erfolgreich sein und der Aspekt zurückgewonnen werden, stünde eine Menge Arbeit an, um die Zucht um den Orden wieder zu seinen alten Traditionen führen zu können.
Dafür fand Ruiwen beim Durchsuchen der Regale in einer eingestaubten Ecke doch noch ein einzelnes Ei (7). Sie wussten nicht, welcher Art dieses Ei war. Auch Pablo war ratlos, die Bestimmung anhand von Eiern war doch eine eher außergewöhnliche Aufgabe. Das Buch war ein ziemlicher Wälzer. Mitnehmen würde sie behindern und jetzt direkt durchsuchen, war keine Option. Sie würden mit dem EI später hierher zurückkehren müssen.



Sie verließen also das Zuchtlabor und das Drachengelege, kehrten zur Kreuzung zurück und folgten dem Weg weiter nach oben Richtung Gipfel. Nach einer Weile erreichten sie eine Biegung hinter der sie ein Geräusch vernahmen „Haaaaaa gubl gubl gubl“, dass sich regelmäßig wiederholte. Ein vorsichtiger Blick und sie sahen ein Monster vor einer großen doppelflügligen Tür liegen (8). Vier klauenartige Füße, ein buschiger Schwanz, schwarze Flügel, der Kopf eines Hahns. Cockatrice, ein geflügelter Basilisk, schlief direkt vor ihnen. Weitere Gegner waren nicht zusehen. Dafür stand wieder eine eigenartige Drachenstatue mit einem Podest und einer Schale in einer Seite des Raumes (9). Banner mit dem Drachenmaulsymbol hingen an den Wänden.



Zunächst war jedoch die Kreatur zu beseitigen. Buffs wurden gesprochen, Anvinara rückte leise vor (10). Doch Thaddaeus eröffnete den Kampf mit seinem Lichtpfeil. Dieser schlug in das dichte Federkleid ein und wurde Großteils absorbiert. Der Cockatrice erwachte sofort, sah sich um und begriff, dass er angegriffen wurde. Anvinara stürmte der Kreatur entgegen, während Ruiwen Pfeile entsandte. Der Cockatrice stand nicht etwa auf, sondern rollte sich nur leicht in ihre Richtung. Ein tiefes Einatmen und dann kam ein fauliger Hauch in Verbindung mit einem Husten aus der Kehle des Cockatrice. Ein Fehlschlag. Gerade noch so entkommen.





Er erlitt umgehend weitere Wunden und bequemte sich dann doch noch aufzustehen. Grazil begann er mit eifrigem Gubbeln und Krähen und Flattern den Angriffen auszuweichen. Mit Backflips und künstlerisch wertvollen Sprüngen versuchte er die Helden zu verhöhnen und ihnen ihre Lächerlichkeit zu beweisen. Doch nach einem schweren Pfeiltreffer war die Zeit des Spielens vorbei. Federn flogen umher. Die Augen des Cockatrice begannen zu glühen. Ruiwen, Anvinara und Pablo erstarrten umgehend zu Stein. Während Thaddaeus noch überlegte, wie er die Zauber auflösen könnte, schossen Balan und Baro ihre Zauber dem Feind entgegen. Glückliche Treffer rissen den Cockatrice herum. Als die letzten Zuckungen abgeklungen waren, verblasste der Versteinerungszauber. Ungläubig sahen sie sich um, aber der Cockatrice war tot. Anvinara ließ sich von Ruiwen ein paar der schönen Federn herauslösen (11), während sich Balan der Statue zuwandte.
Seine magischen Sinne ließen eine Klinge in den Händen der Statue sowie die Schale auf dem Podest aufleuchten (12). Balan betrachtete die Schale. War dies diejenige, von der sie im Tagebuch gelesen hatten? Er warf einen tieferen Blick hinein. Plötzlich fand er sich in einem Raum wieder. Große und ungleichmäßig behauen, wirkte er wie eine Höhle. Niedrige Tische standen an den Rändern. In der Mitte war ein großer ovaler Tisch aufgestellt worden. Fünf Stühle standen darum.





Und dann waren da noch fünf Personen. Eine konnte er klar als Vega erkennen. Sie stand neben einem Mann mit einer eigenartigen, drachenartigen Rüstung. Sein Gesicht war von einer Maske verdeckt. Die beiden stritten sich mit drei anderen, einer Ritualerschaffenen, einem Bärenmensch und einem Waldelf. Er trat näher. Der Streit drehte sich offensichtlich um die Gefangenname der Geiseln. Die drei empfanden es als schändlich, sie einfach zu töten und dann an die Drachenwelpen zu verfüttern. Immerhin wären es ihre Mitstreiter, auch wenn sie den neuen Weg noch ablehnen sollten. Der Mann mit Maske gab Vega jedoch nur einen kurzen Befehl. Sie verbeugte sich leicht und verließ den Raum durch die Tür, bei der Balan stand. Der Mann mit Maske verließ den Raum durch eine Tür auf der anderen Seite. Die Proteste wurden vollständig ignoriert.
Das Bild verblasste und Balan fand sich leicht desorientiert wieder in der Kammer zurück. Er erzählte den Anderen von seinem Erlebnis und das sie wohl hier die besagte Schale gefunden hätten. Sollten sie die drei beschriebenen Personen treffen, so bestünde vielleicht die Möglichkeit, dass sie die Seite wechselten. Thaddaeus betrachtete sie näher. Als er sie hob, stellte er fest, dass der Rauch, der darin wallte und an den Seiten herunterglitt, sich immer auf die gleiche Art von der Schale entfernte, egal wie man sie hielt. Kopfüber wallte der Rauch dann einfach aus der Schale am Rand entlang nach oben. Dann erlebte auch er die gespeicherte Erinnerung. Wie man auf andere zurückgreifen konnte, fand er nicht heraus. Balan untersuchte derweil die Klinge.
Doch da war ja noch die doppelflüglige Tür. Anvinara versuchte sie einzutreten, aber sie bewegte sich kaum (13). Stattdessen schepperte es nur. Thaddaeus ging mit hochgezogener Augenbraue an ihr vorbei, drückte prüfend  leicht dagegen und zog sie dann auf. Darin standen, aufgeschreckt von der knallenden Tür, die drei Personen aus der Erinnerung, die Balan und Thaddaeus beschrieben hatten.
Diese erkannten Pablo und Marina sofort. Trotz der Tatsache, dass Balan ihnen zuvor berichtet hatte, dass die drei anderen Ratsmitglieder nicht unbedingt für ihre Inhaftierung und Opferung gewesen waren so standen sie ihnen doch nicht sofort freundlich gegenüber. Ihre Opferung hatten sie schließlich nicht durch Taten versucht zu verhindern…
Dennoch versuchten Anvinara und Balan die Parteien davon zu überzeugen, dass man am gleichen Strang ziehen könne. Offensichtlich seien sie unzufrieden mit der Führerschaft. Thaddaeus fiel derweil auf, dass ihre Gegenüber natürlich wie die anderen Kultisten einen leicht purpurnen Schimmer und die geschlitzen Pupillen aufwiesen. Vielleicht standen sie unter einem Zauber, der zumindest teilweise ihren Verstand beeinflusste. Die Magie zu bannen wäre eine Möglichkeit. Während die Drei abgelenkt waren, näherte er sich vorsichtig und wirkte den Zauber. Dieser schlug zwar fehl, wurde jedoch durch die Tuschelnden nicht entdeckt (14).
Es war daher Zeit, ernst zu machen. Balan aktivierte seine Runen und sprach eine Rede, so flammend, so leidenschaftlich und so intensiv, an die Ehre und die gute Zeit appellierend, in der der Orden noch seine eigentliche Arbeit, die Monsterjagd bestritt und beschwor die Möglichkeit herauf, dass alles wieder so sein könnte, wenn sie jetzt und hier, in diesem Augenblick die richtige Entscheidung träfen (15). Zu Tränen gerührt, führte nun kein Weg mehr daran vorbei, dass man sich verbünden musste. Marco sollte gestürzt und die alte Ordnung wiederhergestellt werden.



Doch wie sollten sie nun vorgehen? Marco, der den Aspekt an sich gerissen hatte, sei auf dem Gipfel. Dort sei eine Plattform, von der er aus mit dem Drachen spreche. Der Drache selber würde aber meist von weiter oben das Tal beobachten oder schlafen.
Es wäre am Besten den Drachen aus dem Kampf auszuschließen. Dazu müssten ihn die drei Überläufer mit irgendeiner Ausrede nach unten in den Beratungsraum locken. Dort könnten sie ihm dann eine Falle stellen.
Ein guter Plan. Ob der aufgeht, wird man wohl in der Folgesession sehen.  :D
Gespeichert

Sintholos

  • Stufe 7
  • *
  • Online Online
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 225
  • Kultur: Bergzwerge
  • Klasse: Alle
  • Dungeonslayer-SL
  • Scriptor (Bronze): Fanwerk oder Tool für DS erstellt
    • Awards
Antw:[Kampagnenbericht] Aspekte der Magie
« Antwort #48 am: 10. Juni 2018, 19:37:41 »

4. Waidsummen: Dornenkammhort

Um Marco, den Aspekt der Bestie, in eine Falle zu locken, sollte ein Hinterhalt gestellt werden. Rodrigo, der Bärenmensch, sollte ihm dazu berichten, dass sich der Drachenwelpe unten mit dem Cockatrice angelegt hätte. Es benötige mehr Kräfte als das was die Kultisten und Ratsmitglieder in der Lage sind aufzubringen, um diesem Kampf ein Ende zu setzen.
Währenddessen bereitete man sich unten vor. Alma und Oronell postierten sich an der gegenüberliegenden Tür um so zu tun, als würden sie den Kampf weiter unten beobachten (1). Die anderen platzierten sich links und rechts zur Tür (2). Verstärkungszauber wurden gesprochen. Die Zeit verging und erste Zauber verschwanden bereits wieder. Die Zeit verrann. Hatte Rodrigo versagt?
Alsbald näherten sich Schritte. Zwei Paar Füße eilten über den steinernen Boden. Schließlich tauchte Rodrigo auf und eilte schnell durch den Raum am Tisch vorbei (3). Die anderen Schritte wurden langsamer. Hatte er gehört, wie die Verstärkungszauber erneuert wurden? Bedächtig betrat Marco den Raum (4). Und er sah, dass der getötete Cockatrice noch immer in der Mitte des angrenzenden Raumes lag (5).



Eigentlich wollte man ihn weiter im Raum haben, aber die Fassade schien bereits geplatzt. Anvinara und Pablo stürmten vor. Ruiwen und Oronell schickten erste Pfeile in seine Richtung. Leichte Treffer und Schnitte waren der Lohn. Marco bemerkt sofort, dass er hier in eine Falle gelaufen war und die drei Ratsmitglieder ihn verraten hatten. Er wendete sich zur Flucht zum Gipfel. Und er war schnell. Schneller als jeder der Charaktere, die teilweise auch durch ihre Metallrüstungsteile behindert wurden, wodurch er alsbald einen Vorsprung gewann. Ein paar Geschosse und Zauber wurden ihm noch nachgesandt, doch dann verschwand er in den Windungen des Ganges (6).
Die Gruppe sammelte sich in einer Kurve (7). Sie sollten nun besser vorsichtig weiter nach oben gehen. Fallen oder ein Drache könnten oben auf sie lauern und den Gang mit Feuer fluten. Doch dann fiel Ruiwen etwas auf. In den Fels war etwas eingelassen. Eine Art… Vertiefung, die so geformt war, als könnte man ein Amulett in der Form des Drachenmauls, dass sie schon oft gesehen haben, dort hineinstecken. Die Zauberwirker versuchten die Umgebung nach Magie zu untersuchen und tatsächlich leuchtet die Wand links von der Vertiefung auf (8). Balan wirkt „Öffnen“ und die Wand verschwand mit einem Surren. Dahinter befand sich ein Raum (9), der untersucht wurde, während die drei ehemaligen Ratsmitglieder Wache standen. Pablo hatte von diesem Ort keine Kenntnis. Vielleicht wurde er später angelegt? Der Drache würde hier jedoch nicht auftauchen. Den Schatz zu bewachen war Aufgabe seiner Kultisten. Fallen, weder mechanischer noch magischer Art waren nicht zu finden. Dafür ein Berg von Münzen, Ringen, Armreifen und Schmuckwaffen, die auf einem Haufen aufgetürmt vor ihnen lagen (10). Eine weitere Untersuchung nach Magie ergab 3 magische Gegenstände. Ein gewundener Stab, eine Art kurzes Zepter mit einem blauen Klunker am Ende und ein langes Stück Holz, dass aussah, als könnte es ein ungespannter Bogen sein. Die drei Gegenstände wurden direkt aus dem Haufen gezogen, untersucht und verteilt. Dann drang die Gruppe weiter zum Gipfel vor.



   

Nach einigen Minuten sahen sie den Ausgang. Balan schlug vor zunächst „Tarnender Nebel“ und dann „Trugbild“ auf den Höhleneingang zu zaubern (11). Damit sollte ihre Anwesenheit verschleiert werden. Gesagt getan. Doch was nun? Immerhin blockierte das Trugbild nach Verschwinden des Nebels auch die Sicht nach außen. Bevor Balan noch etwas dagegen sagen konnte, reckte Thaddaeus bereits seinen Hals durch das Trugbild und bereitete sich mit einem „Verteidigung“ Zauber auf das vor, dass da kommen möge. Vor ihm entfaltete sich eine zerklüftete Plattform. Kerben und Spalten waren tief in den Felsen geschnitten worden. In der Mitte stand Marco, den Blick vom Höhleneingang abgewendet (12).
Thaddaeus erstattete den anderen Bericht. Die Angriffsreihenfolge wurde festgelegt und allerlei Zauber gesprochen. Dann löste Balan das Trugbild auf und sie griffen an. Aufgrund des starken Windes bemerkte Marco sie erst, als Anvinara versuchte ihm ihre Klingen in den Leib zu rammen.
Der Kampf wurde langwierig und brutal. Marco stieß einen Schrei aus, der allen die Haare zu Berge stehen ließ, jedoch konnten sie den Effekt abschütteln. Anvianara und Pablo bearbeiteten ihn mit ihren Angriffen. Oronell und Ruiwen sandten ihm ihre Pfeile entgegen. Rodrigo schlug mit seinem großen Streithammer zu. Thaddaeus und Marina versuchten einen Schutzschild zu zaubern, scheiterten jedoch und versuchten Marco zu flankieren. Die Zauberin Alma beschwor ein Arkanes Schwert und näherte sich ihrem ehemaligen Herren um es in Reichweite zu bringen. Balan und Baro schossen Lichtpfeile und dunkle Strahlen auf den Aspektträger.



Marco entpuppte sich aber als durchaus gewandter Kämpfer. Mit seinen zwei Langdolchen wehrte er sich erbittert gegen das Trommelfeuer von verschiedensten Angriffen. Doch nicht jeder Angriff konnte vollständig abgewehrt werden und der Boden war uneben. Oft genug brachte die schiere Menge der Angriffe Marco zu Fall. Schließlich vernahmen die Kämpfer einen Knall hinter sich. Ein Purpurgroßdrache war oberhalb des Tunneleingangs an der Felswand gelandet und hatte dabei Felsen gelockert, die nun auf die nahe der Felswand gebliebenen herunterprasselten (13). Oronell konnte ausweichen, Ruiwen war jedoch nicht so glücklich und wurde schmerzhaft getroffen. Da Thaddaeus kreuz und quer über das Kampffeld huschte und gerade zu weit entfernt war, trank Ruiwen lieber schnell einen Heiltrank, statt sein Kommen abzuwarten. Seine zwischenzeitlich aktivierte Heilende Aura ermöglichte aber zumindest den Nahkämpfern Linderung.
Während sich der Großteil weiter dem Aspektträger zuwandte, versuchte Balan den Drachen davon zu überzeugen und doch die Seiten zu wechseln. Wenn er sich ihm unterwürfe, gäbe es nichts, was sie nicht schaffen können. Der Drache hörte zu, überwiegend weil ihn die lächerlichen Versuche des Ritualerschaffenen amüsierten, doch irgendwann war seine Geduld und sein Interesse aufgebraucht. Eine Bemerkung Balans hatte er als beleidigend empfunden (wahrscheinlich vor allem das mit der Unterwerfung), sodass er sich mit einer abfälligen Beleidigung („Du kleine Made…“) in die Lüfte erhob und in den Wolken verschwand.
Währenddessen wurde Marco unverdrossen weiter verprügelt. Er blutete mittlerweile aus vielen kleinen Wunden, aufgrund der schieren Menge von Angriffen war es ihm einfach unmöglich alles abzuwehren. Mehrfach wurde er zu Boden gerungen, um sich dann mühsam wieder aufrappeln zu müssen. Im Liegen versucht er gar einen flammenden Odem zu speien, doch wurde ihm durch einen Schlag ins Gesicht der Mund im selben Augenblick zu geschlagen, sodass das Feuer ihn selbst verbrannte (14).



Er wich langsam zurück, der Klippe entgegen (15). Die Angreifer wussten sofort: Wenn er sich hinunterstürzt und vom Drachen aufgefangen wird, könnte er entkommen. Daran mussten sie ihn hindern. Wieder wurde er zu Boden gerungen. Thaddaeus setzte sich sogar auf den Aspektträger, um ihn am Boden und von der Klippe fern zu halten. Marco wehrte sich verzweifelt. Ein wütendes Kreischen entfuhr seiner Kehle. Ruiwen war ob dieses unmenschlichen Schreies stark erschüttert. Ihre Hände begannen zu zittern (-4 auf alle Proben). Anvinara bekam Skrupel. Sie hatten ihn am Boden angepinnt. Jetzt auf ihn einzustechen wäre so… ehrlos und mies… waren sie wirklich die Guten? Für Thaddaeus stellte sich diese Frage nicht, als er Marco mit seinen Lederhandschuhen festhielt, während Marina Blitze in ihn fahren ließ.
Eine letzte Kraftanstrengung. Marco konnte Thaddaeus erfolgreich von sich schubsen und stieß sich über die Kante der Klippe. Wie befürchtet war der Drache zur Stelle, der ihn auffing und hoch über die Plattform trug. Schüsse und Zauber wurden durch das sich schnell in großer Höhe befindliche Ziel erheblich erschwert.



Der Drache schien jedoch nicht gewillt, seinem Schützling wirklich wertvolle Hilfe zuteil werden zu lassen. Eine vom bisherigen Geschehen nahezu unberührte Ecke der Plattform wurde beim Überflug in purpurnes Feuer getaucht (16) und Marco selber am Ende wieder abgeworfen (17). Ein letztes Handgemenge entbrannte zwischen der Gruppe. Thaddaeus schoss ihm einen Lichtpfeil glücklich so gegen den Hals, dass es ihm diesen fast komplett wegriss. Schwer getroffen taumelte er in die Flammen, die der Drache hinterlassen hatte und verging (18).
Rauch entstieg aus dem Geschundenen, der die Gruppe an jene Vorkommnisse im Tempel der Dunkelheit erinnerte. Auch damals war der Aspekt in dieser Form hervorgetreten um sich einen neuen Wirt zu suchen. Fasziniert näherte sich Anvinara der Wolke, die sich über dem Feuer zu sammeln begann. Auch die anderen Mitglieder des Ordens sammelten sich…
Thaddaeus wirkte einen Schutzschild auf sich, für den Fall dass der Drache doch noch Rache nehmen würde. Ruiwen sank erschöpft nieder. Eine Pause sollte sie sich eigentlich verdient haben…
Unterdessen rumpelte es wieder in der Nähe des Höhleneingangs. Der Drache hatte sich an seinem vorherigen Platz niedergelassen und betrachtete die Gruppe (19). Balan wollte einen neuen Versuch starten, den Drachen zur Zusammenarbeit zu überreden…



Der Aspekt der Bestie wurde erschlagen und der Drachenkult damit vernichtet. Doch noch stehen sie einem Drachen gegenüber. Die Gefahr ist also noch nicht gebannt. Dennoch erkläre ich dieses Abenteuer nach 3 Sessions für beendet und meine Gruppe darf sich über ein paar EP freuen.

------------------------------------------------------------

Die Helden erhielten EP für:
3 Kultistensöldner: 246
1 Kultistenhauptmann: 111
1 Cockatrice: 220
1 Marco, Aspekt der Bestie: 508
„Home Sweet Home“ (Aspektgemächer durchsucht): 25 EP
„Der Rat“ (Die Ratsmitglieder überzeugt): 50 EP
„Der Aspekt der Bestie“-Kapitel abgeschlossen: 100 EP
Ein paar Sonder-EP, die sich jeder meiner Spieler einfach für ein paar tolle Aktionen verdient hat:
Sonder-Achievement: „Silberzunge“ für Balan und seine flammende Rede, die die 3 Ratsmitglieder für ihre Seite einnahm und der versuchte, den Drachen zum Wechseln der Seite zu überreden: 25
Sonder-Achievement: „Jäger des verlorenen Schatzes“ für Ruiwen, die den Eingang zum Drachenschatz fand (womit die Gruppe die Abenteuerendbelohnungen vor Ende des Abenteuers erlangte): 25
Sonder-Achievement: „Sanftmütig“ für Anvinara, die Skrupel bekam und den angeblich wehrlosen Feind schonen wollte: 25
Sonder-Achievement: „Unheiliger Heiler“ für Thaddaeus, der den angeblich wehrlosen Feind festhielt, damit er mit Blitzen malträtiert werden konnte: 25

Summa Sumarum: 472 für Alle
Gespeichert