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Autor Thema: [Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark  (Gelesen 22653 mal)

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #60 am: 08. Juni 2020, 08:43:23 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 41

Direkt nach dem Kampf mit dem furchtbaren Leichensammler begannen Susi und ihre zwei Helfer Isegrimm und Hjoldor den Leichensammler zu zerlegen. Susi verschwand schon beinahe im Bauch des Kolosses als man plötzlich ein erfreutes Aufjauchzen hörte. Sie war wirklich glücklich als sie etwas Pulsierendes aus dem Leichensammler barg, das so instabil wirkte, als würde es jederzeit explodieren. Alle gingen in Deckung bis sie enthusiastisch verkündete, dass das Ding sicher wäre. Ganz glaubte ich ihr das ja nicht, aber gut.

Ich hatte inzwischen ja mit den beiden Geretteten Julius und Barock gesprochen und ihnen - da sie nun doch ganz  nett wirkten - den einen oder anderen Tipp gegeben wo in der südlichen Nord-Kronenmark sie vielleicht Hilfe und Unterschlupf finden konnten. Ich zeichnete ihnen dazu auf der Karte zum Beispiel den Ort von Samtsch Koboldstamm ein.

Isegrimm kam plötzlich zu Frowin und mir - Frowin hatte sich mir angeschlossen - und brachte interessante Dinge, die er vom Leichensammler geborgen hatte unter anderem ein magisches Langschwert, eine Schriftrolle, einen Beutel mit Schlafstaub und einen Topf mit einem seltsam eingebetteten Botschafts-Zauber. Die letzten beiden Dinge erhielten Hjoldor und - wenn ich mich richtig erinnere - Susi, die anderen kamen ins gräfliche Gepäck, obwohl ich mich dafür einsetzte, dass Sarah vielleicht das tolle Schwert bekam.

Gerade als Julius und Barock sich verabschiedet hatten, kam ein Trupp Umbar über die Lichtung auf uns zugeschritten. Stolz und offen, traten sie uns gegenüber und wollten offenbar verhandeln. Doch dazu kam es dann doch nicht - Sarah hatte den Zauber Tarnung auf sich gesprochen und ihren Rapier dem Anführer in den Leib gerammt. Wir hatten keine Zeit zu fragen wieso - denn plötzlich mussten wir wieder unsere Haut retten. Gut dass wir vorher gefragt hatten wo sie herkamen - das ersparte uns danach die Suche nach dem von Ulrick sehnsüchtig erwarteten Räuberlager.

Sarah selbst wurde verletzt zu Boden geworfen, was ich gleich nutze um sie heroisch zu retten, zu rächen und gleich darauf zu heilen. Frowin schuf mal wieder sein Markenzeichen - eine wunderbare Feuerwand.  - was den harpunierenden Umbar in der zweiten Reihe gar nicht gefiel. Hjoldor und Ulfrick schnitten sich durch die Menge und Susi und Isegrimm halfen an allen Ecken und Enden. Bastian und Theo standen uns diesmal nicht zur Seite, keine Ahnung wo die sich herumtrieben, aber nach wenigen hektischen Augenblicken gewannen wir die Oberhand.

Schnaufend fragte ich Sarah was das denn sollte, worauf sie nur mit der Schulter zuckte und meinte, dass diese 6 uns nun nicht mehr im Lager Probleme bereiten würden. Isegrimm stimmte ihr gönnerhaft zu, womit das Thema beendet war. Bei der Untersuchung bestätigte sich, dass es sich  wirklich um Handlanger der Eulenbärin gehandelt hatte. Wir verbrannten sie wie es die gute Sitte verlangte am Scheiterhaufen mit den anderen Leichen vom Leichensammler, bevor wir unser Lager ein wenig abseits aufschlugen. Für einen Nachtangriff reichte die Kraft bei den meisten einfach nicht mehr, auch wenn manche vor Energie nur so strotzten und gar nicht wussten wohin damit, nur um am nächsten Tag dann erschöpft zu sein!

Was sonst in dieser Nacht geschah, ist keiner weiteren Erwähnung wert, nur so viel - gewisse heroische Taten blieben nicht unbelohnt!

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #61 am: 23. Juni 2020, 15:31:47 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 42

Nach einer erholsamen Nacht waren alle sehr motiviert, die Sache mit dem Räuberlager möglichst schnell hinter sich zu bringen. Wir überlegten sogar, ob wir danach nicht direkt nach Rien zurückreiten könnten, zum einen um Vorräte aufzustocken, zum anderen um Ulfricks Geburtstag und die Helianacht zu begehen. Außerdem würden wir so einfacher über den Goldstrom gelangen um Bastian zum Tempel zu bringen, der nun schon eher ungeduldig wurde.

So ritten wir langsam in Richtung des Lagers und erkundeten ausnahmsweise gründlich die Umgebung. Wir kamen an einigen Gehöften vorbei, da die aber nirgendwo frisches Bier hatten, kehrten wir dort nicht ein und handelten auch nicht. Isegrimm und Susi tuschelten und sahen müde aus - sie nuschelten was von Überraschungsparty für das Geburtstagskind - aber davon konnte man doch nicht so erschöpft sein. Ich beschloss nicht wütend zu werden, dafür war meine Laune zu gut - und die Aussicht auf ein normales Bett in Rien war noch dazu erhebend.

Am frühen Nachmittag erblickten wir in einiger Entfernung das Lager auf einem Hügel. Wachposten waren erkennbar und Sarah meinte, dass es sich wohl um 1-2 Dutzend Umbar handeln würde. Gut, das war zwar schaffbar und die Krieger wetzten schon ihre Schwerter und Äxte - trotzdem drängte ich auf eine List oder zumindest eine ausgiebige Erkundung (möglicherweise mittels List). Isegrimm stimmte dem zu und schickte Theo auf seine erste wirkliche Mission zur Erkundung des Lagers, die der Junge auch wirklich gut ausführte. Wir erfuhren, dass das Lager zwei Türme hatte und nur einen Ausgang, der mit Barrikaden so abgesperrt war, dass ein berittener Angriff eher schwierig werden würde. Die Eisenschädel-Umbar (so nannte Sarah sie) waren offenbar Söldner, aber - Helia und Berna sei Dank - keine Diener der dunklen Mächte. Trotzdem waren sie natürlich Diener der Eulenbärin, weshalb sie primär als Feinde anzusehen waren.

Wir berieten lange, meine Idee einer List wurde insofern aufgegriffen, dass Isegrimm mit Ulfrick und Frowin ins Lager reiten sollten um zu verhandeln. So wären zwei unserer beiden gefährlichsten Kämpfer bereits vor Ort sollte ein Kampf unvermeidlich werden. Frowin würde sich um die Schützen auf dem einen Turm kümmern und Ulfrick und Isegrimm sich um die Nahkämpfer kümmern. Susi reklamierte sehr aufdringlich, dass sie nicht von Isegrimms Seite weichen würde - und dem wurde Statt gegeben. Wie auch immer, ich schüttelte nur noch den Kopf. Hjoldor, Sarah und ich sollten getarnt mit Hilfe von Sarahs Zauber, an die Rückseite der Mauer auf "das Zeichen" warten - das entweder eine Explosion oder ein Feuer oder ein Schrei wäre - aber auf keinen Fall Stöhnen. Bastian, Theo und Frederick blieben bei den Pferden.

Wir schlichen uns wie besprochen von hinten an und warteten. Wie wir später erfuhren scheiterten jegliche Verhandlungen spektakulär innerhalb von Sekunden, wir bekamen nur Geschrei und Flammen mit. Wie besprochen schleuderte ich eine Blendbombe auf den Turm, während Sarah und Hjoldor mit Seil und Haken über die Mauer gingen. Drinnen wüteten Ulfrick und Frowin, denn innerhalb kürzester Zeit waren ein Haufen Umbar entweder zerteilt oder von den nach Schwefel stinkenden Feuerwänden verkohlt. Susi und Isegrimm taten ihr bestes um die Umbar ebenfalls in Schach zu halten.

Hjoldor sprang inzwischen von der Mauer und landete neben Sarah, die ebenfalls schon hier war. Ich warf noch eine Splitterbombe auf den Turm, was den dortigen Schützen so wenig gefiel, dass sie eine Harpune nach mir warfen - und sie trafen auch noch - trotz Blendung und meiner Tarnung. Während im Inneren des Lagers der Hauptmann ganz kopflos wurde und die anderen kämpften - was ich aber nicht sehen konnte, begann ich ein Lied zu singen, dass unserer Gruppe leichtere Beine verschaffen sollte und auch Hjoldor warf sich in den Kampf. Sarah erkletterte den Turm und attackierte einen der Schützen so, dass er bedrängt fünf Meter in die Tiefe stürzte.

Da erklang eine laute und eindringliche Aufforderung von Ulfrick sich zu ergeben, was die übrig gebliebenen Umbar auch mit hängenden Köpfen taten. Sie streckten in dem Moment die Waffen, als ich - geschwächt von den Wunden - gerade erfolglos versuchte die Mauer zu erklimmen. Hjoldor half mir dankenswerterweise von Innen und ich konnte mich auch gleich heilen.

Während wir die Habseligkeiten der Umbar untersuchten - vor allem der Anführer war magisch gut versorgt gewesen - buddelten Buddel und Frowin in einer Ecke im Dreck. Ich heilte auch die beiden wirklich schwer verletzten Umbar, denn der Graf hatte natürlich mit ihrer Kapitulation auch gleichzeitig ihr Leben verschont.

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #62 am: 24. Juli 2020, 20:08:29 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 43

Während Frowin und Buddel weiter suchten berieten wir was wir mit den Umbar machen würden - töten kam nun ja nicht mehr in Frage. Mein Vorschlag war ihnen zu erlauben ihre Toten ins Umbarla-Becken zu bringen um sie zu bestatten (wenn sie das wollten) und dabei helfen Kontakte zu ihren Häuptlingen zu schließen. Offenbar standen wir zu nahe, denn das hörten sie und wurden unruhig und begannen in ihrer kehligen Sprache zu sprechen.

Einen Zauber später verstand ich alles was sie sagten und das verwunderte mich wiederum. Zwar waren sie durchaus froh, dass wir unser Wort halten würden - aber zurück nach Hause konnten sie anscheinend nicht, waren sie doch offenbar Verbannte - sie planten auf unser Angebot einzusteigen und dann wegzuziehen. Ich zog Isegrim und Ulfrick weiter weg und wir besprachen ob man die Gruppe nicht doch vielleicht anheuern konnte.

Auf Isegrims Rat hin trat ich mit Ulfrick und ihm nach vorne und unterbreitete das Angebot - natürlich nachdem ich ihnen eingeredet hatte, dass meine Mutter eine Umbar gewesen war - was sie mir zwar glaubten, aber nicht sofort. Ich fragte sie ob sie Ulfrick als Anführer akzeptieren würden, doch dazu schüttelten sie nur den Kopf - erstens weil er ihnen zu jung erschien und zweitens, weil sie keine Verräter an der Eulenbärin waren.

Isegrim entschied ihnen freies Geleit zu geben und sie versicherten weit weg zu ziehen - sie sprachen von den freien Landen. Nach einer Erinnerung, dass sie bei einem weiteren Betreten der Kronenmark sie diese nicht mehr lebend verlassen würden, zogen sie mit einem Karren und einigen Vorräten, aber ohne Waffen ab.

Danach durchsuchten Susi und ich das Lager - während Frowin die Axt untersuchte und Isegrim zum Erstaunen aller die Pferde holte. Wir fanden ein wenig Bier - besonders zu Freude von Hjoldor - etwas Wein aus der Sonnenmark sowie Proviant, Handelswaren und eine Steuerliste. Susi meinte sie wollte mit Isegrim reden ob wir die Handelswaren zurückerstatten sollten - ich weiß nicht ob sie das dann auch gemacht hatte.

Am Abend beschlossen wir direkt nach Rien zurückzureiten - unsere Beute mal zu verkaufen und diverse Vorräte nachzukaufen und vor allem Bastian seinen Wunsch zu erfüllen. Auf dem Ritt bequatschte Isegrim dann Hjoldor und heckte mit ihm etwas aus, dass dem Zwerg ausgesprochen vergnügt stimmte. Ich hatte schon mitbekommen, dass es offenbar mit Ulfricks bevorstehendem Geburtstag zu tun hatte und war nun wirklich gespannt.

Im Nachtlager - etwas südlich der Gormburg - stellten wir uns auf eine ruhige Nacht ein, wurden aber von Susis und Isegrims Warnschrei aufgescheucht. Sarah - die nun das Zelt mit mir teilte - war sofort hellwach und aus dem Eingang gestürmt, ich natürlich hinterher. Dort sahen wir einen Krieger auf Susi einhacken und von hinter unserem Zet klappernde, schlurfende Schritte. Meine Nackenhaare stellten sich auf, sah ich mich doch meinem größten Albtraum gegenüber - untoten Skeletten.

Schnell zauberte ich Sarah noch unsichtbar, bevor ich mir und den anderen mit einem Helia-gefälligen Lied Mut und Schutz zusang. Nach und nach wurden auch die anderen wach und die Nacht wurde vom knirschenden Geräusch zerstörter Knochen erfüllt. Besonders Hjoldor tat sich dabei hervor, einmal waren seine Beine nicht zu kurz.

Langsam sah es so aus als würden wir die Gefahr in Griff bekommen, immer mehr Knochen lagen am Boden. Umso länger wurden unsere Gesichter als die Skelette begannen sich weider zusammenzufügen - eindeutig war hier gotteslästerliche Schwarzmagie im Spiel! Wie um das zu bestätigen schossen da auch aus verschiedenen Richtungen Schattenpfeile heran und trafen unter anderem Susi und Sarah. Einmal hörte ich den Zauberspruch und störte diesen mit einem hohen, schrillen Akkord aus meiner Laute.

Kurz später ertönte Isegrims Ruf aus einem unnatürlichen Nebel - der Susi zu Beginn auch während ihrer Wache aufgefallen war: Blutzauberer! Ein Stoßgebet folgte und ich lief einen weiten Bogen um die Untoten herum bis ich knapp vor dem Nebel stand - Helias und Bernas Werk war zu wichtig! Und ich bin ehrlich: einen Blutzauberer zu bekämpfen war mit tausendmal lieber als einen wandelnden Toten. Hjoldor, Susi und Ulfrick machten sich auch bereits auf den Weg um dem Spuk ein Ende zu bereiten.

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« Antwort #63 am: 24. August 2020, 16:32:40 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 44

Nachdem wir die Quelle der Zauber gefunden hatten, versuchten wir kurzen Prozess mit den Blutzauberern und Nekromanten der Ascheelfen zu machen. Das war durch den Nebel aber gar nicht so einfach. Etwas aus dem Tritt brachte uns auch, dass Isegrim und Hjoldor kurzfristig auf Grund von Treffern beinahe umgekippt wären. Aber dank Susi und Fauch konnten sie geheilt werden. Frowin hatte letztlich die rettende Idee und mit Hilfe seines Lichtzaubers konnte er die Zauberwirker so sichtbar machen, dass wir sie erledigen konnten. Der Todesritter, den sie offenbar gegen seinen Willen am Leben gehalten hatten, hauchte auch seinen letzten Atem aus und so trat endlich Ruhe ein.

Schnell sammelten wir alles brauchbare ein - so hatte der Todesritter einen vollständigen Schwarzmithril-Panzer dabei. Klarerweise würde ich niemandem erlauben diesen anzuziehen - aber gutes Geld war er allemal wert. Auch einige Ritualdolche und Roben konnten wir sicherstellen. Auch Schriftrollen waren natürlich dabei, etwas, das wir immer gut gebrauchen konnten, vor allem weil Frowin schon Ideen hatte, womit er sich am liebsten ausstatten würde. Ich behielt meine Zweifel bei mir ob es schlau wäre den guten Frowin mit einem Zauber, den er "Feuerball" nennt auszustatten. Alle anderen - Susi und Isegrim voran - hielten das für eine ausgezeichnete Idee (und wer bin ich dem Fürsten der Mark zu widersprechen).

Am nächsten Tag ritten wir weiter und kamen am späten Nachmittag endlich wieder in Rien an. Nachdem wir uns frisch gemacht und etwas den Staub der Reise aus den Kleidern geklopft hatten, ging es - natürlich - ins Gasthaus, wo ich Berna für meine Wiederkehr im Stillen dankte. Zuerst fragte ich Nadja nach Neuigkeiten aus - vor allem wollte ich Anhaltspunkte für Fragen finden, die mir lange im Kopf rumgingen: Warum hatte der König nur unsere sehr kleine Gruppe ausgesandt um die Eulenbärin zu stoppen. Gut, es waren mehr geplant gewesen und wir sind natürlich sehr fähige Soldaten, trotzdem war die Unternehmung natürlich ein Risiko. Nadja erzählte was sie wusste: über einen "Griff" der die Dürrenmark mit 550 Kavalleristen von den Orks befreite, die Umtriebe des Handelshauses Lumen und ihrer Söldner in den Nonnenbergen und Jaque, den Freiländer, der offenbar vor der Eulenbärin hier in der Kronenmark den Ton angegeben hatte. Auch über Zasaraen, die gegen Umbar kämpften sprach sie - was spannend war, denn die Umbar hatten die ganzen Freikriege über die Füße still gehalten, und nun setzten sie die Zasaren unter Druck - warum so plötzlich? Ich beendete erst das faszinierende Gespräch als Isegrim mich bedeutungsschwanger auf den kaitanischen Händler aufmerksam machte - er hatte mit diesem noch ein Hühnchen zu rupfen.

Schnell zauberte ich uns den Sprachzauber, bevor wir mit aller Höflichkeit das Geschäft und Gespräch begannen. Wir verkauften eine Menge Zauberrollen und kauften auch gleich wieder welche für Frowin. Dann kaufte ich für mich selbst einige hoffentlich nützliche Tränke und so ging es hin und her - Isegrim wurde immer ungeduldiger. Ich muss zugeben ich zögerte das ganze etwas hinaus - hatte ich doch keine Ahnung mehr was er besprechen wollte. Irgendwann dämmerte es mir - es ging um die Weinflasche, die wir gefunden hatten - mit der persönlichen Nachricht vom Händler an die Eulenbärin. Im Gespräch fanden wir heraus, dass der Händler vor allem eines war - opportunistisch, er tat einfach alles um seine Geschäfte zu fördern. Aus diesem Grund konfrontierten wir ihn nicht direkt - auch um zukünftige Geschäfte nicht zu gefährden - was im Umkehrschluss aber natürlich bedeutete, dass wir seine Geschäfte auch massiv stören würden, sollte er seine Informationen zu früh weitergeben.

Dieses Gespräch war ermüdend und so bekam ich gar nicht mit, dass Hjoldor - eigentlich auf der Mission Ulfrick unter den Tisch zu trinken nach einem Bier aufgab (Ulfrick trank zu langsam). Deswegen forderten er und Gottwin - mein liebster Fleischer-Freund - ihn zu einem Holzhack-Wettkampf am nächsten Morgen heraus, was dieser auch annahm - und um etwas vorzugreifen: auch gewann.

Nach einem langen Tag fielen wir alle in unsere Betten und mir blieben am nächsten Tag - während die anderen die Überraschungsparty für Ulfrick vorbereiteten noch einige wenige Dinge zu tun: Ich bat Sarah mir den Bart zu trimmen - und fragte sie bei dieser Gelegenheit ob ich ein Wort für sie einlegen sollte. Isegrim hatte ihr schließlich zugesagt, dass ihre "Aufgabe" erledigt wäre, sobald das dritte Lager ausgeräumt ist. Sie lachte nur bei meiner Sorge um sie und meinen Worten, sie möge doch die zukünftige Konfrontation hier in Rien erwarten. Sie nannte mich "süß". Ich wollte sie wirklich in Sicherheit wissen und nahm mir vor Isegrim an seine Zusage zu erinnern.

Außerdem sprach ich mit Carsten Novus, dem strammen Hauptmann der königlichen Truppen hier in Rien (so wenig es auch waren). Ich bat ihn im Falle unseres Scheiterns einen Brief sowie eine durchaus pralle Börse und meine Medaille an Heinrich Cantor zu übergeben. Dieser sollte die Dinge an meine Familie aushändigen. Auch einen Brief an meine Eltern schrieb ich, bevor ich mich auf die Suche nach sauberen und löcherlosen Kleidern machte - für die Feiern zu Ulfricks Geburtstag und der bevorstehenden Helianacht musste ich schick sein.

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« Antwort #64 am: 09. September 2020, 16:41:00 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 45 (glaube ich)

Bevor die Geburtstagsparty für Ulfrick startete, hatten wir alle noch ein wenig zu erledigen. So ertappte ich Isegrim, wie er heimlich Schmuck kaufte - offenbar baute er vor, war doch Susi die nächste, die Geburtstag haben würde. Auf meinen strengen Kommentar hin legte er den Ring, den er sich angesehen hatte weg und kaufte dann doch einen Armreifen. Inzwischen war ich mir sicher, dass das in der vandrianischen Gesellschaft nicht ankommen würde, aber ich war es leid ihn andauernd in dieser Hinsicht zu warnen. Er war stur und dickköpfig, und er würde selber sehen wohin ihn das brachte, es würde wohl nicht reichen der Graf der Kronenmark zu sein. Ich fürchtete um seinen guten Ruf.

Als Ulfrick das Lokal betrat brutzelte bereits das - überteuert gekaufte - Reh am Spieß und man merkte, dass wir es geschafft hatten ihn wirklich zu überraschen. Der mehrstimmige Chor und der Geburtstagkuss von Cara auf die Wange entlockten ihm gar ein, viel zu seltenes, Lächeln. So schritt die Feier voran, Hjoldor schwadronierte mit Nadja der Wirtin über Bierrezepte und sprühte vor Inspiration - ihre erste gemeinsame Kreation eines Lynz-Bräus schien durchaus gelungen zu sein und Hjoldor plante schon ein Sattmach-Pils und ein Rauchbräu als nächstes.

Während der Feier sprach ich mit Isegrimm und erinnerte ihn an sein Wort Sarah gegenüber, dass sie nach dem dritten Räuberlager die Wahl haben würde ob sie mitkommt oder nicht. Leider drang ich nicht zu ihm durch, aber zumindest hatte ich alle daran erinnert, womit ich mich meiner Meinung nach durchaus ehrenvoll und ritterlich verhalten hatte.

Dann versuchte ich Ulfrick und Cara einander mittels kleiner arkaner Hilfestellung näher zu bringen. Als das nichts half griff ich zur Laute, was den Effekt hatte, dass nun alle tanzten, oder es zumindest versuchten. Isegrim tanzte mit Susi, Sarah mit Theo (da ich ja spielte), Cara mit Ulfrick. Hjoldor stahl sich davon um mit der Schmiedetochter ein Stelldichein am nächsten Tag zur Helia-Nacht auszumachen - und Frowin saß in der Ecke und grübelte immer noch an seinem Zauberspruch, offenbar fiel ihm das Lernen dieses speziellen Spruchs unheimlich schwer.

Der nächste Tag war der Tag vor der Helia-Nacht. Ich beriet mich mit Bastian ob und wo man am besten einen Tempel zu ehren von Berna und Helia hier in Rien anlegen könnte bevor ich mich mit Sarah gemeinsam zu Festplatz machte. Dort war schon ein ziemlicher Trubel - Musik und Verpflegung, ein riesiges Feuer, direkt an den Ufern des Goldstroms. Das ganze Dorf war anwesend - mit Ausnahme von Carsten Novus wackeren Wachen. Als wir ankamen folgten bald darauf auch Susi und Isegrimm - dieser sehr spendabel spendierte den Wegzoll für Speis und Trank aus der Schatulle. Danach kamen Ulfrick und Cara und auch Hjoldor in Begleitung seines Schwarms, obwohl sich auch deren Vater angehängt hatte.

Alle vergnügten sich auf ihre Weise, ich tanzte mit Sarah (ich schuldete ihr ja noch den einen oder anderen Tanz vom Vortag) - Hjoldor und sein Schwiegervater ins spe übten sich in Zwergensport (also Wettsaufen), Isegrimm mischte sich ganz gräflich unters Volk, redete mit Felix und den beiden von uns geretteten Prospektoren, und auch Cara hatte Ulfricks Tanzunterricht noch nicht aufgegeben. Später sahen wir zu wie der kaitanische Händler schwimmen ging (ob ihn Frederick von Schenkel, der dort planschte gar nicht störte) und ich kam sogar dazu in einem ruhigen Moment mit Sarah und die Zukunft zu sprechen. Ich erzählte von meinem Wunsch eine Pferdezucht - mit ihr an meiner Seite - zu eröffnen und ich glaube fast ihr gefiel die Aussicht. Danach schnappten wir uns einige Krüge Bier und versorgten Carsten Novus' Mannschaft, bevor wir zum Festplatz zurückkehrten.

Dort löste sich das Fest - es war bereits spät - schon auf, Hjoldor erzählte gerade noch etwas von zwei Sternen, die nicht dort sein sollten wo sie waren - und Susi und Isegrimm kicherten - irgendwas beschäftigte sie, hatten sie doch Frowins Buddel verfolgt. Ich achtete aber gar nicht darauf weil Hjoldor mich um einen Gefallen bat und weil Sarah mir verschwörerisch ins Ohr flüsterte sie wäre müde. Zurück im Gasthof stellte sich heraus, dass das offenbar etwas übertrieben von ihr gewesen war - sie war gar nicht müde. Ich danke Berna und Helia und dem seltsamen Feenwesen, dass mich offenbar dauernd beobachtete und schlief glücklich ein.