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Autor Thema: [Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)  (Gelesen 13634 mal)

MH+

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Hi,

hab mich schon immer mal gefragt, wie es bei euch so ist: Kennt ihr gewisse Stereotypen (ohne mitm Finger aufzuzeigen) in der Nerd/Rollenspiel-Szene, die euch früher oder später, beim unterhalten/zocken einfach nur auf den Sack gehen?

Wäre cool, wenn ihr hier mal postet, wie so der Stereotyp aussieht und was ihn ausmacht.

Bei mir wären das v.a.

Der Ungepflegte

Wenn ich beim Zocken gewzungen bin die Gammaslayers-Maske auszupacken, um die Gasanomalie neben mir zu überleben und/oder mich diverse, neuartigen Milbenmutationen besiedeln, weil sich mein Tischnachbar Bob Marley als Hygieneidol vorgenommen hat. Hatte ich bisher u.a. bei Demorunden auf der RPC und diversen Cons, im privaten Bereich eher gar nicht, weil ich mit solchen Menschen nicht wirklich chille. Notiz an mich selbst: Deospray zu jeder Con mitnehmen. Im Idealfall nur für mich.

Alphatiere

Spieler, die orgasmische Selbstbewunderungsexzesse beim Charakterspiel bekommen, weil ihr Hochelf schon 1.000.000 Jahre alt ist, und auf Stufe 21 Goblinnester mit Meteorstorm ausräuchert, während mein Charakter (Beppo der Bauer) mit seiner Heugabel (Schlagen 13) angreift. PLUS: Andere in ihrem Charakterspiel unterbrechen / nicht ausreden/spielen lassen, weil ihr über-Charakter unbedingt seinen (viel geileren) Beitrag schnell einwerfen muss. Ist mir vor Jahren mal ein Typ begegnet, den ich beim Zocken immer höflich ausreden lassen hab, aber nach der Session am liebsten gefistet hätte, so widerlich fand ich sein roleplay (0% Neid). Auch richtig reudig sind die Leute beim Brettspiel, die dir jeden Zug vorkauen, weil du ja ohne sie das Spiel "falsch" spielst oder "unklug" ziehst, das geht mir auch tierisch auf den Sack, auch weil das Spiel dann gefühlt zur Diktatur wird.

Facebook Bob

Hatte ich bislang nur 1 Mal, aber Leute, die beim Zocken wirklich 90% der Zeit mit der Fresse auf Fakebook/Whatsapp/Tinder kleben, und das Spiel nur "nebenher" spielen. Ist nicht so, als würde ich nichts davon nutzen, und auch mal auf mein Smartphone gucken (Uhrzeit, Nachrichten). Aber dieses Leuchten im Gesicht eines Mitspielers, der jedes Mal nachfragt, wo man gerade ist / wer dran ist, weil er/sie das Spiel nicht mitverfolgt, verursacht Herpesausbruch bei mir.
__

Sind nur paar Beispiele, bin gespannt auf eure Erfahrungen/Feinbilder!

Best-
MH
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Agonira

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #1 am: 15. März 2017, 21:07:51 »

Schwanzvergleicher (womöglich eine Unterart der Alphatiere)

Personen, die jede Lebenslange als kompetitives Kräftemessen sehen und sich ständig mit allen (oder auch nur bestimmten) Mitmenschen vergleichen und messen wollen. Sei es beim Spiel, Sport, akademischen/karrieretechnischen Leistungen ...oder gar bei Brett- und Rollenspielen, bei denen man als Team gegen das System agiert.  ::) Mir machen letztere so viel mehr Spaß als fast alle "gegeneinander-spiel"-Spiele (einfach eine persönliche Präferenz  :)), aber meine Schmerzgrenze ist definitiv überschritten, wenn auch noch in dieser Freizeitbeschäftigung das Schwanzvergleichen losgeht.  >:( In ungezwungener Atmosphäre gemeinsam eine Herausforderung bewältigen - ja gerne! Aber bitte ohne Wettbewerb untereinander, das zerstört für mich jedes "Wir-Gefühl".  :-\ Daran ist sogar schon eine Freundschaft zerbrochen.  :'(


Bei den Ungepflegten und Facebook Bobs kann ich mich nur anschließen *grusel*. Ist mir bisher aber eher außerhalb des Rollenspiels untergekommen, da ich mit solchen Menschen nur ungern rollenspielen würde.
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avakar

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #2 am: 15. März 2017, 21:28:04 »

Bonusschinder
Die Typen, die um jeden Bonus mit dem SL auf Teufel komm raus feilschen müssen und alles erstmal im Konjunktiv beschreiben, um ja nicht zu schlecht dazustehen. "Wenn ich auf dem Tisch springe, bekomme ich dann AT+1? Und wenn ich anstelle dessen nur auf die Bank springe AT+2?". Junge, mach doch einfach!

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Assassinmaniac

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #3 am: 15. März 2017, 22:19:07 »

Langeweile Larry
Der Spieler, der sich sofort langweilt, wenn mal für ein paar Minuten nichts episches in einem Rollenspiel passiert und sofort anfängt rumzunölen oder unfair/doof zu spielen. Ein paar Exemplare dieser Spezies entwickeln sich in voran schreitendem Stadium zu Facebook Bob weiter und sind meist für die Session unwiederbringlich verloren.
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Ein SL sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Lyschko

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #4 am: 16. März 2017, 07:04:32 »

Den klassischen Power-Player, ob beim LARP, beim P&P oder sonst wo.
Einer der schon vorher jede einzelne Seite im Regelwerk gelesen hat und Sachen nicht wegen Character-Progression wählt, sondern nur, um am Ende der zu sein, der den höchsten Angriffs, HP oder Zauber-Wert hat.
Beim LARP umso schlimmer, wenn es ein recht offenes Regelwerk gibt wie beim DF - DKWDDK (Du kannst, was du darstellen kannst). Da gibts dann schonmal das Feenwesen das sich in einen Halb-Menschen-Halb-Waschbären verwandelt, dessen abgetrennte Gliedmaßen binnen Minuten nachwachsen, immun gegen Feuer und Eis ist, und alle Sprachen versteht.

Und diejenigen die den Dunkelelfen der mit seiner Rasse gebrochen hat und jetzt mit zwei Schwertern durch die Oberwelt streift, immer auf der Suche nach seiner wahren Bestimmung. Name fängt meistens mit D an.
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Germon

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #5 am: 16. März 2017, 10:07:58 »

Bonusschinder
Die Typen, die um jeden Bonus mit dem SL auf Teufel komm raus feilschen müssen und alles erstmal im Konjunktiv beschreiben, um ja nicht zu schlecht dazustehen. "Wenn ich auf dem Tisch springe, bekomme ich dann AT+1? Und wenn ich anstelle dessen nur auf die Bank springe AT+2?". Junge, mach doch einfach!
Das kommt aber sicher auf die Penetranz der Person an. Das Verbinden von "coolen" Aktionen mit spieletechnischen Vorteilen find ich nämlich grds. OK.




Den klassischen Power-Player...
Vielleicht definieren wir das unterschiedlich... ich ermuntere meine Spieler die Werte ihrer SC zu "powern".
Das erlaubt mir als SL diese auch hart anzugehen und richtig Action ins Spiel zu bringen.
Ganz nebenbei: Werte zu optimieren und "gutes" Rollenspiel schließt sich ja nicht gegenseitig aus.
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Germon mal wieder mit Schnellen Reflexen I unterwegs.

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« Antwort #6 am: 16. März 2017, 11:30:26 »

Bonusschinder
Die Typen, die um jeden Bonus mit dem SL auf Teufel komm raus feilschen müssen und alles erstmal im Konjunktiv beschreiben, um ja nicht zu schlecht dazustehen. "Wenn ich auf dem Tisch springe, bekomme ich dann AT+1? Und wenn ich anstelle dessen nur auf die Bank springe AT+2?". Junge, mach doch einfach!
Das kommt aber sicher auf die Penetranz der Person an. Das Verbinden von "coolen" Aktionen mit spieletechnischen Vorteilen find ich nämlich grds. OK.




Den klassischen Power-Player...
Vielleicht definieren wir das unterschiedlich... ich ermuntere meine Spieler die Werte ihrer SC zu "powern".
Das erlaubt mir als SL diese auch hart anzugehen und richtig Action ins Spiel zu bringen.
Ganz nebenbei: Werte zu optimieren und "gutes" Rollenspiel schließt sich ja nicht gegenseitig aus.

Ah! Noch ein Lady-comment…  :thumbup:

__

@maniac: LOL, Langeweile Larry ist echt ein Spast. Den kenne ich.

@avakar: Realisten, japp. Meine fave ist ja

Realist-Unterklasse: Simulations-Nazi

Wer hier das Wort "abstrakt" oder "vereinfacht" in den Mund nimmt, wird vergast. Herstellungsregeln, in denen man als Alchemist am Lagerfeuer seine Potion brauen kann? Vergast. Ein Schmied-Spieler, der nicht den Unterschied zwischen der Dichte von Eisen und Kupfer kennt? Vergast. Spielleiter, der einen Marktstand mit Äpfeln beschreibt, aber die Äpfel in ihren 36 Grün bis Rottönen (Sättigung, Kontrast nicht vergessen!) nicht naturalistisch rüberbringt? Ist kein SL.

Der Simulations-Nazi (Stereotyp-dex sagt: Verhäuft zu finden im Hohen Gras bei "Charakterspiel-RPGs" ala Vampire, Cthulhu usw), ist gewillt seine Rolle bis ins letzte Detail auszuspielen, unabhängig davon, ob dies bedeutet 36 Minuten lang zu beschreiben, wie man einen Kristalllöffel hebt und damit seinen Blutwein umrührt. Auch wenn sich der Simulations-Nazi klassisch eher aus Kampfszenarien raushält (Iiiih, Action!) und daher selten taktische und strategische Befehle/Anweisungen an seine Mitspieler gibt, versteht er sich dennoch blendend mit dem Alphatier, da Anweisungen zu geben, wie andere ihre Charaktere/Rollen zu spielen haben, im Verständnis des Sim-Nazis absolut legit ist.

@Schwanzvergleicher: Ooooooh jaaah… (*Lineal schnell wieder versteck*)
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Germon

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #7 am: 16. März 2017, 13:13:31 »


Ah! Noch ein Lady-comment…  :thumbup:

*Augenbraue hoch- und Lidstrich nachzieh*


Wolltest Du das Thema gar nicht ernsthaft diskutieren, sondern nur als Auskotz-Thread laufen lassen?
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Lyschko

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #8 am: 16. März 2017, 13:55:45 »

Das war vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt - Ich hab auch kein Problem damit, wenn ein Spieler seinen Charakter so ausgestaltet, dass er nützlich für die Gruppe, sei es nun durch die Fähigkeit Einzustecken, oder Schaden zu machen ist, Ich verlange auch gar nicht, dass man Talentpunkt für Fluff ausgibt, anstatt was vernünftiges wie Brutaler Hieb oder so zu lernen. Aber wenn es dem Spieler nur dem "Schwanzvergleich" geht, dann nervt das gewaltig. Natürlich dürfen sich die Spieler mit ihren High-Level Charakteren auch mächtig fühlen, und man will auch mal den Ausgewachsenen Drachen und den Dämonen Kriegsfürsten gleichzeitig außeinander nehmen, darum gehts ja, aber solche Spieler haben meiner Erfahrung nach leider auch selten Lust sich anderweitig am Spieltisch einzubringen, und warten nur darauf, bei der nächsten Gelegenheit irgendeinem Vieh/Gauner/Monster aus der Schattenwelt eine auf die Nase zu geben und sind sonst eher apathisch.
Vielleicht war der Ausdruck schlecht gewählt, vielleicht ist der Ausdruck auch nur in meinem Umfeld das, was Ich beschreiben wollte. :D Kann ja sein.
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SeoP

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #9 am: 16. März 2017, 17:10:29 »

Der Deplatzierte

Eigentlich ist er im Herzen ein Barbar, ein Krieger mit rüder Kindheit. Aufbrausend, impulsiv und immer mit dem Kopf durch die Wand ... real life.
Und dann spielt er einen überlegt und vorrausschauend handelnden Magier, mit dem Schwerpunkt auf Bildung und Wissensgebieten...
Ich finde, Spieler sollten immer einen SC wählen, den sie selbst auch "ausfüllen" können. Ansonsten jagt eine abstruse Handlung die nächste, auch wenn das zur allgemeinen Heiterkeit beiträgt.
Da ich ein SL bin- der eher schwere Kost denn Komödien darbietet - tue ich mich mit solchen Spielern schwer.

Ebenso: Geschlechtertausch => Mann spielt Frau / Frau spielt Mann ... nich so meins, da meist derbe überzogen.
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BIN AUCH AUF DER SLAYVENTIONEN 2017

ansonsten gibbet auch Musique:
www.thetasteofchaos.de

Bruder Grimm

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Antw:[Stereotypen] Wer geht euch auf den Sack? (auch den Ladies)
« Antwort #10 am: 16. März 2017, 18:17:44 »

Ich hab noch folgende Vier im Angebot:

Conan der Waldorfschüler
"Also, du, ich hab ja das Rollenspiel voll so zur Kunstform erhoben, wo total die Gruppenharmonie fördern tut und so. Deswegen fänd ich's voll richtig von dir, wenn du die Challenges nicht so krass machen würdest, und ich find's auch nicht so korrekt, wenn die Gegner nicht vernünftig mit sich diskutieren lassen. Und außerdem bin ich voll davon überzeugt, dass das die Stimmung und die Story voll voranbringen würde, wenn ich den letzten Wurf doch noch geschafft hätte."

Der Klon
Dieser Champion der Unoriginalität spielt immer nur das selbe, stets das gleiche Grundschema, und zwar meistens auch nur etwas völlig Stereotypisches oder uninspiriert Abgekupfertes. Immerhin kann man ihm zu Gute halten, dass er es schafft, seinen einen, einzigen Charakter in verschiedenstem Gewand daherkommen zu lassen: ob Fantasy, Weltraum, Cyberpunk, Wilder Westen oder 20er Jahre Noir - unter der Haube ist es doch immer wieder der versoffene Zwergen-Krieger oder der tragisch-antiheldenhafte Dunkelelfen-Waldläufer.
"Dein Zwergen-Krieger ist tot. Du wirst dir einen neuen Charakter machen müssen. Was wird's denn sein?"
"Ööööh... Der kleine Bruder von meinem Charakter! Ein Krieger genau wie er!"

Der Pfeilschwanzkrebs
Er hat eine genaue Vorstellung, wie sein Charakter zu sein hat. Alle Grenzen sind gesteckt, Stärken und Schwächen sind gewählt, die Persönlichkeit ist fest und in streng definiertem Rahmen - so weit so gut. Doch abgesehen von einer Verbesserung der spieltechnischen Stärken, einer Vertiefung und stärkeren Definition der gewählten ökologischen Nische innerhalb der Gruppe ist keine Veränderung möglich. Ablegen von Vorurteilen, Entwicklung neuer Charakterzüge, Erlernen breiter gefächerter Skills - alles Out-of-Character!!! Er hat sich seit Jahrmillionen nicht verändert und sieht dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit!
Und wehe, der Spielleiter legt Hand an. Und sei es nur durch Rollenspielbegegnungen, die eine andere Sichtweise erfordern, oder gar geschenkte Skills!!! Das zerstört den Charakter ja vollkommen!!!

Der System-Arier
Er ist das Beste, was seine Spezies der System-Nazis hervorgebracht hat, der Herrenmensch in dem von ihm gewählten Spielsystem, und an seinem Wesen soll jede Gruppe genesen. Er kennt das System aus dem essess effeff, hat schon mit den Machern selbst gespielt, ja vielleicht sogar selbst an einem Quellenwerk mitgeschrieben. Daher ist er die absolute unfehlbare Autorität, was Regeln und Hintergrund angeht, und wenn ein Spielleiter etwas auch nur ein wenig anders macht als es nach seiner Interpretation in den Regel-und Quellenwerken angeführt ist, dann ist das "der größte Schwachsinn, denn er je gehört hat" und eine "Vergewaltigung der Regeln".
Oft ist der System-Arier zusätzlich ein Klon und ein Pfeilschwanzkrebs...  :-X
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Schnupfudel

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« Antwort #11 am: 16. März 2017, 18:19:37 »

Der Sozialarbeiter

Vielleicht liegts an mir, aber ich liebe es, wenn Stunk am Tisch entsteht. Das füllt das ganze Spiel mit Charakter. Und da gibts dann diese eine altruistische Person, die versucht jeden Streit zu schlichten, manches egoistisches Verhalten mal gaaaaar nicht okay findet und das nach der Session immer noch thematisieren will.
"Sag mal ist der jetzt böse auf mich? Weil ich ihn dazu gebracht habe sein gefundenes Gold mit uns zu teilen... Geht ja mal gar nicht da die Gruppe außen vor zu lassen..."
"Finde ich gar nicht okay, dass du ihn hast sterben lassen... der gehört doch zu unserer Gruppe!"
"Keine Ahnung warum ihr euch immer streitet. Ich find euch beide SUUUUUPER!"
Teamplay finde ich ja super; auch wenn da jemand ist der nach Kompromissen sucht und vorschlägt. Aber das bei jedem kleinen Problemchen BOAH!!! Immer diese Gutmenschen! :o ;D

P.S.: Meine Definition von "Stunk": simpelste Meinungsverschiedenheiten über weiteres Vorgehen, über Diplomatie, Rassenhass, vorherige Streitereien etc.
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Agonira

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« Antwort #12 am: 16. März 2017, 18:24:25 »

Der Pfeilschwanzkrebs
Er hat eine genaue Vorstellung, wie sein Charakter zu sein hat. Alle Grenzen sind gesteckt, Stärken und Schwächen sind gewählt, die Persönlichkeit ist fest und in streng definiertem Rahmen - so weit so gut. Doch abgesehen von einer Verbesserung der spieltechnischen Stärken, einer Vertiefung und stärkeren Definition der gewählten ökologischen Nische innerhalb der Gruppe ist keine Veränderung möglich. Ablegen von Vorurteilen, Entwicklung neuer Charakterzüge, Erlernen breiter gefächerter Skills - alles Out-of-Character!!! Er hat sich seit Jahrmillionen nicht verändert und sieht dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit!
Und wehe, der Spielleiter legt Hand an. Und sei es nur durch Rollenspielbegegnungen, die eine andere Sichtweise erfordern, oder gar geschenkte Skills!!! Das zerstört den Charakter ja vollkommen!!!

So einen hab ich auch gelegentlich am Tisch, fürchte ich.  ;D
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Agonira

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« Antwort #13 am: 17. März 2017, 21:41:53 »

Der Absager

Es ist selten mutwillig, aber dennoch sehr ärgerlich, wenn der Absager dafür sorgt, dass wochenlange Vorfreude von einen auf den anderen Moment verpufft.  :( Der Absager tritt als vielbeschäftigter, krankheitsgeplagter oder familienbesuchüberraschter Rollenspieler auf, dem man idR. keinen Vorwurf machen kann und sollte, auch wenn die eigene Enttäuschung nur schwer zu verbergen ist.  :-\

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dragonorc

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« Antwort #14 am: 18. März 2017, 01:37:45 »

Den Schwanzvergleicher finde ich besonders unangenehm, wenn er das mit dem SL tut.
Also an jeder Stelle den SL herausfordert, nicht auf ihn hört, alles besser weiß und sein besseres Wissen, wie alles zu sein hat, dann noch versucht mit allen Mitteln durchzusetzen.

Ansonsten leide ich am meisten unter Absagern, Deplazierten (Besonders mit schlechtem Cross Gender Play).
Systemnazis spielen die meisten schon mal nicht mit mir weil ich kein DSA und Shadowrun spiele ;)

Und Pfeilschwanzkrebse, Waldorfschüler, Simulationsnazis, Alphatiere und Facebook Bobs überleben nicht lange bei mir. Zumindest nicht in reinform. Wenn sie sich nicht anpassen wird das nix.

Wer mir am meisten auf die Nerven geht, das sind die Meta-Gamer.

Meta-Gamer
Jede spannende oder emotionale Szene am Spieltisch muß durch Diskussion über wo steht das in den Regeln, warum wird das nicht anders gemacht, das ist doch zu meinem Nachteil, das geht so nicht, durch Wisst ihr, was ich letzte Woche im Fernsehn gesehen habe, durch in der Realität würde das aber so nicht funktionieren, etc. unterbrochen.
Damit jeder Spielfluss, Dramatik, Intime-Diskussion auch sofort abgewürgt wird.
Tritt besonders gerne in Kombination mit Schwanzvergleichern, Powergamern, System-Ariern oder auch Langeweile Larrys auf und macht diese dann schwer erträglich.

Auch noch typisch aber in meinen Augen nicht so schlimm ist

Der Soziale Spieler
Will eigentlich gar nicht rollenspielen, sondern freut sich nur mit den Leuten zu treffen. Das häufige Thematisieren von Spielfremden Themen ist ja noch das eine, das kriegt man gut in den Griff. Wirklich enttarnen kann man den sozialen Spieler, indem man als SL seinen Charakter anspielt und ihm die Möglichkeit gibt, am Spiel teilzunehmen. Das wird dann durch ignorieren, vom Thema ablenken, dem holen von Getränken oder Knabbersachen oder einem möglichst schnellen und gekonnten Plot in den Sand setzen belohnt, damit der soziale Spieler wieder seine Ruhe hat, nicht im Rampenlicht stehen muß und wieder den anderen beim Zuschauen helfen kann. In Action Szenen hält sich der soziale Spieler meist zurück oder tut einfach nichts. Lässt sich nichts tun nicht umsetzen, dann offenbart sich schnell die fehlende Übung. Ins Eck gedrängt neigt der Soziale Spieler zu haarsträubenden Fehlentscheidungen.
Eine Stärke des sozialen Spielers ist die Diskussion über das Spiel vor oder nach der Session oder auch zwischendurch auf Foren. Da kann er voll aufdrehen und von Inaktivität ist nichts mehr zu spüren.

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Und doch hören die Menschen nie auf zu Träumen...