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Autor Thema: [Kampagnenbericht] Mal wieder eine Anfängerkampagne in den Freien Landen  (Gelesen 88833 mal)

Sintholos

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Unerwartete Begegnungen haben unerwartete Resultate.

Die Reisen eines Hüters – Tagebuch eines Paladins auf Reisen

10. Waidsummen – Rückkehrer aus dem Sumpf

Am Morgen wollte Alia noch ein wenig der Kräutersuche fröhnen. Gefährlich und nahezu waghalsig, wenn man mich fragte, doch sie wollte dies alleine und ungestört tun… immerhin würde ich mit meinen schweren Stiefeln nur die Pflanzen zertreten. Stattdessen nutzte der Rest von uns die Zeit, um mit Bruder Ataeos zu sprechen. Dieser hatte eine Karte gefunden… von Goblins geschrieben. Oder eher: Goblins hatten sie verloren, als der treue Nimmermehr Bruder Ataeos gegen die Goblins verteidigt hatte. Darauf war krude vermerkt, dass im Nordosten der Tod lauert und sie ihr Angriffsziel vom Oger-Lager Og‘roc im Südosten zum Oger-Lager Ogri‘la im Südwesten geändert hatten und dafür einen sehr weiten Bogen schlugen. Verrückte Biester… als ob sie gegen Oger bestehen könnten.
Alia kam dann alsbald mit dem Stachel einer Mordmücke zurück. Fahrlässig und gefährlich. Wie schon erwähnt.
Miazzi trug uns schließlich ein Stückchen in Richtung unserer geplanten Route. Eine willkommene Abwechslung zum Stapfen durch den Morast. Nach nur wenig Zeit auf unserem erneuten Marsch durch den Sumpf trafen wir auf einen Sumpftroll. Dieser kaute jedoch an einem Helianovizen. Ein unerhörter Frevel! Morvain und sein Drache Arsie machten kurzen Prozess mit ihm und die Bestie stellte keine große Gefahr mehr dar. Für den guten Bruder Ataeos war dies natürlich ein Schock. Offensichtlich war auch Bruder Iphäos‘ Gruppe dem Sumpf zum Opfer gefallen, die den Südwesten nach dem Kloster absuchte. Wir organisiertem dem Gläubigen ein schnelles Feuerbegräbnis und machten uns dann mit mulmigem Gefühl weiter in Richtung Klein Vestrus.
Doch Helia lächelt manchmal auf ihre Jünger herab. Spitzohr Helauneval hörte das Krakeelen eines ganz besonderen Viechs: Eines Moorhuhns. Diese sind unbekannterweise dafür bekannt, Moorstelzer anzulocken, da sie mit ihnen eine Art Symbiose eingehen. Das Huhn pflegt die Moorstelzerhaut, indem er Parasiten daraus entfernt, was so ein Moorstelzer natürlich toll findet. So oder so ähnlich war jedenfalls die Erklärung unseres Elfen-Jägers. Also wurde Arsie auf die Jagd geschickt. Er erhielt einen Teil unseres Netzes und ließ es von oben auf das nichtsahnende Huhn fallen. Die Taktik war so einfach wie effektiv und das Huhn damit unser neuestes Mitglied in der ständig größer werdenden Menagerie. In einen improvisiert aus Stöcken und Seil zusammen geschusterten Käfig befördert, würde das Moorhuhn uns bei künftigen Jagden helfen.
Und das Huhn machte sich auch direkt bezahlt. Alsbald konnten wir einen Moorstelzer ausfindig machen. Alia wurde diesmal die wichtige Aufgabe gegeben, das Vieh mit einem Zauber an der Flucht zu hindern. Und Helia schien uns gewogen zu sein, denn das Verlangsamen des Moorstelzers war ausreichend effektiv, dass wir ihn niederstrecken konnten. Mehr Teile für den Lagerkommandanten.
Und dieser war auch sehr zufrieden mit uns. Kaum brachen wir aus dem Sumpf und in das südliche Lager, schritt ich zum Kommandanten, um ihm unsere stolze Beute und unseren nur unmerklich angepassten Bericht zu präsentieren. Eine üppige Goldbelohnung war der Lohn unserer Mühen. Ich unterstrich ihm noch einmal die Gefahr, die von den beiden Drachen im Sumpf ausging. Niemand sollte sich diesem Bereich nähern und ihn lieber möglichst großräumig umgehen.
Dann hieß es, die nächste Expedition vorzubereiten. Unsere Nahrungsmittelvorräte waren nicht notwendigerweise erschöpft, aber konnten doch eine Aufstockung vertragen. Unterdessen konnte ich vernehmen, wie meine Gefährten mit einem krakeelenden Gnom verhandelten. Dieser drehte ihnen irgendwelche plüschigen Haldbänder und bunte Steine an oder versuchte es zumindest. Doch zunächst musste ich sie entführen, stand doch das gerechte Aufteilen unserer Beute auf dem Plan. Jeder, auch Bruder Ataeos, erhielt seinen gerechten und verdienten Anteil.
Doch so werden wir wohl nie wieder beieinander stehen. Morvain, unser treuer Barbar aus dem Umbarla-Becken, hatte ungewöhnlich viel gegrübelt und hin und wieder gen Norden geschaut. Die Gesandten des Sturms hatten ihn mit ihrer Fragerei offensichtlich aufgewühlt. Er würde uns verlassen um eine Freundin zu beschützen, die der böse Zauberer Anarioth wohl bedrohen würde. Keine rosigen Aussichten und ich wäre Morvain auch gerne gefolgt, doch fühlte ich mich zunächst verpflichtet, Bruder Ataeos bei der Suche nach dem Kloster zu helfen. Doch eine neue Queste schien sich damit bereits anzubahnen. Morvain würde also den nächsten Flug zurück nach Westheim nehmen, was tatsächlich noch an diesem Abend geschah. Uns war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ob wir ihn und seinen Drachen Arsie jemals wiedersehen würden.
Doch Helauneval und Alia ließen sich davon nicht in ihrem Konsumrausch bremsen. Mit mehr Gold in der Hand und bei mir aufgenommenen Schulden erstanden sie Halsbänder für ihre Tierchen, um sie gegen, wie Alia es nannte, Bereichseffekte zu schützen. Es war also ein Schutz für Yeesha, die Alia nicht versehentlich sprengen wollte. Außerdem erstand sie eine neue Zauberschriftrolle mit dem Zauber Bannen, dessen Informationen sie gierig in sich aufnahm. Ein Handel hinsichtlich des eigenartigen Schießapparates des Gnoms im Paladingrab kam jedoch nicht zustande. Der Gnom war zwar willens, eine Reparatur vorzunehmen, doch nicht zu dem von Alia ausgehandelten Preis. Gier war eine Sünde, meinte ich mich zu erinnern und so zogen wir es vor, mit jenen Handwerkern zu arbeiten, die ausreichend tugendhaft waren.
Helauneval war unterdessen aufgeregt, da er bemerkte, dass die Gruppe aus Endeva ebenfalls erhebliche Fortschritte gemacht hatte. Vielleicht würden sie bald hier eintreffen. Doch wie bis dahin die Zeit totschlagen? Vielleicht hatten ja die Stelzfäller einen Vorschlag. Terren und sein zwergischer Kollege Arok wollten dem Og‘roc einen Besuch abstatten. Ihre heilende Unterstützung Ysina war aktuell im Lager gebunden, da sie sich um das verstauchte Fußgelenk einer Wache kümmerte. Magie war schon seltsam… sie konnte blutende Wunden in Sekundenschnelle heilen, doch Verstauchungen… da war ungleich mächtigere Magie notwendig. Also beschlossen wir, uns mit den anderen beiden Stelzfällern zusammenzutun und am nächsten Tag aufzubrechen. Auch Bruder Ataeos würde uns wieder begleiten. Immerhin sah er in uns die beste Chance, jemals das verschollene Kloster und andere verloren geglaubte Novizen wiederzufinden.
Vorbereitet für eine neue, wohl etwas kürzere Expedition am nächsten Tag, begaben wir uns schließlich ins Bett, um am nächsten Tag mit neuer Kraft aufbrechen zu können.

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Agonira

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[Spielbericht] Treibjagd in den Fiebersümpfen VIII - Zerstörung des Og'roc
« Antwort #226 am: 01. Februar 2021, 09:40:15 »

Treibjagd in den Fiebersümpfen VIII – Zerstörung des Og’roc

Ehemalige Multi-Gruppen-Quest (MGQ), hier und da leicht abgewandelt, heute wieder mit einer Zeichnung vom bestesten Akulex - vielen Dank dafür!  :-* … und heute außerdem mit Germon als Gastspieler von Bruder Ataeos – war echt cool mit dir, gerne wieder! :-*

Sturmtag, 11. Waidsummen 1214GF, Klein Vestrus

Am Morgen des 11. Waidsummen brechen die Moorjäger Alia, Helauneval, Edger und Bruder Ataeos mit den zwei Stelzfällern Terren (menschlicher Späher) und Arok (zwergischer Krieger) vom Lager Klein Vestrus in nordöstliche Richtung zur Ogerfestung Og’roc in Hexfeld 76 auf. Die Stelzfällerin Ysina (elfische Heilerin) bleibt im Lager Klein Vestrus, denn eine der hiesigen Lagerwache hat bei einer Patrouille eine Verletzung davongetragen und benötigt medizinische Versorgung.

Helauneval hatte gehofft, Suane und die Moth Ferendir würden in Klein Vestrus eintreffen, bevor die Moorjäger das Lager wieder verlassen, doch da dem nicht so ist, hinterlässt er ihr einen Brief:

„Liebe Suane, leider hatten wir uns verpasst. Ich habe aber die Hoffnung, dass wir uns in wenigen Tagen im Lager Klein Vestrus wiedersehen können. Wir hatten eine wildbewegte Reise durch die Sümpfe gehabt - ich freue mich darauf, Dir von unseren Abenteuern zu berichten. Wir sind gerade noch in der Nähe unterwegs, kehren aber in ca. 2 Tagen ins Lager zurück. Deinem lieben Kiki geht es gut, der kleine Erpel schnattert fröhlich und hat einen gesunden Appetit. Ich freue mich sehr auf unser nächstes Treffen und darauf, etwas von Deinen Abenteuern zu erfahren. Liebste Grüße, Helauneval“

Aroks Laufenwert ist enttäuschend niedrig, sodass Edger nach einer Weile bestimmt, dass der Zwerg auf Nimmermehr reiten soll, damit er die Fortbewegung der Gruppe nicht so sehr aufhält. Grummelnd tut der Zwerg wie geheißen, schließlich ist Edgers bestimmten, autoritären Art kaum etwas entgegenzusetzen.

In Hexfeld 85 wird die Truppe von sechs Riesenlibellen angegriffen. Arok verheddert sich beim Absteigen dummerweise in Nimmermehrs Zügel, sodass Terren die ersten paar Kampfrunden damit beschäftigt ist, sein ganzes Entfesselungsgeschick in die Befreiung des zeternden Mitstelzfällers zu stecken. Die Moorjäger bekommen unterdessen die schmerzhaften Sturzflugangriffe der Libellen zu spüren. Bruder Ataeos erschafft deswegen ein Schutzfeld, durch dessen Oberfläche die Riesenlibellen keine Sturzangriffe fliegen können.

- Riesenlibelle -

Der Kampf gestaltet sich nicht als allzu einfach, doch mit geeinten Kräften können die aggressiven Libellen bezwungen werden. Arok beschwert sich lauthals, dass als er endlich von dem schwindelerregend großen Nimmermehr abgestiegen ist, der Kampf schon vorüber ist und er daher gar nicht richtig zum Zug kommt.


Doch das soll sich bald ändern, denn die Moorjäger und Stelzfäller kommen ohne weitere Zwischenfälle am Og’roc an. Helauneval und Terren kundschaften die Eingänge zur Ogerhöhle sorgfältig aus, bevor die Truppe den Angriff über einen schmalen Seiteneingang wagt. Arok sichert die Flanke in Richtung des Haupteingangs der Ogerfestung ab, während Alia, Edger und Terren in das Innere der Höhle vordringen, um still und heimlich ein paar schlafende Oger auszuschalten. Helauneval mit Rantanplan und Bruder Ataeos bleiben als Rückendeckung am Seiteneingang außerhalb der Höhle. Als Alia eine ihrer Bomben zu den schlafenden Ogern wirft, stürzt plötzlich die Wand hinter ihnen ein und gibt den Blick in eine deutlich größere Höhle mit deutlich mehr Ogern frei… und dabei sehen die SC zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal alle anwesenden Oger! :o So viel zu „still und heimlich“!


Der weitere Kampf hat es echt in sich: Die wackeren Moorjäger und Stelzfäller kommen nicht umhin, sich Stück für Stück zurückzuziehen, denn sie sehen sich nach diesem sprichwörtlichen Stich in das Wespennest innerhalb kürzester Zeit 13 wütenden Ogern gegenüber. Dazu sei erwähnt, dass die Og’roc-Oger versehentlich die Werte der beiden Oger aus dem Seiteneingang zum Hütergrabmal (Okullom und Willump) erhalten haben. Damit haben sie deutlich bessere Kampfwerte als der Standardoger laut GRW: Schlagen 26 mit GA-4 und Abwehr 26! Morvains Kampfkraft wird hier wirklich schmerzlich vermisst.

Der Stelzfäller-Späher Terren kann Alia zum Glück immer wieder auf Stellen im Höhlengestein hinweisen, die tragend sind und bei einer Explosion einer ihrer Bomben mutmaßlich nachgeben würden. So kommt es, dass Alia fleißig mit Bomben um sich wirft und nach und nach den kompletten Og’roc zum Einsturz bringt, was den Großteil der Oger unter Trümmern begräbt. Der Zwergenkrieger Arok geht bei dem Versuch zu Boden, zwei außerhalb des Haupteingangs Wache haltende Oger davon abzuhalten, den Moorjägern in den Rücken zu fallen.




Leider begräbt der zusammenstürzende Og’roc auch einen von den Ogern gefangen gehaltenen Menschenmann namens Kulbert Frönsen unter sich. Dank viel Glück beim Durchsuchen der Trümmer finden die Moorjäger den armen Mann, können aber nur noch seine Leiche bergen. Nachdem Bruder Ataeos Arok wieder zu Bewusstsein geheilt hat, holt er den toten Menschenmann mit seinem Wiederbeleben-Zauber zurück ins Leben und wird dabei durch einen ZP von Edger zur Wiederholung der Probe unterstützt.

Kulbert Frönsen ist nach der Wiederbelebung sehr verwirrt, gibt aber an, dringend ins Lager Klein Vestrus gebracht werden zu wollen. Arok und Terren willigen sofort ein, ihn gegebenenfalls auch ohne die Moorjäger zurückzubringen. Insgeheim erhoffen sich die Moorjäger eine Belohnung für die Zerstörung des Og’roc und die Rettung des Mannes und sind sich nicht so ganz sicher, ob die Stelzfäller ihnen entsprechende „Credits“ einräumen würden, wenn sie als Erste in Klein Vestrus einträfen. Daher entschließen sie sich kurzerhand dazu, ihre reservierten Hexfelder 65, 73, 63, 71, 72 und 80 links liegen zu lassen und mit den Stelzfällern auf kürzestem Weg zurück nach Klein Vestrus zu reisen.

In Hexfeld 83 stoßen die Moorjäger und Stelzfäller auf einen einzelnen im hohen Sumpfwasser äsenden Moorstelzer. Die bewährte Moorjäger-Jagdtaktik wird dieses Mal um Terren und Arok erweitert. Allerdings ist es dieses Mal Helauneval, der den Moorstelzer aufscheucht, denn im heute besonders dichten Nebel müssen Edger und Helauneval von zwei Seiten kommen, damit ihnen der Moorstelzer nicht entwischt.


Langsam haben die SC wirklich Übung in dieser Technik, daher ist bereits nach nur wenigen Kampfrunden zu klären, wer von den beiden Moorstelzerjägergruppen denn nun eigentlich Anspruch auf die Belohnung für die Zunge und Augen hat. Man einigt sich darauf, dass beide Gruppen den Moorstelzer gemeinsam erlegt haben und die Goldbelohnung fair unter allen aufgeteilt wird.
Nach der Moorstelzerjagd schlagen die Moorjäger und Stelzfäller ein Lager auf, denn die Nacht bricht herein. Den nächtlich auftretenden Fieberdämpfen können die Rastenden zum Glück gerade noch rechtzeitig entgehen. Daran hatte Edgers schier unerschöpflich wirkender Zwistpunktevorrat einen nicht ganz unerheblichen Anteil. ;)


Heimgeh, 12. Waidsummen 1214GF, Fiebersümpfe

Am nächsten Morgen setzen die Moorjäger und Stelzfäller ihre Rückreise nach Klein Vestrus fort. Sie durchqueren die Hexfelder 82 und 85 ohne weitere Zwischenfälle. Zurück in Klein Vestrus staunen sie nicht schlecht, als sich herausstellt, dass Kulbert Frönsen ein Cousin des Lagerkommandanten Berk Halvard ist (Probe auf Glück, nachdem ein Spieler den Einfall hatte, dass das ja ein ziemlich cooler Zufall wäre -> automatischer Immersieg durch Edgers Zwistpunkte. Nunja, genau für sowas sind sie ja da, also warum nicht 8 ) ).

Nach dem Bericht beim Lagerkommandanten und dem Aushändigen und Aufteilen der Belohnung (= 1.550 GM / 6 Jäger = 258 GM für jeden Moorjäger bzw. Stelzfäller) wird Bruder Ataeos herbeigerufen. Einer der Heliamönche aus Schwester Kalias Gruppe ist während der Abwesenheit der Moorjäger am Ende seiner körperlichen Kräfte in Klein Vestrus eingetroffen und wurde seitdem von der Stelzfällerin Ysina wieder aufgepäppelt. Der abgemagerte und immer noch sehr durch den Wind wirkende Geistliche berichtet davon, dass Kalia mit ihrer Gruppe gerade im abgeschiedenen Fischerdorf Mardakena Halt gemacht und die Vorräte aufgestockt hatte, als sie von einer Bande Echsenmenschen aufs Korn genommen worden waren. Die brutalen Echsenmenschen hatten Schwester Kalia und einen Großteil der anderen Mönche und Novizen umgebracht und die Vorräte gestohlen, als er selbst entkommen war. Er erzählt weiter, dass er auf seiner Flucht vor den Echsenmenschen an einem auf einer kleinen Anhöhe errichteten Kloster vorbeikam – vermutlich das gesuchte St. Bajos! – doch dass keine Zeit hatte, der Sache näher auf den Grund zu gehen. Er vermutet das Kloster irgendwo südlich von Mardakena, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen, denn er hatte alles daransetzen müssen, den Echsenmenschen zu entkommen und nicht von irgendwelchem anderen Sumpfgetier gefressen zu werden oder gar in den Untiefen des Sumpfdeltas zu ertrinken.

Diese Nachrichten versetzen sowohl die Moorjäger als auch die Stelzfäller in Aufregung: Beide Gruppen wollen das Kloster als Erste finden und entlang des Weges möglicherweise überlebende Heliamönche aufsammeln. Sie planen daher parallel Routen quer durch den Sumpf, wobei die Moorjäger so tun, als würden sie dabei auch das offiziell noch nicht erforschte Hexfeld 53 mit Miazzis Hütte mitnehmen wollen (damit es kein anderer tut und versehentlich Miazzis Hütte findet). Den nordöstlichen Teil des Sumpfes teilen die Moorjäger und Stelzfäller unter sich auf. Beide Gruppen haben vor, anschließend im Lager Nebelwehr ihre Expeditionen abzuschließen.

Suane und die Moth Ferendir sind entgegen Helaunevals Hoffnung immer noch nicht in Klein Vestrus eingetroffen. Er ist sichtlich traurig darüber, weiß aber auch, dass es jetzt keine Zeit zu verlieren gilt. Der Waldläufer tröstet sich damit, dass er ihr einen Brief im Lager Klein Vestrus hinterlassen hat.

Mit dem Aufbruch zur dritten Expedition der Moorjäger am nächsten Morgen zunächst in Richtung Miazzis Hütte und dann in Richtung Fischerdorf Mardakena geht es beim nächsten Mal weiter.


Damit beenden wir die 32. Session der Kampagne bzw. die 8. Session in neuer Besetzung nach ca. 7 Stunden Spielzeit. Mit den 318 EP von heute sind die SC bei 5.415 / 5.700 EP für Stufe 9. Mir ist gerade aufgefallen, dass hier ein lustiger Zufall eingetreten ist: Am Sturmtag war der Sturm auf den Og’roc und am Heimgeh sind sie dann zum Lager zurückgekehrt, hihi. ;D


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Antw:[Kampagnenbericht] Mal wieder eine Anfängerkampagne in den Freien Landen
« Antwort #227 am: 01. Februar 2021, 10:39:43 »

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich oft nur Querlese sind akulex' Bilder echte Hingucker!

Sintholos

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Antw:[Kampagnenbericht] Mal wieder eine Anfängerkampagne in den Freien Landen
« Antwort #228 am: 02. Februar 2021, 13:01:11 »

Nimm einen Hammer um eine Maus zu erschlagen. Nimm einen passend großen Hammer, um andere Sachen zu erschlagen.

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11. Waidsummen – Alle Oger gegen uns

Und so zogen wir denn aus, den Og‘roc zu besichtigen. Deutlich geschwächt durch Morvains Drang, seiner Freundin zu helfen und nur minimal verstärkt durch die Anwesenheit von zwei Dritteln der Stelzfäller, nahmen wir uns vor, dieser Gefahr ein Ende zu setzen. Alia war enttäuscht. Ursprünglich hatte sie sich auf ein paar erholsame Tage gefreut. Kräutersuche auf einem nahen Hügel, mal die Füße hochlegen und entspannen… Und auch Helauneval wäre lieber im Lager geblieben. Seine kleine Freundin von den Sumpfelfen, Suane, würde wohl bald eintreffen. Doch Müßiggang wurde von mir nicht geduldet. Wir wurden hier immerhin nach Leistung bezahlt und wenngleich auch die bisherige Belohnung Vielen für Jahre ein gutes Leben beschert hätte, war es doch nicht der Weg des tugendhaften Streiters: Also mein Weg. Entsprechend mussten sie folgen. Helauneval schrieb seiner Freundin daher einen kurzen Brief und dem Aufbruch stand nichts mehr im Wege.
Doch alsbald stellten wir diverse Probleme fest. Zwerg Arok war kurzbeinig und langsam… also verfrachtete ich ihn auf Nimmermehr, der ihn stoisch trug. Widerworte wurden zur Kenntnis genommen, mit einem kritischen Blick behandelt und schließlich zu den Akten gelegt.
Alsbald jedoch stießen wir auf die Bewohner des Sumpfes. Ein Schwarm Riesenlibellen stieß aus den Höhen auf uns herab. Die Stelzfäller waren zunächst mit sich beschäftigt. Arok war nicht nur kein geübter Reiter, er war auch ein ungeübter Absteiger. Wertvolle Zeit verstrich, als sein Freund Terren ihn aus den Riemen und Schnallen des Sattels befreien musste. Derweil mähten wir uns durch das Insektenzeug. Besonders Bruder Ataeos tat sich hervor, da sein heiliger Schild die Sturzkampfinsekten abprallen ließ und so verhinderte, dass sie ihre ganze Kraft aufwenden konnten. Als die Biester tot am Boden lagen, waren die Stelzfäller endlich kampfbereit und erbost ob unserer überlegenen Tötungskunst.
Und diese sollten wir auch bitter benötigen. Denn obschon uns die Riesenlibellen ein wenig ins Schwitzen brachten, sie waren nichts gegen das, was uns im Og‘roc erwarten sollte. Die Stelzfäller mochten keine großen Kämpfer sein, doch gut im Kundschaften waren sie. Der Plan war simpel genug für Oger. Sich an die laut Grunzenden anschleichen und ihnen den Garaus machen. Oder noch besser: Sie von Alias Bomben in Stücke reißen lassen.
Doch die hiesigen Oger belehrten uns eines Besseren. Nicht nur überlebten sie Alias Zerstörungskraft… nein, es waren auch viele. Sehr viele. Zu viele, selbst für meinen Geschmack. Aus unserem kühnen Vorstoß wurde alsbald ein heftiges Verteidigungsgefecht. Doch nun war es an den Stelzfällern, ihren eigentlichen Wert zu beweisen. Terren bewies ein gutes Auge. So erspähte er Schwachstellen in der Höhlenstruktur, die Alia ausnutzen konnte. Während Helauneval, Bruder Ataeos und ich ganz klassisch auf die Gegner einhieben, sie mit Pfeilen spickten oder Magie anwandten, brachten Alia und Terren einfach den ganzen Og‘roc zum Einsturz.
Auch Arok bewies seinen Wert, wenn auch primär als Hindernis. So deckte er unsere Flanke, wurde niedergerungen und musste von uns gerettet werden… doch er schenkte uns Zeit und überlebte die Prügel sogar, die er bezog, wodurch er meinen Respekt erhielt.
Doch hatte unsere verzweifelte Taktik einen erheblichen Haken. Der Og‘roc war nicht gesäubert, sondern vollständig zerstört. Dennoch untersuchten wir die Trümmer und mussten feststellen: Die Oger hatten einen Gefangenen besessen, der den Einsturz ebenfalls nicht überlebt hatte. Glücklicherweise war Bruder Ataeos zur Stelle und mit etwas göttlichem Eingreifen Helias wurde der gute Mann, der sich als Kulbert Frönsen vorstellte, wieder unter die Lebenden gebracht. Außerdem wollte er nach Klein Vestrus gebracht werden und zwar so schnell wie möglich. Arok und Terren boten an, ihn alleine zurückzubringen, doch ich witterte faules Spiel. Ich hatte das Gefühl, dass sie den Ruhm für den Kampf für sich einheimsen wollten. Und obschon ich ein genügsamer und bescheidener Mann bin, konnte ich das nicht durchgehen lassen. Und so sollte der gute Kulbert von uns allen heim gebracht werden.
Der Weg war uns nun bekannt und ein unseren Weg kreuzender Moorstelzer war mit der Unterstützung der Stelzfäller schnell erlegt. Die Beute sollte gerecht unter allen aufgeteilt werden. An Ort und Stelle schlugen wir dann ein Lager auf. Der Tag war bereits fortgeschritten und im tückischen sumpfigen Gelände, wollte man keine unnötigen Risiken eingehen.

12. Waidsummen – Ein göttlicher Zufall

Wir standen früh auf und machten uns weiter auf den Rückweg. Das Lager erreichten wir ohne weitere Zwischenfälle und stellten in Klein Vestrus zwei Dinge fest: Kulbert Frönsen ist tatsächlich ein Cousin des hiesigen Lagerkommandanten. Welch merkwürdiger Zufall und welch Glück für uns, konnten wir uns doch dadurch des besonderen Dankes des Lagerkommandanten sicher sein. Darüber hinaus war Besuch in Klein Vestrus eingetroffen. Ausgemergelter Besuch in Form eines Heliamönches, der von Stelzfällerin Ysina gesund gepflegt wurde. Dieser hatte zur dritten Gruppe von Schwester Kalia gehört, die sich wohl ins Echsenmenschengebiet im Nordosten aufgemacht hatte. Dort hatten sie Halt im Dorf Mardakena gemacht und waren dann, wie auch Bruder Ataeos‘ Gruppe, den Echsenmenschen zum Opfer gefallen. Auf seiner Flucht hatte er wohl, ironischerweise, durch Zufall das Kloster gesehen, musste jedoch vor Echsenmenschen, allerlei Getier und dem Sumpf selber in Acht sein, sodass er sich ob der Position nicht sicher war. Südlich vom Fischerdorf, war alles was er sagen konnte. Und nun, Tage später, war er ausgerechnet in Klein Vestrus aufgetaucht.
Selbstverständlich waren wir direkt alarmiert. Das Kloster würde Bruder Ataeos der Erfüllung seiner Aufgabe näher bringen. Wir mussten es erreichen. Ich begann umgehend Vorbereitungen zum Aufbruch zu treffen. Wir mussten die ebenfalls interessierten Stelzfäller ausstechen. Außerdem musste Helaunevals Protest unterdrückt werden, auf seine Freundin zu warten. Noch mehr Konkurrenz, Wettbewerbsdenken und das Streben nach Ruhm setzten ein. Doch mussten wir auch subtil sein. Die Route führte verdächtig nah an Miazzis Hütte vorbei. Wir legten diese als Teil der Route fest, um wiederholt von undenkbar schrecklichen Gefahren berichten zu können, so das Feld offiziell zu erkundet zu haben und mit einem großen Totenkopf zu versehen. So brachen wir denn auf, das Kloster von St. Bajos zu finden.

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[Spielbericht] Treibjagd in den Fiebersümpfen IX - Moorstelzer satt
« Antwort #229 am: 04. Februar 2021, 08:53:01 »

Treibjagd in den Fiebersümpfen IX – Moorstelzer satt

Ehemalige Multi-Gruppen-Quest (MGQ), hier und da leicht abgewandelt

Abendlang, 13. Waidsummen 1214GF, Klein Vestrus

Voller Tatendrang brechen die Moorjäger am 13. Waidsummen zu ihrer dritten Expedition in die Fiebersümpfe auf. In Hexfeld 80 werden sie Zeuge eines gar seltsamen Schauspiels: Gut zwei bis drei Dutzend Meter vor ihnen öffnet sich auf einmal ein magisches Portal, aus dem im Gänsemarsch einige Zombies und Faulbäuche spazieren. Sie marschieren in gerader Linie einige Meter weit, bis sich in Laufrichtung auf einmal ein zweites magisches Portal öffnet. Unbehelligt von der Anwesenheit der SC verschwindet ein Untoter nach dem anderen im zweiten Portal. Die SC sind verwirrt und verunsichert. Als sich nichts weiter zu tun scheint, nachdem auch der letzte Faulbauch im zweiten Portal verschwunden ist und beide Portale sich wieder geschlossen haben, setzen die Moorjäger ihren Weg fort.

Es dauert nicht lange, bis sie auf einen einzelnen Moorstelzer treffen – wieder eine Gelegenheit, die bewährte Jagdtechnik weiter zu verfeinern! Einen einzelnen Moorstelzer bei verhältnismäßig guter Sicht zu erlegen, ist mittlerweile kein Problem mehr für die Moorjäger. Nach getaner Arbeit gehen die SC weiter.


In Hexfeld 72 umrunden die Moorjäger ein Gebiet, das von Fieberdämpfen heimgesucht wird, und stoßen dabei auf eine Halblingsdame, die bereits bis zur Hüfte in Treibmorast versunken ist. Helauneval reagiert blitzschnell und wirft ihr ein Seil zu. Als sie aus dem Morast gezogen ist, stellt sie sich als Nedda vor. Sie gibt zu, den Lagerkommandant von Klein Vestrus um 500 GM bestohlen zu haben und auf der Flucht zu sein. Sie wäre bereit, den SC als Dank für ihre Rettung und Freilassung die Hälfte des Goldes zu überlassen. Die Moorjäger diskutieren zwar ein Weilchen über die moralischen Seiten dieser Medaille, doch Alias Argumente, sie habe ihnen doch nichts getan und die Vestracher Handelsgilde sei offensichtlich reich genug, wenn sie die Moorstelzerjagd so gut bezahlen könne, ist schließlich auch für Edger ausreichend, um ein Auge zuzudrücken. So sind die Moorjäger um 250 GM reicher und Nedda hat ihre Freiheit. Die Moorjäger sind sogar so nett, Nedda noch eine Wegbeschreibung aus dem Sumpf hinaus zu geben, ohne dass sie versehentlich zum Lager Klein Vestrus zurückkehrt. Man bedankt sich gegenseitig und zieht wieder seiner Wege.

Entlang der weiteren Route in Richtung Miazzis Hütte bemerken die Moorjäger einige Moorhühner, schenken ihnen aber keine Beachtung, denn sie haben ja bereits ein Moorhuhn gefangen. Auch einem Portalkreis von Aldomer widmen sie nur so viel Aufmerksamkeit, dass sie weder ihn als solchen noch seine altehrwürdige Magie erkennen (sämtliche Proben misslingen). Edger notiert die Position des Steinkreises dennoch in seinem Berichtsheft, denn er eignet sich immerhin wenigstens als Landmarke bzw. Orientierungshilfe.

Am Abend schlagen die Moorjäger ihr Lager in der Wildnis auf und freuen sich schon sehr darauf, bei Miazzi im Trockenen und ohne das Aufstellen einer Wachreihenfolge zu nächtigen.


Wochend, 14. Waidsummen 1214GF, Fiebersümpfe

Des Nachts kann Alia eine Goblingeschnatter hören und weckt die anderen. Helauneval kann in einiger Entfernung eine große Horde Goblins ausmachen, die von Osten nach Westen zieht. Sicherheitshalber brechen die Moorjäger vorzeitig ihr Lager ab und marschieren bereits in den frühen Morgenstunden weiter (1 Erschöpfungsschaden).

Vermutlich liegt es an der Müdigkeit – als sie in Hexfeld 65 auf zwei Moorstelzer treffen, ist ihnen das Jagdglück leider so gar nicht hold. Beide Rieseninsekten können in den dichten Nebeln entkommen. Und das, obwohl Edger sogar einen Zwistpunkt ausgibt, damit Alia ihren Verlangsamen-Zauber wiederholen kann. So ein Pech aber auch!  :-\


Gegen Mittag kommen die Moorjäger an einem seltsamen verkrüppelten Baum auf einer Anhöhe vorbei, an dem in einem Bündel aus Juteseil ein grün schimmernder Edelstein hängt. Mit einem gut gezielten Pfeil schießt Helauneval den Faden durch und das Bündel fällt polternd auf den steinigen Boden. Gleichzeitig geht ein leichtes Beben durch die Sümpfe. Die Moorjäger nähern sich vorsichtig der Szenerie und untersuchen den grünen Edelstein. Alia kann feststellen, dass er den Zaubernwert seines Trägers um 2 erhöht und nimmt ihn schulterzuckend an sich.

Ein paar wenige Stunden, bevor die Moorjäger abends wie geplant Miazzis Hütte erreichen, entdecken sie eine Horde aus acht erlegten Moorstelzern, denen bereits die Augen und Zungen entnommen worden sind. Helauneval inspiziert die Insektenleichen und findet tatsächlich einen Kadaver, bei dem ein Auge vergessen worden ist (Probe auf Glück erfolgreich). Fachmännisch entfernt er es, dann gehen die Moorjäger weiter.

Abends kommen sie wie geplant bei Miazzis Hütte an. Auf der Lichtung köchelt gerade eine wohlduftende Suppe, vor der Miazzis Monsterspinne steht und den Kochlöffel schwingt. Die Drachendame ist erfreut über den zeitigen Besuch der Moorjäger und begrüßt sie herzlich. Sie lässt sich berichten, was in den letzten Tagen passiert ist und warum Arsie und Morvain nun nicht mehr dabei sind. Die Zerstörung des Og’roc und die Wanderung der Goblins stimmen sie nachdenklich. Ein solches Verhalten kennt sie von den Goblins nicht. Edger fragt Miazzi nach dem Steinkreis und sie kann die Funktionsweise der Portalkreise von Aldomer erläutern. Die Moorjäger stellen fest, dass sie von anderen Portalkreisen jederzeit innerhalb eines Tages bei Miazzis Hütte sein könnten und finden diesen Gedanken durchaus beruhigend.

Wie gehabt verbringt Alia die Nacht oben bei Miazzi im Baumhaus, während Edger, Helauneval und Bruder Ataeos eine Etage tiefer in einem ausgehöhlten Teil des Baumes schlafen.


Neutag, 15. Waidsummen 1214GF, Miazzis Hütte

Die Moorjäger nehmen ihr Frühstück ganz entspannt auf Miazzis Lichtung ein, bevor sie ihre Expedition in Richtung des Fischerdorfes Mardakena fortsetzen. Im Berichtheft vermerkt Edger, die Moorjäger hätten hier eine große Goblinhorde gesichtet, um andere Moorstelzerjäger von diesem Hexfeld fernzuhalten.

Es dauert nicht allzu lang, bis ihnen ein komischer zasarischer Fakir auf einem fliegenden Teppichnagelbrett entgegenkommt. Als sie ihn freundlich grüßen, kommt er näher und unterhält sich etwas mit ihnen. Alia ist neugierig auf das Nagelbrett und versucht aufzusteigen, die Nägel schmerzen jedoch zu sehr und sie gibt es auf. Der ach so fromme Edger hüstelt sich ein „Alia wurde also gerade abermals genagelt“ in den nicht vorhandenen Bart und erntet damit einen vernichtenden Blick von der Nafuri. Der Fakir würde die Moorjäger für eine Flasche Wein für seinen Reiseproviant in ein beliebiges Hexfeld ihrer Wahl fliegen, bietet er an. Doch die SC haben weder Wein bei sich, noch wünschen sie einen Transport, schließlich wollen sie ihre reservierten Hexfelder erkunden. Daher trennen sich die Wege alsbald wieder und der Fakir fliegt weiter in die Richtung, aus der die SC kamen.

Während die Moorjäger noch darüber mutmaßen, ob der Fakir ein Freund von Miazzi und auf dem Weg zu ihr sein könnte, entdeckt Helauneval zwei Moorstelzer in der Ferne. Die Netzauslegetechnik der Moorjäger sorgt auch dieses Mal dafür, dass sie einen der beiden Moorstelzer erlegen können, einer entkommt jedoch.

Kaum haben sie ihr Netz und die Moorstelzerteile wieder in Nimmermehrs Satteltaschen verstaut und sich zur Weiterreise fertig gemacht, meldet Helauneval, dass er zwei weitere Moorstelzer in einiger Entfernung ausmachen kann. Also das gleiche noch mal: Netz auslegen, Edger reitet einen Bogen, treibt die Moorstelzer zum Netz und die Moorjäger feuern alles was sie haben. Ein Moorstelzer stirbt schnell genug, der zweite kann sich losreißen und davonrennen. Die Moorjäger sind frohen Mutes ob ihres Jagdglücks, als sie ihr Nachtlager aufschlagen. Sie scheinen da in ein sehr moorstelzerreiches Gebiet vorgedrungen zu sein, endlich!


Werktag, 16. Waidsummen 1214GF, Fiebersümpfe

Der nächste Tag geht ganz im Zeichen der Moorstelzerjagd weiter: Zuerst stoßen die Moorjäger in Hexfeld 42 auf einen einzelnen Moorstelzer und erlegen ihn, etwas später treffen sie auf einen Gnom, dem mehrere Feldstecher um den Hals baumeln. Der Gute stellt sich als Baddeldei Wonkenstreu vor und bietet seine gnomischen Feldstecher für 50 GM pro Stück feil. Die Moorjäger wittern zwar ein Wuchergeschäft, doch der Test eines Feldstechers bestätigt, dass er in der nebligen Witterung der Fiebersümpfe nicht beschlägt. Die SC entschließen sich daher zum Kauf von vier Feldstechern und folgen einem Tipp des geschäftstüchtigen Gnoms in Richtung einer größeren Moorstelzerherde. In der Tat erspäht Helauneval eine Herde aus neun Moorstelzern in der angegebenen Richtung. Wohooo, Jackpot!

Im Angesicht einer so großen Gruppe Moorstelzer wird die moorjäger‘sche Jagdtechnik noch einmal überdacht und angepasst: Die SC spannen ihr Netz um einige Bäume, sodass eine Art kleines Gatter entsteht. Da recht viel Gebüsch zu allen Seiten vorhanden ist, begeben sich die Moorjäger mit den Enden des Netzes in Deckung und warten darauf rauszuspringen, sobald Edger die Moorstelzer in das Gatter getrieben hat, um die Moorstelzer von allen Seiten einzusperren. Der Plan stellt sich im Grunde als gut heraus, bedarf aber noch etwas Feinjustierung, denn fünf der Moorstelzer können sich losreißen und bei zwei weiteren ist es sehr knapp. Wenn erst einmal die Bresche geschlagen ist, sind die Moorstelzer kaum noch zu halten. Letzten Endes können die Moorjäger vier der neun Moorstelzer erlegen. Ein wahrer Goldregen steht bei Abgabe der ganzen Moorstelzeraugen und -zungen bevor! Das war schon der neunte Moorstelzer dieser Expedition. :o


Das nächste Hexfeld 43 durchqueren die Moorjäger lediglich und kartographieren es nicht, denn es ist von den Stelzfällern reserviert. Von nun an halten sie ganz besonders achtsam Ausschau, denn irgendwo hier vermuten sie das gesuchte Kloster St. Bajos.



Damit beenden wir – ingame etwa zur Mittagszeit – die 33. Session der Kampagne bzw. die 9. Session in neuer Besetzung nach ca. sechs Stunden Spielzeit. Mit den 180 EP von heute sind die SC bei 5.595 / 5.700 EP für Stufe 9. Das sieht doch ganz so aus, als könnten die SC nach der nächsten Session zu Stufe 9 aufsteigen! :)


Sintholos

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Antw:[Kampagnenbericht] Mal wieder eine Anfängerkampagne in den Freien Landen
« Antwort #230 am: 09. Februar 2021, 11:31:08 »

Wer schreitet so spät durch Sumpf und Schlamm? Es sind die Moorstelzer, Halblinge und Gnome.

Die Reisen eines Hüters – Tagebuch eines Paladins auf Reisen

13. Waidsummen – Kuriositäten im Sumpf

Zugegebenermaßen war ich bei unserem dritten Aufbruch, nach der Sumpfhexe, dem Drachenangriff, dem Paladingrab, den Echsenmenschen, den Ogern, den Goblins und zuletzt den Stelzfällern der Meinung gewesen, dass ich so ziemlich alle Kuriositäten des Sumpfes gesehen hatte. Ja wirklich. Ich dachte, dass die ersten gut zwei Wochen reichten, mir alles zu zeigen, was ich über den Sumpf wissen musste. Nun… ich täuschte mich fürwahr, denn obwohl wir Klein Vestrus noch nicht richtig verlassen hatten, wurden wir bereits von etwas überrascht. Helauneval hieß uns anzuhalten und da sahen wir es auch schon. Ein magisches Portal hatte sich mitten im Sumpf geöffnet. Einfach so… und heraus kamen dutzende Untote. Nun war Alia selbstverständlich fähig, diese zu bannen… aber es waren auch ungleich viele und selbst ihre magische Kraft reichte dafür nicht aus. Doch was tun? Sie waren gefährlich nah am Lager Klein Vestrus. Glücklicherweise stapften sie nur ein paar Meter durch den Morast, bis sich ein weiteres Portal öffnete, dass sie wegtransportierte. Wirklich sehr seltsam.
Doch auf Unbekanntes folgte auch schnell Altbewährtes, denn Helia lockte einen Moorstelzer in unseren Weg, der auch direkt sein Leben ob des schnöden Mammons willen hergeben musste. Und das war nicht das einzige Leben, das wir fanden. Eine Halblingsdame war irgendwie halb im Treibmorast versunken. Selbstverständlich retteten wir sie, doch Nedda, dies war ihr Name, war eine Diebin und sie war ob ihrer Verfehlungen und Dankbarkeit sogar geständig. Schlecht, dass sie an mich geraten war, musste ich doch der Gerechtigkeit Genugtuung verschaffen. Gleichzeitig waren wir jedoch in Eile. Die Stelzfäller mochten langsam sein, doch nicht so langsam, dass sie uns nicht noch immer im Nacken hingen und das Kloster von St. Bajos sollte nur von wahren Anhängern des Lichts erkundet werden. Guter Rat war teuer. Und Alia brachte ihn. Sicherlich war die Handelsgilde Vestrachs reich genug, den Verlust von 500 GM zu verkraften. Und so sie uns, als ihren Rettern, die Hälfte überließ, wäre ihr Vergehen auch ausreichend gesühnt. Und so gingen wir, froh einer Dame geholfen und ihr die Freiheit geschenkt zu haben.
Der weitere Marsch verlief recht ereignislos. Ein paar weitere Moorhühner, ein Portalkreis von Aldomer, mit dem wir nichts anfangen konnten, mehr Schlamm und Matsch sowie ein gewohnt feuchtes Lager, ließen uns auf das Ende des nächsten Tages hoffen. Immerhin hatten wir vor, eine Freundin zu besuchen.

14. Waidsummen – Rückkehr ins Nest

Der nächste „Morgen“ begann dann auch entsprechend ereignisreich. Alia weckte uns, da eine größere Goblinmeute vor uns entlang marschierte. Und so packten wir, kaum ausgeschlafen, unsere Sachen und liefen einen Bogen um die Goblins, um weiter zu kommen und Abstand zu gewinnen. Zu der Müdigkeit sollte sich jedoch auch Unglück gesellen. Unsere Glückssträhne bei der Moorstelzerjagd wurde gebrochen, als uns Helias Gnade im Sumpf nicht erreichen konnte und wir diesmal leer ausgingen. Doch so ist das Leben und man muss in diesem Zusammenhang glücklich über das sein, was man hat und dann wird Helia einem wieder zulächeln. So zumindest sagten meine Lehrer gerne. Und dies konnten wir auch direkt sehen, als Alia ein seltsames Juwel fand, das einfach an einem Baum hing. Sie untersuchte es, befand, dass es ihre Zauberkraft erhöhte und nahm es mit. Der Sumpf war und ist sicherlich noch immer ein eigenartiger Ort.
Zusätzlich fanden wir noch ein Schlachtfeld an Moorstelzern. Sicherlich waren wir zunächst euphorisch ob der leichten Beute, doch dies waren nicht die Opfer von Raubtieren, sondern von Jägern der Moorstelzer, so wie wir es waren. Der Beweis: Es fehlten Augen und Zungen. Doch halt: Helauneval konnte mit etwas Glück noch ein einzelnes Auge bergen und unserer Sammlung hinzufügen.
Schlussendlich erreichten wir dann auch Miazzis Hütte. Der Duft von guter Suppe durchdrang die Luft, die Tiere versammelten sich und wir konnten Miazzi von den Vorkommnissen der letzten Tage berichten. Morvains Abreise, die Zerstörung des Og‘roc und die Wanderung der Goblins stimmten sie nachdenklich. Doch auch die Erklärung zum Portalkreis von Aldomer eröffnete uns neue Möglichkeiten, haben wir doch so einen Weg, schnell zu ihr zurückzukehren, sollten wir nur ein passendes Gegenstück finden. Unabhängig davon freuten wir uns alle über eine Nacht in warmer Umgebung und schliefen tief und fest bis zum nächsten Tag.

15. Waidsummen – Moorstelzer, Fakire und Moorstelzer

Wir frühstückten entspannt und machten uns dann alsbald wieder auf den Weg. In Absprache mit Miazzi einigten wir uns, dass wir ein größeres Goblinlager, nahezu eine Anhäufung entdeckt hätten. Dies sollte neugierige Moorstelzerjäger eine Weile fernhalten.
Und wieder kam es zur Überraschung der besonderen Art. Ein dunkelhäutiger Mann schwebte einfach so auf einem Teppich vorbei und bot uns an, selbiges Gerät doch einmal auszuprobieren. Da dieser Mann zasarisch aussah, war ich ob dieses Angebots schwer abgeneigt. Das Sitzen auf Nägeln war für sich genommen schon seltsam… aber wer wusste schon, was es mit mir tun würde? Alia, ganz mutig, versuchte sich jedoch daran und wurde direkt unsanft gepiekt. Meinen zotigen Spruch möchte ich den Annalen lieber vorenthalten, doch man sei sich gewahr, dass ich ihren rechtschaffenen Zorn auf mich zog. Für eine Flasche Wein bot er uns außerdem den Transport in ein von uns wählbares Gebiet an. Wir hatten jedoch weder Wein bei uns noch das Interesse, uns auf einem fliegenden Nagelbrett durch die Gegend kutschieren zu lassen und so war ich doch sehr erleichtert, als ich den Mann wegfliegen sah… sonst wäre noch etwas Schlimmes passiert.
Und schließlich kamen wir wieder zu dem, was wir eigentlich tun wollten: Den Morast erkunden und dabei Moorstelzer jagen. Zwei dieser Kreaturen kreuzten unseren Weg und wir erschlugen wieder einen davon. Helauneval entnahm die Beute und weiter führte die Reise. Schließlich mussten wir jedoch wieder ein Lager aufschlagen, was dies beendete.

16. Waidsummen – Moorstelzing around the clock

Nachdem wir losgezogen waren und einen weiteren Moorstelzer erlegt hatten, trafen wir auf einen merkwürdigen Anblick: Einen Gnom, der merkwürdige Sichtverbesserungsgeräte verkaufte. Baddeldei Wonkenstreu war sein Name und diese sogenannten Feldstecher (komischer Name), sollten uns die Moorstelzerjagd erheblich erleichtern. Und er zeigte es uns sogar. Einen Hügel runter, außerhalb unserer normalen Sicht, konnten wir eine Moorstelzerherde ausfindig machen: Neun an der Zahl. Und es war ein tolles Souvenir. Also drückte ich ihm 200 Münzen in die Hand und erwarb vier davon. Eins für jeden von uns. Der Gnom war darüber sehr erfreut und bat uns um weitere Hilfe. Er wollte nach Nebelwehr. Leider konnten wir ihm dabei nicht helfen. Eine Reise nach Nebelwehr war ein großer Umweg und wir mussten doch das Kloster des St. Bajos finden! Stattdessen boten wir ihm an, uns nach Mardakena, ein Dorf im Norden zu begleiten. Dies lehnte er jedoch ab. Mardakena war nicht sein Ziel, sondern Nebelwehr… um seine Feldstecher zu verkaufen. Dabei konnten wir ihm also nicht helfen und so trennten sich unsere Wege.
Doch die große Moorstelzerherde benötigte nun unsere Aufmerksamkeit. Bei neun Exemplaren würde ein einfaches Netz nicht reichen. Vielmehr versuchten wir, ein Gatter zu spannen und ihnen so den Fluchtweg abzuschneiden. Doch waren die nahen Bäume und Sträucher nicht geeignet, um so viele Moorstelzer in Panik aufzuhalten. So schafften wir es zwar, vier der neun Moorstelzer zu erlegen, doch entkamen uns die restlichen fünf. Dennoch eine stolze Ausbeute, die uns auf unseren weiteren Reisen sicherlich zuträglich sein würde. Mit einem guten Gefühl ob unseres Jagderfolges gingen wir weiter in Richtung Mardakena, wo wir hofften, Informationen zum Kloster von St. Bajos zu finden, wenn wir nicht zufällig vorher darüber stolpern sollten.


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[Spielbericht] Treibjagd in den Fiebersümpfen X - Ankunft in Mardakena
« Antwort #231 am: 11. Februar 2021, 08:45:01 »

Treibjagd in den Fiebersümpfen X – Ankunft in Mardakena

Ehemalige Multi-Gruppen-Quest (MGQ), hier und da leicht abgewandelt, heute mit dem Fischerdorf Mardakena von cyrion

Werktag, 16. Waidsummen 1214GF, Fiebersümpfe

Die Moorjäger sind gerade auf ihrer dritten Expedition auf dem Weg in Richtung des abgelegenen Fischerdorfs Mardakena. Am frühen Nachmittag in Hexfeld 33 bleibt Bruder Ataeos auf einmal wie angewurzelt stehen und macht mit einem spitzen Aufschrei darauf aufmerksam, dass Edgers Schlachtross Nimmermehr just in diesem Moment im Boden versinkt, der Treibmorast reicht ihm schon bis zu den Knöcheln. Mit seinem Aufschrei steckt der elfische Mönch den armen Edger sofort mit seiner Panik an – entsprechend erfolglos sind die Versuche des Paladins, Nimmermehr zu beruhigen. Das versinkende Pferdchen zappelt aufgeregt und versinkt dadurch nur noch schneller im Morast. Eile ist geboten! :o

Alia versucht Verlangsamen auf Nimmermehr zu wirken, der Zauber misslingt allerdings. Helauneval greift sich ein Seil und wirft es Edger zu, damit dieser es um den Bauch des Pferdes schlingen kann. Dann gewinnt der Paladin selbst ein paar Meter Abstand, denn sonst würde er selbst mit einsinken. Nimmermehrs Beine stecken schon zu zwei Dritteln im Morast. Mit einem langen Ast, den Alia herbeischafft, angelt Helauneval gerade noch rechtzeitig das Seil unter Nimmermehrs Bauch hervor, sodass eine Schlaufe entsteht. Zu viert ziehen Edger, Alia, Helauneval und Bruder Ataeos an dem Seil. Edgers Panik um sein treues Ross steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben: Die Kraftaktprobe -7 gelingt ihm und er zieht das Pferd nahezu alleine aus dem Treibmorast heraus. Puh! Nach diesem Schreck gehen die Moorjäger lieber schnell weiter. Nicht, dass noch jemand in diesem tückischen Morast versinkt!

Einige hundert Meter weiter werden die Moorjäger erneut von einem Naturphänomen überrascht: Pollenplatzer – oh nein, auch das noch! Die pollengefüllten Ballonblüten sind in diesem Areal so klein und unscheinbar, dass sie selbst Helauneval nicht aufgefallen sind. Die Moorjäger bemerken daher den Blütenstaub erst, als sie schon über und über damit bedeckt sind. Doch dieses Mal haben die SC Glück: Es handelt sich um gutartige Pollen. Der Kontakt mit der Blütenstaubwolke erhöht permanent einen zufälligen Eigenschaftswert: Bei Edger, Alia, Nimmermehr und Helaunevals Hund Rantanplan erhöht sich Geschick, bei Helauneval Stärke und bei Bruder Ataeos und Yeesha Aura. Noch schlammübersät sind Edger und Nimmermehr schnell über und über gelb eingestaubt. Edger ist gerade aber zu froh über die ganz und gar ungefährlichen Pollenplatzer, um sich darüber zu ärgern, heute Abend seine Rüstung reinigen zu müssen. Da die Dämmerung schon langsam einsetzt, schlagen die Moorjäger im selben Hexfeld ihr Nachtlager auf.


Hofftag, 17. Waidsummen 1214GF, Fiebersümpfe

Am nächsten Morgen ist Edger aufgrund besagter abendlicher Reinigung seiner Rüstung besonders unausgeschlafen (1 Erschöpfungsschaden). Der Paladin schaut sich mit einem der kürzlich erworbenen gnomischen Feldstecher um und meint am nordöstlichen Horizont die Umrisse von Mardakena zu erkennen. Vom gesuchten Kloster St. Bajos ist allerdings weit und breit noch nichts zu sehen. Die Moorjäger setzen ihre Route daher wie geplant in Richtung des Fischerdorfes fort.

In Hexfeld 27 entdeckt Helauneval eine große Gruppe Echsenmenschen in der Ferne, welche die SC ihrerseits noch nicht gesehen hat. Helauneval schätzt die schuppigen Humanoiden auf vier Dutzend Exemplare. Bruder Ataeos gibt zu bedenken, dass die Echsenmenschen womöglich weitere Helianovizen aus Schwester Kalias Gruppe bei sich haben. Edger erwidert, dass er die Überlebenschancen der Novizen in dem Fall für verschwindend gering einschätzt, da selbst derjenige Mönch, welcher in Klein Vestrus angekommen war, nach eigener Aussage nur gerade so mit dem Leben davongekommen war. Die Moorjäger umgehen die Echsenmenschenhorde daher weiträumig.

Etwa zwei Stunden später noch im selben Hexfeld sehen sich die Moorjäger plötzlich mit einer ungewöhnlichen Herausforderung konfrontiert: Eine Stampede Moorstelzer kommt auf die Gruppe zu! Etwa 30 der sonst so scheuen Tiere müssen durch etwas oder jemanden derart aufgescheucht worden sein, dass sie als geschlossene Gruppe durch den Sumpf hetzen. Die Moorjäger reagieren umgehend und greifen zu ihren Waffen. Helauneval, Alia und Bruder Ataeos schießen alle auf denselben Moorstelzer. Dieser patzt bei seiner Abwehr, wodurch er stolpert und einen hinter ihm laufenden Moorstelzer ebenfalls zu Boden reißt. Edger hingegen stürmt den erstbesten Moorstelzer an (wodurch er aber immerhin einen ersten Slayerpunkt bekommt und ein paar Meter zum gestürzten Stelzerduo gutmacht). Der angestürmte Moorstelzer erwischt Edger in seinem Lauf mit einem seiner langen, dünnen Beine und reißt den Edger damit von den Füßen.


Während die allermeisten Stelzer die Moorjäger bereits weit hinter sich gelassen haben, haben die beiden gestürzten Moorstelzer Müh und Not, wieder aufzustehen, denn die Moorjäger setzen ihnen so gut es geht zu.


Der zuerst anvisierte Moorstelzer segnet schnell das Zeitliche, während der andere mitgestürzte Moorstelzer sich aufrappeln und davonmachen kann. Helauneval schneidet die Stelzeraugen und -zunge heraus, bevor die Moorjäger ihren Weg in Richtung Mardakena fortsetzen.

Als die SC das Hexfeld 18 erreichen, bietet sich ein malerischer Anblick des Sumpfdeltas.

- Sumpfdelta -

In den breiten, flachen Flussarmen haben sich einige sechsbeinige Alligatoren angesiedelt und zeigen sich interessiert an der Anwesenheit der Moorjäger. Zur Überquerung eines besonders breiten Flusslaufs wirft Alia eine ihrer Bomben als Ablenkung in die entgegengesetzte Richtung. Zunächst scheint das Ablenkungsmanöver zu funktionieren, doch einer der Alligatoren schert aus und nimmt die Verfolgung der SC auf. Als er sich neben Bruder Ataeos aus dem Wasser aufbäumt, erschrickt dieser sich fast zu Tode, kommt aber gerade noch einmal davon. Nicht zuletzt, weil Edger sofort Hacke kehrt macht und sich dem sechsbeinigen Reptil entgegenwirft, um dessen Aufmerksamkeit von seinem Glaubensbruder abzulenken. Edger ruft Bruder Ataeos zu, er solle sich und Nimmermehr in Sicherheit bringen.

- Fieberalligator -


In dem Augenblick jedoch, in dem Edger bei seiner Abwehr patzt, verschlingt ihn der Alligator mit einem großen Happs – nur noch der Unterleib und die Beine des Paladins schauen heraus. Zum Glück patzt wiederum der Alligator schon in der Folgerunde bei seiner Abwehr gegen Helaunevals Pfeilbeschuss, womit er Edger wieder ausspuckt. Der Paladin ruft nach Heilung, doch die angesprochene Alia (Bruder Ataeos sollte schließlich mit Nimmermehr das Weite suchen) denkt nicht einmal daran – sie probiert sich lieber seit Langem mal wieder am Messerwerfen statt mit weiteren Bomben die Aufmerksamkeit weiterer Alligatoren auf die Gruppe zu lenken, bleibt dabei aber recht erfolglos. Edger steht mittels Slayerpunkt auf und greift mittels Schnellen Reflexen nach seiner Waffe, um dem Untier eins überzubraten. Den finalen Schuss setzt schließlich Helauneval. Nach dem Kampf beeilen sich die SC weiterzukommen, um nicht noch mehr Alligatoren bekämpfen zu müssen. Im Weitergehen aktiviert Edger seine Heilende Aura, um sich passiv wieder hochzuheilen.

Wenig später erreichen die Moorjäger das Fischerdorf Mardakena. Sie sprechen einen um das Dorf herumwandernden Elfen an und fragen nach Schwester Kalias Gruppe. Der Mann gibt an, selbst nicht mit der Gruppe Mönche gesprochen zu haben und führt sie dann zum Bürgermeister von Mardakena. Dieser ist erfreut, Abenteurer zu Besuch zu haben und zeigt sich interessiert an einem Handel, den Edger im Verlauf des Gesprächs vorschlägt: Die Moorjäger befreien den örtlichen Tempel zu Luhntraz von einer Echsenmenschensippe und sehen nach, ob sie herausfinden können, durch wen oder was die Luhntrazmönche vergiftet worden sind, und im Gegenzug stellt der Bürgermeister ihnen jemanden zur Verfügung, der sie zum Kloster St. Bajos führt. Der Bürgermeister gibt an, dass ein Luhntrazpriester im Gasthaus weitere Informationen zum Tempel und den Echsenmenschen hat. Dort geht es dann beim nächsten Mal weiter.




Vor dem Wechsel vom Rathaus zum Gasthaus beenden wir die heutige Session nach ca. 3 Stunden Spielzeit. Das war die 34. Session der Kampagne bzw. die 10. Session in neuer Besetzung. Mit den 107 EP von heute sind die SC bei 5.702 EP, was ihnen den Stufenanstieg zu Stufe 9 beschert. Den Stufenanstieg führen wir vor dem nächsten Mal durch. Stufe 10 gibt’s dann bei 7.300 EP.


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« Antwort #232 am: 23. Februar 2021, 19:14:45 »

Ein Moorstelzer kommt selten allein… manchmal jedoch schon.

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16. Waidsummen – Moorstelzing around the clock

Noch von unserem Jagderfolg aufgeputscht, reisten wir weiter in Richtung des Dorfes Mardakena um dort hoffentlich mehr Informationen zum Kloster von St. Bajos zu finden. Plötzlich begann Bruder Ataeos jäh aufzuschreien. Wachsam blickten wir uns um und da sah ich es auch schon: Nimmermehr, mein treues Ross war in einen Pfuhl mit Treibmorast geraten. Ein Glück, dass er mir vertraute und so konnte ich ihm das Strampeln austreiben, weswegen er langsamer versank. Doch noch versank er. Was also tun? Während Alia versuchte, ihn mit einem Verlangsamen-Zauber langsamer absacken zu lassen, warf mir Helauneval ein Seil zu. Geschwind lege ich es um Nimmermehr herum und gewann dann Abstand. Es sollten nicht noch mehr versinken als mein treues Pferd. Mithilfe eines von Alia ausfindig gemachten Astes fädelte Helauneval das Seil um den Bauch meines Pferdes und wir begannen, Nimmermehr aus dem Morast zu ziehen. Die Verzweiflung gab mir Bärenkräfte und mit vollem Körpereinsatz zogen wir meinen alten Freund aus dem Pfuhl. Welch Aufregung.
Doch noch war dies nicht das Ende des Tages. Mehrere Pollenplatzer erwarteten uns, die jedoch unerwartet positive Nebeneffekte auf uns zu haben schienen. Wir alle fühlten uns auf die eine oder andere Art und Weise stärker, geschickter oder selbstbewusster. Dennoch stelle ich missmutig fest, dass eine etwas gründlichere Reinigung der Rüstung angemessen sein würde.

17. Waidsummen – Ein Dorf am Meer mit einem Tempel

Ich fühlte mich von der letzten Nacht noch erschöpft, doch half es nichts. Wir mussten weiter. Ich nutzte meinen gnomischen Feldstecher, um uns einen Überblick zu verschaffen. Das Dorf lag deutlich vor uns, das Kloster war jedoch nicht zu sehen. Also war unser Weg weiter klar: Mardakena. Zunächst hieß es jedoch, weiteren Echsenmenschen auszuweichen, die sich in großer Zahl versammelt hatten. Ich wünschte, ich hätte die Macht, diese Biester zu vertreiben. Plötzlich jedoch tauchte vor uns ein völlig anderes Vorkommnis auf: Eine Stelzpede. Wir hatten von einigen Wachen bereits davon gehört. Dutzende Moorstelzer, die sich zu einer riesigen Herde zusammenschlossen und im Affenzahn durch den Sumpf flitzten. Mangels Vorbereitung war unsere Ausbeute nicht so groß wie vielleicht erhofft: Nur einer der Moorstelzer fiel uns zum Opfer und wurde von Helauneval kundig auseinandergenommen.
Schließlich jedoch schien das Ende dieser Etappe erreicht: Mardakena lag vor uns. Nur ein etwas morastiger Bereich musste durchquert werden. Ein morastiger Bereich voller Alligatoren. Alia hat jedoch einen guten Einfall: Ablenkung mit Bomben. Und so warf sie einen ihrer Sprengkörper in eine völlig andere Richtung und wir nutzten das Chaos um zu entkommen. Eine dieser schuppigen Kreaturen war jedoch intelligenter als die anderen und folgte uns. Dies würde ihren Untergang bedeuten. Versuchte ich sie zunächst nur umzuwerfen und so weiter Abstand zu gewinnen, wurde mir meine Güte mit einem zünftigen Happs vergolten, der dazu führte, dass ich mich plötzlich teilweise im Schlund der Kreatur wiederfand. Die Unterstützung meiner Freunde war glücklicherweise neben ein paar Faustschlägen alles, was die Kreatur für ihren Tod brauchte. Dennoch war ich auf weitere derartige Innenraumerkundungen nicht sonderlich erpicht und begann, mit meinen Kameraden Abstand zu gewinnen, während sich die Alligatoren an ihrem dahingeschiedene Artgenossen labten.
Und so erreichten wir schließlich doch noch Mardakena. Wir sprachen einen durch das Dorf schlendernden Elfen an und fragten ihn nach Informationen über die Gruppe Mönche, die von Schwester Kalia angeführt worden war. Er selbst hatte nicht mit den Mönchen gesprochen, wusste jedoch, dass sie in Mardakena gewesen waren. Der Bürgermeister würde sicher mehr wissen, weswegen wir uns zu ihm führen ließen. Doch hatte dieser, wie jeder andere Bürgermeister, andere Probleme, die ihn umtrieben. So war der örtliche Luhntraztempel von Echsenmenschen überrannt worden, nachdem die Priester einer mysteriösen Krankheit oder Vergiftung zum Opfer gefallen waren. Wir boten ihm also an: Wenn wir den Tempel für ihn befreien würden, könnte er uns doch sicher beim Finden des Klosters von St. Bajos helfen. Der Deal stand und so würden wir uns auf seine Empfehlung hin mit dem letzten Priester von Luhntraz, der sich derzeit im Gasthaus aufhielt, besprechen und versuchen, mehr über den Tempel herauszufinden.

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Treibjagd in den Fiebersümpfen XI – Der Tempel des Luhntraz I

Das Fischerdorf Mardakena und der Tempel des Luhntraz von cyrion

Heute führen wir als Erstes den Stufenanstieg zu Stufe 9 durch: Alia erhöht Verstand um 1 (jetzt VE 4), wodurch allen voran ihre Bomben einen größeren Explosionsradius bzw. -kegel erhalten. Außerdem erlernt sie zur Steigerung des potenziellen Bombenschadens das Talent Zaubermacht I. Helauneval steigert Härte um 1 (jetzt HÄ 5), womit er in Verbindung mit dem Osterei vom Avatar der Sumpfelfen bei 29 LK ist (!), darüber hinaus entscheidet er sich für einen weiteren Rang Fieser Schuss (jetzt Rang II). Edger wiederum erhöht Stärke um 1 (jetzt ST 5) und steigert sein Talent Charmant um einen Rang (jetzt Rang II).

Hofftag, 17. Waidsummen 1214GF, Mardakena

Nach dem Gespräch mit dem Bürgermeister Mardakenas kehren die Moorjäger zur späten Mittagszeit im Gasthaus Fischers Ruh ein. Viele Fischer und andere Dorfbewohner speisen gerade, das Gasthaus ist gut besucht und es geht rau und laut zu. Der Wirt Kosta ist eine Frohnatur und schlängelt sich behände um die vollbesetzten Gästetische herum. Er heißt die SC willkommen und macht sie auf die Speisekarte aufmerksam. Diese wird von Fischgerichten dominiert, alle vier Moorjäger entscheiden sich für den fangfrischen Tagesfisch und dazu Bier. Helauneval bekommt der Fisch leider nicht so gut, er bekommt ziemliche Bauchschmerzen von dem Essen.

Die SC plaudern ein wenig mit dem Wirt über das Dorf und den Luhntraztempel und fragen ihn nach dem vom Bürgermeister angesprochenen Luhntrazpriester. Kosta zeigt auf einen schmächtigen Mann in einer Robe, der etwas abseits der laut dröhnenden Fischermeute sitzt und in sich gekehrt eine Fischsuppe löffelt. Edger bestellt sich und dem Priester zwei weitere Krüge Bier und setzt sich zu ihm herüber. Der Mann stellt sich als Engasi, Priester des Meeresgottes Luhntraz vor und ist sichtlich freudig überrascht, als Edger ihm die Hilfe der Moorjäger anbietet. Aufgrund der Lautstärke im Gastraum schlägt Engasi kurzerhand vor, die Angelegenheit draußen bei einem Spaziergang zu besprechen.

Engasi erzählt, dass er selbst regelmäßig zwischen Sturmklippe und Mardakena umhergereist ist, er selbst gehörte nicht zur festen Belegschaft des hiesigen Luhntraztempels. In Sturmklippe steht der wichtigste Luhntraztempel der Freien Lande, er selbst stamme auch von dort. So kam es, dass er selbst nicht anwesend war, als die Luhntrazpriester vor einigen Wochen gestorben sind. Angeblich sollen vergiftete Muscheln schuld am Ableben seiner Ordensbrüder und -schwestern gewesen sein, doch keiner der Dorfbewohner konnte ihm mehr dazu erzählen. Nun warte er seit jenem Tag darauf, dass der Tempel zu Sturmklippe jemanden schickt, der ihm dabei hilft, die heiligen Kultgegenstände seines Ordens aus dem Tempel zu bergen. Das Problem an der Sache ist, dass sich Echsenmenschen in dem verlassenen Tempel einquartiert haben, derer er alleine nicht Herr werden kann. Auf Edgers Bitte hin zeichnet er eine grobe Skizze des Tempelgrundrisses:


Engasi erklärt, dass man die Insel am bequemsten am südlich gelegenen Steg betreten kann. Er selbst wurde in der Vergangenheit in der Regel von einem der hiesigen Fischer namens Hans herübergebracht. Die Moorjäger versuchen daraufhin, Hans zuhause einen Besuch abzustatten, doch die heruntergekommene Bruchbude ist leer. Daher erkundigen sie sich beim Wirt Kosta nach Hans‘ Verbleib – der hatte vorhin nämlich noch getönt, er kenne jeden im Dorf. Mit einem etwas abfälligen Tonfall teilt Kosta ihnen mit, dass Hans bestimmt am Strand zu finden sei.

Wenig später haben die Moorjäger Fischer Hans ausfindig gemacht: Er torkelt mit einer Flasche Schnaps in der Hand am Strand entlang. Von Edger angesprochen stellt er sich als wenig kooperativ heraus, er ist auf keinen Fall bereit, die SC zum Tempel herüberzuschippern. Der Paladin will ihm eine Ohrfeige verpassen, patzt jedoch, wodurch er ihm versehentlich die Schnapsflasche aus der Hand schlägt. Das trägt nicht unbedingt dazu bei, dass Hans kooperativer wird, ganz im Gegenteil, er will auf Edger losgehen! Edgers nächster Schlag trifft Hans ins Gesicht und der Fischer geht zu Boden. Alia beugt sich über ihn, zaubert Giftbann, damit sein Rausch nachlässt, und im Anschluss Freund, damit er redebereiter wird. Ihrem geballten diplomatischen Geschick hat der nunmehr nüchterne Fischer kaum etwas entgegenzusetzen. Er erklärt sich also anstandslos bereit, die Moorjäger zum Tempel zu schippern.

Hans steuert das Boot in Deckung durch das Lagergebäude zum Steg im Süden der Insel. Am Steg sitzt ein einzelner Echsenmensch und hält eine Angel ins Wasser. Edger segnet die Gruppe, während Helauneval und Alia in Ruhe einige Runden mit Bogen bzw. Lichtpfeil zielen. Der Echsenmensch überlebt die erste Runde nicht… Helauneval erreicht bei einem PW von 50 ein PE von 14, nutzt aber seinen einmaligen von Miazzi verliehenen Zwistpunkt, um den Wurf zu wiederholen, womit der PE auf 23 steigt; und Alia erwürfelt bei einem PW von 41 ein PE von 26.


Geschwind legt Hans an und lässt die Moorjäger aussteigen. Edger und Bruder Ataeos befördern die Leiche des Echsenmenschen ins Wasser, während Helauneval und Alia zu dem östlich auf einer separaten kleinen Insel gelegenen Lagergebäude schleichen. Dem ausgeschnitzten Symbol in der Holztür zufolge handelt es sich bei der rechten der beiden Türen um die Toilette. Helauneval späht durch das herzförmige Loch und kann erkennen, dass im hinteren Teil des Raums die Wand eingestürzt ist und Meerwasser von draußen reingedrückt wird. Beim Lauschen an der linken Tür hört er ein Klackern, das er als zu einer Riesenkrabbe gehörig identifiziert (WG: Tierkunde).

Die Moorjäger lassen das Lagergebäude lieber unangetastet und betreten den Innenhof zwischen Schlafsaal und Speisesaal. Sie hören ein leises Schnarchen aus dem Schlafraum und ausgelassenes echsisches Geschnatter aus dem Speisesaal. Helauneval kommt beim Anblick eines losen Bretterhaufens auf die Idee, mittels Bogner-Handwerksproben die Türen zum Speisesaal zu verbarrikadieren. Bei der Bearbeitung der zweiten Tür bemerken die speisenden Echsenmenschen allerdings etwas. Edger geht sicherheitshalber mit seinem Hammer im Anschlag neben der Tür in Stellung, während Helauneval die dritte Tür mit einem Balken versperrt. Von innen ruckelt einer der Echsenmenschen an der Tür, scheint aber erstmal keinen gegnerischen Angriff, sondern stattdessen eher eine verklemmte Tür zu vermuten.


Die SC verständigen sich (bzw. ihre Spieler via Discordkamera :D ) mit Handzeichen, dass sie alle in den Schlafsaal schleichen und leise die Tür hinter sich schließen. Nach und nach öffnen sie dort drinnen die Türen zu den einzelnen Schlafkammern und schalten die zum Teil schlafenden und zum Teil kurz vor ihrem Todesstoß erwachenden Echsenmenschen. Ein Echsenmensch stößt einen lauten Schrei aus, als er in der Turn Ordner an der Reihe ist, kurz bevor er durch einen Streich von Edgers Hammer ins Jenseits befördert wird. Beim letzten hinteren rechten Raum benutzt Alia daraufhin eine Kegelbombe, denn nun ist’s ja ohnehin aus mit „still und heimlich“. Da der erste Schadenswurf der Bombe mit der schönen, großen, neuen VE-4-Kegellänge unterwältigend niedrig ist (PW 22, PE 6), gibt sie – wie Helauneval vorhin – ihren einmalig einsetzbaren Miazzi-Zwistpunkt aus, um den Schadenswurf zu wiederholen (neues PE 16).


Durch die Explosion der Bombe wird die steinerne Mauer zum nördlich gelegenen separaten Teil des Schlafhauses brüchig. Das scheint den Moorjägern im Eifer des Augenblicks eine gute Möglichkeit weiter vorzudringen, denn von draußen ertönt lautes Gepolter. Klingt ganz so, als hätten die Echsenmenschen ihre Kraftaktproben geschafft und würden nun in den Innenhof stürmen… Mit diesem Cliffhanger beenden wir die heutige Runde.


Damit beenden wir die heutige Session nach ca. 3 Stunden Spielzeit. Das war die 35. Session der Kampagne bzw. die 11. Session in neuer Besetzung. Mit den 92 EP von heute sind die SC bei 5.794/7.300 EP zu Stufe 10.


Agonira

  • Stufe 19
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  • Kultur: Narrländer
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Antw:[Kampagnenbericht] Mal wieder eine Anfängerkampagne in den Freien Landen
« Antwort #234 am: 24. Februar 2021, 21:17:52 »

Zwischen Session 35 und 36 stößt ein neuer Spieler zur Kampagne dazu: Herzlich willkommen cyrion! Passenderweise ist er der Fanwerkautor vom Fischerdorf Mardakena und dem Tempel des Luhntraz. Ich hatte also die Ehre, sein eigenes Abenteuer für ihn zu leiten. :) Er spielt einen Kait-Waffenmeister namens Lo Pow.



Alia Hashemi, Nafuri, Heilerin, Alchemistin, Stufe 9

- Charakterbild -

KÖR: 5   AGI: 7      GEI: 8
ST: 0   BE: 0      VE: 4 = 2+1(Brosche)+1
HÄ: 4   GE: 9 = 7+2(Ei)      AU: 6 = 4+1(Robe)+1(Drache)

:kw1: 22 = 19+3(Einstecker)     :kw2: 15 = 9+1(zäh)+0(PA)+3(Handschuhe)+2(Ei)     :kw3: 9 = 7+2(Stab)         :kw4: 4,5     :kw5: 5     :kw6: 18 = 16+2(Handschuhe)     :kw7: 18 = 14+2(Stirnreif)+2(Zaubern)     :kw8: 20 = 17+3(Stab)     Mana: 32 = 23+9(Manakraft)      Wechseln: 14 = 12+2(Wechsler)

Waffe:
Nahkampf: Stab der Erde +2 :kw5: 8 GA-2 :kw3: 9 (WB+3, :kw3: +2, GA-2, :kw8: +3, Erdmagier +II)
Ersatzwaffe: Stahldolch :kw5: 6 :kw3: 8 (WB+1, :kw3:+1)
Fernkampf: 3x Wurfmesser :kw6: 19 :kw3: 8 (WB+1, :kw3:+1)

Bomben:
Schadensarten: Blitz, Feuer, Splitter, Säure
Explosionsarten: Kugel (Radius VE Meter), Kegel (VE Meter lang, am Ende VE Meter breit)
Schadenshöhe: GEI + VE + 2x Rang Alchemie
Substanz werfen: GEI + GE + Schütze + Bomben bauen + Extrakt herstellen; -1 pro 5 m

Rüstung:
Körper: Violette runenverzierte Tunika (PA+0, AU+1)
Kopf: Stirnreif (PA+0, :kw7:+2)
Hände: Seidene Handschuhe (PA+0, :kw6:+2, :kw2:+3)
Taille: Gürtel des Alchemisten (PA+0, Auf Ex! +I)

Schmuck:
Grünes Sumpfjuwel (Zaubern+2)
Osterei: Blaues Ei (Abwehr+2) mit gelben Sprenkeln (GE+2)
Schmuck: Eulenbrosche (VE+1)
Linker Ringfinger: Glützarklunker des großen RUMS! (Durchschlagende Bomben +I)
Rechter Ringfinger: Manaring (Manakraft +III)

Zauber:
Bannen :kw8: 16-(KÖR+AU)/2 des Ziels
Blenden :kw8: 16-(AGI+AU)/2 des Ziels
Freund :kw7: 18-(GEI+VE)/2 des Ziels
Geben und Nehmen :kw7: 19 (ZB+0, Fürsorger+1)
Giftbann :kw7: 19 (ZB+0, Fürsorger+1)
Heilende Hand :kw7: 20 (ZB+1, Fürsorger+1)
Heilendes Licht :kw8: 23 (ZB+2, Fürsorger+1)
Licht :kw7: 23 (ZB+5)
Lichtpfeil :kw8: 22 (ZB+2)
Magie entdecken :kw7: 18 (ZB+0)
Verlangsamen :kw8: 20-(KÖR+AU)/2 des Ziels
Zwei freie Zauberspruchstufen

Talente:
Akrobat I
Alchemie IV
Auf Ex! I (+I Gürtel)
Ausweichen I
Bomben bauen II
Durchschlagende Bomben I (+I Ring)
Einstecker I
Erdmagier II (+II Stab)
Fürsorger I
Glückspilz II
Heldenklassenadept: Alchemist II
Runenkunde II
Vertrauter: Drache I (+I Yeesha)
Wahrnehmung I
Wechsler I
WG: Kräuterkunde II
Zaubermacht I

Volksfähigkeiten: +1 TP, zäh (:kw2: +1)



Yeesha, Grün-bronzener Drache, Schlüpfling

- Charakterbild -

KÖR: 3   AGI: 4      GEI: 3+1(ZAW)
ST: 1    BE: 1      VE: 1
HÄ: 1   GE: 1      AU: 1

:kw1: 5     :kw2: 4     :kw3: 5      :kw4: 4,5      :kw5: 4

Waffe:
Klauen, Zähne, Schwanz :kw5: 4 (WB+0; mehrere Angriffe +2; natürliche Waffen)

Rüstung:
Drachenschuppen (PA+0; immun gegen Säure/Gift, anfällig gegen Blitz)
Flauschiges Haustierhalsband (3 Aufladungen: Flächenschaden komplett vermeiden)


Sonderfähigkeiten:
Wesen des Lichts
Duft nach nasser Erde
Dunkelsicht
Mehrere Angriffe: kann jede Runde mit jedem Angriffsglied angreifen
Natürliche Waffen: bei Schlagen-Patzer gegen Bewaffneten sofort aktionsfreier Angriff durch diesen
Vertrauter: Humanoider I



Helauneval, Waldelf, Späher, Waldläufer, Stufe 9

- Charakterbild -

KÖR: 5   AGI: 8      GEI: 7
ST: 0   BE: 2      VE: 3
HÄ: 5 = 4+1   GE: 7      AU: 2 = 1+1(Kette)

:kw1: 29 = 20+9(Ei)     :kw2: 14 = 10+2(PA)+2(mPA)     :kw3: 12 = 10+2(Schnelle Reflexe)    :kw4: 6 = 5+1(Stiefel)     :kw5: 5     :kw6: 19 = 15+3(Schütze)+1(Vertrauter)

Waffe:
Nahkampf: Stahldolch :kw5: 6 :kw3: 13 (WB+1, :kw3:+1)
Fernkampf: Elfenbogen +1 :kw6: 24 GA-3, :kw3:  20 (WB+5, GA-1, :kw3:+2; :kw3: +2 durch Handwerk: Bogner; Schnelle Reflexe +II)

Rüstung:
Körper: Lederrüstung (PA+1)
Rücken: Elfischer Tarnumhang (PA+0, Heimlichkeit +III, Verbergen-Proben+2)
Füße: Elfenstiefel (PA+1, :kw4: +1)

Schmuck:
Osterei: Weißes Ei (+LK in Höhe der SC-Stufe)
Schmuck: Scharfschützenmonokel (Scharfschütze +I)
Hals: Goldkettchen (AU+1)
Rechter Ringfinger: Schutzring +2 (mPA+2)

Talente:
Ausweichen III
Handwerk: Bogner I (:kw3: +2)
Heimlichkeit IV (+III Umhang)
Heldenklassenadept: Waldläufer I
Jäger I
Fieser Schuss II
Scharfschütze II (+I Monokel)
Schnelle Reflexe III (+II Bogen)
Schütze III
Taktiker I
Vertrauter I
WG: Tierkunde I
Wahrnehmung II

Volksfähigkeiten: unsterblich, Nachtsicht, leichtfüßig (Schleichen+1), aufmerksam (Bemerken+3)



Edger L. Orth, Vandrianer, Krieger, Paladin, Stufe 9

- Charakterbild -

KÖR: 8   AGI: 6      GEI: 6
ST: 5 = 4+1   BE: 0      VE: 2
HÄ: 4   GE: 0      AU: 5

:kw1: 25 = 22+3(Einstecker)     :kw2: 26 = 12+1(zäh)+7(PA)+4(mPA)+2(Ei)     :kw3: 10 = 6+4(Schnelle Reflexe)    :kw4: 6 = 4+2(Ei)     :kw5: 17 = 13+3(Kämpfer)+1(Schlachtross)     :kw6: 6     :kw7: 11 = 11-7(PA)+4(Rüstzauberer)+2(eredanisches Material: Armschienen, Körperpanzer)+1(Armschienen)     :kw8: 7 = 8-7(PA)+4(Rüstzauberer)+2(eredanisches Material: Armschienen, Körperpanzer)     Mana: 20      Wechseln: 8

Waffe:
Nahkampf: Stahlstreithammer +1 :kw5:  24 GA-5 :kw3:  7 (WB+6, GA-4, :kw3: -3, Schnelle Reflexe +I; WB+1 und GA-1 durch Waffenkenner)
Zu Pferd: Lanze/Speer :kw5: 20 (WB+3, bricht bei Patzer)

Rüstung:
Körper: Eredanischer Kettenpanzer +1 (PA+4, mPA+1 mPA+1 durch Rüstungsschmied, :kw4: -0,5+0,5, Malus auf Zaubern/Zielzaubern durch PA-1)
Rücken: Stoffumhang (PA+0)
Hände: Eredanische Kettenarmschienen (PA+2, mPA+1 durch Rüstungsschmied, :kw4: -0,5+0,5, Malus auf Zaubern/Zielzaubern durch PA-1, :kw7:+1)
Füße: Lederstiefel (PA+1)
Taille: Ledergürtel (PA+0, Bonus Bemerken bei Taschendiebstahl)

Schmuck:
Osterei: Blaues Ei (Abwehr+2) mit schwarzen Punkten (Laufen+2) und grünen Streifen (Jäger +I)
Schmuck: Amulett „Helias Tugend“
Linker Ringfinger: Schutzring +1 (mPA+1)

Zauber:
Heilende Aura :kw7: 12 (ZB+0, Fürsorger+1)
Segen :kw7: 12 (ZB+0, Fürsorger+1)

Talente:
Charmant II
Diener des Lichts IV
Einstecker I   
Fürsorger I
Handwerk: Rüstungsschmied II (Laufenmalus-1,0, mPA+1)
Heldenklassenadept: Paladin II
Jäger I (+I Osterei)
Kämpfer III
Reiten I
Rüstzauberer II
Schnelle Reflexe II (+I Stahlstreithammer)
Vertrauter I (Schlachtross „Nimmermehr“, Schlagen+1)
Waffenkenner: Streithämmer I
WG: Kriegskunst I
WG: Religion - Alkonna I
WG: Religion - Helia I

Volksfähigkeiten: +1 TP, zäh (:kw2: +1)



Lo Pow, Kait, Krieger, Waffenmeister, Stufe 9


KÖR: 8   AGI: 6      GEI: 6
ST: 8   BE: 2      VE: 1
HÄ: 4   GE: 2      AU: 1

:kw1: 25 = 22+3(Einstecker)     :kw2: 25 = 12+1(zäh)+9(PA)+3(mPA)     :kw3: 11 = 8+3(Katana)    :kw4: 5,5 = 4+2(Flink II)-0,5(Kettenarmschienen)     :kw5: 20 = 16+4(Kämpfer IV)     :kw6: 8     

Waffen:
Nahkampf rechts: Katana +3 „Rechter Fang“ :kw5: 27 GA-3 :kw3: 11 (WB+7, GA-3, :kw3: +3, Kämpfer +II)
Nahkampf links: Katana :kw5: 24 :kw3:  11 (WB+4)

Rüstung:
Körper: Kettenpanzer (PA+4, Parade +II)
Kopf: Eisenhelm (PA+2)
Hände: Kettenarmschienen (PA+2, :kw4: -0,5)
Füße: Lederstiefel (PA+1, Flink +II)

Schmuck:
Linker Ringfinger: Schutzring +3 (mPA+3)

Talente:
Ausweichen II
Bildung I
Brutaler Hieb II
Charmant I
Einstecker I
Flink II (+II Stiefel)
Heldenklassenadept: Waffenmeister I
Kämpfer IV (+II Katana)
Parade II (+II Kettenpanzer)
Taktiker I
WG: Etikette I
WG: Kochen I
WG: Kräuterkunde I
WG: Waffenkenner I
Zwei Waffen V

Volksfähigkeiten: +1 TP, zäh (:kw2: +1)

Agonira

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Antw:[Kampagnenbericht] EP-Protokoll
« Antwort #235 am: 24. Februar 2021, 21:18:27 »

Sintholos

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  • Beiträge: 1479
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  • Klasse: Krieger
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    • Awards
Antw:[Kampagnenbericht] Mal wieder eine Anfängerkampagne in den Freien Landen
« Antwort #236 am: 25. Februar 2021, 12:21:15 »

Stille Wasser sind tief und manchmal baut man dort einen Tempel, um die stillen Wasser anzubeten.

Die Reisen eines Hüters – Tagebuch eines Paladins auf Reisen

17. Waidsummen – Ein Dorf am Meer mit einem Tempel

Wir verließen den Bürgermeister und gingen direkt ins Gasthaus. Der Wirt, ein Mann namens Kosta, bot uns ein paar Plätze an und überzeugte uns vom Tagesessen und lokalen Bier. Alles schmeckte hier irgendwie salziger, als ich es gewohnt war, was an der Salzwasserküste direkt am Dorf liegen mochte. Oder daran, dass hier zum Kochen Meerwasser genommen wurde… möglicherweise. Unabhängig davon schmeckte es eigentlich ganz gut und wir befanden alsbald, dass es Zeit war, die notwendigen Informationen einzuholen. Kosta konnte uns zum Tempel wenig sagen, da die Priester meist für sich geblieben waren. Es ging jedoch das Gerücht um, dass sie an vergifteten Muscheln verstorben waren. Sehr eigenartig und dennoch ironisch passend für Priester eines Wassergottes. Priester Engasi würde uns mehr dazu sagen können, meinte der Wirt jedoch abschließend. Mein Interesse war geweckt: War hier faules Spiel am Werk? Waren die Priester absichtlich getötet worden, oder war dies alles ein schrecklicher Unfall? Wer war der Mörder, wenn es einen gab? Die Dörfler? Die Echsenmenschen? Der letzte Priester? Es begann sich wie ein merkwürdiges Netz um mich zu legen und mich zu fesseln.
Ich stand also auf, ging zum alleine essenden Priester und stellte ihm ein frisches Bier hin. Engasi stellte sich mir vor und war sichtlich froh darüber, dass sich jemand seines Problems annehmen würde. Tatsächlich war er ziemlich ratlos. Er war die Kontaktperson zum größeren Tempel in Sturmklippe gewesen und oft zwischen beiden Orten hin und her gereist. Dies hatte ihn auch vor dem Tod im Tempel bewahrt. Das Tempelgebäude an sich war ihm relativ egal, doch einige heilige Kultgegenstände waren noch dort und er konnte sie nicht sicherstellen, da die Echsenmenschen in der Zwischenzeit eingezogen waren.
Selbstverständlich bat ich ihn, uns alles zu erzählen, einen groben Grundriss zu geben und was er sonst noch wusste. Dabei fiel mir auf, dass einige Dörfler mich unrühmlich anrempelten und über den Priester zu lachen schienen. War hier doch faules Spiel am Werk? Musste das Dorf dem reinigenden Feuer übergeben werden, dass jenen gebührte, die sich an den Dienern der guten Götter vergriffen? Vielleicht würde der Tempel Antworten bringen.
Zusammen mit meinen Kameraden und Engasi verließ ich das Gasthaus und wir machten uns auf die Suche nach einem Fischer namens Hans, der uns eventuell über das Wasser zum Tempel bringen konnte. Unerwarteterweise war er vollkommen betrunken und unfähig, auch nur gerade zu stehen. Welch seltsames Gebaren für einen Seemann. Während Alia vergeblich versuchte, ihn auf ihre spezielle Art und noch andere Arten zu verzaubern, wusste ich doch eine handfestere Methode, seinen Rausch zu beenden: ein paar schallende Ohrfeigen! Seine Wackelei und Taumelei ließ meinen ersten Schlag fehlgehen und ihm nur die Flasche aus der Hand schlagen. Der zweite hingegen traf zu gut und sandte ihn bewusstlos zu Boden. Erstmal mussten wir ihn nun also wieder aufrichten. Aber das war nicht weiter ungewöhnlich. Auch in meiner Ausbildung war ich zunächst zerstört und dann wieder zusammengesetzt worden.
Wieder bei Bewusstsein und trotz Heilung jammernd gelobte Hans uns sicher übers Wasser zu bringen. Vorbereitungen wurden getroffen, Nimmermehr neben einem merkwürdigen Pferd im Stall abgestellt und Stalljunge und Wirt mit ausreichend Bezahlung eingedeckt, sodass sie unsere wertvolle Beute ausreichend hüten würden. Und schon begann die ereignislose Fahrt ohne den Luhntrazpriester, da dieser nur im Weg sein würde. Hans jammerte, dass er nicht von den Echsenmenschen gesehen werden wollte, weswegen wir einen Bogen schlugen. Ein angelnder Echsenmensch auf dem Landesteg wurde von Helauneval erschossen und schon begann unsere Landeoperation. Hans hingegen würde ans Festland zurückkehren und uns später abholen.
Alia und Helauneval begannen die Räumlichkeiten zu sichten, während Bruder Ataeos und ich zurückblieben, um den Rücken zu sichern. Unser Elfenspäher kam dabei zum Schluss, dass sich im südöstlichen Lager ein großes Krustentier versteckte. Dies war also zunächst keine Priorität. Auf dem Hauptplatz hingegen waren viele Türen zu sehen. Zu viele Feinde auf einmal mochten uns schnell den Garaus machen. Helauneval verbarrikadierte daher zunächst das eine Haus von außen, dass wir der Küche und dem Speisesaal zuordneten, bevor wir die Schlafräume stürmten. Der dortige Kampf war zunächst wenig spannend. Mit Hammer, Pfeil, Messer und Lichtpfeil töteten wir einige noch nicht weiter gefährliche, da schlafende oder noch erwachende Echsenmenschen. Nicht unbedingt ehrbar, aber effektiv. Während ich den Rückzug sicherte, stießen Helauneval, Alia und Bruder Ataeos weiter vor. Der Widerstand war nahezu nicht vorhanden und schnell lagen sechs tote Echsenmenschen zu unseren Füßen. Etwas übermütig geworden, sprengte Alia gar beim letzten Echsenmenschen ein Loch in eine Wand und schuf so einen weiteren Zugang in den Gebäudeteil, in dem wir uns gerade befanden, während sich draußen bereits die Feinde sammelten, welche die improvisierten Barrikaden Helaunevals zerstört oder umgangen hatten. Es stand uns ein langer, harter Kampf bevor.
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