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Autor Thema: [Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark  (Gelesen 20272 mal)

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #60 am: 08. Juni 2020, 08:43:23 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 41

Direkt nach dem Kampf mit dem furchtbaren Leichensammler begannen Susi und ihre zwei Helfer Isegrimm und Hjoldor den Leichensammler zu zerlegen. Susi verschwand schon beinahe im Bauch des Kolosses als man plötzlich ein erfreutes Aufjauchzen hörte. Sie war wirklich glücklich als sie etwas Pulsierendes aus dem Leichensammler barg, das so instabil wirkte, als würde es jederzeit explodieren. Alle gingen in Deckung bis sie enthusiastisch verkündete, dass das Ding sicher wäre. Ganz glaubte ich ihr das ja nicht, aber gut.

Ich hatte inzwischen ja mit den beiden Geretteten Julius und Barock gesprochen und ihnen - da sie nun doch ganz  nett wirkten - den einen oder anderen Tipp gegeben wo in der südlichen Nord-Kronenmark sie vielleicht Hilfe und Unterschlupf finden konnten. Ich zeichnete ihnen dazu auf der Karte zum Beispiel den Ort von Samtsch Koboldstamm ein.

Isegrimm kam plötzlich zu Frowin und mir - Frowin hatte sich mir angeschlossen - und brachte interessante Dinge, die er vom Leichensammler geborgen hatte unter anderem ein magisches Langschwert, eine Schriftrolle, einen Beutel mit Schlafstaub und einen Topf mit einem seltsam eingebetteten Botschafts-Zauber. Die letzten beiden Dinge erhielten Hjoldor und - wenn ich mich richtig erinnere - Susi, die anderen kamen ins gräfliche Gepäck, obwohl ich mich dafür einsetzte, dass Sarah vielleicht das tolle Schwert bekam.

Gerade als Julius und Barock sich verabschiedet hatten, kam ein Trupp Umbar über die Lichtung auf uns zugeschritten. Stolz und offen, traten sie uns gegenüber und wollten offenbar verhandeln. Doch dazu kam es dann doch nicht - Sarah hatte den Zauber Tarnung auf sich gesprochen und ihren Rapier dem Anführer in den Leib gerammt. Wir hatten keine Zeit zu fragen wieso - denn plötzlich mussten wir wieder unsere Haut retten. Gut dass wir vorher gefragt hatten wo sie herkamen - das ersparte uns danach die Suche nach dem von Ulrick sehnsüchtig erwarteten Räuberlager.

Sarah selbst wurde verletzt zu Boden geworfen, was ich gleich nutze um sie heroisch zu retten, zu rächen und gleich darauf zu heilen. Frowin schuf mal wieder sein Markenzeichen - eine wunderbare Feuerwand.  - was den harpunierenden Umbar in der zweiten Reihe gar nicht gefiel. Hjoldor und Ulfrick schnitten sich durch die Menge und Susi und Isegrimm halfen an allen Ecken und Enden. Bastian und Theo standen uns diesmal nicht zur Seite, keine Ahnung wo die sich herumtrieben, aber nach wenigen hektischen Augenblicken gewannen wir die Oberhand.

Schnaufend fragte ich Sarah was das denn sollte, worauf sie nur mit der Schulter zuckte und meinte, dass diese 6 uns nun nicht mehr im Lager Probleme bereiten würden. Isegrimm stimmte ihr gönnerhaft zu, womit das Thema beendet war. Bei der Untersuchung bestätigte sich, dass es sich  wirklich um Handlanger der Eulenbärin gehandelt hatte. Wir verbrannten sie wie es die gute Sitte verlangte am Scheiterhaufen mit den anderen Leichen vom Leichensammler, bevor wir unser Lager ein wenig abseits aufschlugen. Für einen Nachtangriff reichte die Kraft bei den meisten einfach nicht mehr, auch wenn manche vor Energie nur so strotzten und gar nicht wussten wohin damit, nur um am nächsten Tag dann erschöpft zu sein!

Was sonst in dieser Nacht geschah, ist keiner weiteren Erwähnung wert, nur so viel - gewisse heroische Taten blieben nicht unbelohnt!

Zauberlehrling

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Antw:[Kampagnenbericht] Im Auftrag des Königs - Legenden der Kronenmark
« Antwort #61 am: 23. Juni 2020, 15:31:47 »

Lebenserinnerungen eines Spielmannes, Teil 42

Nach einer erholsamen Nacht waren alle sehr motiviert, die Sache mit dem Räuberlager möglichst schnell hinter sich zu bringen. Wir überlegten sogar, ob wir danach nicht direkt nach Rien zurückreiten könnten, zum einen um Vorräte aufzustocken, zum anderen um Ulfricks Geburtstag und die Helianacht zu begehen. Außerdem würden wir so einfacher über den Goldstrom gelangen um Bastian zum Tempel zu bringen, der nun schon eher ungeduldig wurde.

So ritten wir langsam in Richtung des Lagers und erkundeten ausnahmsweise gründlich die Umgebung. Wir kamen an einigen Gehöften vorbei, da die aber nirgendwo frisches Bier hatten, kehrten wir dort nicht ein und handelten auch nicht. Isegrimm und Susi tuschelten und sahen müde aus - sie nuschelten was von Überraschungsparty für das Geburtstagskind - aber davon konnte man doch nicht so erschöpft sein. Ich beschloss nicht wütend zu werden, dafür war meine Laune zu gut - und die Aussicht auf ein normales Bett in Rien war noch dazu erhebend.

Am frühen Nachmittag erblickten wir in einiger Entfernung das Lager auf einem Hügel. Wachposten waren erkennbar und Sarah meinte, dass es sich wohl um 1-2 Dutzend Umbar handeln würde. Gut, das war zwar schaffbar und die Krieger wetzten schon ihre Schwerter und Äxte - trotzdem drängte ich auf eine List oder zumindest eine ausgiebige Erkundung (möglicherweise mittels List). Isegrimm stimmte dem zu und schickte Theo auf seine erste wirkliche Mission zur Erkundung des Lagers, die der Junge auch wirklich gut ausführte. Wir erfuhren, dass das Lager zwei Türme hatte und nur einen Ausgang, der mit Barrikaden so abgesperrt war, dass ein berittener Angriff eher schwierig werden würde. Die Eisenschädel-Umbar (so nannte Sarah sie) waren offenbar Söldner, aber - Helia und Berna sei Dank - keine Diener der dunklen Mächte. Trotzdem waren sie natürlich Diener der Eulenbärin, weshalb sie primär als Feinde anzusehen waren.

Wir berieten lange, meine Idee einer List wurde insofern aufgegriffen, dass Isegrimm mit Ulfrick und Frowin ins Lager reiten sollten um zu verhandeln. So wären zwei unserer beiden gefährlichsten Kämpfer bereits vor Ort sollte ein Kampf unvermeidlich werden. Frowin würde sich um die Schützen auf dem einen Turm kümmern und Ulfrick und Isegrimm sich um die Nahkämpfer kümmern. Susi reklamierte sehr aufdringlich, dass sie nicht von Isegrimms Seite weichen würde - und dem wurde Statt gegeben. Wie auch immer, ich schüttelte nur noch den Kopf. Hjoldor, Sarah und ich sollten getarnt mit Hilfe von Sarahs Zauber, an die Rückseite der Mauer auf "das Zeichen" warten - das entweder eine Explosion oder ein Feuer oder ein Schrei wäre - aber auf keinen Fall Stöhnen. Bastian, Theo und Frederick blieben bei den Pferden.

Wir schlichen uns wie besprochen von hinten an und warteten. Wie wir später erfuhren scheiterten jegliche Verhandlungen spektakulär innerhalb von Sekunden, wir bekamen nur Geschrei und Flammen mit. Wie besprochen schleuderte ich eine Blendbombe auf den Turm, während Sarah und Hjoldor mit Seil und Haken über die Mauer gingen. Drinnen wüteten Ulfrick und Frowin, denn innerhalb kürzester Zeit waren ein Haufen Umbar entweder zerteilt oder von den nach Schwefel stinkenden Feuerwänden verkohlt. Susi und Isegrimm taten ihr bestes um die Umbar ebenfalls in Schach zu halten.

Hjoldor sprang inzwischen von der Mauer und landete neben Sarah, die ebenfalls schon hier war. Ich warf noch eine Splitterbombe auf den Turm, was den dortigen Schützen so wenig gefiel, dass sie eine Harpune nach mir warfen - und sie trafen auch noch - trotz Blendung und meiner Tarnung. Während im Inneren des Lagers der Hauptmann ganz kopflos wurde und die anderen kämpften - was ich aber nicht sehen konnte, begann ich ein Lied zu singen, dass unserer Gruppe leichtere Beine verschaffen sollte und auch Hjoldor warf sich in den Kampf. Sarah erkletterte den Turm und attackierte einen der Schützen so, dass er bedrängt fünf Meter in die Tiefe stürzte.

Da erklang eine laute und eindringliche Aufforderung von Ulfrick sich zu ergeben, was die übrig gebliebenen Umbar auch mit hängenden Köpfen taten. Sie streckten in dem Moment die Waffen, als ich - geschwächt von den Wunden - gerade erfolglos versuchte die Mauer zu erklimmen. Hjoldor half mir dankenswerterweise von Innen und ich konnte mich auch gleich heilen.

Während wir die Habseligkeiten der Umbar untersuchten - vor allem der Anführer war magisch gut versorgt gewesen - buddelten Buddel und Frowin in einer Ecke im Dreck. Ich heilte auch die beiden wirklich schwer verletzten Umbar, denn der Graf hatte natürlich mit ihrer Kapitulation auch gleichzeitig ihr Leben verschont.