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Autor Thema: Slayvention 2015 Astranas Brief Teil 1  (Gelesen 1665 mal)

Astrana

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Slayvention 2015 Astranas Brief Teil 1
« am: 04. Oktober 2015, 18:34:33 »

Lieber Harmen,
ich schreibe dir um dich auf den neusten Stand zu bringen. Ich hoffe, dass Du diesen Brief zum Anlassnehmen wirst dich mit mir zu treffen und erneut an meiner Seite zu sein. Nach den Abenteuern die wir im letzten Jahr zusammen überstanden haben bin ich eine Zeitlang durch das Land gezogen. Mieze und ich kommen immer besser miteinander aus und wir wachsen uns ans Herz. Sie ist eine angenehme Gefährtin und eine treue, geduldige Seele.

Die Kristallperle

Ich verbrachte ein paar Tage in Cellbrick, die Ausbeute unserer gemeinsamen Tage ermöglichten mir ein unbeschwertes Leben. In dem Gasthof, in dem ich untergekommen war, traf ich eines Abends auf einen Zauberer. Sein Name war Gorem, oh ja er war, wie man es sich vorstellt, hielt sich für was Besseres und unschlagbar, kreucht aber auf dem letzten Kupfer durchs Land. Aber es ergaben sich kurzweilige Unterhaltungen über allerlei Dinge und ferne Orte. Durch die Menge an Besuchern gesellten sich in den kommenden Tagen noch einige Personen zu uns, so dass wir nach einigen Tagen eine illustere Runde waren, die sich zusammen die Abende mit Geschichten vertrieb. Da meine Erzählungen im Folgenden diese Leute mit einschließen wird, lass mich sie dir kurz beschreiben.
Den Zauberer habe ich ja bereits erwähnt, recht jung und dem Feuer zugetan. Aber unentschlossen was seine Gesinnung angeht aber freundlich und seine Geschichten weis er auszuschmücken. Dann war da Bafragor, ein Zwergenheiler, ob du es Glaubst oder nicht, hat er als Begleiter einen Jungdrachen…auf einem seiner Abenteuer hat er Ihn gefunden. Er ist sehr Jung noch vollkommen unausgebildet aber eine wunderschöne Erscheinung, schon jetzt. Meistens lässt er sich bei Bafragor auf der Schulter nieder was allen die in seiner Nähe sind die Aufmerksamkeit der Umgebung sichert. Auch Bafragor ist eine imposante Erscheinung wenn er in seiner rot/schwarzen Drachenschuppenrüstung vor einem steht. Allerdings rein körperlich kein Vergleich zu den beiden Barbaren, die zu unserer Gruppe gehörten. Tarpan ist ein  Riese, ein Muskelberg… ein Barbar eben. Lemac, der andere Barbar, ist ein störrischer Kerl, er hält es für unehrenhaft sich heilen zu lassen oder magische Hilfe in Anspruch zu nehmen. In unseren Runden beharrte er immer wieder lautstark darauf, dass alles was er an Unterstützung bräuchte, Tatjana wäre. Tja Tatjana…. Seine riesige zweiblättrige Axt…
Du siehst eine Runde mit Potential.

Eines Abends saßen wir wieder zusammen, langsam hatte man sich alle Geschichten erzählt und unsere Gespräche wandten sich der Zukunft zu. Keiner von uns hatte einen konkreten Plan, was er als nächstes tun wollte. Da wir nicht mehr nur auf uns selbst gerichtet waren, bekamen wir alle die Geschichte mit, die ein gut gekleideter Mann am Tresen zum Besten gab. Er erzählte von einem Märchen, es ging um eine Perle, die ein Prinz einst fand und dadurch sein Land ins Unglück stürzte. Er sagte, er suche jemanden der Ihm helfe diese Perle zu finden. Aber weiter kam er nicht mit seiner Erzählung. Eine ganze Meute angetrunkener Tunichtgute unterbrach Ihn und machte sich lautstark über ihn lustig. Naja unsere Aufmerksamkeit richtete sich wieder uns selber zu und wir beachteten das Gegröle nicht weiter. Kurz darauf stand der Mann, der die Geschichte erzählte an unserem Tisch und fragte ob wir ihm nicht helfen wollten; es wäre eine Menge Geld  für uns drin…
Bevor wir nachfragen konnten, was er zu erzählen habe kamen die Jungs, dich sich weiterhin über ihn lustig machten näher. So sagte der Mann, der freudig fest gestellt hatte, dass wir Ihn nicht sofort verlachten:
„Wenn ihr mehr erfahren wollt trefft mich in zehn Minuten am Stall.“
Dann verschwand er.

Kurz berieten wir uns, keiner hatte etwas dagegen sich die Geschichte des Mannes genauer anzuhören und immerhin waren wir ja alle ausgezogen um Abendteuer zu erleben. Gorem eilte als erster aus dem Gasthaus, ohne seine Zeche zu begleichen, alter Pfennigfuchser, so lud ich alle ein, und beglich unsere Rechnung. Wir folgten dem Zauberer, der vor der Tür auf uns wartete.

Am Stall trafen wir den Mann aus dem Gasthaus, wie er seine Kutsche und sein Pferd zur Abreise inspizierte. Er stellte sich als Lord Mutach vor, er sagte er wäre ein Sammler von Stücken wie der Perle aus diesem Märchen. Genau genommen wäre er sogar bereits im Besitz der einen Hälfte dieser Perle, die aus Kristall bestände. Er erzählte uns wie er selbst auf dieses Märchen gestoßen war und von seinen Nachforschungen. Demnach sollte sich die zweite Hälfte der Perle in den Nonnenbergen unweit von Cellbrick befinden. Er bot uns zweitausend Goldstücke für den Versuch ihm die zweite Perlenhälfte zu besorgen.  Wir stimmten, einer nach dem anderen zu. So verabredeten wir uns für den nächsten Tag mit Lord Mutach, um unseren Vorschuss in Empfang zu nehmen und unsere Vorbereitungen zu treffen. Dankbar, jemanden gefunden zu haben, der die Aufgabe übernommen hatte, eilte er zurück in die Schenke um für uns ein fürstliches Abendessen, Bier und Wein, eine erholsame Nachtruhe und ein ausgiebiges Frühstück zu bezahlen.

Am nächsten Morgen teilten wir uns auf um unsere Besorgungen zu machen. Der Zwerg und die Barbaren kümmerten sich um die Vorräte. Wir hatten uns darauf geeinigt, großzügig zu planen und einzukaufen, da wir ja Mieze hatten um unsere Lasten zu tragen.
Gorem und ich gingen los um uns Karten der Gegend, der Nonnenberge und dem Dorf Villiak, zu besorgen. Wir suchten nach alten Festungen, alten Überlieferungen, nach allem was uns helfen würde.

Zum verabredeten Zeitpunkt trafen wir uns alle beim Stall des Gasthauses und warteten auf den Lord. Er kam nicht… Als wir uns schon verstreuen wollten, ärgerlich einem Schwindler aufgesessen zu sein, kam ein Botenjunge angerannt. Er übergab uns einen Brief in dem der Lord sich entschuldigte, er sei unverhofft verhindert und abgereist, aber er wolle gerne an unserer Abmachung festhalten und schicke uns daher den vereinbarten Vorschuss und freue sich darauf uns in drei Wochen wieder hier zu treffen. Der Bote händigte uns nun die dreihundert Goldstücke aus und verabschiedete sich.

Da wir unsere Erledigungen ja bereits erledigt hatten, sind wir dann auch zügig Richtung Villiak aufgebrochen. Die kurze Reise verlief zügig und ereignislos. In Villiak angekommen „platzen“ wir in eine Hochzeit. Wir feierten kräftig mit, aber wir vergaßen auch unseren Auftrag nicht und versuchten Geschichten zu erfahren, die uns weiterhelfen würden. Aber wir fanden  leider keine neuen Hinweise auf das Märchen oder auf eine alte Festung in der Nähe. Das einzige alte Gebäude, sei ein altes Gehöft in den Bergen. Also schliefen wir eine Nacht in dem Dorf, ziemlich übel verkatert überlegten wir uns, erst noch einen Tag auszuruhen. Aber da wir einen Recht engen Zeitplan hatten entschied Bafragor uns seine Künste angedeihen zu lassen. Lemac mussten wir ein bisschen linken damit er nicht merkt was vor geht. Ein echt sturer Kerl.

Auf dem halben Weg in Richtung des Gestütes sahen wir bereits von der Ferne einen Wagen auf der Straße stehen. Es regnete in Strömen. Mieze war ruhig und so war ich eigentlich sicher das keine unmittelbare Gefahr in der Nähe bestand. Nichtsdestotrotz nahmen wir unsere Waffen zur Hand und nährten uns vorsichtig dem Wagen. Beim Näherkommen sahen wir dann einen Mann an dem Wagen stehen und ein Totes Pferd, noch voll angespannt, vor dem Wagen liegen. Der Mann war schwer verwundet.
Er erzählte uns, dass er auf dem Weg zu seinem Hof gewesen sei als er angegriffen wurde, es ging alles sehr schnell sagte er. Wieviele es gewesen waren wusste er nicht. Bafragor heilte ihn und wir erfuhren das sein Hof das alte Gestüt war zu dem wir unterwegs waren. Der Mann jammerte über sein totes Pferd, die Jungs waren auch nicht gerade taktvoll im Umgang mit dem Mann. Dann erinnerte er sich an seine Familie und eilte ohne wenn und aber los in Richtung Hof. Lemac und Tarpan eilten ihm nach, um ihn nicht erneut in sein Unglück rennen zu lassen. Ich schnallte das Tote Pferd ab und Mieze an, dann luden Bafragor und ich das tote Tier auf den Wagen während Gorem sich dazu herab ließ wenigstens Mieze zu halten bis wir uns abgemüht hatten. Bald darauf holten wir die anderen ein.

Nach einiger Zeit erreichten wir dann den Hof. Er war groß und alt, man konnte gut sehen, dass nur ein kleiner Teil des ehemaligen Gestütes bewirtschaftet wurde. Ein Großteil der Gebäude war heruntergekommen. Im Hauthaus war Licht zu sehen. Tarpan der am letzten Stück des Weges Mieze unterstützt hatte, indem er den Wagen angeschoben hatte, bekam am Anfang nichts mit.  Kaum auf dem Hof angekommen drehte sich der Mann um und verlangte unser Geld, unsere Waffen und Mieze… dann überschlugen sich die Ereignisse. Es folgten Pfeile aus verschiedenen Richtungen. Wir verteilten uns und kämpften auf einmal gegen eine Handvoll Idioten. Bafragor hatte gut zu tun. Lemac hatte es sogar geschafft über seine eigenen Füße zu stolpern. Als der Bandit über ihm siegesgewiss sein Schwert hob um ihm den Gar auszumachen, stand er einfach auf und hautte ihn um, das hättest du sehen sollen.

Es war ein schneller Kampf und wir waren siegreich. Einer der Banditen verschwand erst, aber die anderen sind ihm nach, und ich habe im Haus nachgesehen ob dort noch weitere Leute waren. Die anderen fanden den Banditen in einem Erdloch hinter dem Haupthaus, dort hatten die Banditen ihre dürftige Beute versteckt. Der Gefangene Bandit erzählte uns von ihrer Masche und was sie mit der Bauernfamilie gemacht hatten die dort gewohnt hatte. Wir fanden die Bauersleute mit Ihren zwei kleinen Kindern tot im Brunnen, am liebsten hätte ich den Kerl erwürgt. Die anderen rissen sich besser zusammen und hielten mich von voreiligen Handlungen ab. Wir ließen ihn die Gräber für die Familie und für seine Kumpane ausheben. Nachdem wir ihn dann  befragten, was er über die Gegend wisse und uns von Ihm einen Weg zu einem verschütteten Zugang zu einem Plateau haben zeigen lassen, haben wir ihn laufen lassen. Ich hätte ihm am liebsten zu seinen Kumpels geschickt aber Gorem meinte er habe seine Lektion gelernt und er würde bestimmt nicht wieder kommen.

Bafragor und ich gingen noch mal zu  dem Zugang. An ein Seil gesichert schaffte ich den Übergang zu dem Plateau… Dort angekommen sah ich ein dort einen Torbogen stehen… sonst nichts nur diesen Torbogen. Na wenn das mal nicht nach Magie stank…. Ich sicherte das Seil auf dieser Seite, damit die anderen einen leichteren Übergang haben würden und kehrte zu dem Zwerg zurück. Ich erzählte ihm und später dann auch den anderen was ich dort vorgefunden hatte. Wir beschlossen uns dort am nächsten Tag zusammen genauer umzusehen. 

So brachen wir den nächsten Morgen auf. Als wir gemeinsam das Plateau betraten und uns dem Torbogen nährten, schoss auf einmal ein helles Licht auf Gorem zu. Vor unseren Augen entstand aus dem nichts ein riesiges Schloss, wunderschön anzusehen. Auf  dem Dach des Gebäudes war eine Skulptur zusehen. Ein Mann der eine große Perle hielt, wir waren wohl am richtigen Ort. Ungläubig starrten ich, Tarpan, Lemac und Bafragor Gorem an. War er das gewesen? Verlegen stand Gorem vor uns packte in seine Tasche und holte eine halbe faustgroße Kristallperle hervor. Er erklärte uns er habe Sie vor ein paar Tagen in seiner Tasche gefunden, der Bote von Lord Mutach müsse Sie ihm zugesteckt haben. Da er sich nicht sicher war, was es zu bedeuten hatte und er uns nicht beunruhigen wollte, habe er geschwiegen.
Naja, was sollten wir machen… also nährten wir uns vorsichtig dem Eingang. Innen stand das Gebäude dem Äußeren in nichts nach. Wir entschieden uns, uns erst im Erdgeschoss umzusehen. Wir fanden ein paar Räume, die offenkundig den Bediensteten zu gehören schienen. Wir untersuchten die Räume nur sehr oberflächlich, keiner von uns wollte sich die Taschen voll machen. Allen war dieser von Magie durchdrungene Ort nicht ganz geheuer. Nach den ersten drei Räumen standen wir dann einer ganzen Horde belebter Skelette gegenüber. Wir kämpften kurz mit diesen Dingern. Noch vorsichtiger als vorher erkundetet wir die Räume weiter. Es dauerte nicht mehr lange und wir fanden einen Saal mit einer Statuette die das Gegenstück zu der halben Perle Gorems empor hielt. Dahinter war ein riesiges Bild zusehen. Es zeigte einen riesigen dreiköpfigen Hund, alleine das Bild trieb mir schon die Gänsehaut über den Körper. Wir versuchten erst einzeln, dann zusammen, der Statuette die Halbe Perle zu entwinden. Wir bekamen sie keinen Millimeter bewegt.  Bevor wir weitere Überlegungen anstellen konnten veränderte sich schlagartig das Bild hinter der Statuette und der dreiköpfige Hund sprang aus dem Bild und griff uns an. Es war ein riesiges Bösartiges Vieh. Die Barbaren die Ihn im Zweikampf angingen, gingen mehrfach zu Boden und rappelten sich wieder auf. Das war wohl Bafragor zu verdanken, der einen ziemlich angestrengten Eindruck machte. Gorem sandte Feuerball um Feuerball, so wie ich Pfeil um Pfeil dem Biest entgegen sandte. Als das Biest endlich sein Leben aushauchte, lagen Tarpan und Lemac reglos am Boden. Sie waren tot. Betrübt sammelten wir Ihre Sachen zusammen und beschlossen Sie mit zurück nach Cellbrick zu nehmen, um zu versuchen Sie im Tempel wieder beleben zu lassen.

Aber da war ja noch diese blöde Perle, wegen der wir überhaupt hier waren, zurücklassen wo wir ihr schon so nah waren, kam nicht in frage. Vielleicht würde uns das Gegenstück  weiterhelfen. Gorem konnte sich nicht überwinden sich mit der Perle der Statuette zu nähren. So übernahm ich diese Aufgabe. Die beiden hälften zogen sich an, aber ich schaffte es nicht die Hälfte aus der Statuette zu ziehen, so dass ich schlussendlich die beiden Teile in der Statuette zusammensetzte. Ich wurde zurückgeschleudert, ein unglaublicher Laut erklang, rauch waberte. Vor uns stand ein riesiger Dämon, schaurig und bösartig. Er feierte seine Befreiung, und verschonte unsere Leben, da wir ihn befreit hatten. Er schwor der Welt seine Rache und verschwand bevor wir auch nur einen Gedanken daran verschwenden konnten ihn anzugreifen. Wie betäubt sahen Bafragor, Gorem  und ich uns an, schockiert über das was wir getan haben. Gelächter erklang hinter uns. Dort stand Lord Mutach, oder besser der Dämon der sich uns gegenüber als Mensch und Lord ausgegeben hat. Er lachte über uns und hielt uns vor wie einfach wir zu beeinflussen gewesen waren. Er brüstete sich damit wie er uns dazu gebracht hat seinen Herrn zu befreien und das er dafür die Belohnung einstreichen würde. Er verschwand um seinen Herrn zu finden und seine Belohnung einzustreichen. Beinahe wünschte ich mir einer von beiden hätte uns angegriffen und getötet, so tief sitzt die Scham darüber, so hinter das Licht geführt worden zu sein.

Aber geschehen ist geschehen. Wir trugen unsere toten Gefährten zurück zu dem Hof wo wir sie auf Mieze luden und uns schnell auf dem Weg nach Cellbrick machten. Es war ein harter, betrübter Marsch. Ich traf für mich die Entscheidung in meine Heimat Dynomere zurückzukehren, um dem Herrscherhaus dort von den Ereignissen in Kenntnisse zu setzen. Dort würde ich um Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach den beiden Dämonen bitten und bei dem Versuch unseren Fehler zu bereinigen. In Cellbrick angekommen brachten wir die Toten in den Tempel. Am nächsten Tag trennte ich mich von Gorem und Bafragor und brach nach Dynomere auf.
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