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Autor Thema: [Spielbericht] Gilianer auf Reisen!  (Gelesen 4170 mal)

Drarsus

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[Spielbericht] Gilianer auf Reisen!
« am: 21. September 2013, 23:09:12 »

Erste wirkliche Spielsession: Ein Einstiegs-Solo-Abenteuer mit einem Rollenspiel Neuling...

Da wir nur eine kleine Gruppe sein werden (2 Helden) und mir die Minen etwas hart erschienen und in meinem Kopf schon eine wunderbare Kampagnen-Ideen am gären war, setzte ich mich hin und schrieb also das Einstiegsabenteuer dazu...

Doch genug der Vorrede und es Laberns:

Der erste Held, Arcanos, von Geburt Gilianer wird in seiner Solosession auf Reisen gehen! Ungewollt und ungeplant:

Gilianer auf Reisen!

Der Gilianer Arcanos ist einer von zwölf Zauberlehrlingen bei dem Erzmagier Erdyl. Dieser versucht seit einiger Zeit in magischen Experimenten eine Möglichkeit zu finden nicht nur Personen durch Berührung sondern auch Gegenstände ohne Kontakt zu teleportieren.
Im ersten tatsächlichen Feldversuch kommt es zu Komplikationen und die Zaubernden werden quer über Caera teleportiert.
Arcanos verschlägt es dabei in die Wälder südlich von Sturmklippe in den Freien Landen. Dort kommt er nach einem harten Aufprall im Anwesen der Krimm-Brüder zu sich, welches er verlassen vorfindet.

Doch soweit sind wir noch gar nicht...

Arcanos rappelte sich benommen auf und schaute sich um: Um ihn herum war nur Kleinholz, und ein leicht komischer Geruch in der Luft.
Er konnte die zerlegten Gerätschaften nicht rekonstruieren und auch der Geruch sagte ihm nichts, und so machte er sich auf, den scheinbar verlassenen Ort, an den ihn der Teleport-Zauber verschlagen hatte zu erkunden.

Er schaute sich im ersten Gebäudetrakt um, fand komische Gerätschaften, viel viel Kleinholz (von dem er sich einiges einsteckte) und einige Schnüre (in denen er doch tatsächlich sein Meister fand...) [An dieser Stelle wurde mir bewusst: Schon gute Ansätze für einen Anfänger, immerhin kam er auf die Idee, die Schnüre einsammeln zu wollen, aber nachdem er beim besten Willen die Knoten nicht lösen konnte, und er auch kein Messer dabei hatte, dann nicht auf die Idee zu kommen eine Scheibe zu zerbrechen, um so etwas zum schneiden zu haben... naja, es war das erste Mal.]
So zog er dann leicht frustriert mit der Feststellung, dass er sich scheinbar mitten in einem Wald befand, einer Ausbeute von 2 Schnüren und ein paar Holzscheiten weiter.

Als er an einen Brückengang kam, der in ein Nebengebäude führte betrat er diesen. Einen anderen Ausgang, außer einem waghalsigen Sprung vom Balkon, schien es ja nicht zu geben.
Kaum hatte er den Gang betreten wurde er von einer dort ruhenden Vampirfledermaus angegriffen: Sichtlich überrascht landete sie zwei schmerzvolle Treffer ehe sie von seinem Feuerstrahl gebruzelt wurde. Dieser erste Erfolg führte gleich zum Level Up (er hatte zuvor schon etwas für Vorarbeiten bekommen) und die Punkte wurden, wie sich später herausstellte zumindest für dieses Abenteuer weise investiert... Von nun an begleitete Arcanos nun Diablos, sein kleiner Teufel.

Im anderen Gebäudeteil angekommen durchsuchte er diverse Räume, bei denen seine sonstigen Adleraugen ihn aber im Stich ließen und er nur mit einem Glaskolben weiterzog.
Auch hier bot sich ihm das gleiche Bild, wie im anderen Gebäude: Alles wirkte verwüstet, durchsucht, teilweise zerstört, teilweise verfallen. Als er in eine Druckerei kam, überkam ihn die Lust sich unbedingt die Drucklettern seines Namens zu suchen: Gesagt getan, die nächsten 2 Stunden verbrachte Arcanos damit im verwüsteten Chaos die Buchstaben seines Namens zusammenzusuchen... und er fand sie auch allesamt!

Wer suchet der findet, wer nicht suchet, findet auch nichts

Arcanos betrat dann den Innenhof und konnte so das Anwesen in seiner Größe erstmals richtig wahrnehmen. Der mittlerweilen knurrende Magen ließen ihn im Innehof und vor dem Tor nach Beeren suchen, doch leider vergeblich.
Schlecht gelaunt, mit knurrendem Magen machte er sich auf, den nächsten Flügel des Gebäudes in Augenschein zu nehmen: Nachdem er geradewegs ins Obergeschoss gegangen war, dort eine Decke gefunden hatte, einiges Holzbesteck ließ er seinen angestauten Frust an einem Fenster aus: Das nennt man dann wohl Vandalismus :D
In den drei scheinbar Herrenzimmern (jedenfalls waren sie besser ausgestattet) fand Arcanos leider nur ein Stück Seife, vor allem weil er das letzte Zimmer eigentlich gar nicht mehr in genauen Augenschein nahm... Schade, so entgingen ihm ein paar Hinweise zum Anwesen. [Entweder war die Aufmerksamkeit am Ende, oder er dachte einfach nicht mehr dran, hatte er doch vorher Räume immer akribisch abgesucht].
Im Wohnzimmer dann fand er doch wieder seine alte Neugier und auch ein paar Briefe, die in dem ganzen zerwühlten Chaos aus einem Buch herausfielen. Doch anstatt diese in etwas genaueren Augenschein zu nehmen landeten auch sie in seiner Tasche... [Mir dünkte: Leidet da einer an Lootmanie?! Immerhin befindet sich ein wichtiger Hinweis von Dreien nun in seinem Besitz um die Kampagne doch noch stattfinden zu lassen... sonst wird´s wohl in eine andere Richtung weitergehen.]
Neben den Briefen steckte er auch noch einiges an Stofffutter von den wertvollen Sitzmöbeln ein.

Er kämpfte sich dann ohne weitere Vorkomnisse oder Funde durch das Erdgeschoss in den Keller: Hier bastelte er sich eine Fackel selbst [jaja, er hat doch Potential!] und machte sich auf Erkundungstour: Diese wurde dann etwas später durch 2 Riesenratten unterbrochen, leider eilte die eine der anderen zu spät zur Hilfe, sodass die beiden mehr zu einem kleinen: Feuer! Tot! Feuer! Tot! Intermezzo wurden - naja, Glück gehabt, er und sein Teufelchen.

Nun langsam quälte der Durst immer mehr, er erinnerte sich auf dem Balkon Wasserrauschen gehört zu haben, und machte sich auf die Suche. Tatsächlich floss hinter dem Anwesen und zwischen dem anderen Gebäude ein kleines Bächlein hindurch, an welchem sich zwischen beiden Gebäuden ein Wasserrad befand.
Etwas getrunken, Wasserschlauch aufgefüllt (ach, ich hab ja was  ::) ) und weiter erkundet.

Die böse Überraschung

Er betrat den letzt übrig gebliebenen Eingang und kam dann in eine Bibliothek, hier waren Kampfspuren zu erkennen, verkohlte stellen, überall Bücher, Papiertseiten, eingerissen, eingeschnitten, ein ziemliches Chaos. Und noch zwei Bücher in den Regalen! Hah! Zauberbücher dachte der Gute, genau das, was er suchte...
Falsch gedacht: Nach ein paar weiteren Schritten in den Raum stürzten sich mit einem Male beide Mimicry-Bücher auf Arcanos und überraschten ihn doch ziemlich: Und beide Angriffe saßen sogar noch [Muha, das erfreute mich, nachdem er meine Ratten so dreckig behandelt hatte]. Es entwickelte sich ein heftiger Kampf, die Bücher schickten sein Teufelchen erst einmal Schlafen und fingen an ihn mit Feuer anzugreifen. Arcanos wehrte sich mit Feuer, stupste zwischendrin sein Teufelchen wieder wach, aber so richtig Treffen wollte sie sich dann erst einmal nicht mehr. Schließlich schickte Diablo das erste Buch mit einem kräftigen Angriff auf die Matten.
Als Revanche trafen zwei Feuerstrahlen Arcanos der nach Luft japsend alles raus haute was irgendwie heilte! (1 LK) und traf dann mit einem gezielten Feuerstrahl das letzte Buch, was in Flammen aufging.

Tja, der Kampf hatte wohl zu viele Nerven gekostet, denn nachdem er sich erholt hatte ging er gleich in den nächsten Raum weiter, und vergaß dabei, sich genauer umzusehen: Schade, entgingen dem Jungen doch einige Dinge.

Nach diesem Showdown neigte sich der Tag auch schon dem Ende und Arcanos empfand es als wesentlich klüger, die Nacht im nun hoffentlich unbewohnten Gebäude zu verbringen als orientierungslos durch einen fremden Wald zu streunern...


Fazit:
Dungeonslayers macht Spass - es würde vermutlich mit einer "erfahrenen" Gruppe erst richtig Spass machen (und wenn man sich noch besser im System auskennt)
Bodenplan! Und zwar was abwaschbares - sinnvoll, sehr sinnvoll, wenn man auch mal was illustrieren will, was man irgendwie dann doch bei DS will - zumindest mein Bedürfnis.
Wir beide waren uns einig: Mehr von dem Shizz! - Auch wenn´s gerade nicht in die Richtung geht, die ich gedacht hatte - aber so sind sie halt, diese eigensinnigen Spieler...

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CK

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Antw:[Spielbericht] Gilianer auf Reisen!
« Antwort #1 am: 22. September 2013, 00:39:33 »

Ist doch ein nettes Intro :thumbup:

Das nicht Verwenden einer Glasscherbe zwecks Schnurdurchtrennung erinnert etwas an PC-Spiel-Schädigung (only Inventarstuff useable) sowie die Looterei (von eben Schnüren & Co)  ;)

Beim Start der Fortsetzung würde ich mit ihm alles gespielt nochmal kurz zusammenfassend durchgehen (mit den dezenten Hinweis auf den Brief und der nicht weiter erforschten Bibliothek) - dann klappt das auch mit dem noch verborgenen Plot.
Jedenfalls aber alles sehr schön & stimmig.