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Autor Thema: Text-2-Wish  (Gelesen 50095 mal)

Momo

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Antw:Text-2-Wish
« Antwort #405 am: 12. Dezember 2013, 23:53:32 »

Daumenhoch für den kleinen Troll. Den hab ich als großer, bärtiger, dicker Metaller schon voll ins Herz geschlossen.  :)

Ich schätze mal für unsere Tochter wär das allerdings nix - is jetzt 12 und im totalen "das ist ja Babykram"-Alter  ;D
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mad_eminenz

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Antw:Text-2-Wish
« Antwort #406 am: 13. Dezember 2013, 08:00:47 »

@ Usus Piscis
Bitte, bitte aber mach dir blos keinen stress!Du musst eine neue Geschichte bestimmt nicht bis heute fertig bringen!
Ach ein Kommentar ,meinerseits:
Die länge der Geschichte 134 ist glaube ich optimal. Länger sollte sie nicht werden.
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Es is kaa Stadt uff der weite Welt,
Die so merr wie mei Frankfort gefällt,
Un es will merr net in mein Kopp enei:
Wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!

Blakharaz

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Antw:Text-2-Wish
« Antwort #407 am: 13. Dezember 2013, 21:02:49 »

Die bisherigen Rückmeldungen klingen doch sehr schön. :)

Und nochmal ein paar Stichpunkte zu dem niedlichen Troll:
Perchtlrupperl - See - Mausfamilie - Lagerfeuer
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Ursus Piscis

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Antw:Text-2-Wish
« Antwort #408 am: 14. Dezember 2013, 00:09:02 »

Die bisherigen Rückmeldungen klingen doch sehr schön. :)

Und nochmal ein paar Stichpunkte zu dem niedlichen Troll:
Perchtlrupperl - See - Mausfamilie - Lagerfeuer

Ja, das mit den Rückmeldungen finde ich auch! Ich bin schon ganz überdreht und sing' meiner armen Frau die Ohren voll, wie toll das ist. Gestern abends habe ich sie sogar gezwungen, sich mad_eminenz' Rückmeldung durchzulesen ... ::)

Vielen Dank für die Stichwörter - damit kann ich auch gleich mein Versprechen für eine weitere Gute-Nacht-Geschichte für mad_eminenz' Tochter einlösen!  :thumbup:

@ Momo: Die ist natürlich auch für Dich, Du bäriger Rocker!  ;D


136 Märchen – Perchtlrupperls Wanderung
Eines kalten Wintertages beschloss Perchtrupperl, dass es nun auch für ihn an der Zeit war, seine Höhle und den Wald zu verlassen und in die Berge zu den anderen Trollen zu ziehen. Irgendwie hatte er sich ein wenig einsam gefühlt, seit der alte Köhler verstorben war und seine Tochter einen Mann im Dorf geheiratet hatte, und sehnte sich nach neuen Freunden.
Also packte er ein paar Habseligkeiten in ein grobes Tuch, knotete es um einen knorrigen Stecken, den er über der Schulter trug, und begann, seiner großen Nase nach, geradewegs durch den verschneiten Tann zu wandern. Trotz seiner breiten, mit zottigem Fell bedeckten Füße sank er immer wieder tief in den hohen Schnee ein und kam nur langsam voran. Als er eben begann, müde zu werden, erreichte er eine Lichtung, in deren Mitte ein zugefrorener See lag. Da bereits die Dämmerung bevorstand, beschloss er, unter einer hohen, dichten Tanne die Nacht zu verbringen. Rasch sammelte er etwas Reisig und totes Holz, das sich unter dem Baum trocken gehalten hatte, und entfachte ein kleines Feuer.
Als er bald darauf mit wohligem Seufzen in die lustig prasselnden Flammen sah und sich von ihnen die kalten Füße wärmen ließ, hörte er plötzlich neben sich ein leises Rascheln und sah, wie eine kleine, braune Maus mit dunklen Knopfaugen aus einem Loch im Baumstamm lugte und sehnsüchtig auf das wärmende Feuer blickte. Mitleidig streckte Perchtlrupperl seinen Arm aus, ergriff die Maus ganz vorsichtig und setzte sie zu seinen Füßen ab, wo sie sich zufrieden ausstreckte. Wenig später ertönte erneut ein leises Geräusch und eine andere Maus erschien in dem Loch. Auch diese setzte der Troll behutsam beim Feuer ab. Dieses Spiel wiederholte sich noch einige Male, bis sich schließlich ein ganze Familie von Waldmäusen versammelt hatte. Eingelullt von der behaglichen Wärme und dem zufriedenen, leisen Quieken der Mäuse schlummerte Perchtlrupperl schließlich ein.
Als er am nächsten Morgen erwachte, waren seine nächtlichen Gäste bereits verschwunden. Zu seinen Füßen aber fand er zu seiner freudigen Überraschung eine ganze Handvoll getrockneter Beeren, die er mit ein paar Bissen hungrig verschlang, bevor er sich wieder auf den Weg machte.

Es war ein weiter Weg bis zu den Bergen, sodass Perchtlrupperl bereits einige Tage unterwegs war, bevor er endlich den Fuß des Gebirges erreichte. Von nun an ging es durch den Schnee steil bergauf, sodass der kleine Troll mit seinem zottigen Fell trotz der grimmigen Winterkälte gehörig ins Schwitzen kam.
Als seine spitzen Ohren und seine große Nase bereits ganz rot glühten und ihm schon die lange Zunge aus dem Mund hing, hörte er zu seinem Erstaunen zwischen zwei Felsblöcken ein leises Plätschern. Neugierig trat er näher und sah, dass aus dem Stein unter einem kahlen Baum eine kleine Quelle entsprang, die auf gar wundersame Weise nicht vereist war. Als er sich bereits bückte, um seinen Durst zu stillen, ertönte auf einmal das Flattern von Flügeln. Ein Rotkehlchen kam geflogen und ließ sich unter lautem Gezwitscher auf einem hohen Ast nieder. Aufgeregt schien es Perchtlrupperl etwas mitteilen zu wollen.
Belustigt brummte er: „Hab’ Dank für deinen Gruß, gefiederter Freund! Aber leider verstehe ich deine Sprache nicht.“ Mit diesen Worten schöpfte er eine große Hand voll Wasser und trank gierig. Es kam ihm vor, als hätte er niemals etwas Besseres getrunken. Das Wasser duftete nach Kräutern und schmeckte süß wie Honig, außerdem nahm es ihm mit einem Schlag Hunger und Durst.
Verblüfft schüttelte Perchtlrupperl den Kopf und wollte schon weiter gehen, als er plötzlich ein Ziehen im ganzen Körper verspürte. Gleichzeitig hatte er den Eindruck, als würde sich der Erdboden von ihm entfernen. Als er sich angstvoll umsah, stellte er zu seiner Überraschung fest, dass der Vogel nun in seiner Augenhöhe saß. Verwirrt schloss er die Augen und murmelte vor sich hin: „Das gibt es doch gar nicht … was geschieht denn hier?“
„Du bist gewachsen“, ertönte unvermittelt eine helle Stimme vor ihm. Erschrocken riss er die Augen wieder auf, sah aber nur das Rotkehlchen.
„Ganz recht“, sagte es zu ihm, „ich bin es, die mit dir redet. Ich wollte dich ja warnen, aber du hast mich nicht verstanden. Du hast aus einer verzauberten Quelle getrunken. Nun verstehst du zwar die Sprache der Tiere, aber du bist auch gewachsen. Ein wahrer Riese bis du jetzt“"
„Aber … was kann ich denn jetzt tun?“ fragte Perchtlrupperl unglücklich.
„Gar nichts“, antwortete das Rotkehlchen und flatterte auf seine Schulter. Dann fuhr es fort: „Du wirst vorläufig damit leben müssen. Vielleicht verfliegt der Zauber auch wieder – aber immerhin wirst du jetzt viel, viel schneller vorankommen. Du bist fremd hier, daher werde ich dich gerne ein Stück begleiten und dir einen Platz zeigen, an dem du gut übernachten kannst.“
Mit einem tiefen, schweren Seufzer nickte der Troll dankbar und stapfte mit Riesenschritten auf den ersten verschneiten Berggipfel zu.   



@ mad_eminenz: Ich weiß, dass der Text noch etwas länger ist als 134 - aber vielleicht könntest Du ihn ja aufteilen, falls Du ihn vorlesen würdest?
Immerhin ist der Troll jetzt wie gewünscht riesengroß.  ;)

@ Blakharaz und Freundin und Momo bzw. alle, die es interessiert: Soll die Geschichte weitergehen? Wenn ja, wie?
Bitte - wie immer - um Stichwörter!   ;D

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Blakharaz

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« Antwort #409 am: 14. Dezember 2013, 19:29:38 »

Die Reaktion meiner Freundin auf den Text: "Och ist das Süß!"  ;D
Sie meint weiterhin, dass sie sich das richtig schön vorstellen kann und gleich Bilder im Kopf hat.

Weitere Stichwörter werden sicher noch folgen. ;)
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Blakharaz

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« Antwort #410 am: 15. Dezember 2013, 20:09:18 »

Und wir schon wieder:  ;)
(Perchtlrupperl) Bergmänner (evtl. Zwerge) - steiler Abhang - große Beule

(meine beinahe 27jährige Freundin freut sich wie ein Kind über deine Geschichten)
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Momo

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« Antwort #411 am: 15. Dezember 2013, 21:09:26 »

Ich muss gestehen ich fand die ersten beiden Geschichten mit dem kleinen Troll besser. Die dritte wirkt ein wenig gezwungen ("Schatz hol mir mal den Hammer. Ich muss den Troll in den Plot hämmern."  ;D)
Dennoch trotzdem auch ne schöne Geschichte, nur halt nicht so gut wie die beiden anderen!
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Ursus Piscis

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« Antwort #412 am: 15. Dezember 2013, 23:58:31 »

@ Blakharaz & Freundin (jetzt brauche ich bald einen Nickname für sie ...  ;)):
Sehr schön, vielen Dank! Das freut mich!
Heute schaffe ich es zwar nicht mehr, aber morgen verpasse ich ihm eine Beule.  ;D

@ Momo: Vielen Dank für die Rückmeldung!
Tut mir sehr leid, möglicherweise liegt das daran, dass der Troll wachsen musste, damit er für die Vorstellung von mad_eminenz' Tochter passt.
Aber ich werde versuchen, mich zu bessern!    :-[
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Momo

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« Antwort #413 am: 16. Dezember 2013, 00:16:59 »

War eh meckern auf hohem Niveau - wie gesagt nicht schlecht - nur nicht so gut wie die beiden anderen :)
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Ursus Piscis

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« Antwort #414 am: 16. Dezember 2013, 20:52:48 »

(Perchtlrupperl) Bergmänner (evtl. Zwerge) - steiler Abhang - große Beule

 :thumbup:
Vielen Dank und viel Spaß!  :)

137 Märchen – Als Perchtlrupperl eine Beule bekam
Obwohl Perchtrupperl also durch das verzauberte Quellwasser zu riesenhafter Größe herangewachsen war, hatte er dennoch große Mühe, dem flinken Vogel zu folgen, der schließlich nicht wie er ständig im Schnee einsank. Immerhin hielt das Rotkehlchen sein Versprechen und führte ihn tatsächlich auf der anderen Seite des Bergs zu einer trockenen, geräumigen Höhle, in der er die Nacht verbrachte.
Als er aber am nächsten Morgen aufwachte, da war sein Begleiter verschwunden. Wieder war er ganz alleine auf sich gestellt. So machte er sich seufzend und mit leerem Magen daran, durch den tiefen Schnee talabwärts zu steigen. Dabei musste er zu seinem Leidwesen feststellen, dass seine Verwandlung durchaus ihre Schattenseiten hatte. Mit seinen großen Schritten kam er zwar schneller voran, musste dafür aber auch auf niedrige Äste aufpassen und gar manches Mal einen Umweg machen, weil zwischen Bäumen und Felsblöcken einfach zuwenig Platz für ihn war.
Einer dieser Umwege führte ihn schließlich an einen steilen Abhang, an dem kein Weg vorüber führte. Vorsichtig tat Perchtlrupperl also die ersten Schritte, geriet jedoch sogleich in eine hohe Schneewehe, die eine tiefe Mulde überdeckte. Sogleich sank er bis weit über das Knie ein, verlor den Halt und stürzte kopfüber in den frischen Schnee. Unter diesem hatte sich allerdings eine Eisdecke gebildet, auf die er hart mit dem Kopf aufschlug.
Er stöhnte zwar vor Schmerz kurz auf, zum Jammern blieb ihm aber keine Zeit, da er sich auf dem rutschigen Untergrund nicht festhalten konnte. So schlitterte, rollte und purzelte er den Rest des Hangs hinab, wo er schneespuckend und ächzend liegen blieb. Es dauerte geraume Zeit, bis er sich sicher war, dass unter der dicken Schneeschicht, die auf seinem Zottelfell gebildet hatte, seine Glieder noch alle heil waren. Erst dann erhob er sich auf wackeligen Beinen und mit brummendem Schädel. Als er diesen vorsichtig betastete, bemerkte er, dass er eine gewaltige Beule bekommen würde.
Durch sein nasses Fell frierend und wegen der heftigen Kopfschmerzen leise jammernd stieg er mit äußerster Vorsicht durch einen kleinen Tannenwald weiter hinab, bis er schließlich aus einiger Entfernung menschliche Stimmen und Pickenschläge hörte. Als sich zu allem Ungemach auch sein Magen mit lautem Knurren meldete und sein Recht einforderte, beschloss er, die Menschen, die er sonst eher mied, um etwas zu Essen zu bitten. Sobald er jedoch zwischen den Bäumen hervortat und die Bergleute, die eben einen neuen Stollen in das harte Gestein trieben, des riesigen, zottigen, vor Eis und Schnee starrenden Trolls angesichtig wurden, warfen sie laut schreiend ihre Werkzeuge beiseite und rannten vor Angst davon.
Verwundert drehte sich Perchtlrupperl um und sah sich nach allen Seiten danach um, was die Hauer wohl so erschreckt haben mochte. Als er nun aber sonst niemanden sah, trottete er kopfschüttelnd in ihr Lager und sah sich nach Essbarem um. Und obwohl ihn dabei sein Gewissen zwickte, nahm er hastig mehrer Laibe Brot und ein ganzes Käserad an sich, bevor er mit seiner Beute wieder im Wald verschwand, wo er sich erst einmal ein ruhiges Plätzchen suchte. Nachdem er mit Käse und Brot seinen ärgsten Hunger gestillt und seine Baule ausgiebig mit Schnee gekühlt hatte, beschloss er, sich so schnell wie möglich von dannen zu machen, um ein neuerliches Zusammentreffen mit dem Menschen zu vermeiden.
„Aber irgendwann werde ich zurückkehren und ihnen das Essen ersetzen ...“, schwor sich Perchtlrupperl, während er schleunigst das Weite suchte. 
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Blakharaz

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« Antwort #415 am: 17. Dezember 2013, 22:41:58 »

Wieder eine schöne Geschichte.  :thumbup:
Die zweite Hälfte ist allerdings deutlich schöner als die Erste.
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Waylander

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« Antwort #416 am: 17. Dezember 2013, 22:58:47 »

Sehr nette Märchen.  :thumbup:
Perchtlrumperl ist wirklich ein liebenswerter Troll (Vielleicht meinte der Autor vom Teilzeithelden ja den mit den Troll-Faktor ?  ::) )

Zur Abwechslung wünsch ich mit mal was zu Asapia
Zechenzwerg - Ostorkischer Pergamentgehilfe I. Grades - Tentakelhyäne
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Verrat auf dem Mississippi (WOPC Gewinnabenteuer)

Ursus Piscis

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« Antwort #417 am: 18. Dezember 2013, 07:06:04 »

Wieder eine schöne Geschichte.  :thumbup:
Die zweite Hälfte ist allerdings deutlich schöner als die Erste.

Vielen Dank für die Rückmeldung! Meinst Du den Stil oder die Handlung?  ???


@ Waylander: Aahhh ... Asapia!  :thumbup:
Ich dachte schon, du fragst gar nicht.  ::)
Na, dann werde ich mal in mich gehen ...


@ Troll-Faktor: Der Gedanke kam mir auch schon, zumal ich das in diesem Forum auch nicht nachvollziehen kann. Vielleicht hält der Autor was für Troll-Postings, was für uns bitterer Ernst ist und braucht eventuell eine Nerd-Nachschulung?   ;)
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Ursus Piscis

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« Antwort #418 am: 18. Dezember 2013, 09:58:20 »

Zur Abwechslung wünsch ich mit mal was zu Asapia
Zechenzwerg - Ostorkischer Pergamentgehilfe I. Grades - Tentakelhyäne

Vielen Dank!  :thumbup:

138 Asapia – In diesen Landen kann nicht vorsichtig genug sein ...
Stirnrunzelnd betrachtete der alte Zechenzwerg mit dem wettergegerbtem Gesicht die zahlreichen  verstümmelten Leichen und Kadaver, die um den schmalen Pfad in den nördlichen Ausläufern der Schwarzen Berge lagen. Über ihm kreisten die Geier, die sich bereits an den sterblichen Überresten etlicher zottiger, tentakelbewehrter Hyänen und gerüsteter Orks gütlich getan und durch seine Ankunft verscheucht worden waren. Obwohl ein widerlicher Verwesungsgeruch schwer in der Luft lag, zwang er sich zu einer eingehenden Begutachtung, um in Flözberg einen ausführlichen Bericht über die Ereignisse an der Nordgrenze des Reichs geben zu können.
Rasch erkannte der Grenzjäger an der Art der Rüstungen und der Waffen, dass es sich um einen schwer bewaffneten Trupp aus Ostwehr unter der Führung eines Einpeitschers gehandelt haben musste. Als er auch die Abzeichen eines Pergamentgehilfen I. Grades an einer der Leichen sah, knurrte er in seinen grauen Bart: „Bei Gorags Hammer … diese Ostorks lernen es wohl nie. Immer wieder versuchen sie, nach Schwarzenbühl vorzudringen, um in Ruinen das Geheimnis des Gesteins zu lüften, das zu seiner Vernichtung führte. Dabei sollten sie längst wissen, dass größere Gruppen bei den ganzen Ungeheuern hier nicht durchkommen … flink, leise und vorsichtig muss man sein … kein Ort für Hörnerklang und Paukenschlag …“
Plötzlich verstummte er, als ihn der sechste Sinn eines erfahrenen Waldläufers vor einer drohenden Gefahr warnte, und blickte sich vorsichtig um. Tatsächlich entdeckte er in einiger Entfernung zwischen zwei Felsblöcken eine einsam umherstreifende Tentakelhyäne.
„Vermutlich eine Kundschafterin für das Rudel ...“, murmelte er vor sich hin, während er die schwere Arkebuse von der Schulter nahm und sorgfältig zielte.
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Blakharaz

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« Antwort #419 am: 18. Dezember 2013, 14:20:37 »

Vielen Dank für die Rückmeldung! Meinst Du den Stil oder die Handlung?  ???
Liegt an der Handlung, denke ich. Der Stil ist wie üblich sehr gut. Liegt wahrscheinlich einfach daran, dass der erste Teil ja quasi nur eine Überleitung von der vorherigen Geschichte darstellt.
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