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Autor Thema: [Spielbericht] Runen des Vergessens  (Gelesen 5212 mal)

Chruschtschow

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[Spielbericht] Runen des Vergessens
« am: 26. Juli 2012, 03:04:25 »

Die Dungeonslayersbox habe ich schon ein paar Monate hier liegen, nachdem ich als Spieler in einer Testrunde dabei war. Seitdem ich wieder eine regelm??ige Runde spielleitere, war es dick auf meiner To-Do-Liste drauf. Heute sollte es endlich klappen. Die Spieler waren mit Links und kurzer Zusammenfassung schon vorher versorgt. Insgesamt hatte ich f?nf Spieler am Tisch, davon ein absoluter Neuling und zwei, die Pen&Paper bisher nur von vier Abenden in meiner Faterunde kennen.

Das Bauen der Charaktere ging sehr schnell, wenn ich das mal mit anderen Systemen vergleiche. Und trotzdem war jeder Charakter trotz der wenigen Werte gleich ein Individuum. Gro?artig.

  • Adrian, Priester der Minra - Mensch, Heiler, gebildet, attraktiv, ein netter Kerl mit leichter Gewaltaversion
  • Finlir Herbsthaar - Elf, Schwarzmagier, mag Feuer, jagt Ungeziefer, besitzt alles von der Ausr?stungsliste, was g?nstig aussah - inklusive einer Katze
  • Anagrom Ataf - Zwerg, Sp?her, ist von seinem Nomadenstamm abgehauen, sucht ein paar h?bsche Troph?en (Ohren, Finger, was man so findet), damit man ihn daheim doch noch f?r einen gro?en Krieger h?lt, grundehrlich: "Hallo, ich bin ein Deserteur..." o_O
  • Acatala von den Fetzengipfeln - Zwerg, K?mpfer, Schmied, nimmt jedes Klischee mit Begeisterung mit
  • Hilda Grrgrr - Mensch, K?mpfer, Barbarin mit Keule, tritt schnell T?ren ein und marschiert vorne weg

Die f?nf beschrieben sich kurz, erkl?rten, was sie denn zum Gasthaus "Am Waldesrand" f?hren k?nnte und traten durch die T?r. Kurz (?) drauf wurde Finlir als erster mit brummenden Sch?del wach, Immersieg auf K?R+H?. Seine glimmende Fackel heizte er mit einem Flammenstrahl wieder auf, nur um eine riesige Gestalt im Halbdunkel zu sehen, die sich ebenfalls hochstemmte. Nach dem lauten Ausruf "ORK!!!" warf die tatkr?ftige Hilda ihre Keule nach der einzigen orkartigen Kreatur im Raum und Finlir ging wieder zu Boden. So weit, so vielversprechend...

Kurz drauf waren alle fit, geheilt und orientierungslos. Und von Spielleiterseite war ich hochzufrieden. Die Grundmechaniken hatte wir dank Keulenwurf alle durch. Da muss ich gleich weniger erkl?ren, wenn ein echter Feind kommt ;)

Die Gruppe entschied sich also, mal den Ausgang zu suchen und nahm auch - ?berraschung - gleich den richtigen Weg. Es waren ja genug Fu?spuren im Staub. Vor dem Versteck dann eine malerische Szenerie: Waldeslichtung, ein malerischer Weiher, die V?gel zwitschern an diesem sonnigen Tag, der so langsam der Mittagszeit entgegen geht. Ein Spieler summt leise die Morgenstimmung von Grieg. "Ok, gehen wir wieder rein und durchsuchen die H?hle." Gott, was habe ich den Dungeon vermisst. Man gibt den Spielern ein paar R?ume, die untereinander verbunden und voller Monster, Fallen und Sch?tze sind und niemand fragt nach Motiven, Gr?nden, einem tieferen Sinn. Ein Selbstl?ufer ;D

Die Truppe w?hlte sich freudig von Raum zu Raum und nahm das meiste bewegliche Gut mit. Der erste Raum mit "Beute" war die K?che, nach der jeder Spieler mindestens einen Topf oder eine Pfanne mehr auf der Ausr?stungsliste hatte. Die Szene mit der Statue vorm Schatzraum war einfach perfekt. Anscheinend hatte der Spieler des Schwarzmagiers als einziger nicht meine kurze Regeleinf?hrung gelesen und tat genau das, was mein fiktiver Zwerg in dem Beispiel tat: Der Zauberwirker geht nahe dran, versucht zu analysieren, scheitert, wird von der Statue zum Dank gehauen und steht als Zauberwirker auch ganz vorne. Zumindest die anderen Spieler hatten ihren Spa? an der Szene. Die bl?de Statue schlug allerdings dauernd mit einer 17 auf dem W20 zu. Tolle Nummer, wenn der Schlagenwert 16 ist. Ich hatte hier die Werte f?r den Lehmgolem genommen, weil mir ein Steingolem doch sehr heftig vorkam wegen Abwehr und Schlagen gr??er als 20. Der Lehmgolem war dann aber doch erstaunlich schnell platt.

Auf zum fr?hlichen Pl?ndern im Nachbarraum: Eine Falle wollte ich dann doch mal dabei haben. Die geh?rt ja in jeden Dungeon. Und nach so vielen ungef?hrlichen Truhen waren die Helden hier dann unvorsichtig. Acatala klappte die Kiste also kurzentschlossen auf und wurde direkt von einer Giftnadel verletzt und in Starre versetzt. Wenn man sich schon so lange untereinander kennt, dann ist man nat?rlich im h?chsten Ma?e f?rsorglich. Anagrom holte sich einen Zwergenbart als erste Troph?e. Zumindest haben sie den Armen nicht liegen lassen.

Ein paar R?ume waren noch nicht untersucht: Labor und Rumpelkammer. Kurz drauf waren beide Zauberer etwas d?mmer und Anagrom hatte ein Magiergehirn als Troph?e eingesteckt - auch wenn Adrian klarstellte, das es wohl eher ein Gehirn ist, das ein Magier herstellt, nicht das tats?chliche Gehirn eines Magiers. Details...

Auf dem Heimweg gab es noch eine Zufallsbegegnung. Ich habe echt ewig keine Tabellen mit Zufallsbegegnungen benutzt. Wie ich das vermisst habe ;) Zehn Goblins wollten anscheinend mal etwas vern?nftiges zu essen haben und hielten die Gruppe f?r leichte Beute. Mal von Anagrom abgesehen - er lie? seinen Bogen fallen und bekam daf?r gleich zwei saftige Hiebe mit ?sten - waren die Goblins nicht gerade die h?rtesten und flohen, wenn sie kurz vom Exitus standen. Da dieses Mal die harte Hiebe fehlten, die meinen Lehmgolem fix in St?cke schlugen, blieb auch nur ein Goblin auf der Strecke. Die restlichen sieben konnten mit ein bis zwei Lebensst?rke das Weite suchen. Zwei Ohren mehr in Anagroms Troph?enliste... Rollenspielanf?nger k?nnen ziemlich blutr?nstig sein.

Im Gasthaus angekommen erz?hlten die F?nf dem neugierigen H?ndler Harringer gleich mal, dass sie alles vergessen hatten, was man am Vorabend besprochen hatte. Zum Dank konnten sie ihn von den versprochenen 80 Goldst?cken auf 100 hoch handeln ;) Er nahm ihnen auch noch gerne die restliche Beute ab. Davon sind gleich mal 200 St?cke eingeplant um in Barringen dann die L?cher in Adrians und Finlirs Hirnen zu stopfen.

Insgesamt war der Abend ganz gelungen. Jeder scheint Spa? gehabt zu haben. Die leichte Zug?nglichkeit und die wenigen Regeln haben sicher ihren Teil beigetragen.

Kurz gestutzt habe ich bei der EP-Vergabe. Die nicht allzu schlagkr?ftigen Goblins haben tats?chlich den gr??ten Posten ausgemacht. Selbst wenn der Golem ein Steingolem mit massiv besseren Werten gewesen w?re, h?tte der nicht halb so viele Punkte gegeben. Ich denke, da werde ich beim n?chsten Mal je nach tats?chlicher Schwere der Begegnung ein wenig nach regulieren.
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Roosta

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Antw:[Spielbericht] Runen des Vergessens
« Antwort #1 am: 26. Juli 2012, 15:42:23 »

Sch?ner Bericht, scheint ne lustige Runde gewesen zu sein :)
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CK

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Antw:[Spielbericht] Runen des Vergessens
« Antwort #2 am: 26. Juli 2012, 16:01:41 »

Haben sie die titelgebenden Runen eigentlich entdeckt oder wundern sie sich heute noch?
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Chruschtschow

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Antw:[Spielbericht] Runen des Vergessens
« Antwort #3 am: 26. Juli 2012, 20:08:42 »

Haben sie die titelgebenden Runen eigentlich entdeckt oder wundern sie sich heute noch?

Bei f?nf Leuten, davon zwei Zauberer, fielen die Runen recht schnell auf und die Analyse war mit dem +4-Bonus leicht.

Daf?r hatten sie keine Ahnung, warum sie hier waren. Adrian hatte die Karte (ausgew?rfelt). Im Schatzraum war er zum ersten Mal an seinem Rucksack. Und da hatte ich schon vergessen, dass ich noch einen Handout habe  ;)
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sico72

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Antw:[Spielbericht] Runen des Vergessens
« Antwort #4 am: 26. Juli 2012, 20:58:59 »

Netter Spielbericht. Klingt als h?ttet ihr Spa? gehabt.....