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Rollenspiel => Abenteuer und Kampagnen => Thema gestartet von: Galactic Ben am 07. November 2017, 18:23:22

Titel: [Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 07. November 2017, 18:23:22
Nach zahlreichen Versuchen genügend Leute zusammenzutrommeln um eine Kampagne im postapokalyptischen Zombie-Setting zu starten gelang mir dieser Kunstgriff anlässlich des Erscheinens der neuen Version in der Slay! schließlich doch noch und wir konnten uns in ein selbst gebasteltes Abenteuer stürzen. Als Vorlage für die Region galt Österreich, auch wenn alle Orte erfunden (und die meisten unbenannt, ich bin echt schlecht mit Namen) sind. Zusätzlich zu geringen Regelanpassungen gab es bei uns auch eigene Plündertabellen, sodass Medizin und Lebensmittel getrennt aufgelistet wurden und Munition etwas häufiger vorkam. Außerdem ließ ich die Tabelle für Lichtquellen und Optische Mittel aus und führte einige darin vorkommende Gegenstände unter Verschiedenes auf.

Die Charaktere waren:

Lucifer: Der ausgebildete Sanitäter und Blogger konnte sich nach dem Ausbruch in den Ruinen einer Kleinstadt mit seinem Bruder durchschlagen. Die beiden haben sich in ihrer Wohnung verschanzt, müssen diese aber bald verlassen um an neue Vorräte zu kommen. (HIR)

Lucifers Bruder: Der Spieler dieses namenlosen Charakters konnte leider nur kurz mitspielen und hat sich auch nicht wirklich um seine Hintergrundgeschichte gekümmert. So sehr mich das als Spielleiter frustrierte, ich musste einsehen, dass er nicht mehr als ein aufgepumpter Teenager ist. (MUS)

Vitaeon: Der eher einfältige Metaller wandert seit dem Ausbruch auf der Suche nach plünderbarem von Ortschaft zu Ortschaft. Sein Spieler war zwar ein zweiter Einstein, seinem Charakter sah man dies aber keineswegs an; gut rollengespielt! (MUS)

Kata: Auch die Poledancerin Kata reist ziellos durch die Gegend, mit dem Untserschied, dass sie über einen Jeep verfügt. (BEI)

Ava Diese desertierte Soldatin aus dem Jägerkommando hat das Militär und seine Unfähigkeit satt und wollte sich eigentlich als Banditin verdingen, fand ihr erstes Opfer (Kata) aber so sympatisch, dass sie sich ihr gleich anschloss. (BEI)

Das Setting
Keiner hätte erwartet, dass es so schnell ginge. Wenige Stunden, nachdem die erste Meldung über wandelnde Leichen bekannt wurde waren die Großstädte schon so gut wie verloren. Das Militär, dessen oberste Priorität zu erst die evakuierung der Regierung war, konnte dem Ansturm nur wenig entgegenstellen. Zu allem Überfluss überrannte eine ganze Zombiearmee das größte Flüchtlingslager in einer Vorstadt der Großstadt und verteilte sich dann in einem großen Waldgebiet, das bis dahin als sicher galt. Das letzte, was über die offiziellen Radiokanäle durchgesagt wurde war der Rückzugsbefehl für die versprengten Überreste des Militärs. Jetzt, zwei Monate nach diesem tragischen Ereignis beginnen sich aus den Ruinen jener alten Welt, die noch vor kurzem als normal galt neue Gemeinschaften und Fraktionen zu bilden.

Abenteuerbeginn
Lucifer und sein Bruder hatten beschlossen, dass heute der richtige Tag war um sich wieder einmal mit Vorräten einzudecken. Natürlich kannten sie einen Supermarkt gleich über die Straße, immerhin war das hier einmal ihr Heim. Nach sorgsamem Lauschen an der Tür traute man sich schließlich heraus, ging die Stiegen hinunter um zum Ausgang zu gelangen und schaute hinaus auf die Straße (bis hier würfelte ich schon vier Mal auf das Auftauchen eines Schleichers, aber die SC hatten Glück). Draußen war eine Gruppe Untoter zu erkennen, aber sie waren weit genug entfernt, dass sich die beiden Brüder schleichend auf die andere Straßenseite trauten. Nachdem auch das geglückt war betrat man etwas selbstbewusster den Supermarkt, wo man sofort begann, nach allem Möglichen zu wühlen.

Als nächstes war der Pausenraum für Mitarbeiter dran, der zwar leer war, doch Lucifer brach für seinen Bruder ein Tischbein als Keule ab und bekam dafür dessen Jagdgewehr. Ein weiser Tausch, wenn man bedenkt, was als nächstes geschieht.

Jetzt wandten sich die beiden dem Liefereingang zu, aus dem sie keine Geräusche vernahmen. (irgendwann mussten die Würfel sie ja im Stich lassen) Drinnen stieß man auf zwei Zombies, die sich auch sogleich auf sie stürzten. Während Lucifer selbst ein wenig zurückwich und mit seinem Gewehr zu schießen begann musste sein Bruder, der sich als guter Tank erwies, einiges an Schaden einstecken. Lucifer konnte eine der Bestien mit einem Kopfschuss niederstrecken, doch sein Bruder Patzte bei der Abwehr und fiel zu Boden. Um den Kampf spannender zu machen ließ ich, als der liegende Bruder sich entschloss aus dieser Position weiterzukämpfen, den Zombie versuchen den Liegenden festzuhalten um ihn zu beißen. Die erste vergleichende Kraftakt-Probe ging zu Gunsten des Bruders aus, Lucifer nutzte die Umstände um aus nächster Nähe zu schießen und... verfehlte! Als nächstes schaffte es der Zombie, den sich windenden Bruder zu fixieren und setzte zum Biss an, doch genau da patzte seine Abwehr gegen einen gut sitzenden Schuss Lucifers und der Untote war Geschichte. Zur belohnung gab es einen ungeplünderten aber fahruntauglichen Lastwagen und zwei Autos (ein Sportwagen und ein Smart) an einem nahen Parkplatz, sodass die Köpfe der Spieler schon zu rauchen begannen, da sie nur eine limitierte Menge an Gegenständen tragen konnten. ("Ich will aber die Süßigkeiten mitnehmen!")

Lucifers Bruder beschloss an dieser Stelle, dass er lieber allein weiterzien wolle, nahm sich den Smart und verschwand. Der zurückgelassene Lucifer hingegen freute sich über einen Stufenaufstieg ("Ich nehm Wahrnehmung, das werd ich bei dir brauchen!") und einen Überlebenden, den die Schüsse hierher gelockt hatten und der sich bereit erklärte, seinen Van gegen den Sportwagen und etwas Treibstoff zu tauschen.

Nun mit fahrbarem Untersatz ausgerüstet machte sich Lucifer nun auf die Reise zur Autobahn, da er im Radio von einem Minenfeld nördlich der Stadt gehört hatte und in einem Anflug von Wahnsinn beschloss, dort hin zu fahren. (Schön, wie er meine unsichtbaren Wände respektiert... ;))

Er musste aber bald anhalten, als ihm bei der Autobahnauffahrt eine Gruppe Überlebender mit einem Handkarren entgegenkam. Nach einer vorsichtigen Begrüßung mit beidseitig gezückten Waffen stellte sich heraus, dass diese aus einem von Zombies überrannten Safehouse kamen und auf dem Weg in die anfangs erwähnte Vorstadt sind, weil sie diese nach dem Abzug der Zombiearmee für sicher hielten und in den militärischen Befestigungen wertvolle Beute erwarteten.

Lucifer war auch nicht gerne allein, also lud er die Gruppe von fünf (Ein Jägerehepaar, eine arzneikundige Oma mit Enkelin und ein Emo-Teenager mit Computerfähigkeiten) ein, die Reise mit ihnen zu beschreiten, was sie gerne annahmen.

Gesagt, getan lud man die wenigen Besitztümer der NSC in den Van und es ging los. Während der Fahrt stellte der Jägersmann Sepp sich und seine Gruppe vor und man tauschte sich über alles mögliche aus. Kurz vor Sonnenuntergang fuhr man von der Autobahn ab um in einem kleinen Dorf unterschlupf zu suchen, den man auch fand. Das karge Abendessen der Enkelin konnte Lucifer mit einigen Süßigkeiten auffrischen, was die Augen des Mädchens aufleuchten ließ und eine Freundschaft fürs Leben schloss. Nachts verleitete die Nachtblindheit Lucifer einmal dazu falschen Alarm zu schlagen, aber ansonsten blieb alles ruhig, bis in der Früh auf einmal von der Autobahn Schüsse ertönten. Aus Angst vor dem, was diese Schüsse produziert haben könnte entschied man sich also dafür, die Autobahn nicht mehr zu betreten und lieber auf Landstraßen weiterzufahren und dabei vielleicht auch einige Dörfer auszukundschaften.

Dieser Plan ging nicht ganz auf, da man beim nächsten Dorf eine Horde Zombies in die selbe Richtung ziehen sah und es deshalb lings liegen ließ, doch bald darauf traf man einen Wanderer, der grinsend den Daumen herausstreckte,wie ein Autostopper. Es stellte sich heraus, dass er eine Art Hipster war und auch ein wenig verrückt, aber er erklärte sich bereit im Gegenzug für eine Mitfahrgelegenheit beim Aufbau des neuen Safehouses zu helfen, also durfte er einsteigen, auch wenn es inwzischen ziemlich eng wurde im Van.


Hier endete die Runde, die wir in der Wohnung von Lucifer und seinem Bruder begonnen hatten. Es war sehr spaßig und inspirierte mich gleich dazu, die gesamte Gegend um die Autobahn und noch darüber hinaus in eine Karte zusammenzufassen mit vielen Orten zum erkunden.

Weiter ging es dann so:


Viteaon erreicht nach stundenlangem Wandern endlich das nächste Dorf. Erwartungsvoll sah er sich nach einem Geschäft um, das er plündern könnte, fand jedoch nur ein Gasthaus und beschloss, das Haus daneben zuerst zu dursuchen. Hier stieß er auf einen toten Zombie, von dem er sich einen hochwertigen Helm klaute und machte sich dann auf den Weg in ein Wohnzimmer, in dem er aber außer einer Standuhr nichts finden konnte. Enttäuscht und glücklich, das Gasthaus links liegen gelassen zu haben, aus dem er nach einem Wahrnehmungs-Immersieg deutliche Zombiegeräusche vernahm, ging er zurück auf die Straße. Dort hörte er plötzlich Motorengeräusche und versuchte sich in einem Busch zu verstecken.

Lucifer indess wollte dieses Dorf gerade plündern, als ihm ein muskulöser Mann auffiel, der sich seltsamerweise vor statt hinter einem Busch zu verstecken versuchte (das hat man von Geist 4) und kurbelte verdutzt das Fenster herunter.

Nach einer kleinen Unterhaltung wurde aber auch dieser Eifaltspinsel mitgenommen, immerhin bedeuten mehr Menschen auch eine bessere Chance zu überleben.

Es folgte eine fahrt voller Gespräche, denn es gab inoch viel hzu erzählen, doch die Runde wurde vom Auftauche einer weiteren Zombiehorde unterbrochen. Diese hatte einen Jeep, den zwei Frauen (Kata und Ava) in den Straßengraben gefahren hatten umringt und rückten ihnen gefährlich nahe zu leibe. Die Gruppe fasste sich ein Herz und griff an, der Hipster sprang mit seinem Baseballschläger aus dem Van und wurde sofort gebissen, während alle anderen schossen. Lucifer konnte einen Zombie niederstrecken, während Katas versuch, einen Zombie mit ihrem Speer zu pfählen schiefging. Die Zombies verletzten einige Charaktere nur geringfügig, hatten aber keine weiteren Verluste zu beklagen. Ein Schuss aus Avas Leuchtpistole konnte einige Zombies ablenken, dann verlegte sich diese darauf die Autotür als Waffe zu benutzen und schließlich schaffte es Kata das Auto aus dem Graben herauszufahren und alle hauten in solcher Eile ab, dass sie dengebissenen Hipster völlig vergaßen...

An der nächsten Straßenkreuzung hielt man an um sich auszutauschen, das lustige geplänkel nahm aber ein jähes Ende, als sich eine Gruppe Motorradfahrer aus einer anderen Richtung näherte, auf deren Lederjacken die adleräugigen Frauen klar "Sons of Apocalypse" lesen konnten. (Ja, auch das ist nicht sehr originell, ich weiß) Zwar bereitete man sich aufs schlimmste vor, aber die vier SC mit der Unterstützung von zwei kampffähigen NSC machten sich wenig sorgen vor drei Bikern und suchten auch keinen Streit mit diesen. Sie stellten sich auch als friedlich heraus und baten nach kurzer Unterhaltung an, mit der Gruppe im Konvoi zu fahren, da man die gleiche Strecke vor sich hatte.

Die Reise mit den Bikern verlief friedlich und die Charaktere konnten bald während sie halt machten um ein Dorf zu plündern bei einem kleinen Safehouse im Trachtenladen des Dorfes das Hauptgeschäft der Sons of Apocalypse beobachten: den Handel mit Waffen und Drogen. Auf das Angebot, die Nacht im Unterschlupf des Motorradclubs zu verbringen nahm man dankend an, auch weil man selbst darauf hoffte einige Nahrungsmittel gegen eine ordentliche Waffe eintauschen zu können.

Dem war auch so, denn als man kurz nach einem von einigen Bauern neu besiedelten Dorf vorbeigekommen war und vor dem etwas umgestylten Bauernhof der Sons halt machte wurde man bald vom "Boss" begrüßt. Nun kamen die verschiedensten Tauschhandel zustande: Lucifer gab sein ungenutztes Zelt und einige Iodtabletten für eine halbautomatische Waffe, Ava trennte sich schweren Herzens von einigen Lebensmitteln für eine Machete und die Polodancerin Kata nutzte ihre kürzlich gefundene Reizunterwäsche um die Biker mit einem striptea für einen Bogen zu betören. Dabei erfuhr sie auch, dass die Biker anscheinen Schwierigkeiten mit einer Bande von Nazis hatte, deren Gebiet an der Autobahn mit dem der Motorradfahrer in Berührung kam.

Nachdem man seine Wunden gänzlich weggeschlafen hatte beschloss die Gruppe im Morgengrauen zu einem nahen Industriegebiet zu fahren, um sich dort mit Beute einzudecken. Die verbündeten Überlebenden wollte aber auf schnellstem Weg zur Vorstadt und so teilten sich hier ihre Wege. Zum Abschied überließen die SC ihren Freunden den Jeep und wurden im Gegenzug mit kleinen Geschenken wie Schmerzmittel und Nahrung belohnt. Ava und Vitaeon entschieden sich auch im letzten Moment um und begleiteten die NSC, während sich die beiden übrigen auf den Weg in ein neues Abenteuer machten...


Hier endete unsere zweite Spielrunde. Wieder war viel Spaß enthalten und ich wünschte ich könnte noch ausführlicher die einzelnen Geschehnisse beschreiben. Da die Spieler von Ava und Vitaeon das nächste Mal verhindert sind werden diese Charaktere nicht vorkommen. (daher das Ende ;))
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: dragonorc am 07. November 2017, 21:29:46
 :thumbup:
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Sintholos am 08. November 2017, 06:18:36
Vielleicht sollten die Leute von "The Walking Dead" euch als Schreiberlinge anheuern. Der Bericht hier klingt wesentlich interessanter im Zombiesetting, als alle Folgen die ich bisher gesehen habe.  ;D
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 08. November 2017, 08:19:32
Vielleicht sollten die Leute von "The Walking Dead" euch als Schreiberlinge anheuern. Der Bericht hier klingt wesentlich interessanter im Zombiesetting, als alle Folgen die ich bisher gesehen habe.  ;D
wow, danke, ich hätte eigentlich kein so gutes Feedback erwartet.

Bestünde ein Interesse an meinen Unterlagen für das Setting? Ich habe zwar alles Handgeschrieben, aber so schwer kann das nicht auf den Computer zu übertragen sein.
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Sintholos am 08. November 2017, 14:34:04
Naja. Man kann nicht sagen, dass nichts los wäre bei euch. Regelmäßige Zombieencounter, klischeehafte Charaktere, ein halber Roadtrip, gewalttätige Biker, ein Striptease, Nazis und die Option auf Nazizombies (die gefährlichsten von allen ;D)... ich denke das hat eine Menge Potential. Darfst nur nicht zu schnell alle Ideen verfeuern.

Ich bin persönlich eher im Dungeonslayers aktiv. Das Gebiet um die Autobahn klingt aber verdächtig nach Sandbox und könnte damit was für ein Fanwerk oder so sein. Wenn du dir die Mühe machen willst, versteht sich.
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 08. November 2017, 21:04:08
Was das Verfeuern meiner Ideen angeht sind Sorgen unbegründet: vom felsigen Gebige im Südwesten bis zum zombieverseuchten Wald im Nordosten sind schon Massen an Orten, Charakteren und Fraktionen einigermaßen ausgearbeitet. Die Idee hinter der Welt war, die Charaktere von einem linearen Abenteuer in eine frei erkundbare Sandboxwelt einzuführen, die vollgestopft ist mit zahlreichen Haupt- und Nebenquests, deren Ausgang fast immer einen merkbaren einfluss auf den Rest der Welt hat.

Ich will hier keineswegs wie ein Angeber mit vielen Ambitionen aber wenig dahinter erscheinen, aber das Ziel ist, ein Skyrim im Zombieslayers-Stil zu erschaffen.

Wenn mein Studium es zulässt und der Bedarf besteht werde ich versuchen das Fanwerk noch vor Einreichungsschluss für den Communitykalender fertigzustellen, immerhin ist das Meiste ja schon vorhanden...
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Assassinmaniac am 11. November 2017, 00:23:46
Wenn mein Studium es zulässt und der Bedarf besteht werde ich versuchen das Fanwerk noch vor Einreichungsschluss für den Communitykalender fertigzustellen, immerhin ist das Meiste ja schon vorhanden...

Das wäre natürlich der Hammer!
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 12. November 2017, 19:16:11
Weiter gings heute in der nunmehr dritten Runde mit mehr Kämpfen und einem neuen Gebiet.

Vorab: Der Gedanke, ich könnte ein fertig ausgearbeitetes Fanwerk über eine gesamte postapokalyptische Welt mit besonderen Regeln und richtigem Layout ohne Erfahrung innerhalb weniger Tage zusammenschustern war im nachhinein betrachtet reiner Wahnsinn. Ein ausführliches Kompendum aller Orte und Charaktere hoffe ich um Silvester Spielfertig zu machen. Also falls jemand darauf im Community Kalender wartet muss ich euch enttäuschen, ich habs aber trotzdem auf dem Schirm.



Diesmal dabei:

Lucifer: Immer noch der "Heiler" der Gruppe und anscheinend auch ein verdammt guter Scharfschütze(!) (HIR)

Kata: Etwas beschähmt wegen des Stripteases am Vortag will die Poledancerin weiterhin mit Lucifer reisen (BEI)

Gilbert: Der Boxer fand nach dem Ausbruch der Apokalypse besonderen Gefallen am Verprügeln Untoter, was an seinem unzügelbaren Temperament liegen könnte (MUS)

Bob: Gilberts früherer Manager übernimmt für diesen das denken und besitzt ist außerdem Begabt im Umgang mit Computern und Maschienen.

Abenteuerbeginn
Wie schon zu Ende der letzten Runde festgelegt begleiteten Vitaeon und Ava die NSC zur Vorstadt, während Lucifer und Kata noch einmal in einem nahen Industriegebiet vorbeischauen wollten. ("Ich will einen Panzer!") Nach einer rührenden Verabschiedung packte man also seine Sachen und wurde dabei von zwei weiteren Gästen der Sons of Apocalypse beobachtet. Gilbert und Bob waren einerseits angetan von Katas gestriger darbietung, suchten außerdem eine Gruppe, mit der man Plünderzüge unternehmen konnte, weshalb sie sich mit den anderen Spielern zusammentaten.

Die Reise

bald ging die Reise los, die zu erst ereignislos verlief, durch einen kleinen Zombie-encounter aber kurz spannend wurde, da eines der Biester es doch tatsächlich schaffte, sich an der Seite des Vans festzuhalten und fast in dessen inneres gekrochen wäre. Glücklicherweise konnte Gilbert dies mit einer vergleichenden Kraftakt-Probe verhindern und die Reise ging weiter.

Bei einer Bahnüberfahrt traute man dann seinen Augen kaum, als sich doch tatsächlich eine alte Dampflokomotive näherte und neben den neugierig wartenden SC halt machte. Der Lokomotivführer stellte sich als "Lukas" vor und bot an, die Charaktere bis zum Industriegebiet mitzunehmen, aber diese wollten ihren Van nicht zurücklassen.

Der Bahnhof

schließlich erreichte man das Gebiet aus teilweise giftig rauchenden Fabriken, einem Güterbahnhof, einigen Erdöltanks, einem Staukraftwerk und einigen Wohnhäusern und entschied sich, als erstes den Güterbahnhof auszukundschaften, hauptsächlich wegen dessen Lagerhaus.

Glück sollte man hier aber keines finden, denn aus einem Wagon, den man nebenbei öffnete, sprangen vier Zombies. Kata, die für diese Situation verantwortlich war, flüchtete sich hinter Gilbert, der mit seinen behandschuhten Fäusten um sich schlug und von den restilichen Charakteren mit Schusswaffen unterstützt wurde. Während Gilberts Rüstung die Schläge seiner Gegner einfach ignorierte und Kata und Bob anscheinend eine besondere Abneigung für die Wand des Zugwaggons hatten (zumindest landeten dort alle ihre Treffer) streckte Lucifers halbautomatische Waffe einen Zombie nach dem anderen nieder. Im Waggon fand man daraufhin auch einiges an Beute, inklusive eines Anhängers für den Van, zog sich aber zurück, als vom Lärm angezogen sieben weitere Untote anrückten.

Eine ölige Angelegenheit

Nach der Flucht vor den Zombies fand man sich zwischen den Erdöltanks wieder. Als die Charaktere versuchten einige tote Zombies bei einem explodierten Öltank zu plündern wurden sie unerwartet von einer Löschanlage unter Beschuss genommen, weshalb sie sofort schlossen, dass sich hier Überlebende befinden mussten. Lucifer nahm die Anlage von außerhalb deren Reichweite mit dem Jagdgewehr unter Beschuss und bald konnte man zu einem kleinen Kontrollhaus vorrücken. Die durchbrochenen Barrikaden hätten das erste Warnzeichen sein sollen, doch die nichtsahnenden Charaktere bewegten sich weiterhin auf eine Tür zu, hinter der Bewegungen zu hören waren.

Kaum betrat Gilbert den Raum, wurde er von einem (Alpha-)Zombie angegriffen. Doch dieser benutzte nicht seine Zähne, sondern feuerte zuerst die Pistole in seiner Hand ab. Daraufhin stürzte er sich auf den verdutzten und immer noch unbewaffneten Gilbert, dessen Abwehr sich aber wieder als übermächtig erwieß. Kurze Zeit unterstützten die Charaktere ihren Freund noch, doch dann kamen drei weitere Zombies aus naheliegenden Räumen und man war anderwertig beschäftigt. In all dem Getümmel fiel Bob jedoch ein blinkendes Textfeld am Computer hinter dem Alphazombie auf:


Explosion einleiten
drücken sie "Enter"


Kurz beriet man sich, doch dann rannten alle los: Gilbert, Bob und Lucifer zum Ausgang, Kata, mit dem höchste Wert auf Laufen drückte die Taste und warf sich durch das dahinter liegende Fenster.

Wie in einem Hollywoodfilm sprang die Stripperin aus dem Gebäude, das hinter ihr mitsamt aller darin befindlicher Zombies von einer gewaltigen Explosion zerfetzt wurde. Trotz ihrer nicht so sauberen Landung schaffte sie es, sich der wie durch ein Wunder unversehrten Gruppe wieder anzuschließen und schon floh man wieder vor den anrückenden Zombiehorden.



Zur Belohnung für das Gelungene Abenteuer wurden noch einmal ordentlich Erfahrungspunkte verteilt und beschlossen, das Industreigebiet noch nicht zu verlassen.

PS.: die Werte des Alphazombies habe ich so verändert, dass der "Endgegner" 12 auf Schießen hat. von seiner Waffe hat er auch nach einem Schuss keinen Gebrauch mehr gemacht, weil die Munition aus war.
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Sintholos am 13. November 2017, 10:48:32
Man muss sich schon ordentlich hohe Ziele setzen, damit es auch was Außergewöhnliches wird... Damit machst du das schon vollkommen richtig.  ;)

Und wenn es mit dem Fanwerk für den Community-Kalender nix wird, dann bleibt ja noch die nächste Slay!. Thema soll ja Wüste sein, wenn ich das richtig verstanden habe. Das klingt doch verdächtig nach Österreich.  ;D Und wenn nicht, dann kann man ja ein paar geringfügige Anpassungen machen. Statt Ösi-Slayers Tunesienslayers oder so...
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: SeoP am 13. November 2017, 12:56:24
richtig dick erzählt und geschrieben, bei Dir wäre ich gern Spieler!

bisher beste Szene:
...vor statt hinter einem Busch zu verstecken versuchte (das hat man von Geist 4)
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 13. November 2017, 14:40:16
@Sintholos:  Das mit Österreich will ich jetzt aber überlesen haben! ;D Der Vorschlag mit der Slay! klingt interessant, von dem Thema wusste ich noch gar nichts, also danke schon mal dafür, aber über Wüstenregionen muss ich mich erst noch ordentlich informieren, bevor daraus ein Zombiesetting wird. Vielleicht ein Syrien-Slayers, genügend Waffen wären dann ja schon vorhanden... Trotzdem will ich erst das mitteleuropäische Setting fertigstellen, das kommt dann vielleicht einfach später, notfalls erst nächstes Weihnachten.

@SeoP: danke für das Kompliment, ich lasse je nach Probenergebnis oft solche Szenen geschehen, die auch manchmal nicht ganz Regelkonform sind: ein patzender Zombie versuchte beispielsweise Bobs Waffe zu beißen, was ihm in der nächsten Runde einen Bonus auf Schießen gab, oder als zwei Zombies gegen das Überfahren abwehrten hingen sie auf der Motorhaube und Lucifer musste abrupt abbremsen, um sie loszuwerden, was ihn in die Situation mit dem sich festkrallenden Zombie brachte. Ich finde einfach, dass solche Einschübe das Spiel viel lebendiger machen und den Spielern gefällts auch
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Asher am 13. November 2017, 14:43:24
Wäre durchaus an einer Sandbox interessiert!
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: SeoP am 13. November 2017, 16:48:46
@SeoP: danke für das Kompliment, ich lasse je nach Probenergebnis oft solche Szenen geschehen, die auch manchmal nicht ganz Regelkonform sind: ein patzender Zombie versuchte beispielsweise Bobs Waffe zu beißen, was ihm in der nächsten Runde einen Bonus auf Schießen gab, oder als zwei Zombies gegen das Überfahren abwehrten hingen sie auf der Motorhaube und Lucifer musste abrupt abbremsen, um sie loszuwerden, was ihn in die Situation mit dem sich festkrallenden Zombie brachte. Ich finde einfach, dass solche Einschübe das Spiel viel lebendiger machen und den Spielern gefällts auch

und genau sowas macht es aus!
Ich bin bei sowas auch sehr flexibel und spontan, das muss man einfach ausnutzen  :P
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 13. November 2017, 18:17:04
Ich finde es trotzdem oft schwierig, vor allem bei längeren Kämpfen läuft es irgendwann nur noch auf unmotiviertes Würfeln und Eintragen von Werten hinaus. Kann man das irgendwie verbessern?
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: dragonorc am 13. November 2017, 18:59:21
Ich finde es trotzdem oft schwierig, vor allem bei längeren Kämpfen läuft es irgendwann nur noch auf unmotiviertes Würfeln und Eintragen von Werten hinaus. Kann man das irgendwie verbessern?

Eben genau lustige Sachen oder clevere Aktionen der Gegner einbauen, die es wieder spannend machen.
Bei Slayer Zombies konnte ich meine Zombie Crew da bis in die Morgenstunden motivieren und das waren _viele_ Kämpfe.
Die Umgebung mit einbeziehen (Ein Auto umwerfen, in dem Gegner sind, mit einem Klavier aus dem zweiten Stock aus angreifen, ein Kampf, wo eine Partei im Aufzug, die andere auf dem Aufzug ist... das hilft auch, damit keine Monotonie aufkommt.
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 13. November 2017, 19:32:19
Danke für den Tipp, ich überlege, solche "besondere Kämpfe" auch in Zufallsencountern vorab miteinzubauen... mal schaun wie ich das regle.
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: dragonorc am 14. November 2017, 01:46:45
Ich finde ja nicht, daß es besondere Kämpfe sind... man kann doch in jedem Kampf etwas besonderes finden...und es dadurch für die Spieler einmalig machen :)
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 14. November 2017, 17:06:28
Es scheint als hätte ich als Spielleiter noch einiges zu lernen... aber deine Tipps werde ich mir auf jeden Fall merken, mir kommen da auch schon einige Ideen, wie ich die Kämpfe in Zunkunft noch interessanter machen kann...
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 20. November 2017, 13:19:49
So, Gestern gings endlich weiter mit vielen Nahtoderfahrungen, neuen Orten und dem Slayerpunkte-System. Anfangs befanden wir uns ja noch im Industriegebiet, das die Charaktere jetzt endlich (fast) vollständig erkundeten, aber die Geschehnisse sollten sie bald weiter Richtung Süden treiben. Besagte geschehnisse bereicherten mich auch um die Erfahrung, dass man starke Zombies niemals auf eine Anfängergruppe (in der noch SC der Stufe 1 sind) schicken sollte, vor allem, wenn besagte Gruppe komplett ohne Muskeln dasteht!


Diesmal dabei:

Lucifer: Wie immer (HIR)

Kata: Die eine neue Vorliebe für Yoga entdeckte (BEI)

Ava: Die Deserteurin wollte sich nach ihrem Ausflug zur Vorstadt gleich wieder den Charakteren anschließen. Vitaeon, der im Industriegebiet gearbeitet hatte ließ sich von keinen zehn Pferden dort hin bringen und ließ Ava deshalb alleine mit dem Jeep abfahren. (BEI)

Bob: Der Spieler stieß erst etwas verspätet zu uns, deshalb wurde er kurzerhand mitsamt seines Klienten, dem Boxer Gilbert, entführt. (HIR)

Abenteuerbeginn
Lucifer und Kata erwachten in der verlassenen Fabrik, die ihnen als Unterschlupf gedient hatte. Über das Verschwinden von Bob und Gilbert war man zwar erstaunt, aber da die deutlichen Spuren einer Entführung erfolgreich übersehen wurden ging man davon aus, dass die beiden einfach abgehauen waren und machte sich nicht an die Verfolgung. Nach Katas Yogaübung (Kata: "Damit ich meine innere Mitte finde." Lucifer: "Meine innere Mitte braucht gerade mehr Mittelfinger, als meine Äußere zu bieten hat!") machte man sich auch schon auf den Weg, auf der Suche nach der heiß ersehnten Fabrik von KillPro, einer Waffenfirma.

Man erreichte den Rand des Wohnviertels, interessierte sich aber nicht dafür und kehrte wieder um. Vor einer benutzt scheinenden Chemiefabrik machten die Charaktere halt, als ihnen aus deren inneren ein zugedröhnter Motorradfahrer entgegentaumelte ("Was hast du genommen?" - "Isch weit nisch, die Metts, das Spritzi-Spitz und die Tabletten...") den ausgerächnet der sozial unbeholfene Lucifer beruhigte und gemeinsam mit Kata in die Arme schloss. Nun gingen die beiden hinein, berichteten einem weiteren muskulösen Kerl mit "Sons of Apocalypse" auf seiner Lederjacke vom Zustand seines Kameraden und wurde von diesem im loslaufen zu einer Chemikerin namens Elisabeth verwiesen. Elisabeth hatte verschiedene Handelsangebote für die SC und Kata entschied sich für eine Flasche Helium, die Lucifer mit einem Grummeln bezahlte.

Als nächstes begaben sich die beiden zu den Stahlwerken, wo sie nach einigem Suchen tatsächlich eine Fabrik mit der Aufschrift "KillPro" entdeckten und ohne Vorsichtsmaßnamen sofort hinein stürmten. Natürlich war das ein Fehler, denn gleich hinter der Tür erwartete die beiden ein starker Zombie, der jeden Treffer auf seinen Kopf mit Leichtigkeit abwehrte und selbst einiges an Schaden austeilte. In Runde zwei wurde Lucifer, der aufgrund seiner zwei Talente Einstecker den Tank spielen musste gebissen und bald darauf ging er dank Slayerpunkte "nur" K.o., worauf Kata nur noch verbissener mit ihrem Bogen auf den Berg von einem Zombie feuerte, wodurch sie bald Lucifers Schicksal teilte.

Ava
Ava fuhr alleine in Richtung des Industriegebietes. Ihre Route wählte sie so, dass sie in zwei Dörfern vorbei kommen musste, die sie unbedingt noch plündern wollte. Das erste Dorf beherbergte einige Zombies, doch sie ließ sich davon nicht abschrecken und betrat ein Gasthaus durch den Kücheneingang. In besagter Küche fand sie einige Messer und Nahrung. Aus dem Nebenraum, einer Gaststube ließ sie ein Geweih von der Wand mitgehen und die zweite Gaststube war von einem Zombie bewohnt, den sie darin einzusperren versuchte, doch ihre Barrikade (aus EINEM Sessel...) hielt dem Untoten nicht stand und flog ihr zu allem Überfluss auch noch um die Ohren, also floh sie auf schnellstem Weg aus dem Dorf.

Dabei übersah sie jedoch komplett eine von einem Hohlweg einbiegende Limousine und krachte komplett in diese hinein (Patzer auf Fahrzeug steuern). Aus dieser stieg ein schimpfender, alter, schmieriger Typ, der sofort eine Entshädigung verlangte und mit Ava einige Drohgebärden austauschte, dann einigte man sich aber darauf, dass Ava für "den Grafen", wie sich der gut gekleidete Schwarzmarkthändler nannte, einen Auftrag erledigen sollte, da die Sons of Apocalypse, die den Handel in diesem Gebiet kontrollierten, ihn schon im Auge haben. Nach einigem Hin und Her entschied sich Ava dafür, den Auftrag anzunehmen (Kata: "Also ich hätte das anders gelöst! ;)"), unter anderem, weil sie das Jagdgewehr des Grafen fürchtete.

Endlich fuhr sie weiter, doch schon bald endete die Reise der Ex-Soldatin unvermittelt, als sie beim hinunterfahren von einem Berg von einer Muhre überholt wurde und genau wie ihre Freunde bewusstlos wurde.

Ein böses Erwachen
Als Lucifer und Kata aufwachten fühlten sie sich gut, ihre Wunden waren versorgt und sie lagen auf Krankenhausbetten. Nach einigem Besprechen verließen die beiden den Raum und rannten sofort in Elisabeth, die ihnen erzählte, die beiden Biker hätten sie im Eingang von KillPro liegen sehen und zu ihr gebracht. Sie hatte die SC verarztet und auch bemerkt, dass diese schon infiziert waren, erzählte ihnen aber von einem Studienkollegen, der irgendwo in der Nähe für das Militär ein Heilmittel entwickelt hatte.

Sofort machten sich die Beiden auf den Weg, denn diesen Wunderheiler mussten sie sehen. Die Biker hatten die Ausrüstung der SC auch mitgenommen, deshalb ging es sofort los, zu einem in der Karte eingezeichnten militärischen Bunker. (so zu tun als wäre es schwierig den zu finden war einfach nur unnötig) Auf dem Weg kam man in ein kleines Dorf, das Zombiefrei schien und in dem der Russe Igor ein Gasthaus bewirtschaftet. Als man dort einkehrte (und Lucifer sich besoff) machte man auch Bekanntschaft mit Lorenz, der sich eine eigene Radiostation einrichten wollte und dafür noch einige Materialien suchte, Lucifer konnte ihm sowohl ein Funkgerät als auch ein Handy zu einem guten Preis verkaufen.

Das Wiedersehen
Ava wachte inzwischen mit ordentlichen Kopfschmerzen wieder auf und versuchte ihren Wagen zu reparieren, scheiterte aber daran. Daraufhin setzte sie sich einfach auf die Motorhaube und wartete, was mit dem Auftauchen einer Patruille der Sons of Apocalypse belohnt wurde, die, wie sich herausstellte, aus den selben Bikern bestand, die erst zwei Tage zuvor die frische Gruppe SC augegabelt hatte. Nachdem man sich herzlich begrüßt und ausgetauscht hatte stimmten die Biker zu, Ava mit ins Industriegebiet zu nehmen (sie dachte ja immer noch, ihre Freunde wären dort). Auf dem Weg dort hin allerdings machte man in einem gewissen Gasthaus halt, in dem alle SC ein glückliches (obwohl durch die Infizierung überschattetes) Wiedersehen feierten, das durch die Ankunft eines weiteren Gastes noch fröhlicher werden sollte.

Bob war in der vorangegangenen Nacht überrascht in einem LKW aufgewacht und hatte die Dunkelheit genutzt, um von seinen Entführern unbemerkt zu fliehen, seinen Klienten Gilbert hatte er dabei aber nicht bemerkt, weshalb dieser immer noch verschwunden blieb. Daraufhin war er der Straße in die erstbeste Richtung gefolgt und erreichte schließlich ebenfalls Igors Gasthaus. (er wurde auch von Lucifer und Katas Van überholt, hatte sich aber aus Angst vor den Entführern vor dem herannahenden Auto versteckt und als er den Fehler bemerkte war es schon zu spät.)

Man erzählte sich also von den Geschehnissen und von dem Plan, den Bunker des Militärs ausfindig zu machen und führ weiter.

Eine grauenvolle Entdeckung
Nach einigen Kilometern plünderte man ein am Straßenrand geparktes Polizeiauto, dann näherten sich die SC dem nächsten Dorf. Selbst im Van (Der jetzt mit Blaulicht ausgestattet war... warum auch immer ::)) konnten die Charaktere die Verwesung riechen und man wollte schon umkehren, als Lucifer die Berge von (endgültig toten) Leichen entdeckte, die im Dorf verstreut lagen. Im näheren Umkreis des Dorfes schien nichts mehr zu leben und überall an den Wänden fand sich das Symbol einer roten Hand. Ava konnte dies leicht als das Zeichen einer Söldnergruppe identifizieren, die kurze Zeit nach dem Ausbruch dem Militär ihre Hilfe anbot, die dadurch einhergehenden Privilegien aber zum Stillen ihres Blutdurstes ausnutzte und einer Verfolgung durch das Militär durch rechzeitiges Desertieren entkam.

Sichtlich beunruhigt fuhren die Charaktere weiter, doch ein Hinterhald durch die rote Hand blieb aus und so erreichte man bei Sonnenuntergang den Bunker.

It´s a trap!
Bei einem kleinen Parkplatz fand man auch sogleich den Eingang in den Bunker, der aber vorerst verschlossen blieb. Erst als Lucifer seine Bisswunde in die Kamera zeigte schoben sich die schweren Metalltore auf und gaben den Blick in einen langen, dunklen Gang frei. Lucifer montierte noch schnell einen Laserpointer an seiner halbautomatischen Waffe (WB +1) und nach einigem Diskutieren ging man los. Weit kamen die Charaktere auch gar nicht, denn auf einmal lähmten Elektroschocks aus den Wänden die gesamte Gruppe und Soldaten schlugen die wehrlosen Charaktere K.o.

Nach unbestimmter Zeit erwachten die Charaktere schließlich auf Krankenbetten ("Schon wieder?") in einem kreisrunden Raum, dessen Wände sowohl Bob als auch Lucifer als verspiegeltes Glas identifizierten, nur die immersiegende Kata entdeckte sowohl eine gut versteckte Tür, als auch die Schemen eines Wissenschafters hinter dem Glas und eines Soldaten und einem Haufen Ausrüstung in einem Raum hinter der Tür. Außerdem entdeckten die noch nicht infizierten Charaktere, dass man sie offensichtlich auch mit Hilfe einer Spritze infiziert hatte und ein gefülltes und versiegeltes Glas mit der Aufschrift "Z" ging in Lucifers besitz.

Schnell war ein Plan gefasst: Alle würden sich wie von Krämpfen geschüttelt gegen die Wände werfen, wobei Ava (die Stärkste) "zufällig" die Tür treffen würde. Eine erfolgreiche Kraftakt-Probe später war man im Raum mit einem sehr verdutzten Soldaten und der gesamten Ausrüstung der Charaktere. Ava schnappte sich eine ihrer Pistolen, dann warf Lucifer sein Glas und obwohl nur ein Splitter die Wange des Soldaten kratzte (-1LK) erbleichte dieser und rannte davon. Während die Charaktere ihre Ausrüstung aufnahmen begann eine Sirene zu heulen und Lucifers unvorsichtiges Verlassen des Raumes hätte ihm beinahe wieder das Leben gekostet, denn drei Soldaten schossen gleichzeitig mit ihren Maschinengewehren auf den Sanitäter. Mit nur mehr 1 LK verschanzte sich Lucifer wieder in voller Deckung und ließ seine Kameraden den Soldaten den Garaus machen. Jetzt wirklich formidabel ausgerüstet mit Maschinengewehren für alle und einem Nachtsichthelm für den Nachtblinden Lucifer (und 15 Funkgeräten!!!) machten sich die Charaktere daran, diesen Raum zu erkunden. Der Wissenschafter war während des Ausbruchs langsam zum Ausgang gegangen, aber anhand der drei weiteren Glausräumen, in denen sich zwei Schleicher, nichts und ein grauenvoll mutierter Riesenzombie befanden, machten sich die Charaktere ein Bild vom wahren Forschungsfeld des Wissenschafters.

Lucifer konnte noch alle dise Zombies mit hilfe einer Schaltfläche, die bei jedem Raum zu finden war töten, dann mussten wir die Runde leider beenden.

Fortsetzung folgt. ;)
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 20. November 2017, 13:33:31
So, inzwischen haben sich einige Aufgaben angehäuft, darum jetzt ein kleiner Questlog:

Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: dragonorc am 21. November 2017, 02:53:31
Hoffe die Spieler waren nicht zu frustriert :P
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: SeoP am 21. November 2017, 12:45:32
So, inzwischen haben sich einige Aufgaben angehäuft, darum jetzt ein kleiner Questlog:

Beschaffung von Meterial für den Bau einer Radiostation (es fehlt noch: Generator, militärische Funkantenne und Stellitenschüssel) => das findet sich bei den Nazis
Schwarzhandel für den Grafen (nur Ava) => und jede erledigte Aufgabe reitet sie weiter in seine Schuld, weil sie dabei etwas (für ihn wichtiges) zerstörte
Beschaffung von Waffen bei KillPro (vlt nicht mehr erledigt) => echt?! halte sie doch lieber an der kurzen Leine (bestehendes Arsenal modifizieren)
Heilung der Zombifikation (Wichtig!) => stell das hinten an, der SC muss leiden (wo wäre sonst die Konsequenz eines Bisses) aber vielleicht weiß "die rote Hand" etwas
Helfen beim Aufbau des Safehouses => In einem gebiet zwischen Nazis, der roten Hand und den Sons?! nice try  ;D
Aufklären der Morde der Roten Hand => da hast Du sicher schon Ideen.
Gilbert finden => da hast Du sicher schon Ideen.
Kohle für Lukas beschaffen => da hast Du sicher schon Ideen.
Der Konflikt zwischen den Sons of Apocalypse und den unbekannten Nazis (kein wirklicher Auftrag, aber vielleicht lohnt es sich für die Charaktere, da mitzumischen) => stumpfe Terretorialkämpfe... das ist ein simples Kräftemessen um Resourcen und wer die dicksten Eier hat. Dort gibt es Waffen, Munition, Fahrzeuge ... und den Tod
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 21. November 2017, 23:29:08
Hoffe die Spieler waren nicht zu frustriert :P

Oh ja, an einem Punkt ist Lucifer einfach gegangen und hat begonnen Far Cry 4 zu spielen... war schwierig ihn zurück zu bekommen...
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 22. November 2017, 00:03:30
@SeoP:
1) Generatoren lassen sich an mehreren Stellen finden, Ava hatte mit Hilfe von WG: Militär schon den Geistesblitz, dass man die Antenne bei einem militärischen Flughafen findet und für die Satellitenschüssel werd ich jetzt einfach unverschämt deine Idee übernehmen ;D

2) exakt, aber pscht, meine Spieler lesen das

3) es wird einfach nicht mehr nötig sein, da die Soldaten im Bunker mit Maschienengewehren ausgestattet sind... war eine Dummheit von mir :(

4) eigentlich sollte es das Heilmittel als Belohnung für den derzeitigen Dungeon (oder Vault) geben, da die Charaktere inzwischen schon Fieber haben und sowohl ihr Würfelglück, als auch ihre Krankheitsresistenz ein Trauerspiel sind.

5) ganz so schlimm ist es nicht. Sowohl die Nazis als auch die Sons sind eher Nördlich aktiv und noch ist die Rote Hand nur ganz im Südwesten anzutreffen... aber dazu will ich nicht mehr verraten ;) Im Moment ist die Größte Gefahr durch einige Räuberbanden und die doch noch recht häufig vorkommenden Zombies...

6) nö, muss ich mir noch was einfallen lassen :P Ich weiß aber schon, wo der "Endkampf" stattfinden soll ;)

7) Ja allerdings und das kann ich ungetrost verraten, Gilbert wurde ebenfalls von den Soldaten entführt und befindet sich in derselben Einrichtung wie die Charaktere (allerdings wurden an ihm andere Versuche durchgeführt)

8) jap, is aber eine Nebenquest, die irgendwann oder gar nicht erledigt wird

9) und noch mindestens 4 weitete, bis jetzt unentdeckte Fraktionen mit eigenen Quests, deren Ausgang die Welt wie sie erst kürzlich entstanden ist weiter erschüttern wird. Und im Endeffekt kann alles durch eine Anzahl vorab eingebauter Katastrophen noch einmal über den Haufen geworfen werden (nur ein kleiner Tipp: die Zombies im Wald existieren immer noch...) und damit habe ich nur die Spitze des Eisbergs angekratzt...
Edit: Es sind also insgesamt 8 Fraktionen, wenn man die Rote Hand und die Soldaten mitzählt, aus deren Gefangenschaft sich die SC gerade befreien
Titel: Antw:[Kampagnenbericht][Zombieslayers] Postapocalyptisches Chaos in Österreich
Beitrag von: Galactic Ben am 22. November 2017, 22:24:10
So, die Sandbox ist noch nicht fertig, aber einen kurzen Einblick gibt es schon einmal hier:
http://s176520660.online.de/dungeonslayers/forum/index.php?topic=9435.0 (http://s176520660.online.de/dungeonslayers/forum/index.php?topic=9435.0)

Ich hoffe ich konnte manch einem Zombieslayer (oder Slayerzombie) behilflich sein ;)